15 Januar 2017

15. Januar, 2017


Tis the Trade Season! Mit dem aufsehenerregenden Deal von Kyle Korver beginnt die Jagdsaison 2017 und damit das Gefeilsche und Geschacher. Bis zum 23. Februar darf getradet werden und wie jedes Jahr lassen die 30 NBA-Clubs nicht unversucht, Gegenwart oder Zukunft zu verbessern. Im ersten Teil werfen wir den Blick auf einige der heißesten Trade-Kandidaten.

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick

Paul Millsap

Atlanta Hawks | PF | 31 Jahre alt
Stats 2016/17: 17,8 PPG | 8,1 RPG | 3,8 APG | 0,9 BPG | 1,6 SPG

Allen Beteuerungen zum Trotz: Mit dem Korver-Trade treiben die Hawks ihre Verjüngungskur mit voller Kraft voran und auch wenn sie verlauten ließen, Paul Millsap sei kein Gesprächsthema mehr, wird sich das spätestens Mitte Februar wieder ändern.

Vor zwei Jahren marschierte Atlanta mit großen Schritten zu 60 Siegen und Platz eins in der Eastern Conference. Von dem Team, das damals den frisch nach Cleveland zurückgekehrten LeBron James in der Regular Season in den Schatten stellte, ist heute nicht mehr viel übrig.

DeMarre Carroll? Oh, Canada. Jeff Teague? Sweet Home Indiana. Al Horford? Shipping Up To Boston. Kyle Korver? As Tears Go By.


Bleibt noch Paul Millsap, der unermüdliche Arbeiter, der seit Jahren zuverlässig 17 und 8 auflegt und an beiden Enden des Feldes ungemein rentabel agiert. Und doch stehen aus diversen Gründen die Zeichen auf Trennung.

Es ist allgemein bekannt, dass die Hawks im Sommer verzweifelt versuchten, Millsap zu traden, um Al Horford halten zu können. Trotz aller Loyalitätsbekundungen infolge der aufkommenden Trade-Gerüchte – ein Spieler dieses Formats vergisst nicht und dies würde den Hawks im Sommer kaum zugute kommen, wenn ihre Nummer 4 Free Agent werden wird.

Dieser Umstand bereitet Atlanta ohnehin Kopfzerbrechen: Millsap wird im Februar 32 Jahre alt und hat chronische Knieprobleme. Können sie einem solchen Spieler guten Gewissens einen Maximalvertrag über vier oder fünf Jahre anbieten? Der Markt verlangt einen Preis in oberster Größenordnung, um den einstigen Second Round Pick in Georgia zu halten.

Und dann ist da auch noch die sportliche Komponente: Der dreifache All-Star harmoniert nicht sonderlich mit Atlantas neuem Center Dwight Howard. Die wechselhafte Saison der Falken, die möglicherweise Homecourt in der ersten Runde verspricht, jedoch wenig Perspektive auf mehr bietet, ist mitunter darauf zurück zu führen.


Unter diesen Gesichtspunkten werden die Hawks nicht das dritte Jahr in Folge von den Cavaliers gesweept werden und dann einen Starter und Leistungsträger ohne Gegenwert verlieren wollen. Sie sind 23. in offensiver Effizienz und treffen ihre Dreier miserabel – was nach Korvers Abgang nicht sonderlich besser werden wird.

Ein Umbruch ist ohnehin längst im Gange, somit können – oder müssen sie die Chance ergreifen, ihren Kader zu verjüngen und gleichzeitig anhaltende Mängel beheben.

Wegen seines auslaufenden Vertrages werden sich die Verhandlungen um Millsap zäh gestalten. Interessant ist er nur für Teams, die auf die Gegenwart schauen und bereit sind, für sofortigen Erfolg ein Risiko einzugehen.

Atlanta will sich seinen Veteranen mindestens einen aussichtsreichen Erstrundenpick kosten lassen. Dass sie ihren Power Forward vorerst aus dem Trade-Verkehr gezogen haben, kann einerseits darauf hindeuten, dass sie mit ihm unter der Hand die Rahmenbedingungen für einen neuen Vertrag abgesteckt haben.


Viel wahrscheinlicher handelt es sich aber um einen taktischen Zug, um den Bieterkrieg bis zur Deadline anzustacheln und derweil sportlich kompetitiv zu bleiben. Neben Millsap werden auch Tim Hardaway Jr. und Thabo Sefolosha als heiße Trade-Kandidaten gehandelt.

Interessenten: Celtics, Jazz, Kings, Raptors, TrailBlazers
Trade-Wahrscheinlichkeit: 50%


Rudy Gay

Sacramento Kings | PF/SF | 30 Jahre alt
Stats 2016/17: 18,5 PPG | 6,3 RPG | 2,9 APG | 0,8 BPG | 1,5 SPG

„Willkommen in der Basketball-Hölle“ – so begrüßte Rudy Gay seinen ehemaligen Coach George Karl bei dessen Dienstantritt. Der offensiv versierte Flügelspieler macht schon länger keinen Hehl mehr daraus, dass er sich gedanklich längst von den Sacramento Kings verabschiedet hat. Spätestens im Sommer, wenn er aus seinem Vertrag aussteigen kann und wird.


Kein Wunder: Die Kings sind eine seit Jahren amateurhaft-chaotisch geführte Franchise mit alljährlichen Trainerwechseln, bizarrem Gebaren in Trades und Drafting sowie einer Kultur voller fragwürdiger Charaktere. Qualitative Free Agents lehnen Sommer für Sommer reihenweise das verfügbare Geld aus der kalifornischen Hauptstadt ab, um für weniger bei einem anderen Club mit besserem Ruf zu unterschreiben.

Gay will all dem entfliehen und somit hat General Manager und Teamlegende Vlade Divac keine Wahl, als den 30-Jährigen traden, um nicht komplett leer auszugehen. Zwar befinden sich die Kings trotz aller Unzulänglichkeiten im offenen Rennen um den achten Platz der Western Conference und Gay leistet mit seiner Feuerkraft einen wesentlichen Beitrag. Allerdings ist Sacramento weder als Stadt, noch als Franchise attraktiv genug, um einen Spieler dieses Kalibers einfach ziehen zu lassen.

Zumal auch für die Kings eine weitere Zusammenarbeit wenig attraktiv erscheint. In den drei Jahren, seit sie Gay aus Toronto holten, blieb er hinter den gesteckten Erwartungen zurück und vermochte es nicht, die Lilanen in die Playoffs zu führen, geschweige denn, sein oft eindimensionales, ausrechenbares Spiel weiterzuentwickeln.


Eine schnelle und schmerzlose Trennung ist folglich die beste Lösung für beide Seiten, besser gestern als heute. Mit jedem Tag Richtung Trade Deadline sinkt der Preis für den achten Pick des 2006 Drafts. Alle anderen Teams wissen, dass die Kings um einen Deal nicht herumkommen und sind augenscheinlich bereit, dies bis zum 23. Februar auszureizen, wenn Sacramento das beste Angebot annehmen muss – oder müsste, denn Seriosität wird bei den Kings schon seit Jahren nicht mehr groß geschrieben.

Dies zu tun, ihren zweitbesten Scorer fortzuschicken, sollten sie sich ohnehin nicht scheuen. Sowohl für die Memphis Grizzlies, als auch für die Toronto Raptors ging es nach Gays Abgang bergauf.

Interessenten: Bulls, Hawks, Magic, Pelicans, Rockets, Thunder
Trade-Wahrscheinlichkeit: 80%


Nerlens Noel

Philadelphia 76ers | C/PF | 22 Jahre alt
Stats 2016/17: 7,5 PPG | 4,0 RPG | 0,4 APG | 0,8 BPG | 1,1 SPG

„Figure that shit out!“ – ätzte Nerlens Noel in die Mikrofone der anwesenden Reporter, nachdem ihn Trainer Brett Brown bei der Niederlage der Sixers gegen die Los Angeles Lakers Mitte Dezember, dem zweiten Spiel seiner Rückkehr von einer Knieverletzung, für lediglich acht Minuten aufs Feld schickte. Um noch deutlicher nach einem Trade zu verlangen, hätte er nur die Worte selbst aussprechen können.

Schon zu Saisonbeginn stellte der 22-Jährige mit haitianischen Wurzeln die Personalkonstellation Philadelphias mit ihrer Anhäufung von Bigs infrage und diagnostizierte öffentlich, dass eine Lösung, sprich: ein Wechsel, her müsse. Damals blieb er noch abstrakt, heute gibt es keinen Zweifel, dass er selbst einen Trade anstrebt.


Noel wird im Sommer Restricted Free Agent werden – das senkt den Marktpreis erheblich. In Zeiten, in denen Allen Crabbe und Tyler Johnson für ihre maximal mäßigen Dienste knapp 20 Mio. $ jährlich überwiesen bekommen, wird Philadelphias Center in ähnliche Gefilde vorstoßen. Für einen Spieler, der in der laufenden Saison im Durchschnitt etwas über 15 Minuten auf dem Feld steht, kommt ein solcher Vertrag in Philadelphia kaum infrage.

Das macht sie zu Verkäufern in einem riskanten Pokerspiel. Bisher waren GM Bryan Colangelo die Angebote für den einst als sicheren No. 1 Pick gehandelten Noel zu niedrig. Doch eine weitere Verletzung, eine weitere Undiszipliniertheit und das Höchstgebot sinkt noch weiter unter das, was Colangelo derzeit offeriert wird.

Ein Trade spätestens zur Deadline ist mit verständiger Weitsicht nicht zu vermeiden. An Nachfragen wird es kaum mangeln.

Interessenten: Bucks, Celtics, Lakers, Mavericks, Rockets, TrailBlazers, Timberwolves
Trade-Wahrscheinlichkeit: 70%


Nikola Vučević

Orlando Magic | C | 26 Jahre alt
Stats 2016/17: 13,7 PPG | 10,2 RPG | 2,8 APG | 1,0 BPG | 0,9 SPG

Frank Vogel als neuer Head Coach. Serge Ibaka als neuer Franchise Player. Bismack Biyombo für die Zone. Die Magic haben im Sommer eine tiefgreifende Gesichtsveränderung vorgenommen und auf zersetzenden Defensivbasketball umgestellt. Diese Neuausrichtung fordert ihre Opfer – und Nikola Vučević scheint das prominenteste zu werden.

Denn Orlandos Kader ist nicht ausgeglichen. Defensivspezialisten, die in Vogels System zur Geltung kommen, finden sich zuhauf. Scorer hingegen, die für sich selbst und Mitspieler Würfe kreieren, weniger. Die Magic sind viertletzter in offensiver Effizienz und drittletzter in True Shooting Percentage.

Besonders auf den kleinen Positionen fehlt es an Schlagkraft. Abgesehen von Evan Fournier findet sich weder bei den Startern, noch bei den Bankspielern ein zuverlässiger Punktesammler. Um einen solchen von Qualität ins Amway Center zu locken, muss eine entsprechende Gegenleistung auf die Waagschale gelegt werden. Und hier kommt Vučević ins Spiel.


In Biyombo, Ibaka und Youngster Aaron Gordon verfügen die Blauen über eine ordentliche Qualitätsdichte auf den großen Positionen, die Vučević mit seinen Vollstreckerqualitäten passabel ergänzt, jedoch nicht die Variabilität und konstante Feuerkraft mitbringt, die sein Team so sehr vermisst.

Vučevićs Punkteausbeute ist in der laufenden Spielzeit merklich gesunken. Vor zwei Jahren kratzte der 26-Jährige noch an der 20-Punkte-Marke, heute sind es gerade noch knapp 14. Coach Vogels System braucht – analog zu Roy Hibbert bei seinen Pacers-Zeiten – einen wuchtigen und defensivstarken Center und hat diesen in Biyombo gefunden. Das macht Vučević entbehrlich.

Dennoch hat der in der Schweiz geborene Montenegriner seinen Marktwert: Die sinkenden Zahlen stehen in Relation zu seiner kleineren Rolle unter Frank Vogel und folglich weniger Minuten auf dem Parkett. Zudem fehlt ihm schon länger ein einfallsreicher Spielmacher, der es versteht, seine Big Men in aussichtsreiche Position zu bringen.

Ein solcher Gestalter ist der zwischenzeitlich auf die Bank verdonnerte Elfrid Payton nicht und wird daher wie Vučević einer der Spieler sein, die die Verantwortlichen der Magic feilbieten, um endlich Entlastung für die Offensive zu finden.


Orlando muss handeln. Mit dem Trade von Serge Ibaka, der im Sommer Free Agent werden wird, hat die Führungsriege um Team Manager Rob Hennigan einiges riskiert und würde bei einem Abgang bloß gestellt werden. Für eine Vertragsverlängerung muss Ibaka Perspektiven sehen – ein potenter Scorer würde helfen.

Interessenten: Bucks, Celtics, Kings, Pelicans, TrailBlazers
Trade-Wahrscheinlichkeit: 55%


Die Phoenix Suns

Gefühlt ist es eine Ewigkeit her, seit die Suns mit ihrem Trainernovizen Jeff Hornacek völlig überraschend die Liga aufmischten und nur denkbar knapp die Playoffs verpassten. Seither haben sie notgedrungen ihr Personal gründlich durchgemischt – und das nicht zum eigenen Vorteil.

Seit dieser Zeit hinkt Phoenix den eigenen Erwartungen hinterher, nach der Hälfte der laufenden Spielzeit finden sie sich wieder einmal auf einem der letzten Plätzen der Western Conference. Für Hoffnungsschimmer sorgen die Youngster Devin Booker, Alex Len und TJ Warren. Das wiederum stellt die Daseinsberechtigung der etablierten Kräfte infrage, allen voran Eric Bledsoe, Brandon Knight und Tyson Chandler.


Bledsoe ist der derzeit noch beste Spieler der Suns, mit 27 Jahren auf der Höhe seines Schaffens und bis 2019 unter Vertrag, es besteht also kein akuter Handlungsbedarf. Die sportliche Ebbe der Suns ist am wenigsten an ihm festzumachen.

Und genau das macht den Aufbauspieler so wertvoll. GM Ryan McDonough darf sich gesprächsbereit zeigen und den Marktwert seines bestes Pferds im Stall testen, die Möglichkeiten eines zukunftsträchtigten Blockbuster-Trades ausloten, ohne unmittelbaren Verhandlungsdruck der Gegenseite befürchten zu müssen.

Anders sieht es bei Brandon Knight aus: Dieser hat sich mit seiner Bankrolle, die er seit der laufenden Saison bekleidet, noch nicht angefreundet und agiert formschwach, meilenweit entfernt von der Vorsaison, als er in verletzungsbedingter Abwesenheit Bledsoes im Schnitt 20 Punkte und fünf Assists auflegte.

Knight steht im Schnitt nur noch 22 Minuten pro Spiel auf dem Feld, an jungen und hungrigen Alternativen mangelt es seinem Team nicht. Eine Trennung wäre für die Suns also zu verkraften und die Rahmendaten – 25 Jahre alt, vertraglich gebunden bis 2020 – machen ihn für mögliche Abnehmer nicht unattraktiv.

Jedoch ist seine Position die in der NBA am besten besetzte und nur bei wenigen Teams könnte er sofort starten, respektive mehr Minuten erwarten als in Phoenix. Ein passendes Angebot wird also nicht unmittelbar zum Fenster hineinfliegen.

Ein von Phoenix Suns (@suns) gepostetes Foto am

Tyson Chandler ist auch mit fortgeschrittenem Alter noch einer der zuverlässigsten Ringbeschützer und Rebounder der Liga. Der ehemalige Defensive Player of the Year weiß seinen Namen jedoch unter einem der abschreckendsten Verträge der NBA. Die 13 Mio. $ jährlich sind aktuell schon nur schwer zu rechtfertigen, in zwei Jahren umso schwerer.

Folglich wollen die Suns ihren Center loswerden, haben das Preisschild für den 34-Jährigen schon mehrfach durchgestrichen und nach unten korrigiert. Chandler ist nur für Teams interessant, die schnelle Hilfe am eigenen Korb benötigen und verzweifelt oder kurzsichtig genug sind, seinen miserablen Vertrag zu ignorieren.

Neben besagtem Trio wird Phoenix auch nicht zögern, weitere etablierte Kräfte wie Leandro Barbosa oder P.J. Tucker, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, ins Schaufenster zu stellen. Aktiv werden die Suns mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.

Interessenten: Kings, Magic, Mavericks, Nets, Rockets, Timberwolves, TrailBlazers
Trade-Wahrscheinlichkeit: 99%


Goran Dragić

Miami Heat | PG | 30 Jahre alt
Stats 2016/17: 19,0 PPG | 3,8 RPG | 6,4 APG | 0,2 BPG | 0,9 SPG

Seit LeBron James seine Talente wieder aus South Beach weg und in die Heimat zurück brachte, geht es für die Heat steil bergab. Dwyane Wade packte ebenfalls das Heimatfieber, Chris Bosh droht ein frühzeitiges Karrierende. Vergangene Saison schaffte es Miami noch in die Conference Semi-Finals. Monate später ist bereits klar, dass die Playoffs 2017 ohne den Champion von 2012 und 2013 stattfinden werden.

Die Post-Wade Heat strotzen vor Unzulänglichkeiten und qualitativen Lücken. Um den totalen Absturz zu verhindern oder möglichst zeitlich knapp zu halten, muss der starke Mann in Miami, Pat Riley, alles und jeden infrage stellen. Dies beginnt mit Goran Dragić, der in der American Airlines Arena nie an seine Borderline-All-Star Leistungen aus Zeiten in Phoenix und Houston angeknüpft hat.


Als oberster Taktführer der Offensive sind Dragićs Zahlen auf annehmbare 19 Punkte und sechs Assists gestiegen. Der Anführer und Gamechanger, als der er sich selbst gerne sieht, ist er jedoch zumindest in Miami nicht.

Zwar betonte der Slowene zuletzt, gerne in Miami bleiben zu wollen. Ein Tapetenwechsel käme seiner Karriere allerdings nicht allzu ungelegen: In seinen acht Jahren NBA erreichte Dragić nur zwei Mal die Postseason und wird die 32 Jahre überschritten haben, bevor er überhaupt theoretisch wieder dazu die Chance hat.

Beim aktuellen Kader Miamis, ihrer Perspektive im Sommer und der steigenden Konkurrenz in der Eastern Conference ist selbst das eher unwahrscheinlich. Auch die Verantwortlichen müssen in Richtung Zukunft denken, eher auf morgen denn auf heute, angeblich steht der gesamte Kader zur Disposition.


Somit bietet sich ein Wechsel des Most Improved Players 2014 für alle Seiten an. Nur: Die beiden Erstrundenpicks, die Pat Riley für ihn bezahlt hat, wird er nun nicht wieder zurückerhalten. Das macht einen Deal schwierig. Im Falle eines Trades wäre es an Riley, unter dem Strich ein Verlustgeschäft einzugestehen, für das die Heat noch 2021 bezahlen müssen. Sollte er Dragić jedoch behalten, wird der Marktwert weiter sinken und Gefahr laufen, zu einem noch größeren Verlustgeschäft zu werden.

Die Heat haben keine Eile und können ihren Aufbauspieler bis tief in den Februar, bis zur Deadline auf den Marktplatz stellen. Jedes Team, das auf den Guard-Positionen in puncto offensiver Schlagkraft nachzurüsten gedenkt, wird sich mit dem 2008 an 45. Stelle gedrafteten Slowenen beschäftigen.

Interessenten: Bulls, Kings, Magic, Pelicans, Timberwolves
Trade-Wahrscheinlichkeit: 65%