29 Juni 2017

29. Juni, 2017


Der alljährliche Wahnsinn des Sommers steht kurz bevor. Bevor innerhalb weniger Tage Milliarden Dollar für die Dienste der Spielers vertraglich zugesichert werden, wagt die #NBACHEF Redaktion den Blick in die Kristallkugel und prognostiziert die Konstellationen der wichtigsten Free Agents – und zwar in einer Runde B-I-N-G-O. Wer holt fünf Richtige? Teil drei: Die Playmaker...

von NBACHEFSQUAD

>> PART I: BIGS <<
>> PART II: WINGS <<


-B-

Stephen Curry
Alter: 29
Letztes Team: Golden State Warriors
Letztes Gehalt: 12,1 Mio. $

Harald Mainka: Ich war drauf und dran, hier Charlotte zu benennen – wegen Homecoming und so. Dann schaute ich auf deren Cap-Situation, schloss das Fenster angewidert und entscheide mich für die einzige solide, richtige Wahl: die Warriors.

Stefan Dupick @hoopsgamede: Curry bleibt bei den Warriors bis sein Trikot unter die Decke der Halle gezogen wird!.

Marc Lange @godzfave44: Curry bleibt trotz Kevin Durant das Gesicht der Franchise und fühlt sich dort anscheinend auch immer noch pudelwohl. Der wohl beste Dreierschütze aller Zeiten wird es auch die kommenden Jahre in Golden State regnen lassen. Warriors.

Gerrit Lagenstein @GAL_Sports: Hatte ich vorhin gesagt, Kevin Durants Vertragsverlängerung bei den Dubs wäre die klarste Entscheidung der Free Agency? Nun gut, die Tinte unter Currys neuem Vertrag bei den Warriors wird nicht viel später trocken sein.

Daniel Schlechtriem @W14Pick: Steph hat ganze vier Spielzeiten deutlich unter Marktwert gespielt, deshalb gibt’s dieses Mal im monetären Bereich keine Diskussionen. Selbstverständlich zahlen die Warriors ihrem 2015 und 2016 MVP das Maximum, Verhandlungen mit anderen Teams finden gar nicht erst statt.


-I-

Kyle Lowry
Alter: 31
Letztes Team: Toronto Raptors
Letztes Gehalt: 12,0 Mio. $

Mainka: Vermutlich der Spieler, der am ehesten bei der „Players Tribune“ einen vorgeschriebenen Abschiedsbrief in Auftrag gegeben hat. Teams, die bei Chris Paul nicht landen, werden ihn jagen. Ich würde hier San Antonio als großen Nutznießer nicht ausschließen. Und weil ich den nächsten Buchstaben unbedingt haben will, entscheide ich mich für Coach Pop und die Spurs.

Dupick: Die Raptors verlängern mit Lowry.  Masai Ujiri wird einem 31-Jährigen keinen 4-5-Jahres-Max-Vertrag geben. Aber Lowry gehört nach Toronto und Ujiri und Lowry werden sich daher einig werden.

Lange: Die Bromance zwischen Kyle Lowry und DeMar DeRozan wird auch 2017/2018 in Toronto weitergehen. Raptors.

Lagenstein: Kyle Lowry will gewinnen. Von daher mutete das Gerücht „Heimkehr zu den 76ers“ von Anfang an merkwürdig an. Nachdem seine Heimatstadt in der Draft nun Markelle Fultz gezogen hat, ist dieses Strohfeuer endgültig erloschen. Auch andere Teams mit Perspektive sind auf Point Guard gut aufgestellt. Lowrys beste Chancen auf die Finals liegen immer noch in Kanada. Kyle stays. Raptors.

Schlechtriem: Lowrys BFF DeMar DeRozan hat letztes Jahr für fünf Jahre unterschrieben, jetzt zieht Kyle nach und verlängert ebenfalls bei den Raptors. Mit DeRozan und Ibaka bildet er einen starken und wettbewerbsfähigen Kern, Ujiri ist derweil weitsichtig genug, mithilfe der entbehrlichen Jonas Valanciunas und DeMarre Carroll via Trade aus dem Trio ein legitimes Quartett zu machen.


-N-

George Hill
Alter: 31
Letztes Team: Utah Jazz
Letztes Gehalt: 8,0 Mio. $

Mainka: Siehe oben. Sein Vertrag hängt an dem von Paul und Lowry. Ich halte ihn für zu schlau, als dass er sich den Knicks anschließt. Utah ist genau der Platz, an dem Hill bleiben sollte, schließlich gehört er trotz all der Lobeshymnen einfach nicht zur Point Guard-Elite. Warum also nicht einfach bei den Jazz verlängern und dieses interessante Team weiter aufbauen?

Dupick: Die Jazz können oder wollen für Hill nicht tief genug in die Tasche greifen. Die Timberwolves sind jedoch gewillt. Hill trifft den Dreier und kann verteidigen, das perfekte Paket für Minnesota. Eventuell wird es sogar ein Sign-and-Trade, denn Rubio wird in Minnesota dann nicht mehr gebraucht, für die Jazz könnte er jedoch noch wertvoll werden.

Lange: Minnesota ist seit dem Jimmy Butler-Trade sehr dünn auf der Eins besetzt. George Hill wäre auf Grund seines guten Wurfes die optimale Verstärkung und würde mit Ricky Rubio ein sehr gut ausbalanciertes Point Guard-Duo bilden. Die Timberwolves werden zuschlagen!

Lagenstein: Hills Verbleib in Utah wurde eng mit Gordon Hayward verbunden. Weil ich seinen Buddy nach Boston schicke, ziehe ich den Point Guard ebenso aus dem Salzsee. Auch Hill geht zu einem seiner ehemaligen Coaches. In Orlando gegrüßt ihn Frank Vogel. Die beiden kamen in Indiana prima zurecht und werden das auch in Florida. Zumal die Magic schon seit Jahren einen ernstzunehmenden Einser suchen.

Schlechtriem: Hills Verbleib ist stark von dem Haywards abhängig, denn ohne ihren Rotschopf müssen die Mormonen auf Zukunftsmodus schalten, in dem Hill wiederum keine Rolle spielt. Da ich Hayward bei den Celtics habe und San Antonio bei Chris Paul leer ausgeht, wird Hill die 1-B Lösung für Gregg Popovich. Er geht zurück zu den Wurzeln, zu den Spurs, die ihn 2008 gedraftet haben.


-G-

Jeff Teague
Alter: 29
Letztes Team: Indiana Pacers
Letztes Gehalt: 8,8 Mio. $

Mainka: Für Teague gibt es keinen Markt. Er bleibt in der Heimat. Pacers.

Dupick: Die Pacers traden Paul George und leiten den Rebuild ein. Jeff Teague passt nicht mehr ins Konzept und sucht sich ein neues Team. Die Suche gestaltet sich als schwierig, denn der Markt für Point Guards ist umkämpft. So landet er bei den Knicks! Nachdem Phil Jackson weg ist und New York nicht mehr auf die Triangle setzt, wird Teague der Mentor für Frank Nitilikina

Lange: Diese Free Agency ist ein Segen für Jeff Teague. Gleich mehrere Teams werden, auf der Suche nach einem solide Starting Point Guard, viel zu viel Geld investieren. Mit ein wenig Glück staubt Teague sogar einen Vertrag in der Nähe vom Max-Level ab. Da die Knicks eine historische Tendenz zum Überbezahlen haben, landet der ehemalige Hawk im Big Apple.

Lagenstein: Indiana hat mit Edmond Sumner zwar einen Point Guard gedrafted. Der dürfte aber selbst in einigen Jahren nicht an das Niveau von Teague herankommen. Der Ex-Hawk ist nicht die Lieblingslösung der Pacers. Einen besseren Aufbauspieler werden sie dieses Jahr aber zumindest in der Free Agency nicht bekommen. Daher geben sie Teague einen kurzen Deal, der sie langfristig nicht behindert, erstmal aber absichert.

Schlechtriem: In Indiana ist so viel von Paul George abhängig. Da die Pacers Teague erst letztes Jahr aus Atlanta geholt haben und er als Lokalmatador und Identifikationsfigur für einen etwaigen Rebuild nicht unwichtig sein wird, behalten sie ihn für den richtigen Preis.


-O-

Jrue Holiday
Alter: 26
Letztes Team: New Orleans Pelicans
Letztes Gehalt: 11,3 Mio. $

Mainka: Die Pelicans können ihren Point Guard nicht bezahlen, wenn sie ihrer Big Man-Combo vertrauen. DeMarcus Cousins wird 2018 Free Agent, dafür muss Platz unterm Salary Cap frei gehalten werden. Bei den Mavericks hingegen will man Dirk einen letzten Playoffs-Run schenken – mit Holiday wären sie hierfür und darüber hinaus sehr gut aufgestellt. Und das ist ein BINGO!

Dupick: Holiday bleibt in New Orleans. Die Pelicans wagen weiterhin den Versuch mit dem Trio Holiday/Cousins/Davis einen Playoff-Run zu starten und somit den Small Ball Trend der NBA aufzubrechen.

Lange: Die recht unerfolgreiche Zeit für den Point Guard in New Orleans ist (endlich) abgelaufen. Holiday braucht einen Neustart und den wird er bei den Knicks in New York mit seinem Bruder Justin finden.

Lagenstein: Ein verletzungsanfälliger Guard, der seine besten Jahre schon hinter sich haben könnte? Das schreit doch geradezu nach den Knicks. Holiday wird der würdige Nachfolger von Derrick Rose im Big Apple. Ob der Deal für Zukunft der New Yorker Sinn ergibt, spielt bei diesem Management keine Rolle. Für „The World’s Most Famos Arena“ wird ein großer Namen gesucht, einen größeren als Holiday werden die Knicks in diesem Sommer nicht bekommen.

Schlechtriem: Bei Holiday ist mit den vielen Verletzungen und dem Drama um seine erkrankte Frau einfach zu viel passiert. Von Cousins als Teamkameraden sollte er nach zwei Monaten auch schon genug haben. Zeit für einen Tapetenwechsel – und einen abenteuerlichen Tipp: Die Timberwolves traden Ricky Rubio, weil sie Jrue als Ersatz in den kalten Norden holen und sich damit endgültig in der Riege der Playoff-Teams festsetzen.