20 April 2017

20. April, 2017


Willkommen zur Award-Jahreszeit! Während die jeweils acht besten Teams der beiden Conferences sportlich die Darwin'sche Evolutionstheorie glorifizieren, gilt es für uns, einen Moment inne zu halten und der abgelaufenen regulären Saison Revue passieren zu lassen. In den sechs bekannten Kategorien hat die #NBACHEF Redaktion ihre Favoriten gewählt. 

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick

Und der Preis für den besten Verteidiger geht an...

Defensive Player of the Year:
Draymond Green (Golden State Warriors)

Stats ‘16/17: 
10,2 PPG | 7,9 RPG | 7,0 APG | 2,0 SPG | 1,4 BPG | 41,8% FG | 70,9% FT in 76 gm.

Highlights:
- Angeführt von Draymond Green stellt Golden State die ligaweit zweitbeste Verteidigung und befindet sich seit 2014 stets in den Top fünf
- Green führt sich Liga an in Steals (2,03 pro Spiel) – als nomineller Power Forward
- 2. in Defensive Win Shares (5,4), 1. in Defensive Box Plus/Minus (5,0), 2. im Defensive Rating (99,1)

Es geht also doch: Golden States Draymond Green gewinnt back-to-back eine Trophäe und krönt sich zum zweifachen NBACHEF Defensive Player of the Year. Vergangenes Jahr musste der Warrior die Ehren noch mit Kawhi Leonard (San Antonio Spurs) teilen, dieses Jahr erobert er alleine den Thron und setzt sich knapp gegen eben Leonard sowie Rudy Gobert von den Utah Jazz durch.

Greens enormer Einfluss auf die Abwehr des Vizemeisters bedarf keiner tieferen Analyse. Dass er fähig ist, alle fünf Positionen effektiv zu verteidigen, spricht für sich. Anders, als es sein Verhalten auf und abseits des Feldes manchmal suggeriert, trifft er im Spiel kaum schlechte Entscheidungen.

Egal ob bei Rebounds, Steals, Blocks oder als Help Defender – der 2nd Round Pick befindet sich auf ewigwährender Mission, seinen Shootern das Leben so leicht wie möglich zu machen, indem er ihnen nach Möglichkeit am eigenen Korb alle Arbeit abnimmt.

Diese hochdekorierten Teamkollegen, namentlich Stephen Curry, Kevin Durant und Klay Thompson mögen die Schlagzeilen, Rekorde, die höchsten Ehren und die dicksten Werbeverträge jagen – tatsächlich ist aber Draymond als uniquer menschlicher Befestigungswall im Aufgebot der Warriors am wenigsten entbehrlich.

Ein von @warriorstalk geteilter Beitrag am

Das an dieser Stelle obligatorische Net Rating zur Untermauerung besagt: Die Warriors haben das zweitbeste Defensive Rating mit 101,1 – nur 0,2 Punkte hinter den San Antonio Spurs. Green selbst verbessert diesen Wert auf 99,3. Sobald er den Platz verlässt, steigt es um fast fünf Punkte auf 104,1.

Wäre dies allabendlich länger als die durchschnittlich circa 15 Minuten der Fall, hätte sich Golden State wohl kaum mit der dritte Saison in Folge mit 67 oder mehr Siegen in den Geschichtsbüchern verewigt. Kompakter lässt sich die Signifikanz eines herausragenden Verteidigers nicht darstellen.

Beim Voting bleibt sich die Redaktion im Vergleich zum Vorjahr treu, die Top drei von 2016 sind identisch und die Stimmenanzahl hat sich noch weiter auf dieses Trio konzentriert. Einzig die Reihenfolge und die prozentuale Verteilung verschiebt sich etwas zugunsten von Gobert und eben Green und zu Ungunsten von Vorjahressieger Kawhi Leonard.


Abstimmungsergebnis:
1. Draymond Green (31)
2. Rudy Gobert (27)
3. Kawhi Leonard (18)
4. Kevin Durant (1)
-. Andre Drummond (1)

* Zum Abstimmungsverfahren: Jeder stimmberechtigte Redakteur wählt seine drei Favoriten und vergibt an diese je nach Präferenz drei, zwei oder einen Punkt.