13 Februar 2017

13. Februar, 2017


von AXEL BABST @CoachBabst

Dass eine Basketballsaison nicht konstant verläuft und von Hochs und Tiefs geprägt ist, dürfte niemanden überraschen. Gerade in Sachen College Basketball lassen sich teils unheimlich anmutende Leistungsschwankungen beobachten, die relativ leicht mit fehlendem Erfahrungsschatz und stets hochmotivierten Gegnern erklären lassen. Doch was Sean Miller als Headcoach der Arizona Wildcats im Verlauf dieser Saison bisher erleben durfte, wird ihn ganze Nervensysteme geraubt haben.

Nach einer enttäuschenden vergangenen Saison standen die Vorzeichen vor der Saison zunächst nicht schlecht, im achten Anlauf endlich die heiß ersehnte Final Four Teilnahme zu realisieren. Allerdings kamen die Nackenschläge zu Saisonbeginn in schneller Abfolge.

Ray Smith (aus NBA-Sicht der zweitinteressanteste Spieler) riss sich zum dritten Mal das Kreuzband und beendete seine Spielerkarriere ohne jemals ein NCAA Spiel bestritten zu haben. Allonzo Trier wurde knapp zwei Wochen vor Saisonbeginn von der NCAA gesperrt ohne Angaben von Gründen. Zudem verletzte sich auch noch Playmaker Parker Jackson-Cartwright und fiel insgesamt über vier Wochen aus.

Mittlerweile sind Trier und PJC wieder mit dabei. PJC ist zwar noch nicht wieder in Tritt gekommen, aber gerade Triers unverhoffte Rückkehr sorgte für eine enorme Euphoriewelle. 24 Stunden vor dem Tipoff gegen UCLA erfuhr das Team von der Freigabe. Auf der Welle surfend gewann Arizona das Spiel sehr souverän und war in den Folgewochen auf einmal in aller Munde und als Geheimfavorit auf den Titel eine gern getroffene Wahl.


Doch so schnell dieser Aufstieg auch war, so rasant ging es dann doch wieder bergab. Bereits gegen die Washington Schools und Oregon State wirkte Arizona alles andere als fokussiert und die Quittung folgte prompt mit der heftigen Klatsche bei den Oregon Ducks. Teils drohte die Grenze von 40 Punkten Unterschied überschritten zu werden.

Arizona realistisch einzuschätzen fällt daher extrem schwer. Zu einem Zeitpunkt, an dem andere Teams schon eingespielt sind, nur an Feinheiten arbeiten und klare Rollen verteilt haben, befinden sich die Wildcats in einer Orientierungsphase.

Das Spiel gegen UCLA sollte gezeigt haben, was möglich ist. Allerdings war es tatsächlich das einzige Saisonspiel, in dem Arizona gänzlich überzeugen konnte. An beiden Enden des Feldes besteht noch massig Raum für Verbesserungen, was der Konkurrenz bei einer 22-3-Bilanz und der Tabellenführung der PAC12 die Sorgenfalten auf die Stirn treiben sollte.

Offense
Gerade offensiv bietet das diesjährige Team so viel Potential und Können auf wie kein Arizona Team unter Sean Miller zuvor. Hauptursache ist, dass die Wildcats in dieser Saison gerade von der Dreierlinie wesentlich gefährlicher sind.

Das liegt nicht zuletzt am finnischen Freshman Lauri Markkanen, der über weite Strecken der Saison an der 50-Prozent-Marke in Bezug auf seine Dreierquote kratzte. Die Kunst wird in den kommenden Wochen darin liegen, die Rollen richtig zu verteilen und die einzelnen Akteure richtig in Szene zu setzen.

Traditionsgemäß strotzt der Kader auch in dieser Saison wieder vor Athletik und Größe. Daher liegt die oberste Priorität ganz klar darin, den Ball ans Brett zu bringen. Besonders zu Beginn einer Partie starten die Wildcats gerne mit folgendem Play, das fast immer funktioniert:


Seit Jahren im Playbook von Coach Miller fest verankert hat dieses Backscreen Play nicht im Mindesten an Effizienz verloren. Gerade die athletischen Guards des Kaders nutzen diesen Spielzug für spektakuläre Flugeinlagen.

Doch wie die Szene aus der Partie gegen Oregon State verdeutlicht, kann selbst PJC mit seinen 1,75m sichere zwei Punkte in Ringnähe verbuchen, wenn der Backscreen ordentlich gestellt wird und der Passgeber Geduld beweist.

Funktioniert der Backscreen mal nicht, erhält der Aufbauspieler den Ball direkt wieder per Handoff und läuft ein Pick & Roll. Hier wird es nun etwas komplizierter. Denn der Ballhandler muss wissen, mit wem er das Pick & Roll läuft und auf die jeweiligen Vorlieben des Bigs eingehen. Chance Comanche ist als athletischer Big Man für Alley-Oops prädestiniert, während Dusan Ristic als klassischer Brettcenter lieber das Postup sucht.

Sobald die Bigs entgegen ihrer Stärken zu Aktionen gezwungen werden, kann die Situation schnell brenzlig werden, wie die folgende Szene zeigt:


Dieses Mal erhält Comanche den Ball am Zonenrand und sieht sich dann auch noch einem Double Team gegenüber. Comanche hat zwar durchaus Touch und auch eine überraschend solide Fußarbeit bei Postups, allerdings fühlt er sich am Zonenrand noch nicht wohl. Dafür fehlen ihm dann doch noch etliche Kilos auf den Rippen.

Weil er nicht so im Lowpost operiert, lässt er sich vom Doppeln aus dem Konzept bringen und zu einem schwierigen Abschluss verleiten. Comanche hat Respekt vor dem Shotblocking des lauernden Jordan Bell und springt sehr weit entfernt vom Korb ab. Zudem ist er so darauf bedacht Bells Spannweite zu entgehen, dass er den offenen PJC in der Ecke übersieht.

Ähnliche Probleme ergeben sich auch bei den anderen Bigs. Ristic ist beispielsweise mit einem sehr weichen Handgelenk ausgestattet, muss jedoch gute Ausgangsposition haben, weil ihm schlicht die Physis fehlt, um sich in Brettnähe zu bringen. Gleiches gilt für Markkanen.

Gerade der Finne wird noch verhältnismäßig selten gezielt gesucht. Viele seiner Würfe entstehen aus einem simplen Pick & Pop an der Birne. Dabei haben die Wildcats durchaus Plays, um ihren Power Forward zu suchen:


Markkanen stellt zunächst einen Pindown für einen Außenspieler. Alle anderen drei Spieler sind auf einer Seite platziert, was die komplette linke Seite für ein Two-Man-Game befreit. Geht Markkanen nach dem Pindown nicht ins Postup (so wie in der ersten Szene), kommt es meist zum Pick & Pop.

Dass dieses Play immer über die linke Seite gelaufen wird, hat für alle Beteiligten Vorteile. Markkanen hat die Eigenart, am liebsten über die linke Hand zum Korb zu ziehen, wofür er nach dem Pick & Pop die ganze Seite frei hat. Die Ballhandler hingegen wollen alle am liebsten über ihre stärkere rechte Hand zum Korb ziehen. Auch dieser Umstand ist ein Grund, weshalb das Play so oft erfolgreich ist und noch häufiger gelaufen werden sollte.

Des Weiteren ist folgendes Play seit Jahren fester Bestandteil im Inventar der Wildcats:


Zunächst laufen die Wildcats klassisches Flex nach einem erneuten Backscreen Entry. Nach dem zweiten Flex-Cut erhält der Screener nach Ballerhalt einen Ballscreen. Das ist die eigentliche Aktion des Plays. Durch die Bewegung aller fünf Spieler ist die Verteidigung beim Pick & Roll oft nicht in optimaler Position, um die Penetration zu verhindern oder rechtzeitig Hilfen zu geben, was den schnellen Arizona Guards in die Karten spielt.

In diesem Fall reicht ein Switchen, um den Ryhtmus etwas zu stören, doch immerhin sind die Wildcats in der Lage, direkt in die nächste Option rüberzugehen. Gerade hier macht sich die Präsenz von Markkanen oft bemerkbar, da er als Blocksteller viel Druck auf die Defense ausübt. Durch seinen schnellen und trotzdem ausbalancierten Wurf kann er auch unter Zeitdruck hochprozentig verwerten.

Was sich hier jedoch bereits andeutet, ist für Arizona in der Tat ein großes Problem. Mit Switches der gegnerischen Verteidigung haben die Wildcats massive Schwierigkeiten. Zu erklären ist diese Problematik damit, dass viele Spieler nicht in der Lage sind, Eins-gegen-Eins ihre jeweiligen Vorteile im Mismatch zu erkennen und entsprechend auszuspielen. Erschwerend kommt hinzu, dass auch das Spacing oft nicht optimal ist und Hilfen leicht zu geben sind.

Besonders gegen Oregons Matchup Zone wurden diese Defizite offensichtlich, was sich anhand folgender Sequenz sehr gut erkennen lässt:


Arizona startet mit zwei Dragscreens, die allerdings überhaupt keinen Effekt haben, weil Oregon den ersten Screen einfach switcht und anschließend gleich drei Wildcats sich gegenseitig in die Quere kommen. Teilweise gucken sie den Ball nicht an und alle drei sorgen dafür, dass Ballhandler Allonzo Trier nicht zum Korb ziehen kann.

Trier macht das einzig Richtige und swingt den Ball auf die andere Seite, wo nun Markkanen eigentlich ein Mismatch im Lowpost hätte. Doch er löst seine Position viel zu schnell. Stattdessen laufen Markkanen und Kadeem Allen ein Pick & Pop, das jedoch erneut keinen Vorteil bringt, weil zwei Guards als Verteidiger involviert sind und einfach switchen. Markkanen ist an der Dreierlinie gegen einen Guard nicht gefährlich.

Nach zwei weiteren Screens, die teils wieder geswitcht werden, müsste nun Kobi Simmons von der Weakside im Rücken der Verteidigung hochliften, um den Pass für Trier zu verkürzen. Denn switchen die Ducks erneut, ergibt sich möglicherweise eine schnelle High-Low-Möglichkeit. Tatsächlich erfolgt wieder der Switch und Ristic hat ein Mismatch in der Zone, doch Simmons verharrt an Ort und Stelle und Trier dribbelt ein Loch in den Boden, obwohl er Oregons Chris Boucher schlagen können sollte.

Viel zu spät - erst als Trier den Ball aufnimmt - kommt Simmons einen Schritt hoch und muss Triers verunglückten Pass annehmen. Durch seine eigene Passivität fängt Simmons den Ball bei sechs Sekunden verbleibender Angriffszeit acht Meter vom Korb entfernt mit dem Rücken zum Ziel.

Ristic hat immer noch das Mismatch unter dem Korb und ist frei, allerdings entscheidet sich Simmons für die eigene Penetration gegen Oregon Jordan Bell, der einer der drei besten Verteidiger der NCAA ist. Die Shotclock Violation ist die logische Konsequenz dieses Angriffs.

Ähnlich ratlos sehen die Offensivbemühungen gegen Zonenverteidigung aus. In den vergangenen Wochen spielten fast alle Gegner diese Verteidigungsvariante sehr erfolgreich gegen die Wildcats. Die Kombination aus mangelnder Präzision und vielen Missverständnissen erweist sich oft als gewaltiger Stolperstein.


Gerade die erste Szene ist exemplarisch für die vergangenen Wochen. Kobi Simmons wirft dem Verteidiger einfach den Ball in die Hände. Dabei waren es in der ersten Saisonhälfte gerade die drei Freshman Markkanen, Simmons Rawle Alkins, die so beständig und konzentriert agierten.

In der zweiten Szene aus der Begegnung mit Oregon State sticht besonders das fehlende Timing ins Auge. Zunächst wird versucht, Ristic am Zonenrand in Stellung zu bringen, was dann doch misslingt, da Ristic seine gute Position nicht hält und Simmons zu spät nach innen guckt. Anschließend kommt es auch noch zum Missverständnis, als sowohl Markkanen als auch Ristic in den Screen laufen wollen.

Dennoch bekommen die Wildcats die Möglichkeit zu einem offenen Dreier aus der Ecke oder gar einer Baseline Penetration, allerdings ist der letzte Pass so schwach gespielt, dass die Defense wieder in Position ist. Zwar kann PJC mit einem Wurffake noch das Foul ziehen, allerdings wäre deutlich mehr in diesem Angriff möglich gewesen - eine Einschätzung, die sich nach vielen Angriffen Arizonas treffen lässt.

Neben individuellen Fehlentscheidungen, technischen Fehlern und Missverständnissen wäre es zudem wünschenswert, wenn der Coaching Staff öfter gezielte Setplays gegen Zone laufen lassen würde. Dass dies durchaus eine fruchtbare Methode sein kann, bewiesen die Spieler beispielsweise gegen UCLA:


Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Wildcats offensiv eine Menge Potential aufweisen, was nicht zuletzt an Markkanens Spielweise liegt, sie diese Möglichkeiten aber noch viel zu selten richtig einsetzen. Zudem signalisieren sich die Spieler oft mitten im Play per Handzeichen, wer wo zu stehen hat, was ein klares Indiz dafür ist, dass es noch an der Feinabstimmung mangelt. Wie gut und schnell sich diese Probleme beheben lassen, werden die letzten drei Wochen der Conference Saison zeigen.

Defense
Mindestens genauso viel Steigerungspotential besitzen die Wildcats aber auch defensiv noch. In den Peak-Jahren unter Miller war Arizona unter den besten drei Verteidigungsmannschaften anzutreffen. Davon ist U of A in diesem Jahr bisher weit entfernt. Dem diesjährigen Kader fehlen einfach bärenstarke Individualverteidiger wie Aaron Gordon, Rondae Hollis-Jefferson, Stanley Johnson oder T.J. McConnell.

Das Potential zur Top10 ist aber dennoch vorhanden. Dafür müssen die Wildcats als Kollektiv besser verteidigen. Auch hier machen sich die vielen Rotationswechsel bemerkbar. Es kommt noch zu häufig zu Unsicherheiten, Unklarheiten oder gar Breakdowns.


Simmons' Gegenspieler übergibt den Ball. Trier sollte eigentlich viel enger an seinem Gegenspieler sein, ist jedoch bei dessen Ballerhalt außer Position und gibt dadurch viel zu leicht die Mitte ab. Das muss Simmons lesen und verstehen. Ein einfaches Switchen würde den Drive schon an dieser Stelle verhindern. Die Kommunikation und Handlung bleibt jedoch aus.

Stattdessen spaziert der Stanford Guard munter über den Elbow in die Zone. Kein Verteidiger ist in geeigneter Position zur Hilfe. Alle fünf Verteidiger haben mindestens einen Fuß außerhalb der Zone, was sehr untypisch für Arizonas Defense ist. Bei so einer Einladung lässt sich Stanford nicht lange lumpen und bestraft die Nachlässigkeit mit einem krachenden Dunk. Das sollte nicht die Reaktion nach einer 27-Punkte-Klatsche in eigener Halle sein.

Auch bei der Bekämpfung des Pick & Rolls kommt es immer wieder zu Problemen. Einerseits müssen sich die Bigs der Wildcats das persönlich ankreiden lassen. Ristic fehlt die Schnelligkeit, Comanche die Erfahrung und Markkanen der Umgang mit solchen Athleten. Dadurch sind die drei häufig in schlechter Position, um die gewünschte Verteidigungsvariante korrekt durchzuführen.

Andererseits schaffen es allerdings auch die Guards nicht, ihre Gegenspieler lange vor sich zu halten und sich schnell um direkte Blöcke herumzukämpfen. Es dauert oft sehr lange, bis sie hinter dem Blocksteller zum Vorschein kommen, was die Bigs zu häufig in schwierige Situationen bringt.

Je nach Coverage tritt eine der beiden Problemzonen zum Vorschein.


Hier verteidigen die Wildcats das Pick & Roll mit Hedge & Recover. Diese Variante war in den vergangenen Jahren mit Abstand die beliebteste, allerdings waren da die Bigs auch wesentlich flinker auf den Füßen unterwegs.

Gerade Ristic besitzt zwar durchaus eine gute Fußarbeit und ist für seine Statur relativ schnell unterwegs, dennoch ist er hüftsteif und kann nur wenige Guards vor sich halten. Der Serbe ist sich dieser Schwäche durchaus bewusst, weswegen er oft sehr früh schon den Guard attackiert, obwohl dieser noch gar keine Aktion im Pick & Roll durchgeführt hat. Genau das wird ihm in dieser Szene zum Verhängnis.

Sein Gegenspieler slipt den Screen einfach und Ballhandler Dylan Ennis hat keinerlei Probleme, seinen Pick & Roll Partner am Elbow zu finden. Ristic ist jedoch viel zu weit von ihm entfernt, weshalb Trier von der Weakside rotieren muss. Bell beweist mal wieder, welch guter Passgeber er ist, und findet Casey Benson in der Ecke.

Eine weitere Möglichkeit, das Pick & Roll zu verteidigen, ist die flache Variante. Beim Drop muss sich jedoch der Guard selbstständig um den Block herumkämpfen und das möglichst zügig, damit der Big Man nicht zulange einen Ballhandler vor sich halten muss.


Ristic macht seine Sache dieses Mal ziemlich gut und verhindert die Penetration des Beavers. Allerdings braucht Alkins sehr lange, bis er wieder auf Ballhöhe ist. Zudem fällt er auf das Hesitation Dribbling seines Gegenspieler herein. Dadurch verzögert sich die Rückkehr von Ristic in die Zone, was eigentlich eine Rotation von der Weakside nowendig macht, um den abrollenden Big Man kontrollieren zu können.

Diese Rotation, die in diesem Fall von Markkanen hätte kommen müssen, bleibt jedoch aus, weswegen der Roller direkt unter dem Korb angespielt wird und relativ leicht finishen kann. Shotblocking und Rimprotection sind dieses Jahr ebenfalls nicht so ausgeprägt bei den Wildcats wie in den Vorjahren, weswegen solche Fehler nicht einfach bereinigt werden können.

Legt man das Spiel gegen UCLA und die bisherige Saisonbilanz zugrunde, sind die Wildcats in diesem Jahr tatsächlich wieder ein heißer Anwärter auf das Final Four. Allerdings werden erst die letzten Wochen der PAC12 Saison ein besseres Bild darüber liefern, wie realistisch die Träume vom Final Four vor der eigenen Haustür tatsächlich sind.

Denn während der Trier-Effekt gegen UCLA allgegenwärtig war und ganz neue Kräfte freisetzen konnte, müssen sich in den kommenden Wochen dennoch die Rollen wieder neu finden. Erst seit dem Spiel gegen Stanford steht Trier wieder in der Starting Five und auch was Lineups und Rotationen angeht, ist Coach Miller noch stark in der Experimentierphase.

Das macht sich wie gezeigt an beiden Enden des Feldes erkennbar, allerdings ist auch zu sehen, welches Potential in dem Team steckt, wenn alle fünf Spieler auf dem Feld an einem Strang ziehen und exakt wissen, was sie zu tun haben.

Aus diesem Grund will sicher kein Team die Wildcats im eigenen Bracket haben, weil sie eine absolute Wundertüte sind. Sie haben das größte Steigerungspotential aller Final Four Anwärter und können an einem guten Tag jeden Gegner schlagen, an einem schlechten aber auch (zumindest bislang) selbst von mittelmäßigen Kontrahenten an den Rande einer Niederlage gebracht werden.