21 Februar 2017

21. Februar, 2017


Die NBA Trading Deadline ist am Donnerstag. Seit Wochen tauchen immer wieder hochkarätige Namen als potenzielle Tauschobjekte auf. Fast jedes Team hat, Stand heute, Motivation für mindestens einen Deal - sei es, um sich personell zu verstärken, Draft-Picks einzukaufen oder Geld zu sparen. Wir haben unsere Trade-Maschinen angeschmissen, uns in die Rolle eines GMs gepresst und fünf Fake-Trades gebastelt.

von NBACHEFSQUAD @nbachefkoch

CHI: Carmelo Anthony, Kyle O'Quinn
NYK: Jimmy Butler, Rajon Rondo


Daniel Schlechtriem: Die Knicks wollen Melo loswerden, doch seine Wunsch-Destinationen Cavaliers und Clippers lassen sich nicht realisieren. Also warum nicht die No-Trade Klausel für ein Team fallen lassen, bei dem er sich 2014 als Free Agent ausgiebig umgesehen hat? Umgekehrt sind die Bulls – aus Gründen, die wir nicht kennen – von Jimmy Butler nicht so begeistert, waren schon beim letzten Draft kurz davor, ihn wegzuschicken. Beiden Teams trennen sich also von ihrem namhaftesten Spieler. Den Knicks kann Butlers Vielseitigkeit nur gut tun, er ist jünger und weniger von sich eingenommen als Anthony. Um ihn und Porzingis lässt sich für die Zukunft eine starke Mannschaft aufstellen. Derweil kann Phil Jackson mit Rondo in Erinnerungen an Zeiten schwelgen, in denen ihre Vorstellung von Basketball noch nicht als antiquiert galt. Chicago wehrt sich mit aller Macht gegen den Rebuild (die aktuelle Suche nach Erstrundenpicks ist nur Augenwischerei), daher gehen sie in bester Kurzsichtigkeit mit Melo und Wade All-In und bemühen sich im Sommer nachdrücklich um Chris Paul ($$$ ist in Masse vorhanden), um Team Bananenboot versus LeBron zu spielen. Was soll da noch schiefgehen?


Jan Wiesinger: Nee, das läuft nicht. Rondo in NYC könnte ich mir zwar durchaus vorstellen, Melo für einen Butler zu verramschen wirklich nur unter der Voraussetzung, realistische Ambitionen auf die Krone im Osten zu haben. Von denen sind die Bulls aber ähnlich weit entfernt wie einst Oliver Miller von einer zweistelligen Displayanzeige auf der Waage. Melo würde hier durch einen Verzicht auf seine Klausel zudem eine Menge offenbaren: Nämlich seine damalige Entscheidung als Fehler darstellen. Das lässt sein Ego niemals zu.

Stefan Dupick: LeBron wird dann doch auch irgendwann wieder Free Agent, vielleicht hat der King ja auch Bock auf eine neue Stadt und eine Bananaboot-Reunion in Chicago…Scherz beiseite! Wenn hier nicht noch die verfügbaren First-Rounder der Knicks bis 2030 in den Deal eingebettet werden, dann bleibt der Bananaboot-Traum genau das, ein Traum.


Anno Haak: Vier Namen, vier unüberwindliche Hürden im Masterplan Chiquita-Schiff. Melo waivt keine Klausel nicht für niemanden (zu den Clippers wäre er wohl längst gegangen, wenn „Crawford, Rivers und Johnson“ den Knicks wirklich reichen würde). Wade wird seine Option nicht ziehen (warum auch?), Chris Paul hat bessere Optionen, wenn er Geld verschenken will, als Chicago. Ab davon: So enigmatisch das Vorderbüro der Bulls da rumdilettiert, so einen schlechten Deal für Butler würde nicht mal Geizkragen-Hall-of-Famer Reinsdorf durchwinken.

Seb Dumitru: Versteh' ich das richtig? Chicago ersetzt einen fünf Jahre jüngeren, effizienteren, günstigeren und Welten besseren Two-Way Player durch Carmelo 'LaLa' Anthony – obwohl der samt Anhang schon vor zwei Jahren keinen Bock auf die windige Stadt hatte? Damals, als die Bulls noch nicht zum zweitlustigsten Kalauer der Conference mutiert und noch ansatzweise respektabel waren? Ich weiss ja, dass die Kühe nicht gerade stabil stehen, aber so verzweifelt sind nicht mal Gar und Pax. Spätestens beim Namen Rajon Rondo als Trade-Gegenwert in 2017 habt ihr mich endgültig verloren.


CHI: Greg Monroe, Jason Terry
MIL: Rajon Rondo, Nikola Mirotic, 2018 2nd Rd Pick (CHI)



Wiesinger: Was läuft falsch im Staate Illinois? Bei den Bulls offensichtlich eine ganze Menge! Also wird eben jener Rondo einfach auf die Fähre gesetzt und über den Lake Michigan nach Wisconsin verfrachtet. Mit ihm geht sein Kumpel Mirotic, der neben der ganzen Liebesbekundungen für Rajon auch für eine Menge Stunk im Umkleideraum der Bulls verantwortlich sein soll. Ideal für Chicago wäre natürlich, wenn Milwaukee noch Michael Carter-Williams zurücknehmen würde. Dafür pack' ich glatt noch 'nen Zweitrunder drauf! Im Tausch kommt dafür mit Jason Terry Einstellung und positive Veteranen-Power. Mit Greg Monroe erhalten die Bulls einen bulligen Frontcourt-Spieler, der hier eine ähnliche Bank-Rolle wie bei den Bucks ausfüllen oder sogar neben Lopez starten könnte. Auch wenn Monroe erst 26 ist, planen die Bucks offensichtlich nicht wirklich mit ihm für die Zukunft. Mirotic, der als Ersatz für den verletzen Jabari Parker einspringen kann, ist genauso alt, hat aber etwas mehr Reichweite und zudem einen auslaufenden Vertrag.


Dupick: Generell sind Trades, die in der Trade Machine zu einseitig erscheinen, immer ein Problem und finden in der Realität seltener statt. Trades, bei denen kein Team gewinnt, ergeben aber auch keinen Sinn. Die Bulls brauchen Monroe nicht, statt des überbezahlten Back-Ups können Sie auch an Taj Gibson festhalten. Terry kann in der Kabine zwar von der guten alten Zeit bei den Mavs erzählen, mehr aber auch nicht. Für die Bucks kommt aus Chicago auch kaum Mehrwert. Rondo ist, ach lassen wir das…Mirotic könnte tatsächlich ein temporärer Ersatz für Parker sein, bringt aber sonst auch nur seinen auslaufenden Vertrag mit nach Wisconsin und MCW will in Milwaukee sowieso keiner mehr sehen. Letztlich wäre es lediglich ein Trade um sich von Monroe zu entledigen und somit das Risiko, dass er seine Player Option für die kommende Saison zieht nach Chicago zu verfrachten. Die Bullen werden dieses Risiko jedoch garantiert nicht eingehen, dann doch lieber Bananaboot-Reloaded…

Haak: Die Rondo-Fixierung hier ist ein Faszinosum. Mal ab davon, dass eine Rückkehr von MCW in diesem Jahr nach Milwaukee gar nicht möglich wäre: Mirotic und MCW über den Sommer zu halten, ergibt keinen Sinn. Rondo kostet übrigens nächstes Jahr Geld, wenn auch nicht viel. Ihn zu halten… ja, wie sagt Stefan: lassen wir das. Im Ergebnis erhält man einen Zweitrundenpick für den Monroe-Dump. Angesichts der mehr als ordentlichen Saison des Ex-Piston nicht sehr hübsch für die Rehe. Eher nein.

Dumitru: Schon wieder die Bulls? Schon wieder Rondo? Was ist los mit euch? Milwaukees Point Guards heissen Giannis Antetokounmpo, Malcolm Brogdon und Matthew Dellavedova. Die Bucks möchten defensiv geprägten, teamdienlichen, vergnügten Ball spielen. Rondo ist nichts davon. Mirotic soll was sein? Ein Stretch Big? Weniger als 30 Prozent von Drei ist weiter von Stretch Big entfernt als Mirotic heute von einer soliden NBA-Karriere. „Kein Anschluss unter dieser Nummer...“

Schlechtriem: Ganz nach dem Vorbild des ersten Ibaka-Trades im Sommer ein Lose-Lose. Nur noch krasser. Monroe hilft zwar der trägen Offensive der Bulls – insgesamt aber weder in die eine, noch in die andere Richtung, was ja irgendwie schon der Marschrichtung in Chicago entspricht. Trotzdem haben sie keinen Bock, sich diesen Vertrag ans Bein zu binden. Und die Bucks sind nicht so verzweifelt, sich ihre junge Truppe von Rondos Stinkstiefeltum versauen zu lassen. Mirotic wäre als Ersatz für Jabari kein schlechter Griff, den kriegen sie aber billiger, selbst ohne die einfältigen Bulls austricksen zu müssen.


DEN: Goran Dragic
MIA: Emmanuel Mudiay


Dupick: Die Nuggets sind auf dem Weg in die Playoffs, dort wird es in der ersten Runde das Aus gegen die Warriors geben. Dennoch sind sie auf der Suche nach Unterstützung und Goran Dragic kann diese Unterstützung liefern. Als erfahrener Point Guard ist Dragic die ideale Ergänzung zum jungen und unerfahrenen Backcourt der Nuggets. Dafür sind die Nuggets bereit, Emmanuel Mudiay, der bisher hinter den Erwartungen zurückbleibt, zu opfern, zumal Mudiay und Murray langfristig nicht zusammen passen dürften. Die Heat planen den schnellen Rebuild, da ist ein langfristig gebundener Goran Dragic trotz seiner Qualitäten nicht der richtige Mann. Dragic ist 30 Jahre alt und wird durch Mudiay ersetzt. Der Kongolese kann kurzfristig nicht das Niveau des Slowenen liefern, sondern ist eine Wette auf die Zukunft. Mudiay bringt die nötige Upside mit sich und ist gerade einmal 20 Jahre alt. Bei einer steigenden Entwicklungskurve kann Mudiay der Point Guard der Zukunft werden. Möglich wird der Trade dadurch, dass die Nuggets sich aktuell weit unter dem Salary Cap befinden. Die Heat müssen somit keinen Cap-Füller aufnehmen, können sich aufs Tanking konzentrieren und mit dem neu gewonnenen Cap Space bereits jetzt mit der Kaderplanung für den Sommer beginnen.


Haak: Ich gehe bei der Tanking-Prämisse nicht mit. Riley hat das einmal gemacht, aber das war für 2010 und mit Wade ein Superstar schon im Kader. Cap Space braucht er nicht, weil er Bosh in Bälde löschen kann. Im Sommer soll doch Jagd nach Jungs wie Hayward gemacht werden. Der CBL-MVP ist kein Verkaufsargument. Wenn er Dragic denn abgeben will, bekommt er mehr dafür. Goran ist in wenigen Wochen vom toten Rostermaterial zum Allstar-Snub geworden. Der Marktwert ist aktuell hoch wie wohl nie seit seiner Ankunft in Miami. Und in Denvers aktuellen „20% auf alles, außer Tierfutter“-Plan passt er auch nicht wirklich.

Dumitru: Miami jagt einem Playoff-Platz hinterher; Goran Dragic ist Miamis bester und wichtigster Spieler. Pat Riley blätterte für seinen Wunsch-Guard vor zwei Jahren zwei Erstrundenpicks hin. Was sollte es Riley und den Heat heute bringen, ihren Franchise Player für einen der miesesten Einser der Association zu verscherbeln? Cap Space? Der Platz wird dank Chris Boshs Ausscheiden ohnehin frei. Ein Baustein für die Zukunft? Mudiay ist gegenüber seiner Rookie-Saison nicht nur nicht besser geworden – er hat sich zurück entwickelt. Klingt das nach adäquatem Gegenwert für einen der fünf besten Point Guards im Osten?

Schlechtriem: Anfang Januar hätten die Heat wahrscheinlich sofort mit diesem Deal den Schlussverkauf eröffnet. Blöderweise haben sie in der Zwischenzeit 13 in Folge gewonnen und stehen plötzlich selbst wieder in Reichweite der Playoffs. Es würde allerdings zu Rileys antizyklischer Denke passen, einen solchen Trade aus dem Nichts zu produzieren. Einen besseren Gegenwert für Dragic wird er nicht bekommen und er ist weitsichtig genug, nicht den Mavericks-Weg zu gehen und die mittelfristige sportliche Relevanz für den achten Platz und das sichere Erstrundenaus zu opfern. Dragic hat ihn zwei First Rounder gekostet, die ist Mudiay zwar nicht wert, aber immerhin annähernd. Denver ist ohnehin schon lange auf der Suche nach einer Qualität, wie Dragic sie bietet und sagt zu. Ich auch.

Wiesinger: Gib mir Picks für Miami und ich unterschreibe! Dragic könnte Denver als Point Guard knapp unter dem Elite-Level auf ein höheres Niveau hieven. Mudiay mag ich sehr. Groß, athletisch und vor allem jung. Ideal für Miami, um das Häusle an der Waterkant neu aufzubauen. Denkbar auch in Kombination mit weiteren Trades nach Denver. Buyer or Seller? Diese auch von den anderen Jungs aufgeworfene Grundsatzfrage stellt sich doch sowohl für Miami wie auch für Denver vor Ablauf der aktuellen Deadline.


ATL: Wilson Chandler
DEN: Thabo Sefolosha, Taurean Prince, Mike Scott, 2018 1st Rd Pick (MIN)


Haak: Ich bin unverändert der Meinung, dass Atlantas Flügel aufgepolstert gehört. Chandler in seinem Karrierejahr wäre eine Luxusmatratze. Dunleavy performt besser als erwartet. Den (endgültig) von der Bank bringen zu können, wäre dennoch oder gerade deshalb erstrebenswerter Luxus. Denver spart schnell Geld (Sefolosha und Scott sind nur noch bis Sommer gebunden), kriegt mit Prince ein Projekt und würde in diesem Deal natürlich noch einen künftigen First Rounder (Minnesota 2018) erhalten.

Dumitru: Ich bin pro-Chandler-Trade. Ich bin dagegen, ihn zu den Hawks zu schicken. Toronto, Houston, OKC oder bei den LA Clippers - da hätte der Three-and-D Forward viel mehr Einfluss auf den Ausgang der Saison. Der Preis ist steil. Zu steil. Auf der anderen Seite sähe Atlanta mit einer Schröder/Bazemore/Chandler/Millsap/Howard Kombo in der ersten Fünf natürlich viel formidabler aus als heute. Für Denver macht der Deal nur Sinn, wenn der First Rounder involviert ist. So einen mussten die Klumpen letzte Woche an Nurkic heften, um den Bosnier überhaupt loszuwerden.


Schlechtriem: Nur ist Atlanta auch dieser Meinung? Das Herz sagt Playoffs, das Hirn sagt Rebuild und herauskommt der Korver-Deal. Und so ist auch dieses Angebot: Nicht Fisch, nicht Fleisch. Der Pick ist Lottery Protected bis 2020 und wird dann zu 2nd Rounder. Hand hoch – wer glaubt, dass die Wolves bis dahin ein Playoff-Team stellen? Ich nicht. Thabo ist über dem Zenit und wird Free Agent, Mike Scott der Langston Galloway dieses Deals. Bleibt noch Taurean Prince, der seine Draft Position bisher nicht gerechtfertigt hat und auf dessen Position die Klumpen keinen dringenden Bedarf haben. Es fällt mir schwer zu glauben, dass Denver für Chandler kein besseres Angebot erhalten wird. Wenn nicht jetzt, dann im Sommer.

Wiesinger: Da geb ich dir auf jeden Fall Credits! Mit Chandler hätte Atlanta auf jeden Fall ein solides Stück Polstermöbel, welches in fast jedes Wohnzimmer der NBA passen könnte. Für Denver, die im Westen noch in Richtung Borderline-Playoffs schielen, springt dabei auch ne vernünftige Entschädigung bei raus. Nur: Will Atlanta wirklich so viel dafür ausgeben? Ein Erstrundenpick ist immer money in the bank, Prince würde ich nach einer halben NBA-Saison auch noch nicht abschreiben. Der spielt ja auch auf dem Flügel. Atlanta ist leider noch zu weit von echten Ambitionen entfernt, deshalb käme Ecksofa Wilson hier leider deutlich zu früh.

Dupick: Chandler könnte den Hawks gut zu Gesicht stehen! Der Forward garantiert zwar keinen tiefen Run in die Playoffs, kann aber auf dem Weg dorthin hilfreich sein. Der Preis ist jedoch etwas hoch, schließlich hält man in A-Town extrem viel vom Projekt Prince, und auch der 2018 First Rounder könnte spannend werden. Als Verantwortlicher in Denver hingegen würde ich den Deal direkt eintüten. Ich bin dabei!


BOS: Jimmy Butler, Taj Gibson
CHI: Jae Crowder, Amir Johnson, Jaylen Brown, 2019 1st Rd Pick (MEM), 2019 1st Rd Pick (LAC)


Dumitru: Bostons Fenster ist jetzt. Trader-Danny hat lange genug Assets eingesammelt, hat seine Celtics jahrelang auf genau diese Eventualität vorbereitet: der Weg ins Conference Finale scheint frei. Isaiah Thomas spielt wie ein Besessener, der Supporting Cast ist potent. Al Horford ist aber mitnichten der Co-Star, den I.T. an seiner Seite braucht, um LeBron James und den Weltmeister Cleveland zu entthronen. Auftritt Jimmy Butler. Der plus Thomas plus Horford plus Rollenspieler – Kaboom! Ein All-Around Spieler wie Butler, der getrost zu den 15 besten in dieser Saison gezählt werden darf, macht die Kobolde zum größten Cavs-Stolperstein im Osten. Dazu gesellt sich Taj Gibson - ein harter Malocher, dessen Hustle Playoff-Serien kippt. Chicago, das via Status Quo in der Sackgasse steckt, bekommt für die Unannehmlichkeit Brown, Crowder und zwei künftige Erstrundenpicks. Den auslaufenden Deal von Amir Johnson gibt's als Cap-Füller obendrauf. Nicht vergessen: Boston und Chicago waren sich bei Butler bereits im Sommer fast einig. Einzelne Puzzleteile im Deal (Draft-Picks, Youngster, et al.) lassen sich dank praller Schatulle beliebig addieren/subtrahieren. Let's gooooo...


Schlechtriem: Ibaka und Cousins sind über die Ladentheke – warum nicht auch noch Butler? Das Problem an diesem Angebot: Die Picks liegen beide zwei Jahre in der Zukunft und sind teilweise geschützt, könnten also sogar in diesem Jahrzehnt gar nicht mehr zum Einsatz kommen. Zu spät! Wenn die Bulls Butler abgeben, geht's direkt in den überfälligen Rebuild, dann brauchen sie Soforthilfe. Ergo reicht das nicht für einen der „15 besten in dieser Saison“. Crowder hilft Chicago beim Wiederaufbau nur, sofern sie ihn direkt weiter verschachert kriegen, Amir bringt sie keinen Schritt in die eine Richtung oder die andere. Das macht Jaylen Brown zum einzigen sofortigen Nutzfaktor. Zu wenig für Butler und Gibson. Danny muss einige der Variablen ändern und sie unbedingt durch einen weiteren Youngster sowie den Pick der Nets 2017, alternativ 2018 ersetzen. Dann trägt Jimmy bald grün.

Wiesinger: Oh, wait! Ich kaufe diesen Trade. Tatsache. Chicago gewinnt kein Blumentöpfchen mehr mit Butler, warum also nicht für die Zukunft bauen? Crowder und Brown find ich super, Erstrundenpicks wie Kamelle an Rosenmontag sowieso immer. Boston ballert: Mit dem vorhandenen Kern um Butler und Gibson erweitert, dürften die Kelten JEDEM im Osten das Fürchten lehren. Wenn sie es nicht auch ohne die beiden schon bald tun.

Dupick: Nach dem BOOGIE Trade würde ich sagen: "Einfach machen!" Ich hab Bock auf eine verrückte Deadline und Jimmy kann den Celtics helfen, auch wenn er sie nicht über die Cavs hebt! Für die Bullen steht auch ein vielversprechendes Paket bereit (Crowder und Brown), allerdings sind zwei 2019er Picks für einen schnellen Rebuild leider nicht angemessen (auch wenn die Picks Potenzial haben). Daher aus Sicht der Bulls schwierig - es sei denn einer der Nets-Pick 2017 oder 2018 geht hier mit ins Paket.

Haak: Vor zwei Tagen hätte ich gesagt, das ist zu wenig für Butler. Aber wir haben ja eine neue Zeitrechnung. Wenn man für Boogie einen Hield und einen #15 bekommt, dann bezahlt Boston hier gnadenlos über. Das sind ja dreieinhalb Hields für einen 3/4 Boogie. Oder so. Im Ernst: Ich bin kein Freund von einem Butler-Trade und das hier ist wirklich zu wenig. Ich will wenigstens Smart und einen Pick, mit dem der Jimmy-Nachfolger gefunden werden kann, also einen der schwarz-weißen. Dann können wir goooo...