02 Februar 2017

2. Februar, 2017


Doppeltes Debüt im Januar. Im Osten krönt sich Isaiah Thomas – das ist nicht nur seine persönliche Premiere, er ist außerdem der erste Spieler von den Boston Celtics, der zum #NBACHEF Spieler des Monats gewählt wird. Thomas bleibt in seiner Conference beinahe konkurrenzlos und holt die bisher höchste Prozentzahl der Saison. Im Westen schnappt sich MVP-Frontrunner James Harden von den Houston Rockets seine insgesamt dritte Auszeichnung, die zweite in dieser Spielzeit und folglich sein erstes Back-To-Back.

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick

Isaiah Thomas
(Boston Celtics)

Stats Januar:
32,9 PPG | 3,1 RPG | 6,9 APG | 0,1 BPG | 0,9 SPG | 49,7% FG | 94,1% FT in 14 gm.

Highlights u. a.:
29 Pts, 4 Reb, 15 Ass, 3 Stl, 5-8 TPM, beim Sieg über die Jazz [3.1.]
38 Pts, 5 Reb, 9 Ass, 15-27 FG, beim Sieg über die Rockets [25.1.]
41 Pts, 8 Ass, 2 Stl, 15-15 FT, beim Sieg über die Pistons [30.1.]

Dass der Spieler, der im Draft als Allerletzter ausgewählt wird, zu einem tauglichen NBA-Profi heranreift, ist äußert selten. Dass er Starter und Leistungsträger wird, passiert nicht einmal jede Dekade. Dass er sich zum Franchise Player und mehrfachen All-Star entwickelt und nebenbei noch Hall of Fame Kaliber wie Larry Bird, John Havlicek und Paul Pierce in den Schatten stellt – fast schon unerhört.

Und doch gerade eben geschehen: Isaiah Thomas – 60. Pick des 2011 Drafts – hat den besten Punkteschnitt im Monat Januar in der langen und ruhmreichen Geschichte der Boston Celtics aufgelegt – mit beinahe drei Punkten Differenz. Überhaupt haben einzig Pierce (33,5) und Bird (33,1) innerhalb eines Monats einen besseren Punkteschnitt erzielt und müssen sich nun um ihre Spitzenplätze Sorgen machen.

Angeführt von „IT“ gewannen die Kelten im ersten Monat des Jahres 2017 zehn ihrer 14 Partien. Seine schlechteste Punktausbeute: 21 gegen die Orlando Magic – als er nur 25 Minuten auf dem Feld stand. Die 30-Punkte-Marke knackte Thomas derweil stolze acht Mal.

Der nur 1,75 Meter große Aufbauspieler ist der Motor der stark verbesserten Celtics-Offensive. Seitdem er von den Phoenix Suns an die Ostküste geschickt wurde, hat sich Isiah kontinuierlich zu einem der besten seiner Zunft verbessert und wird in zwei Wochen nicht zufällig zum zweiten Mal in Folge beim All-Star Game auf dem Parkett stehen.

Im Januar spielte Thomas, dessen Namensähnlichkeit zum Detroit Pistons Hall of Famer Isiah Thomas kein Zufall ist, ohne Konkurrenz. Entsprechend deutlich fällt das Abstimmungsergebnis der #NBACHEF-Redaktion aus: 91% gehen an den Wirbelwind in Grün, die restlichen 9% entfallen auf Kyle Lowry, der sich mit seinem Toronto Raptors derzeit auch tabellarisch hinter den Celtics einfinden muss – dank Bostons Nummer 4.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
King of the 4th! Kein Spieler legt mehr Punkte im Schlussviertel auf als Isaiah Thomas, der in 14 Partien im Januar nur einen Wurf mehr aus dem Feld hätte treffen müssen, um einen 50-40-90-Monat hinzulegen. Bei 32.9 Punkten im Schnitt. 2011 noch der 60. Pick im Draft, ist Thomas 2017 bester Spieler eines Top 3-Teams der Eastern Conference. (Torben Siemer)

Isaiah Thomas führte die Liga im Januar im Scoring an und das in äußerst effizienter Weise. Ihm fehlte nur eine um 0,3 Prozent bessere Feldwurfquote um in den elitären 90-50-40-Club einzuziehen. Für die Celtics besonders wichtig: „IT“ scort, wenn es drauf an kommt. Viermal in dieser Saison legte er im letzten Viertel 20 Punkte oder mehr auf. Keinem anderen NBA-Spieler gelang dies mehr als einmal. (Gerrit Lagenstein)



James Harden
(Houston Rockets)

Stats Januar:
28,3 PPG | 8,2 RPG | 10,4 APG | 0,7 BPG | 1,5 SPG | 42,9% FG | 89,0% FT in 17 gm.

Highlights u. a.:
40 Pts, 10 Reb, 11 Ass, 2 Blk, 2 Stl,beim Sieg über die Raptors [8.1.]
40 Pts, 15 Reb, 10 Ass, 7-14 3PM, beim Sieg über die Hornets [10.1.]
51 Pts, 13 Reb, 13 Ass, 6-11 3PM, beim Sieg über die 76ers [27.1.]

Der Bart marschiert weiter: James Hardens Rekordsaison hat auch im Januar keinen Halt gemacht. Ihm gelang, was kein NBA-Spieler vorher schaffte: Houstons Nummer 13 erreichte das zweite Triple Double mit 50 Punkte innerhalb einer Saison.

Bei all der Fixierung auf Triple-Doubles und dem Brechen von Uralt-Rekorden ist viel erstaunlicher, wie sich die Rockets ohne großen Anlauf nach dem verlorenen Vorjahr, bedingt durch das schlechte Coachings und die miserablen Teamchemie, wieder zu einer Macht in der Western Conference erhoben haben.

Eric Gordon und Ryan Anderson lauern nun am Perimeter statt Josh Smith und Jason Terry. In der Zone erfüllen Clint Capela, Nenê und Montrezl Harrell ihre Rolle, anstatt mehr Low-Post-Ballbesitz zu fordern. All das schlägt sich auf Hardens Assists nieder. Schon vergangenes Jahr erreichte der 27-Jährige einen Karrierbestwert von 7,5 pro Spiel. Diesen überbietet er aktuell um genau vier Vorlagen pro Abend – ohne in puncto Scoring Abstriche zu machen.

Der Januar war für die Rockets mit zehn Siegen und sieben Niederlagen nicht übermäßig erfolgreich. Dass die Texaner aber weiter das Verfolgerfeld der L.A. Clippers, Utah Jazz, und Memphis Grizzlies auf Distanz halten und sich auf bestem Wege in Richtung Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde bewegen, schon Ende Januar bereits annähernd die 41 Siege des Vorsaison erreicht haben, liegt in höchstem Maße an ihrem „neuen“ Point Guard.

Harden siegt nicht so deutlich wie im Vormonat, aber immerhin noch mit ordentlichen Vorsprung. 45% der Stimmen gehen an den Bart und erheben ihn über die zweitplatzierten Kawhi Leonard von den San Antonio Spurs sowie Stephen Curry von den Golden State Warriors, auf die jeweils 18% entfallen. Die restlichen je 9% teilen sich Hardens ehemalige Teamkollegen Russell Westbrook (Oklahoma City Thunder) und Kevin Durant (Golden State Warriors).

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
„The Beard“ macht das, was es noch nie gab, zweimal innerhalb einer Saison: 50-Punkte-Triple-Doubles. Die Rockets cruisen dank seiner Dominanz in der D'Antoni-Offense Richtung Top 3-Seed im Westen, Harden selbst bewirbt sich nachdrücklich um die MVP-Trophäe. (Torben Siemer)

Zugegebenermaßen sind Hardens Statistiken im Januar etwas schlechter als im Vormonat. Der frischgekürte All-Star-Starter musste aber auch so häufig auf den Court wie kein anderer Top-10-Scorer. Von seinen 17 Partien fanden zudem zehn in fremden Hallen statt. Vor diesem Hintergrund sind Hardens Werte immer noch Spieler des Monats würdig. (Gerrit Lagenstein)



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