04 Oktober 2016

04. Oktober, 2016


*FAXBERICHT ANFANG* I’m back! *FAXBERICHT ENDE*

von ANNOHAAK @kemperboyd

Impossible is nothing!
Kevin Garnett hätte 2016 den Krebspatienten unter den Offseasons genannt. Und er hätte das als Beschimpfung gemeint. Da Kid im Manne hört auch noch auf und mit ihm der Spass, der die 90er waren. Damals, als Apprentices noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit Ehefrauersatzfunktionen für den Präsidenten übernahmen statt im Fernsehen vom Präsidenten gecastet zu werden…

Es war eine liebliche Zeit. Lycos war die größte Suchmaschine, Zuckerberg auf der High School und Garnett, Kobe, Duncan, Dirk und Carter kamen in aufeinanderfolgenden Jahren in eine w-lan-freie Liga, die Zonendeckung verbot, damit MJ nicht beim Posterboy werden gestört wurde. O tempora, o mores! Jetzt halten Truth, Vinsanity und Irk als letzte Mohikaner des Eurodancejahrzehnts die Flagge hoch.

Mit Garnett geht das Scharnier zwischen dieser Zeit und der Gegenwart. Das spindeldürre Wurfwunder von 2,11 Metern war seiner Zeit voraus, um am Ende von ihr überholt zu werden. Kaum auszudenken, was der Mann für eine Russell’sche Ringsammlung hätte anlegen können, hätte er den Dreier trainiert und einen halbwegs NBA-tauglichen Center an die Seite gestellt bekommen.


Doc Moron!
Der Armani Pat ist ja ein grundsätzlich verabscheuungswürdiger Kapitalist und Geschäftemacher. Die Familie, von der er stets schwadroniert, ist in Wahrheit nur die Famiglia, die Füße einbetoniert. Doch Gott sei Dank ist das weltweite Netz am Start, um Aufklärungsarbeit zu leisten.

Das Blöde ist, dass die Welterklärer offenkundig Blutverdünner direkt ins ZNS injizieren. Was nichts daran ändert, dass die Verschwörungstheoretiker vom Dienst eine Analyse mit wissenschaftlichem Anspruch über die Krankenakte von Chris Bosh schreiben können. Ohne sie gelesen zu haben versteht sich.

Don Riley hat also ein Ärzteteam bezahlt, um einen spielfähigen All NBA Teamer kaputt zu schreiben. Dass ein fitter Dino selbst in Sam Hinkies Welt ein trade Asset mit hohem Marktwert wäre, ist ein störendes, gleichwohl nicht unüberwindliches Detail. Es ist klarer als Brühe und gerippte Mikrofone zusammen: Riley hat Bosh verraten und verkauft. Nur um im März 25 Mio. $ zu sparen! Beweisstück A: Dwyane Wade. Beweisführung abgeschlossen. Sound legit? Yeah! Wie kann man das nicht sehen?


Pech
Ben Simmons hat Pech gehabt. Die 76ers nicht. Nicht mehr als andere Franchises jedenfalls. Fakten sind herzlos. Klingt also shice, ist aber so. Wer glaubt, das Schicksal spucke den hart neu aufbauenden Champs of dreinachtzig unbarmherzig ins Gesicht, hat ein Kurzzeitgedächtnis mit Lücken, größer als das Sommerloch, das Kevin Garnetts Rücktritt füllte.

Noel hat man krank gedrafted bzw. am Draft Tag ertauscht. Embiid war nur deshalb an drei zu kriegen, weil er kaputt war. Das zweite verpasste Jahr subsumiere ich mit ein wenig Kreativität im Sinne meiner eigenen These wieder unter Pech.

Insofern muss einem die Verletzung von Simmons für Simmons leid tun. Die Fans sind ohnehin bedauernswert, weil sie sich den „Prozess“ ausgesucht haben wie Jörg Kachelmann seinen. Die Franchise selbst wusste, was sie tat. Und hatte Pech. Der erste Facebookkommentar mit #comebackstronger gewinnt ein gefrorenes Käsesteak.


Sommer Awards
Es war lange warm. Die Summer League war kurz. Zeit für Preise.

Der Interview-MVP: Derrick Rose. Nennen wir ihn den Kanye-und-Kim-Award. Die aus einem Satz bestehende Laudatio kann dann nur heißen „You can’t say, that s**t ain’t funny“.

Offensive player of the year: Dwyane Wade. Rondo ist der beste Point Guard mit dem er je gespielt hat? Der Preis heißt Mario-Chalmers-Statue. *Unterlippe zittert*

Rookie of the year: Der neue CBA. Evan Turner kriegt 70 Mio. garantiert, Lance Stephenson 100k. Wenn Du was Faires willst, kauf Dir ein Schiff. (ich finde allein raus)

PS: JR Smith-Oben-ohne-Witze sind abgestandener als Kevin Garnett.


Fundstück der Woche des Sommers
Kunstinstallation. I proudly present: KGs Faust als KG, TD und KB24, Tim Duncans Hinterkopf als unser aller Sommer 2016. Keep ballin‘!