18 Dezember 2016

18. Dezember, 2016


Der 11. Spieltag der Euroleague war nicht wirklich spannend. Es gab nur zwei enge Spiele, bei den restlichen sechs Partien gab es mehr als 10 Punkte Differenz.

von ENES CAKMAK @EnesCakmak0601

Topspiel der Woche

Panathinaikos Athen – Fenerbahce Istanbul 81-70 (41-37)


Wieder tritt Coach Zeljko Obradovic bei seiner alten Liebe an und wieder verliert er mit Fenerbahce. Von Beginn an war Panathinaikos die bessere Mannschaft und führte bereits nach Viertel eins mit 23-14. Fenerbahce verkürzte bis zur Halbzeit auf vier Punkte, so kam noch einmal Hoffnung auf.

Panathinaikos ließ in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel anbrennen und gewann am Ende mit 11 Punkten. Der Hauptgrund war die Turnoverzahl, denn Panathinaikos gab nur dreimal den Ball aus der Hand, während Fenerbahce 12 Turnover vorzuweise hatte.



16 Punkte, 8 Rebounds, 11 Assists, 5 Steals – Nick Calathes war der Matchwinner dieser Partie. Unterstützung bekam er von Demetris Nichols, der 14 Punkte erzielte.

 Bei Fenerbahce war James Nunnally mit 21 Punkten (8/12 FG) der Einzige, der Normalform erreichte.


Der Rest

UNICS Kazan – Baskonia Vitoria Gasteiz 91-92 (40-43)

Thriller in Kazan, mit dem besseren Ende für die Gäste. Das Spiel war durchgehend auf Augenhöhe, Baskonia führte mit 3 Punkten zur Halbzeit. Kazan glich vor dem Schlussviertel aus und dann gab es eine prickelnde Schlussphase. Sechs Sekunden vor Schluss drückte Shane Larkin einen Dreier zur 88-90 Führung der Gäste ab. Kazan nahm sofort eine Auszeit und Keith Langford konterte mit einem Dreier zum 91-90.

Bei noch drei Sekunden nahm Baskonia eine Auszeit, Tornike Shengelia zog ein Foul, ging an die Freiwurflinie und erzielte den Endstand. Eine letzte Auszeit von Kazan brachte nichts mehr, da Langford seinen letzten Versuch nicht traf. Beide Teams schossen stark aus dem Feld, doch Baskonia war häufiger an der Freiwurflinie (18-25), was ausschlaggebend für den Sieg war.




Keith Langford (28 Punkte, 10/18 FG) und Quino Colom (23 Punkte, 9/15 FG) waren die besten Punktesammler bei Kazan.

 Bei den Gästen konnten vor allem Shane Larkin (22 Punkte, 8/11 FG, 6 Assists) und Tornike Shengelia (19 Zähler, 10/11 FT) dem Spiel ihren Stempel aufdrücken.


Darüssafaka Dogus Istanbul – Real Madrid 81-68 (35-31)

Real war bereits vor dem Spiel schon geschwächt, da Sergio Llull und Anthony Randolph nicht mitwirken konnten. So war zu Beginn nicht klar, welches der beiden Teams als Favorit in die Partie geht. Real lag nach Viertel eins noch knapp in Führung (17-20).

Doch die nächsten drei Viertel gingen an Darüssafaka, das zwischenzeitlich sogar mit 19 Zählern führte. Real kontrollierte die Bretter (30-44), leistete sich aber mehr Ballverluste (6-15) und traf den Dreier deutlich schlechter (Darüssafaka: 9/18, Real: 6/26).




Überragender Akteur war Brad Wanamaker, der 27 Punkte erzielte und 8 seiner 12 Würfe traf. Felipe Reyes (16 Punkte) war der Topscorer bei Real Madrid. 

Zalgiris Kaunas – Olympiakos Piräus 75-88 (40-42)

Nach dem ersten Viertel führte Kaunas noch, bis zum Ende des dritten Viertel (60-63) hielten die Gastgeber sehr gut mit, doch dann war mit Olympiakos nicht mehr zu spaßen. Ein bärenstarkes letztes Viertel (15-25) der Gäste ließ die Partie am Ende deutlicher aussehen, als sie über weite Strecken war. Olympiakos war besser beim Rebounding (34-41) und traf aus dem Zweipunktebereich um einiges besser als Kaunas (Kaunas: 18/45, Olympiakos: 21/39).



Paulius Jankunas (18 Punkte, 7 Rebounds) war einmal mehr der beste Punktesammler beim litauischen Spitzenclub.

 Sechs Gäste-Akteure punkteten zweistellig, Kostas Papanikolaou (5/6 FG) und und Matt Lojeski (8 Rebounds) führten die Griechen mit je 16 Punkten an.


Roter Stern Belgrad – Maccabi FOX Tel Aviv 83-58 (42-24)

Seine Rückkehr nach Belgrad hatte sich Maik Zirbes sicherlich anders vorgestellt. Der ehemalige Euroleague-Champion aus Tel Aviv war über 40 Minuten chancenlos. Belgrad dominierte die Bretter (38-29), Sonny Weems und D. J. Seeley leisteten sich zusammen mehr Ballverluste (13) als Roter Stern (12).

Dazu kam Maccabi nicht ein einziges Mal an die Freiwurflinie, während Belgrad 15 Freebies auf dem Konto hatte. 

Marko Simonovic (14 Punkte, 5/5 2PT) führte die Serben beim Scoring an. Ognjen Kuzmic folgte ihm mit 12 Zählern. 

D. J. Seeley (15 Punkte, 6/8 FG) war der Topscorer der Gäste.


Brose Bamberg – Anadolu Efes Istanbul 91-83 (48-41)

In einem offensiv geprägten Spiel hatten die Bamberger am Ende die Nase vorn. Nach einem knappen ersten Viertel (23-22) konnten die Franken ihre Führung bis zur Pause ausbauen. Im Schlussviertel drohte das Spiel zu kippen, doch ein Vierpunkte-Angriff des Deutschen Meisters entschied die Partie. Entscheidend war, dass die Bamberger aus dem Zweipunktebereich erfolgreicher waren als die Gäste (Bamberg: 27/44, Efes: 22/42).




Das war die beste Partie von Fabien Causeur im Bamberger Jersey. Der Franzose erzielte 28 Punkte (11/14 FG). Unterstützung bekam er von Darius Miller, der auf 17 Zähler kam.



Jayson Granger war mit 23 Punkten der Topscorer der Gäste. Derrick Brown (18 Punkte, 11 Rebounds) konnte ein Double-Double verbuchen.

Galatasaray Istanbul – Emporio Armani Mailand 83-80 (43-32)

Die fünfte Niederlage in Folge für den italienischen Meister! In der ersten Halbzeit dominierten die Istanbuler Löwen die Partie. Doch ein starkes drittes Viertel (19-27) brachte die Mailänder zurück ins Geschäft.


Am Ende hatten die Gäste sogar die Chance auf den Sieg, aber Rakim Sanders setzte vier Sekunden vor Schluss beim Stand von 81-80 seinen Wurf daneben. Galatasaray war häufiger an der Freiwurflinie (14-6) und traf alle Versuche.



Vladimir Micov war mit 23 Punkten (5/8 3PT) Topscorer der Partie. Blake Schilb (17 Zähler, 5 Rebounds, 5 Assists) zeigte, dass er mehr als nur scoren kann.

 Bei den Mailändern waren Rakim Sanders (18 Punkte) und Krunoslav Simon (15 Punkte) die besten Punktesammler.

ZSKA Moskau – FC Barcelona Lassa 92-76 (44-42)

Die erste gute Nachricht für die Moskauer: Milos Teodosic feierte sein Comeback. Die zweite? Der am Ende doch lockere Sieg über die Katalanen. Bereits nach den ersten 10 Minuten führten die Russen mit 24-11 und es sah aus, als hätten die Gäste nicht viel zu melden.

Doch das zweite Viertel gehörte Barcelona und plötzlich waren es nur noch zwei Punkte zwischen diesen Teams. Die zweite Halbzeit ging aber klar an den amtierenden Champion, der den Gästen keine Chance ließ.

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Die Gäste reboundeten besser (22-34), leisteten sich aber auch viel mehr Turnover (14-24). Moskau war erfolgreicher von Downtown (Moskau: 15/23, Barcelona: 11/21).

Dazu waren die Russen viel häufiger an der Freiwurflinie (29-12).

 Cory Higgins (23 Punkte, 8/12 FG, 5 Steals) war der Topscorer. Milos Teodosic (16 Punkte, 11 Assists) meldete sich mit einem Double-Double zurück. Victor Claver (17 Punkte, 5/6 FG) war der Topscorer der Katalanen.


Lineup der Woche

Backcourt
Fabien Causeur: 28 Pts, 11-14 FG, 0 Turnover


Nick Calathes: 16 Pts, 6-11 FG, 8 Reb, 11 Ast, 5 Stl
Brad Wanamaker: 27 Pts, 8-12 FG, 2 Stl

Frontcourt
Vladimir Micov: 23 Pts, 5/8 Dreier, 6 Reb
Tornike Shengelia: 19 Pts, 10-11 FT, 2 Stl


Tabellenstand