10 April 2017

10. April, 2017


von SEB DUMITRU @nbachefkoch

Für viele avancierte das Duell Oklahoma City/Denver am Sonntag Abend zu einem 'Can he finally do it?' Gameshow-Abklatsch. Kann Russell Westbrook, der das erste Saison Triple Double der Historie seit Oscar Robertson bereits klar gemacht hatte, sein 42. in 2016/17 verbuchen? Kann er am 'Grossen O' vorbei ziehen?

Als er 4:16 Minuten vor dem Ende Semaj Christon für den Dreier fand, jubelten selbst Nuggets-Anhänger frenetisch. Westbrook hatte Geschichte geschrieben. OKC lag zu diesem Zeitpunkt mit zehn Punkten zurück. Die Thunder spielen um nichts mehr, die Playoffs und Rang sechs hat der Terminator mit der Nummer Null für sein Team längst eingetütet.

Dass Russ aber auf einem ganz anderen Shit ist, bewies der Rest der Partie. Anstatt sich hinzusetzen, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, schaltete der Tasmanische Teufel einen Gang hoch.

Westbrook erzielte die letzten 15 Punkte für Oklahoma City, zog den Karren im Alleingang bis auf zwei Punkte heran. Jokic vergab den Sargnagel. Timeout OKC, drei Sekunden vor Schluss... Und dann: Boom!


Ein Dreier aus Breckenridge, ein Donnerwetter wie Westbrooks surreale Saison. Mit einem Schlag den Gamewinner genetzt, das dritte 50 Punkte Triple Double klargemacht, OKC zum Sieg geführt, Denvers Playoff-Hoffnungen ausgelöscht... nachdem er bereits zuvor 'The Big O' und 'The Big Dipper' in All-Time Rankings hinter sich gelassen hatte.

Solider Abend für den MVP. Solide Saison. Keep hatin' tho.