05 Dezember 2016

5. Dezember, 2016


Ein Drittel der regulären Euroleague-Saison 2016/17 ist in den Büchern. NBACHEF hat auch in dieser Woche für euch alle Highlights, News und Ergebnisse aus der zweibesten Liga der Welt.

von ENES CAKMAK @EnesCakmak0601

Topspiel der Woche

Fenerbahce Istanbul – Real Madrid 78-77 (39-40)


Mittlerweile ein Klassiker. In den letzten Jahren gab es sehr häufig dieses Aufeinandertreffen und auch diesmal wurde mit Spannung gewartet und wieder einmal gab es einen Thriller, an den sich vor allem Jaycee Carroll ungern erinnern wird.

Fenerbahce startete besser in die Partie und hatte nach 10 Minuten eine 23-19-Führung. Real hatte im zweiten Abschnitt die Nase vorn und führte mit einem Punkt Vorsprung zur Halbzeit. Im dritten Viertel hatten die Istanbuler leichte Vorteile, mit einem 57-57 ging es in das letzte Viertel.

27 Sekunden vor Schluss führte Real nach zwei Freiwürfen von Sergio Llull mit 75-77. 17 Sekunden vor Schluss glich Bobby Dixon aus. Den letzten Wurf der Madrilenen setzte Llull daneben und dann kam der Blackout von Carroll.


Der Scharfschütze der Madrilenen vergaß, dass Madrid die Teamfoulgrenze erreicht hatte und foulte James Nunnally, der einen Freiwurf traf und den zweiten danebensetzte, so dass Carroll gleich nach dem Rebound abfeuern musste und das Ziel deutlich verfehlte. Sieg für Fenerbahce!



Endlich mag man schon sagen, endlich hat James Nunnally (18 Punkte) geliefert. Unterstützung bekam er vor allem von Ekpe Udoh (14 Punkte, 10 Rebounds).

 Bei den Gästen war Anthony Randolph (16 Punkte, 6-6 FG, 4-4 Dreier) bester Werfer.



Der Rest

Brose Bamberg – ZSKA Moskau 88-90 (30-41)

Wer eine Halbzeit komplett verschläft und in diesen 20 Minuten 14 Turnover auf seinem Konto hat, der braucht sich nicht wundern, dass es gegen ZSKA Moskau verliert. Die Bamberger verpennten das halbe Spiel, starteten erst nach der Pause eine Aufholjagd.

Vor dem Schlussabschnitt betrug der Moskauer Vorsprung nur noch drei Zähler. Nach einem diskussionswürdigen Foul von Milos Teodosic glich Janis Strelnieks mit zwei Freiwürfen aus. Daraufhin wurde Teodosic beim Korbleger von Daniel Theis geblockt.


Bei noch 1.7 Sekunden durfte Moskau noch einmal einwerfen - Vitaly Fridzon buzzerte unbedrängt einen Mitteldistanzwurf zum Sieg. Bamberg hatte eine traumhafte Wurfquote (59.6% FG, 52.6% Dreier), doch Moskau warf 17 Mal häufiger aus dem Feld, was vor allem auch an den vielen Bamberger Turnovern (16) lag.



Nicolo Mellis 26 Punkte waren nicht genug. Daniel Theis (19 Punkte, 9 Rebounds) schrammte knapp an einem 20/10-Game vorbei.

 Und Moskau? Der EL-Sieger hatte 'Magic Milos'. Teodosic spielte mit 31 Punkten (7-13 Dreier) und 8 Assists den Alleinunterhalter.


UNICS Kazan – Emporio Armani Mailand 100-79 (57-43)

Ein Blowout, obwohl es nach drei Viertel nicht ansatzweise danach aussah! Von Beginn an dominierte Kazan die Partie und war vor allem offensiv überhaupt nicht zu stoppen. So ging es schon mit plus-11 in die erste Viertelpause.

Dieser Vorsprung wurde zur Halbzeitpause sogar erhöht. Die Mailänder kamen deutlich besser aus dem Locker Room und verkürzten auf 73-69 vor dem Schlussabschnitt. Dann kam das inakzeptable letzte Viertel des italienischen Meisters, das für einen Kantersieg der Russen sorgte, die den Gästen am Brett (38-23 Boards) keine Chance ließen. Dazu traf Kazan 75% der Zweipunktewürfe.




Keith Langford schenkte seiner Ex-Truppe 25 Zähler ein. Vadim Panin (18 Punkte) und Artsiom Parakohouski (16) setzten fast keinen Wurf daneben. Dazu führte Quino Colom mit 12 Assists seine Offense in überragender Manier an. 

Bei den Mailändern war Jamel McLean mit 16 Punkten Topscorer.

Maccabi FOX Tel Aviv – Anadolu Efes Istanbul 77-86 (40-47)

Efes macht immer mehr auf sich aufmerksam und redet langsam aber sicher ein Wörtchen mit im Kampf um die Viertelfinaltickets. Beim schweren Auswärtsspiel in Tel Aviv legten die Türken nach ausgeglichenem ersten Viertel einen Zahn zu und führten zur Halbzeit mit sieben, ehe Maccabi ausglich (63-63).

Das Schlussviertel ging an Efes, das gut verteidigte und offensiv vieles richtig machte. Die Turnover waren in dieser Partie entscheidend. Während Efes 13 Mal den Spalding aus der Hand gab, verlor ihn Maccabi ganze 21 Mal.



Devin Smith und Maik Zirbes (6-7 FG) waren mit je 13 Punkten die besten Scorer beim israelischen Spitzenclub. 

Bei den Gästen waren Derrick Brown (22 Punkte, 12 Rebounds) und Tyler Honeycutt (21 Punkte, 8 Rebounds, 5 Assists, 3 Steals) nicht aufzuhalten.


Darüssafaka Dogus Istanbul – Olympiakos Piräus 71-77 (34-43)

Das war auch eines der Topspiele der Woche. Doch Darüssafaka verschlief vor allem in der Defense die erste Halbzeit. Das Fehlen von Marcus Slaughter machte sich deutlich bemerkbar. Auch offensiv war Instanbul in Korbnähe zu keiner Zeit präsent.

Olympiakos konnte daraus Kapital schlagen und schaukelte die in der ersten Halbzeit herausgearbeitete Führung nach Hause. Darüssafaka traf zwar den Dreier sehr gut (60%), dafür war die Quote in Korbnähe nicht akzeptabel (43.5%).


Olympiakos war in der Hinsicht um einiges besser (54.8%), was mitentscheidend für den Sieg war.

 Einmal mehr war Will Clyburn (21 Punkte, 9-16 FG) bester Punktesammler von Darüssafaka. 

Bei Olympiakos waren Georgios Printezis und Matt Lojeski mit je 15 Punkten die Topscorer.


Roter Stern Belgrad – Zalgiris Kaunas 79-88 (44-42)

In dieser Partie gab es nur ein knappes Viertel, die anderen endeten mit acht oder mehr Punkten Differenz. Kaunas erwischte einen guten Start und führte mit 16-24 nach zehn Minuten, doch Roter Stern drehte auf und ging mit einer Führung in die Pause.

Vor dem Schlussabschnitt stand es 66-66. Dort waren die Gäste aus Kaunas abgezockter, verteidigten stark und konnten somit den Sieg einfahren.

 Milko Bjelica war mit 19 Punkten der Topscorer bei Belgrad. Marko Simonovic und Nemanja Dangubic mit je 16 Zählern sowie Nate Wolters (15) schossen effektiv aus dem Feld.

 Die Hauptverantwortlichen für den Sieg waren Antanas Kavaliauskas (20 Punkte) und Arturas Milaknis (19 Punkte, 5 von 6 Dreier).

FC Barcelona Lassa – Panathinaikos Athen 72-57 (36-31)

Defense made by Bartzokas! Nach einem 19-19 im ersten Viertel zog der FC Barcelona vor allem defensiv an und ließ im zweiten Viertel nur 12 Zähler zu. Im dritten Viertel wurde defensiv noch ein Gang hochgeschaltet, Athen kam nur auf neun Punkte.


Das 57-40 nach drei Vierteln war in diesem Game die Vorentscheidung. Panathinaikos konnte nur noch leicht verkürzen. Barcelona holte mehr Rebounds (plus-10) und versenkte den Dreier wesentlich besser (43.5% gegenüber 15.4% bei Panathinaikos).



Ante Tomic war mit 16 Punkten Topscorer der Katalanen. Aleksandar Vezenkov steuerte 12 Punkte in knapp 16 Minuten bei. 

Bei den Gästen waren Nick Calathes und James Feldeine (je 13) die besten Scorer.


Baskonia Vitoria Gasteiz – Galatasaray Odeabank Istanbul 69-62 (36-32)

Diese Partie war definitiv harte Kost, mit vielen Höhen und Tiefen beider Mannschaften. Baskonia startete wie die Feuerwehr und führte mit 22-9 nach Viertel eins. Doch zur Pause waren es nur noch vier Punkte, weil Galatasaray endlich Würfe traf.


In der zweiten Halbzeit führte Baskonia durchgehend, doch Galatasaray steckte nie zurück und hatte lange Siegchancen, bi Rodrigue Beaubois mit zwei Layups die Hoffnungen der Türken beendete, die 13 Rebounds weniger holten (49-36) und ihr Glück von Downtown erzwingen wollten (17.2%).



Ein für seine Verhältnisse effektiver Beaubois (5-9 FG) und Johannes Voigtmann waren mit je 13 Punkten Topscorer.

 Bei den Gästen waren Blake Schilb und Tibor Pleiß (11 Rebounds, 4 Blocks) die besten Spieler auf dem Parkett.



Lineup der Woche

Backcourt
Milos Teodosic: 31 Pts (7-13 Dreier), 8 Ast
Keith Langford: 25 Pts (7-10 Zweier)

Frontcourt

Derrick Brown: 22 Pts (7-12 FG, 2-2 Dreier), 12 Reb, 2 Stl, 1 Blk
Tyler Honeycutt: 21 Pts, 8 Reb, 5 Ast, 3 Stl, 1 Blk
Nicolo Melli: 26 Pts (8-10 FG, 3-4 Dreier, 7-8 FT), 5 Reb, 3 Blk


Tabellenstand