24 Januar 2017

24. Januar, 2017


von SEB DUMITRU @nbachefkoch

Dion Waiters posierte mit verschränkten Armen für die Kameras. Dion Waiters sah bossig aus. Als hätte Dion Waiters nicht im Alleingang hunderte von Partien hergeschenkt. Als wäre Dion Waiters nicht in vier Profijahren von Team zu Team geschoben worden. Als wäre Dion Waiters nicht der preisgekrönte Autor der internationalen Bestseller-Trilogie "Das Midrange-Bermuda-Dreieck", "In your Face - Was das für 1 Wurfauswahl?" sowie "Ein Backsteinhaus aus Stepbacks".

An all dem störte sich am Montag auf Waiters Island vor den Toren Miamis aber kein Mensch mehr. Waiters eingetanzter Gamewinner ins Gesicht von Klay Thompson zum 105-102 Endstand gegen das beste Team der NBA sorgte für kollektive Ekstase auf der fröhlichsten Insel der Welt, wo Bewohner heute feiernd gedeckte Midrange-Jumper nehmen und für die Kameras posieren.

Waiters erzielte 33 Punkte (16 von 20 aus dem Feld, sechs von acht Dreier) und egalisierte damit seine Karrierebestleistung, aufgestellt vor drei Tagen gegen die Milwaukee Bucks. Das zweite Spiel in Folge mit mindestens 30 Zählern war das erste eines Heat-Spielers seit Dwyane Wade vor knapp zwei Jahren.

Miami hat in einer Saison zum Vergessen seinen Groove gefunden und vier in Folge gewonnen. Seit Dion Waiters' Rückkehr in die Lineup am 4. Januar stehen die Heat bei 5-4. Einzig logische Erklärung: ‘Dion Waiters ist eben doch ein Franchise-Player’ (sagte niemand, jemals, ausser Dion Waiters).