02 April 2017

2. April, 2017


Im Westen nichts Neues, im Osten eine Saisonpremiere. John Wall von den Washington Wizards krönt den starken Lauf seiner Washington Wizards mit seiner ersten Auszeichnung zum #NBACHEF Spieler des Monats seit Dezember 2015. Derweil holt sich Russell Westbrook von den Oklahoma City Thunder die dritte Auszeichnung zum Player of the Month in dieser Spielzeit und gewinnt damit das Duell gegen James Harden von den Houston Rockets mit 3-2. Ein Omen für die bevorstehenden Year End Awards?

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick

John Wall
(Washington Wizards)

Stats März:
25,2 PPG | 3,7 RPG | 10,2 APG | 0,8 BPG | 1,7 SPG | 46,1% FG | 78,9% FT in 18 gm.

Highlights u. a.:
39 Pts, 9 Ass, 3-5 TPM, 10-12 FTM, beim Sieg über die TrailBlazers [11.3.]
37 Pts, 4 Reb, 11 Ass, 14-21 FG, beim Sieg über die Cavaliers [25.3.]
34 Pts, 14 Ass, 4 Stl, 14-25 FG, beim Sieg über die Lakers [28.3.]

John Walls Wizards starteten bedenklich schlecht in diese Saison, standen Mitte November bei 2-8 Siegen. Prompt wurde der neue Coach Scott Brooks infrage gestellt, ebenso das Verhältnis Walls mit seinem Backcourt-Partner Bradley Beal.

Spätestens im März war davon nichts mehr zu spüren. Washington ist der Turnaround der Spielzeit 2016/17 gelungen: Um den Jahreswechsel schafften sie es auf eine ausgeglichene Bilanz, im Januar gewannen sie zwölf von 16, im Februar sieben von zehn, im letzten Monat dann elf von 18.

Zwischenzeitlich standen die Zauberer auf dem zweiten Rang der Eastern Conference, der sich eineinhalb Wochen vor Ende der Regular Season immerhin noch in Greifweite befindet. Sicher hingegen ist, dass die Hauptstadt in diesem Jahr Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde haben wird.

Der primäre Grund für diesen Erfolg ist immer der Franchise Player – John Wall. Der vierfache All-Star legt 2016/17 neue Karrierebestwerte in Punkten (23,3 pro Spiel), Assists (10,7) und Steals (2,0) auf. Er ist der Tonangeber, der Fix- und Angelpunkt von Washingtons Offensive (Top 8 in Offensiver Effizienz), die sich unter Coach Brooks erheblich verbessert hat.

Im für den Wizards langen März (18 Spiele) erreichte Wall sechs Mal 30 Punkte oder mehr, ein neues Career High in Assists (20) und Siege über die direkten Konkurrenten der Cleveland Cavaliers, Toronto Raptors und Atlanta Hawks.

Gute Gründe, ihn im März zum besten Spieler zu wählen – auch wenn es reichlich knapp war und zum Spiegelbild der umkämpften ersten vier Ränge des Ostens wird. Wall siegt mit 44% der Stimmen gegen DeMar DeRozan (33%) von den Raptors. Abgeschlagen mit je 11% bleibt nur der dritte Platz für Clevelands LeBron James und Isaiah Thomas von den Boston Celtics.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
Der Motor der Wizards, John Wall, im März mit 18 Spielen, mehr als in jedem anderen Monat der Saison, aber trotzdem mit einem neuen Hoch - 25,2 Punkte pro Spiel. Zum Ende der Saison dreht Wall richtig auf, im Osten ist Platz drei in greifbarer Nähe. Aber auch wenn es am Ende Platz vier wird: Wall hat seinen Wizards schon jetzt Heimrecht in der ersten Runde der Playoffs gesichert - das gab es in Washington seit 1978 nicht mehr. (Mattis Oberbach)

Der erste Division-Titel seit der Saison 1978/79 ist sicher, auch Heimrecht in Runde eins gab es zuletzt vor fast 40 Jahren in Washington. John Wall gehört nicht nur wegen seines starken Monats März in die erweiterte MVP-Diskussion. (Torben Siemer)



Russell Westbrook
(Oklahoma City Thunder)

Stats März:
34,1 PPG | 10,5 RPG | 11,1 APG | 0,5 BPG | 1,8 SPG | 43,6% FG | 87,5% FT in 15 gm.

Highlights u. a.:
25 Pts, 12 Reb, 19 Ass, 2 Stl, beim Sieg über die Nets [14.3.]
37 Pts, 13 Reb, 10 Ass, 2 Stl, beim Sieg über die Mavericks [27.3.]
57 Pts, 13 Reb, 11 Ass, 3 Stl, beim Sieg über die Magic [29.3.]

Was bleibt noch über „Mr. Triple Double“ zu sagen, das nicht bei seinen letzten beiden Siegen in der Abstimmung zum Spieler des Monats im Westen bereits aufs digitale Papier gebracht wurde?

Nicht sonderlich viel, daher nur ein paar Zahlen aus dem März, die für sich sprechen: Westbrook holte in neun der 15 Begegnungen im letzten Monat ein Triple Double. In 13 dieser Partien erzielte er 20 Punkte oder mehr, in acht 30+, in vier 40+ und in zweien sogar über 50 – inklusive eines neuen Career Highs von 58 Punkten. In aufeinanderfolgenden Spielen erzielte er einen Gamewinner (gegen die Mavericks) und schickte ein Spiel in die Overtime (gegen die Magic).

Sicherlich lässt sich über seine Dreierquote streiten, über die manchmal fragwürdige Wurfauswahl und seine defensive Strategie (einzig die Center DeAndre Jordan und Rudy Gobert weisen weniger contested Threes auf), ebenso, ob die extrem hohe Usage Rate (40,9%) auf Dauer gesund für die Entwicklung der jungen Thunder ist.

Solange Russ jedoch einen Rekord nach dem nächsten jagt und Oklahoma City sich trotz des Abgangs des unersetzlichen Kevin Durants auf Playoff-Basketball freuen darf, wird all dies seinem Umfeld (vorerst) herzlich egal sein.

Mit seinem Schlussspurt (41,2 Punkte, 13,0 Rebounds und 11,5 Assists in den letzten vier Spielen des März – jeweils ein Triple Double, versteht sich) lässt Westbrook die Konkurrenz deutlich hinter sich. 78% der Stimmen entfallen auf OKCs Wirbelwind. Die restlichen 22% gehen an Damian Lillard von den Portland TrailBlazers.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
Westbrook ist eine Maschine. Er spielt jedes Spiel, gibt jede Minute Vollgas. Sein Triple Double gegen Orlando mit 57 Punkten, der Sieg gegen die Mavericks quasi im Alleingang, der pure Wille, sein Team zum Erfolg zu führen. Kein Spieler strahlt gleichzeitig die Wut, die Athletik und mentale Stärke aus, mit der Westbrook Nacht ein, Nacht aus den Court betritt. Dass er die Saison mit einem Triple Double beendet, scheint gesichert. Man sollte sich diese Tatsache immer wieder vor Augen führen. (Mattis Oberbach)

Allein das Spiel gegen Orlando reicht schon für den Titel Spieler des Monats, neun Triple Doubles in 15 Partien erst recht. Der Rekord von Oscar Robertson ist in greifbarer Nähe, 30-10-10 als Saisonschnitt nur noch Formsache. Wow! (Torben Siemer)



Wer waren eure Spieler des Monats März

John Wall
DeMar DeRozan
LeBron James
Isaiah Thomas
Russell Westbrook
Damian Lillard
Other
Please Specify:
Poll Maker