04 November 2016

4. November, 2016


von SEB DUMITRU @nbachefkoch

Die Basketball-Welt starrte gebannt auf das erste Aufeinandertreffen zwischen Golden States Kevin Durant und seinem alten Team Oklahoma City. Was als unterhaltsames Geplänkel mit subtilen Spitzen und einer ausgeglichenen Anfangsphase begann, verkam rapide zum lodernden KD-Inferno.

Der ex-MVP schenkte seinem ex-Klub 39 Punkte bei verheerenden 63% aus dem Feld ein - davon 29 in Halbzeit eins. Sieben Dreier, einer heat-checkiger als der andere, Drives, Dunks, Post-Ups... 'Durantula' zeigte eindrucksvoll, warum er der mit Abstand beste Scorer dieser Generation ist.

Alles, was während und nach seiner dominanten One-Man-Show passierte - der Trash Talk, die Seitenhiebe, die fröhlichen Jubeleinheiten mit seinen Mitspielern - erinnerten uns alle daran, dass nicht alles cool ist zwischen Golden State und Oklahoma City. Das sollte es auch auf keinen Fall sein.

Durant kehrte im Juli seinem bisher einzigen NBA-Klub den Rücken, um weiter westlich in Kalifornien zu wachsen - als Mensch und Basketballspieler. Das war sein gutes Recht als Unrestricted Free Agent. Und es hätte eigentlich nur seine Entscheidung sein sollen.

Dass so viele Außenstehende, darunter ex-Kollegen wie Enes Kanter (drei Minuten Einsatzzeit gestern) und Russell Westbrook (elf von 15 verpassten Würfen, sechs Ballverluste) ihn seither nonstop kritisierten, hat sicherlich an ihm genagt. Die beste Antwort auf all das Geschwafel? Das kleine Meisterwerk gestern in Golden State.