23 Dezember 2016

23. Dezember, 2016


Wieder ein Doppelspieltag in der Euroleague. Nun fehlt nur noch ein Spieltag, um die Hinrunde abzurunden. Die Ergebnisse im Überblick:

von ENES CAKMAK @EnesCakmak0601

Topspiel des Spieltags 13

Fenerbahce Istanbul – Darüssafaka Dogus Istanbul 64-71 (35-37)


Derbytime in der Ülker Sports Arena! Fenerbahce war favorisiert und wollte nach der Niederlage in Athen Wiedergutmachung betreiben, doch die Gäste hatten etwas dagegen. Eine über 40 Minuten spannende Partie ging an Darüssafaka. Vor dem Schlussviertel trennten beide Teams nur zwei Pünktchen (48-50). Am Ende blieb Darüssafaka cool und konnte sich mit dem Sieg für die Niederlage in der Liga revanchieren. Die Gäste waren zwar schwächer aus dem Zweipunktebereich, doch von Downtown (Fenerbahce: 4/17, Darüssafaka: 9/20) und an der Freiwurflinie (Fenerbahce: 6/11, Darüssafaka: 14/18) waren sie deutlich besser.

Kostas Sloukas (16 Punkte) und Ekpe Udoh (15 Punkte, 7 Rebounds) waren die besten Akteure bei Fenerbahce.

Scottie Wilbekin (22 Punkte 5/8 3PT) und Will Clyburn (20 Punkte, 7 Rebounds) führten Darüssafaka zum Sieg.


Der Rest (#13)

UNICS Kazan – Galatasaray Odeabank Istanbul 73-60 (37-31)


No Langford – no Party? War wohl nichts, denn UNICS Kazan gewann trotz des Ausfalls des Topscorers. Dabei war diese Partie sicherlich kein Augenschmaus. Gala-Trainer Ergin Ataman sagte nach der Partie, dass beide Teams mit so einer Leistung in der Euroleague nichts zu suchen haben. Kazan gewann alle vier Viertel und konnte einen am Ende ungefährdeten Sieg einfahren. Die Russen holten mehr Rebounds (37-30) und waren vor allem aus dem Zweipunktebereich deutlich erfolgreicher (Kazan: 23/43, Galatasaray: 13/36).

Evgeny Voronov war in Langfords Abwesenheit der Topscorer und beendete die Partie mit 22 Punkten (7/7 2PT). Quino Colom übernahm ebenfalls mehr Verantwortung und hatte 17 Punkte und 7 Assists vorzuweisen.

Bei Galatasaray war Combo-Guard Sinan Güler (17 Punkte, 6 Assists, 3 Steals) der auffälligste Akteur.

Anadolu Efes Istanbul – Zalgiris Kaunas 71-84 (30-44)

Mit so einem Endergebnis haben auch die wenigsten gerechnet. Zalgiris Kaunas hatte die Partie mit einem starken zweiten Viertel (17-28) entschieden. Mit einer ausgeglichenen zweiten Hälfte schaukelte Kaunas den Sieg nach Hause. Kaunas pflückte mehr Rebounds (25-35), war erfolgreicher aus dem Zweipunkteland (Efes: 18/33, Kaunas: 25/37), von der Dreipunktelinie (Efes 6/27, Kaunas: 7/19) sowie von der Freiwurflinie (Efes: 15/22, Kaunas: 13/15).

Die besten Spieler bei Efes waren Thomas Heurtel (18 Punkte, 4 Steals) und Derrick Brown (16 Punkte, 7/10 FG).

Bei den Gästen waren Kevin Pangos (15 Punkte, 5/6 3PT) und Edgaras Ulanovas (14 Punkte, 5/5 2PT) die Topscorer.

Olympiakos Piräus – Roter Stern Belgrad 73-65 (45-34)

Keine Überraschung beim Endstand dieser Partie. Olympiakos dominierte über drei Viertel (vor allem in der Verteidigung) das Spiel und spielte im letzten Abschnitt den Stiefel runter. Im letzten Viertel konnten die Serben ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Olympiakos spielte eine tolle Perimeter-Defense (2/17 3er für Belgrad) und traf selbst erfolgreicher (7/20), was spielentscheidend war. Auch bei den Zweiern waren die Griechen besser als der Meister der Adrialiga (Olympiakos: 18/33, Belgrad: 22/48).

Matt Lojeski war mit 18 Punkten (6/9 FG) einmal mehr Topscorer beim ehemaligen Euroleague-Sieger. Unterstützung erhielt er von Erick Green, der auf 15 Punkte kam.

Stefan Jovic war mit 16 Zählern der erfolgreichste Werfer bei Roter Stern. Ognjen Kuzmic konnte mit 13 Punkten und 14 Rebounds ein Double-Double auflegen.

Real Madrid – Brose Bamberg 95-72 (47-25)

Das Ergebnis sieht am Ende sogar deutlich harmloser aus, als das Spiel am Ende war, denn Lucca Staiger betrieb mit einigen Dreiern im Schlussviertel Ergebniskosmetik. Bamberg, das ohne Fabien Causeur antrat, war schlichtweg chancenlos. Real Madrid kontrollierte die Bretter (40-26 Rebounds) und hatte dadurch mehr Würfe, die sie am Ende trafen. Kein Madrilene stand über 23 Minuten auf dem Parkett.

Ist dieser Junge wirklich erst 17 Jahre alt? Luka Doncic spielte erneut tollen Basketball und war mit 16 Punkten, 6 Rebounds, 5 Assists und 3 Steals der beste Akteur aufseiten der Madrilenen. Sergio Llull kam auf 14 Punkte und 6 Assists.

Bei den Bambergern war Lucca Staiger mit 18 Punkten (6/8 3er) der beste Punktesammler. Daniel Theis kam auf 15 Punkte (6/9 FG) und 3 Steals.

Emporio Armani Mailand – Panathinaikos Athen 72-86 (29-40)

Mailand scheint das Gewinnen verlernt zu haben. Im Heimspiel gegen Panathinaikos musste der italienische Serienmeister die nächste Niederlage hinnehmen. Dabei verlief der Start sehr gut, die Italiener führten mit 21-16 nach 10 Minuten. Doch zwei unfassbar schwache Viertel (8-24, 13-24) sorgten für die Entscheidung, denn Panathinaikos führte mit 42-64 nach drei Viertel und Mailand konnte nur noch ein bisschen verkürzen. Der Hauptunterschied waren die Dreier, denn Mailand traf nur 4/19, während Panathinaikos 13/34 von Downtown traf.

Jamel McLean (16 Punkte, 7/10 FG, 9 Rebounds) konnte als einziger Spieler der Heimmannschaft überzeugen.

Bei den Griechen glänzten die Spielmacher Mike James (19 Punkte, 8/13 FG, 7 Rebounds) und Nick Calathes (16 Punkte, 7/9 FG, 6 Assists).

Maccabi FOX Tel Aviv – ZSKA Moskau 76-80 (46-42)

Die Vorzeichen waren nicht wirklich gut für die Gäste. Das Backcourt-Duo aus De Colo und Teodosic fehlte erneut und Maccabi führte nach dem ersten Viertel mit 31-16. Doch die dezimierten Russen gaben nicht auf und verkürzten bereits zur Halbzeit auf vier Punkte. 10 Minuten vor Schluss stand es nur noch 59-58 und Tel Aviv warf den Sieg am Ende komplett weg, denn die Turnoverzahl war spielentscheidend. Tel Aviv verlor 23-mal den Spalding, die Gäste gaben den Ball nur elfmal aus der Hand.

Topscorer bei Maccabi waren Andrew Goudelock (19 Punkte, 4/7 3PT) und Victor Rudd (16 Punkte, 8 Rebounds).

Bei den Gästen war Cory Higgins mit 16 Punkten bester Punktesammler.

Baskonia Vitoria Gasteiz – FC Barcelona Lassa 65-62 (24-30)

Das Duell der spanischen Teams in der Euroleague. Vor der Saison hätten wohl die Wenigsten gedacht, dass Baskonia zu dieser Zeit vor Barcelona rangiert. Zu Beginn fanden die katalanischen Gäste besser ins Spiel und konnten hielten die Führung bis zur Halbzeit, doch ein gutes drittes Viertel von Baskonia (23-15) brachte sie auf die Siegerstraße. Barcelona hatte sogar Chancen auf den Sieg und zur Overtime, doch die letzten beiden Würfe gingen daneben. Baskonia war an den Brettern besser (44-37 Rebounds) und hatte deswegen auch mehr Wurfversuche auf dem Konto, wovon sie kapital schlugen.

Rodrigue Beaubois (19 Punkte) war der Topscorer der Partie.

Bei den Katalanen waren Ante Tomic (18 Punkte, 7 Rebounds) und Tyrese Rice (15 Punkte, 8 Assists) die auffälligsten Akteure.


Lineup des Spieltags

Backcourt
Luka Doncic: 16 Pts, 3-5 Dreier, 6 Reb, 5 Ast, 3 Stl
Mike James: 19 Pts, 8-13 FG, 7 Reb

Frontcourt
Will Clyburn: 20 Pts, 7 Reb, 2 Stl
Jamel McLean: 16 Pts, 7-10 FG, 9 Reb
Ante Tomic: 18 Pts, 7 Reb, 2 Blk


Topspiel des Spieltags 14

ZSKA Moskau – Fenerbahce Istanbul 79-95 nach OT (41-36, 75-75)

Die Neuauflage des letztjährigen Finals und ZSKA schien auch ohne De Colo lange Zeit alles in Griff zu haben. Nach einem starken 23-13 in Viertel eins kämpften sich die Gäste zurück und verkürzten auf fünf Punkte zur Halbzeit. Nach 30 Minuten stand es nur noch 59-58.

Am Ende des vierten Viertels stellte sich James Augustine nicht clever an, bei 75-72 foulte er (sein 5. Foul) Bobby Dixon beim erfolgreichen Zweier, Dixon traf und Milos Teodosic setzte seinen letzten Wurf daneben. In der Overtime erzielte Dixon 12 Punkte und führte die Gäste zum Sieg, die sich damit für die Finalniederlage von Berlin revanchieren konnten. Moskau hatte mehr als doppelt so viele Turnover wie Fenerbahce (23-11).

Milos Teodosic (21 Punkte, 9 Turnover) war der Topscorer bei ZSKA Moskau.

Bobby Dixon (25 Punkte, 6 Assists, 4 Steals) und Ekpe Udoh (17 Punkte, 11 Rebounds, 5 Blocks) waren die Matchwinner bei Fenerbahce.


Der Rest (#14)

Galatasaray Odeabank Istanbul – Anadolu Efes Istanbul 76-86 (44-38)

Erneut ein Istanbuler Derby in der Euroleague und erneut ein Gästesieg. Dabei kontrollierte Galatasaray die erste Hälfte. Doch die zweite Hälfte gehörte komplett den Gästen, die am Ende sogar ungefährdet gewannen. Efes leistete sich weniger Turnover (19-13), traf besser von Downtown (Galatasaray: 3/21, Efes 6/23) und war deutlich häufiger an der Freiwurflinie (10-22).

Blake Schilb zeigte mit 21 Punkten (10/15 2PT), 8 Rebounds und 5 Assists sein Können. Alex Tyus konnte mit 15 Punkten (7/10 FG) und 13 Rebounds ein Double-Double verbuchen.

Bei den Gästen waren Neuzugang Brandon Paul (19 Punkte, 5 Steals) und Derrick Brown (16 Punkte, 7 Rebounds, 3 Steals) die auffälligsten Akteure.

Roter Stern Belgrad – Real Madrid 82-70 (43-35)

Roter Stern Belgrad schaffte es tatsächlich, alle Viertel für sich zu entscheiden. Doch es gab eine noch viel schlimmere Nachricht für die Spanier, denn Youngster Luka Doncic verletzte sich und konnte nur mit Unterstützung vom Parkett humpeln. Eine Diagnose steht noch aus. Belgrad hatte weniger Turnover (11-15) und eine bessere Dreierquote (Belgrad: 10/25, Real: 8/27), was spielentscheidend war. Jeffery Taylor traf 7/10 3er bei den Madrilenen, der Rest 1/17.

Es wird schon zur Gewohnheit, auch dieses Mal war Marko Simonovic der Topscorer der Serben. Er erzielte 20 Punkte.

Bei den Gästen war Jeffery Taylor mit 25 Punkten Topscorer.

Zalgiris Kaunas – UNICS Kazan 80-88 (46-43)

Kaunas hat es tatsächlich geschafft, den Sieg noch wegzuwerfen. Denn nach drei Vierteln sah es stark nach einem Heimsieg aus (69-58). Mit einem 11-30 im Schlussabschnitt schaffte Kazan noch, das Spiel zu drehen. Die Russen schossen besser aus dem Feld (Kaunas: 25/45 2er, 5/17 3er, Kazan: 22/35 2er, 9/20 3er).

Bei Zalgiris Kaunas war Paulius Jankunas mit 21 Punkten Topscorer.

Keith Langford (26 Punkte, 7/9 2PT), Artsiom Parakhouski (24 Punkte, 10/11 FG) und Quino Colom (15 Punkte, 8 Assists) waren die Sieggaranten.

Brose Bamberg – Olympiakos Piräus 82-68 (48-30)

Das ist die Euroleague! Zwei Tage nach der blamablen Vorstellung in Madrid fegte Bamberg Olympiakos vom Parkett. Die erste Halbzeit war dabei alles andere als spannend. Piräus verkürzte zum Ende des dritten Viertels auf 59-50, doch Bamberg bleib cool, denn Darius Miller (15 Punkte in Q4) hielt die Franken auf der Siegerstraße.

Die Matchwinner aufseiten der Bamberger waren Darius Miller (20 Punkte, 5/9 3PT), Fabien Causeur (17 Punkte, alle in Halbzeit eins) und Nicolo Melli (13 Punkte, 9 Rebounds).

Bei den Griechen war Vassilis Spanoulis mit 15 Punkten bester Punktesammler.

Darüssafaka Dogus Istanbul – Maccabi FOX Tel Aviv 86-84 (31-48)

Maccabi scheint nichts aus den Fehlern zu lernen. Trotz einer komfortablen Führung brachen die Israelis mal wieder ein und gaben einen sicher geglaubten Vorsprung aus der Hand. Mit dem Ende des dritten Viertels verkürzte Darüssafaka auf 58-61 und im letzten Abschnitt kippte das Spiel dann komplett. Die Gastgeber profitierten von ihren vielen Freiwürfen und hatten am Ende deutlich mehr Freebies auf dem Konto als die Gäste (24-13).

Scottie Wilbekin (23 Punkte, 5/9 3PT) und Will Clyburn mit einem Double-Double (20 Punkte, 12 Rebounds) sorgten für den Heimsieg.

Bei den Gästen war Andrew Goudelock mit 23 Punkten (5/6 3PT) und 8 Rebounds auffälligster Akteur. Devin Smith (12 Punkte, 11 Rebounds) konnte ebenfalls ein Double-Double verbuchen.

Panathinaikos Athen – Baskonia Vitoria Gasteiz 69-68 (37-41)

Zu Beginn sah es noch nach einem Feuerwerk aus, doch am Ende war diese Partie sehr defensiv geprägt. Nach einem 27-18 war Panathinaikos auf gutem Wege, doch Baskonia konterte mit einem starken zweiten Viertel und führte zur Halbzeit. Auch vor dem Schlussviertel führten die Basken (55-59). Doch ein defensivstarkes letztes Viertel (14-9) brachte die Griechen auf die Siegerstraße. Entscheidend war dabei auch, dass die Griechen sechs Dreier mehr als die Spanier trafen.

Chris Singleton war mit 23 Punkten (19 in Viertel 1, 6/9 FG) der Topscorer der Partie. Mike James (16 Punkte) und Nick Calathes (14 Punkte, 6 Rebounds, 6 Assists, 4 Steals) halfen ihm dabei.

Bei den Gästen war Tornike Shengelia mit 17 Punkten bester Scorer. Ilimane Diop legte mit je 10 Punkten und Rebounds ein Double-Double auf.

FC Barcelona Lassa – Emporio Armani Mailand 89-75 (49-35)

Mit der siebten EL-Niederlage in Serie dürften die Tage von Mailand-Headcoach Jasmin Repesa gezählt sein. Der FC Barcelona dominierte von Beginn an das Geschehen und gewann des erste Viertel mit 32-19. Bis zum Ende des dritten Viertels waren es sogar 21 Punkte Differenz. Danach schalteten die Katalanen ein paar Gänge zurück. Die Heimmannschaft reboundete besser (35-28) und war in Korbnähe deutlich erfolgreicher (Barcelona: 22/34 2er, Mailand: 20/42 2er).

Überragender Akteur war Ante Tomic mit 19 Punkten (9/10 FG), 6 Rebounds und 5 Assists, Petteri Koponen war von Downtown heiß (15 Punkte, 5/7 3er) und Tyrese Rice erzielte ein Double-Double (10 Punkte, 11 Assists).

Bei den Gästen war Rakim Sanders mit 27 Punkten (10/14 FG) Topscorer.


Lineup des Spieltags

Backcourt
Keith Langford: 26 Pts, 7-9 Zweier, 2 Stl
Bobby Dixon
: 25 Pts, 5-10 Dreier, 6 Ast, 4 Stl

Frontcourt
Ante Tomic: 19 Pts, 9-10 FG, 6 Reb, 5 Ast, 2 Blk
Artsiom Parakhouski
: 24 Pts, 10-11 FG
Ekpe Udoh: 17 Pts, 6-9 FG, 11 Reb, 2 Stl, 5 Blk


Tabellenstand