22 April 2017

22. April, 2017


Willkommen zur Award-Jahreszeit! Während die jeweils acht besten Teams der beiden Conferences sportlich die Darwin'sche Evolutionstheorie glorifizieren, gilt es für uns, einen Moment inne zu halten und der abgelaufenen regulären Saison Revue passieren zu lassen. In den sechs bekannten Kategorien hat die #NBACHEF Redaktion ihre Favoriten gewählt.

von PHILIPP LANDSGESELL @Phillyland

Und der Preis für den besten Coach geht an...

Coach of the Year:
Mike D'Antoni (Houston Rockets)

 Highlights:
- Mit 115,3 PPG knapp hinter den Warriors die zweitbeste Offensive der Liga
- 14 getroffene Dreier pro Spiel (35% Trefferquote)
- Verbesserung um 14 Siege zum Vorjahr

Das Rennen um den besten Trainer mag wohl nicht so spannend sein wie die MVP-Frage, aber Jahr für Jahr gibt es eine Vielzahl von Head Coaches, die Argumente für die Auszeichnung sammeln. Erik Spoelstra schaffte mit seinen Heat eine historische Aufholjagd die fast noch mit den Playoffs belohnt worden wäre, Gregg Popovich ist wohl der beste Head Coach der Liga, Scott Brooks und seine Wizards, Quin Snynders Jazz. Doch der Award geht an Mike D’Antoni, Head Coach der Houston Rockets.

Es war ein einfacher wie genialer Schachzug. Nach einer für die Rockets enttäuschenden Saison sollte James Harden nun immer den Ball in seinen Händen halten und die Fäden ziehen. Unter Mike D’Antoni wurden MVP-Kandidat James Harden zur Vollzeitkraft auf Point Guard. Eine Entscheidung die sich auszahlen sollte, für Harden, die Rockets und für D’Antoni. Harden spielt eine phänomenale Saison, seine Assistrate nahm nochmal einen Sprung von 35 % im letzten Jahr auf über 50% im diesem Jahr und führt die Liga bei den Assists an.


Klar, die Rockets wären ohne James Harden nicht da wo sie sind, aber auch D’Antoni trägt maßgeblich zum Erfolg der Rockets in diesem Jahr bei. D’Antoni lässt schon wie bei seiner früheren Station Phoenix seinem Aufbauspieler, damals Nash, heute Harden, alle Freiheiten um ihre Qualitäten auszuspielen. Das Resultat war eine der besten Offensiven der Ligageschichte und die drittbeste Bilanz in der Western Conference.

Durchschnittlich 40 Mal pro Spiel werfen die Rockets von der Dreipunktelinie und treffen 35% der Würfe. Das Management um Daryl Morey und D’Antoni scheinen sich gefunden zu haben. Beide wollen Schießen, Schießen, Schießen.

Dafür hat Morey, im Gegensatz zu D’Antonis letzten Stationen in New York und Los Angeles, seinem Head Coach einen perfekten Kader zum Arbeiten bereitgestellt. Unter D’Antoni blühten auch Eric Gordon und Ryan Anderson aus. Beide Spieler passen perfekt in das System der Rockets, können das Absinken der Verteidigung bei Penetration Hardens eiskalt bestrafen.

Die Houston Rockets haben den Turnaround von der letzten Saison geschafft, aus einer verstrittenen Truppe eine Einheit und sogar zum Contender gemacht. Unser Coach of the Year, Mike D’Antoni.


Abstimmungsergebnis:
1. Mike D'Antoni (25)
2. Erik Spoelstra (18)
3. Gregg Popovich (13)
4. Scott Brooks (11)
5. Brad Stevens (6)
6. Jason Kidd (3)
7. Quin Snyder (2)

* Zum Abstimmungsverfahren: Jeder stimmberechtigte Redakteur wählt seine drei Favoriten und vergibt an diese je nach Präferenz drei, zwei oder einen Punkt.