12 Dezember 2016

12. Dezember, 2016


Der 11. Spieltag der Euroleague war nicht wirklich spannend. Es gab nur zwei enge Spiele, bei den restlichen sechs Partien gab es mehr als 10 Punkte Differenz.

von ENES CAKMAK @EnesCakmak0601

Topspiel der Woche

Anadolu Efes Istanbul – FC Barcelona Lassa 72-68 (36-28)


Am Ende wurde das Comeback der Katalanen nicht belohnt. Efes erwischte einen guten Start und ging mit 21-15 in die Viertelpause. Bis zur Halbzeit konnte die Führung auf 8 Punkte angehoben werden. Vor den letzten 10 Minuten stand es sogar 54-45 und vieles deutete auf einen Efes-Sieg hin.

Als Barcelona in den Schlussminuten mehrere Dreier nacheinander traf, stand es auf einmal 66-68. Doch die Istanbuler drehten mit einem 6-0-Run in den letzten 15 Sekunden das Spiel.

Bei dieser knappen Partie war entscheidend, dass die Heimmannschaft 9 Freiwürfe mehr hatte als die Gäste. Auch in Korbnähe waren die Türken besser (Efes: 51.4%, Barcelona: 41.7%).



Jayson Granger war mit 16 Punkten der beste Punktesammler bei Efes. 

Tyrese Rice (22 Punkte, 7 Assists) war der Topscorer der Partie.


Der Rest

Maccabi FOX Tel Aviv – Brose Bamberg 70-85 (30-46)

Bamberg kann es also doch noch! Von Beginn an waren die Franken hochkonzentriert. Sie bestimmten das Spiel und führten mit 16-20 nach Viertel eins. Bis zur Halbzeitpause wuchs der Vorsprung auf 16 Zähler.

Zwischenzeitlich waren es im dritten Viertel sogar 21 Punkte Differenz. Als Maccabi zum Ende des dritten Viertels auf 10 Punkte verkürzte, war sogar ein Comeback im Bereich des Möglichen. Doch Bamberg blieb diesmal cool und spielte den Stiefel locker runter.

Obwohl Maccabi häufiger an der Freiwurflinie war (24-5), konnten die Israelis nicht gewinnen. Dies lag an den Wurfquoten, denn Bamberg war sowohl beim Zweier (Maccabi: 42.1%, Bamberg: 58.3%) als auch beim Dreier (Maccabi: 30%, Bamberg: 48.1%) erfolgreicher.



Andrew Goudelock war mit 20 Zählern der beste Scorer der Gastgeber. 

Nicolo Melli war mit 27 Punkten (10/16 FG, 6/8 3PT) und 14 Rebounds der Matchwinner der Bamberger.

Fenerbahce Istanbul – Roter Stern Belgrad 87-72 (41-31)

Fenerbahce bleibt weiterhin in den Top 3. Gegen den Meister der Adrialiga gab es einen ungefährdeten Sieg. Nach einem spannenden ersten Viertel (20-18) erhöhte der amtierende Vizechampion der Euroleague den Druck und führte mit 10 Punkten zur Halbzeit.

Nach Viertel drei (68-50) war die Messe gelesen. Fenerbahce leistete sich zwar 10 Turnover mehr, dafür dominierten die Kanarienvögel die Bretter (38-26) und schossen deutlich besser aus dem Zweier- (Fenerbahce: 69.4%, Belgrad: 41.2%) und Dreierbereich (Fenerbahce: 46.7%, Belgrad: 31.6%).



Ekpe Udoh war mit einer beeindruckenden Statline (15 Punkte, 5/7 FG, 9 Rebounds, 5 Assists, 5 Blocks) der Mann des Abends. Kostas Sloukas (10 Punkte, 9 Assists) verpasste nur knapp ein Double-Double. 

Bei den Gästen war einmal mehr Scharfschütze Marko Simonovic (14 Punkte, 4/6 3PT) Topscorer.


Emporio Armani Mailand – ZSKA Moskau 64-79 (38-36)

Einige Stunden vor der Partie gab es für die Gäste die nächste Hiobsbotschaft. Milos Teodosic muss einige kleinere Verletzungen auskurieren und steht erst wieder im neuen Jahr zur Verfügung.

Somit steigen vor allem die Einsatzminuten von Aaron Jackson und Dmitry Kulagin. Den Gästen fehlten beide Superstars, da auch Nando De Colo einige Wochen außer Gefecht ist.

Bis zur Halbzeit hatte die Heimmannschaft leicht die Nase vorn. Doch ein desaströses drittes Viertel (16-30) wendete das Blatt. Im letzten Viertel (10-13) wurde nicht mehr viel gescort und Moskau fuhr auch mit dieser Truppe den Sieg ein.



Miroslav Raduljica (11 Punkte) war der Topscorer der Gastgeber.

 Aaron Jackson und Dmitry Kulagin waren mit je 14 Zählern die besten Punktesammler der Partie. 


Real Madrid – Zalgiris Kaunas 96-91 (49-49)

Wie kann ein 17-Jähriger nur so abgeklärt und gut sein? Nach zuletzt eher schwächeren Euroleague-Leistungen drehte Ausnahmetalent Luka Doncic gegen Zalgiris Kaunas richtig auf und führte seine Madrilenen zum Sieg.

Real hatte zu Beginn leichte Vorteile, doch Kaunas steckte nie auf, so ging es mit einem Unentschieden in die Halbzeit. Rund 2 Minuten vor Schluss stand es 86-86, dann übernahm Doncic und versenkte zwei Dreier und seine beiden Freiwürfe und tütete den Sieg für Real ein.

Entscheidend war dabei, dass die Madrilenen doppelt so häufig an der Freiwurflinie waren (40-20 Freiwürfe).

17 Punkte (5/8 FG) gehen am Ende auf Luka Doncics Konto.

Gustavo Ayon konnte mit 14 Punkten (5/6 FG) und 3 Steals glänzen.

 Bei Kaunas waren Kevin Pangos (19 Punkte) und Brock Motum mit 17 Zählern die besten Scorer.


Panathinaikos Athen – Galatasaray Odeabank Istanbul 85-58 (39-31)

Was für eine Abreibung! Zur Halbzeit waren es „nur“ 8 Zähler und Galatasaray schien noch eine Chance auf den Sieg zu haben. Doch das dritte Viertel (25-14) war die Vorentscheidung.

Im letzten Viertel konnte der griechische Rekordmeister seinen Vorsprung sogar ausbauen. Während Panathinaikos starke 65.1% (28/43) der Zweier versenkte, traf Galatasaray nur 35.2% (19/54) aus der Nah- und Mitteldistanz.



Was für eine starke Teamleistung! Gleich drei Spieler (K. C. Rivers, Nick Calathes, Kenny Gabriel) kamen auf je 14 Punkte, dazu erzielten Chris Singleton und Mike James je 13 Zähler. 

Bei den Löwen aus Istanbul war Blake Schilb mit 15 Punkten der Einzige mit einer zweistelligen Punktausbeute.

Olympiakos Piräus – UNICS Kazan 88-59 (43-28)

Blowout! Auch diese Partie war zu keiner Zeit spannend. Olympiakos ergriff von Beginn an die Initiative und zerstörte Kazan. Bei der Heimmannschaft wurden alle 12 Spiele und 11 davon spielten mindestens 11 Minuten. Olympiakos war häufiger an der Freiwurflinie (24-11), holte mehr Rebounds (41-30) und leistete sich auch nur halb so viele Ballverluste (10-20). 



Matt Lojeski und Erick Green (6/7 2PT) waren mit jeweils 15 Punkten die Topscorer bei Olympiakos.

Keith Langford (25 Punkte) war wie gewohnt der beste Punktesammler bei UNICS Kazan. 


Baskonia Vitoria Gasteiz – Darüssafaka Dogus Istanbul 73-52 (37-19)

Auch diese Partie war zu keiner Zeit spannend. Baskonia brauchte nicht mal eine gute Offense, um die Türken zu schlagen. Eine gute Defense und starke Arbeit am Brett (53-32 Rebounds) reichten zum Sieg. So fiel nicht einmal Andrea Bargnanis Fehlen auf.

Marcus Slaughter fehlt an allen Ecken und Enden bei Darüssafaka. Ohne ihn ist keine Zonenpräsenz vorhanden. Auch seine guten Screens werden schmerzlich vermisst. Darüssafaka schloss mit traurigen 28.9% (11/38) aus dem Zweierbereich ab.



Shane Larkin war mit 15 Zählern Topscorer der Partie. Johannes Voigtmann schrammte mit 10 Punkten und 9 Rebounds knapp am Double-Double vorbei.

 Bei den Gästen war James Anderson mit 11 Punkten der einzige Akteur mit einer zweistelligen Punktausbeute.



Lineup der Woche

Backcourt

Luka Doncic: 17 Pts, 5-8 FG, 3-5 Dreier, 4 Ast, 2 Stl
Erick Green: 15 Pts, 5 Reb, 2 Stl

Frontcourt
Chris Singleton: 13 Pts, 7 Reb, 3 Stl


Nicolo Melli: 27 Pts, 10-16 FG, 6-8 Dreier, 14 Reb
Ekpe Udoh: 15 Pts,  5-7 FG, 9 Reb, 5 Ast, 5 Blk


Tabellenstand