06 Januar 2017

6. Januar, 2017


Threepeat für LeBron James. Der Cleveland Cavalier gewinnt saisonübergreifend zum dritten Mal in Folge das #NBACHEF Voting zum Spieler des Monats der Eastern Conference. Im Westen spielt sich James Harden von den Houston Rockets in den Vordergrund und stellt seinen Konkurrenten im MVP-Rennen in den Schatten. In beiden Fällen fällt die Abstimmung der Redaktion recht eindeutig aus.

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick

LeBron James
(Cleveland Cavaliers)

Stats Dezember:
27,9 PPG | 7,6 RPG | 7,9 APG | 0,7 BPG | 1,7 SPG | 52,3% FG | 63,6% FT in 14 gm.

Highlights u. a.:
44 Pts, 9 Reb, 10 Ass, 3 Stl, 17-24 FG, beim Sieg über die Hornets [10.12.]
34 Pts, 12 Reb, 7 Ass, 5-9 3PM, beim Sieg über die Bucks [20.12.]
31 Pts, 13 Reb, 4 Ass, 12-22 FG, beim Sieg über die Warriors [25.12.]

Für LeBron beginnt das Jahr, wie das letzte geendet hat – mit einer Auszeichnung. Erneut findet sich im Osten keiner, der James und den Cavaliers Paroli bietet und so zieht der nun 32-Jährige an der Spitze seine Kreise.

Angeführt vom vierfachen MVP gewannen die Cavs im Dezember 12 ihrer 16 Partien, wobei LeBrons Signifikanz für dieses Team am deutlichsten wurde, wenn er eine Ruhepause verordnet bekam. Cleveland verlor beide dieser Spiele.

Über LeBrons Einfluss auf dem Parkett, seinem All-Round Talent und der Fähigkeit, ein ganzes Spiel an sich zu reißen, müssen längst keine Worte mehr verloren werden. Auch seine Zahlen sprechen für sich. Einziger kleiner Schönheitsfleck der zweitberühmtesten Nr. 23 der NBA-Geschichte im Dezember ist die Freiwurfquote, die ganze 10% unter seinem Karriereschnitt liegt.

Höhepunkt im Dezember war sicherlich der Comeback-Win über die Golden State Warriors, an dem LeBron – selbstverständlich – tragenden Anteil hatte und frappierend an den Triumph über die Warriors in den Finals im vergangenen Juni erinnerte. Gleichzeitig waren die Cavs im letzten Monat des Jahres 2016 allerdings auch gegen die Toronto Raptors und Boston Celtics siegreich – ihren ärgsten Verfolger in der laufenden Spielzeit.

Wer soll LeBron und die Cavaliers also noch stoppen? Im Redaktionsvoting entfallen 45% der Stimmen auf den König von Cleveland. Mithalten können im Dezember nur Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks mit 27% und Isaiah Thomas von den Boston Celtics mit 18%. Die restlichen 9% gehen an LeBrons Teamkollegen Kyrie Irving.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
Wieder und wieder und wieder LeBron James. Die Frage nach dem zweitbesten Spieler im Osten ist eine unheimlich spannende und kontroverse, dass sie seit Jahren so formuliert wird, macht aber auch immer wieder klar, wie weit weg King James vom "Rest" ist. Im Dezember mit vier Punkten pro Spiel mehr als im November, gleichzeitig den sonstigen Stat-Output nur wenig reduziert und die Effizienz (vor allem beim Dreipunktwurf) signifikant gesteigert. Dass die Cavaliers weiterhin Sieg um Sieg holen krönt die individuell starke Leistung. (Christoph Lenz)

Wer LeBron James beim Basketballspielen zuschauen darf, ist ein Beschenkter. Und jetzt, nach drei Meisterschaften, gibt es keinen Grund mehr, das nicht ungeniert zuzugeben. 2016/2017 lernen wir, LeBron wertzuschätzen. Mit seiner patentierten 28-7-7-Statsline steuerte er seine Kavaliere trotz kleinerer Turbulenzen durch die besinnliche Zeit und markierte an Weihnachten das Championship-Revier. Wer zu Larry O’Brien will, muss zuerst an den Cavaliers vorbei – James hält die Schlüssel (und den Ersatzschlüssel) ganz fest in der Hand. (Harald Mainka)



James Harden
(Houston Rockets)

Stats Dezember:
28,3 PPG | 9,1 RPG | 12,0 APG | 0,4 BPG | 1,5 SPG | 45,2% FG | 85,9% FT in 17 gm.

Highlights u. a.:
29 Pts, 15 Reb, 13 Ass, 2 Stl, beim Sieg über die Warriors [1.12.]
30 Pts, 13 Reb, 10 Ass, 5 Stl, beim Sieg über die Clippers [30.12.]
53 Pts, 16 Reb, 17 Ass, 9-16 3PM, beim Sieg über die Knicks [31.12.]

Die Houston Rockets haben im Sommer einiges richtig gemacht. 27 Siege zum Jahreswechsel – in der Vorsaison erreichten sie diese Marke um den All-Star Break. Im Dezember gewannen sie 15 ihrer 17 Begegnungen – Franchise Rekord.

Bricht man diesen Erfolg auf eine Person herunter, ist das selbstverständlich James Harden. Der Bart hat sich auch in seiner fünften Saison bei den Rockets nochmals merklich gesteigert. Und das obwohl er sein Spiel gar nicht so sehr umgestellt hat: Denn Houstons Aufschwung basiert auch auf dem neuen Coach Mike D'Antoni, der die Nummer 13 besser einzusetzen weiß wie seine Vorgänger – und auf die in der Off-Season verpflichteten Scharfschützen.

Die Addition von Eric Gordon und Ryan Anderson sowie konstruktive Partner im Pick & Roll machen sich in der Tabelle und auf Hardens persönlichen Arbeitsnachweisen bemerkbar: Im Dezember kam er auf 14 Double Doubles, fünf Triple Doubles, erzielte sieben Mal 30 Punkte oder mehr und und blieb bei den Assists nur in vier Partien einstellig – schlechtester Wert: Sieben. Und diese Zahlen geben nicht Hardens Autorität in Gänze wieder.

Denn die Rockets haben im Dezember ihre Gegner im Schnitt mit über 13 Punkten Differenz vom Platz gefegt. Die Konsequenz aus den zahlreichen Blowouts: Der Bart hatte ebenso häufig frühzeitig Feierabend, auf Kosten seiner persönlicher Zahlen, die sonst noch spektakulärer ausgefallen wären.

Immerhin reichte es für das schnellste Triple Double in der Geschichte der NBA – 15 Punkte, 11 Rebounds, 14 Assists in unter 30 Minuten gegen die Sacramento Kings sowie für ein neues Career High in Punkten und Assists am Silvesterabend gegen die New York Knicks. 50, 15 und 15 hatte bis dato noch kein Spieler der NBA-Geschichte aufgelegt.

Wie im Rennen um den Most Valuable Player hat Harden im Westen nur Konkurrenz aus seinem ehemaligen Team zu befürchten. Russell Westbrook von den Oklahoma City Thunder – im November noch im Voting siegreich – muss sich dieses Mal mit 36% und dem zweiten Platz zufrieden geben. Harden steht mit den restlichen 64% der Stimmen unangefochten an der Spitze. Für ihn ist es die erste Auszeichnung zum #NBACHEF Spieler des Monats seit Dezember 2014.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
Der Bärtige hat keinerlei Interesse daran, dass sein Ex-Teamkollege aufgrund von verrückten Zahlen die MVP-Trophäe holt. Der einfachste Weg das zu verhindern? Genauso verrückte Zahlen und zusätzlich Siege! Die 15-2 Teambilanz im Dezember hebt den ligaweit besten Assistgeber des Monats über die ebenfalls starke Konkurrenz. Ein Beinahe-Triple-Double und überdurchschnittliche Wurfquoten tun ihr Übriges. (Christoph Lenz)

Das schnieke Alternative-Jersey, die gelungenen Signature-Schuhe, der geilste Crossover-Stepback-Fadeaway-Jumper im Game und der allseits bekannte Zauselbart machen James Harden zur ultimativen Basketballerfahrung westlich des Mississippis. Unter seiner Führung lässt er in D’Antonis maßgeschneidertem Spielsystem seine Kameraden wie scharf gekleidete Männer aussehen, die auf ZZ-Top Konzerten Whiskey von der Dreier- und Freiwurflinie servieren. Harden gehört zu den besten drei NBA-Spielern und ist der MVP-Kanidat Nr. 1. (Harald Mainka)


Wer waren eure Spieler des Monats Dezember
LeBron James
Giannis Antentokoumpo
Isaiah Thomas
Kyrie Irving
James Harden
Russell Westbrook
Other
Please Specify: