13 Juli 2016

13. Juli, 2016


von PETER DREWS @PeterDrews1990

Wer ist neu?
Gleich drei neue Spieler fanden den Weg nach Salt Lake City. Die größte Baustelle im Kader wurde kurz vor dem Draft per Trade geschlossen. In einem Drei-Team-Trade kam Point Guard George Hill von den Indiana Pacers in den Mormonenstaat. Dies ließen sich die Jazz ihren 12. Pick im Draft 2016 kosten. 

Mit Hill bekommen die Jazz einen guten Verteidiger, der auch in der Offensive seine Würfe konstant trifft. Lediglich im Spielaufbau zeigt er gelegentlich Schwächen. Zudem bringt Hill zahlreiche Playoff Serien als Erfahrung mit ins Team und kann als Mentor dem von seinem Kreuzbandriss zurückkehrenden Dante Exum weiterhelfen.

A photo posted by Utah Jazz (@utahjazz) on

Über die Free Agency konnte Utah womöglich einen echten Steal landen. Der siebenfache All-Star Joe Johnson unterschreibt einen Vertrag über zwei Jahre, der ihm rund 22 Millionen Dollar einbringt.

Der 35 Jahre alte Shooting Guard verfügt über sehr viel Erfahrung, kann die Second Unit von der Bank aus anführen und auf mehreren Positionen eingesetzt wurden. Ebenfalls wird er seine Fähigkeiten als Scorer einbringen und somit die schwache Offensive beleben. 

Zu guter Letzt wird ein weiterer Franzose den Frontcourt verstärken und demnächst an der Seite von Rudy Gobert spielen. Für einen Zweitrundenpick, Cash und die Rechte an Olivier Hanlan, konnte sich Utah die Dienste von Boris Diaw sichern. 

Mit dem Franzosen bekommt Utah einen Big Man mit 13 Jahren NBA Erfahrung, der in der Offensive durch ein variables Skillset beeindrucken kann. Der Power Forward ist zudem sehr gut in der Lage, in einer Small Ball Formation gegen die großen Jungs auf der Fünf anzugreifen und zu verteidigen. Diaw zählt obendrein zu den besten Teamkollegen im Basketball.

Wer ist weg?
Um Platz zu machen, musste Trey Burke das Team verlassen. Der junge Point Guard wurde für einen Zweitrundenpick in die Hauptstadt zu den Washington Wizards verschifft. Burke spielte im Jersey der Jazz zuletzt als Mikrowelle von der Bank. Leider hat er sich in den letzten Jahren kaum weiterentwickelt, seine Defense ist in vielen Fällen der eines NBA Spielers nicht würdig.

Schmerzlicher ist der Verlust von Trevor Booker. Der Free Agent bekam vom Front Office kein neues Angebot und spielt in Zukunft für die Brooklyn Nets. Mit Booker verlieren die Jazz einen Spieler, der basketballarisch sicher limitiert ist, allerdings durch seine athletischen und kämpferischen Fähigkeiten beeindruckt und eine Menge Energie von der Bank bringt.

Wer kommt zurück?
Bei Shelvin Mack wurde die Team Option gezogen, er schnürt auch im kommenden Jahr seine Sneaker für das Team vom Salt Lake. Mack kam im vergangen Februar für einen Second Round Pick aus Atlanta und konnte die schwächelnde Jazz-Offensive nach dem All-Star Break beleben. In seiner neuen Rolle als Reservist ist Mack perfekt aufgehoben.


Was fehlt noch?
Der Start der Saison! Wenn man über die Gewinner des Sommers spricht, darf die Franchise aus Salt Lake City nicht ungenannt bleiben. Coach Quin Snyder hatte bereits in den beiden letzten Jahren eine der jüngsten und talentiertesten Mannschaften zusammen und brachte ihr viel bei.

Durch die Additionen in diesem Sommer stellt der Klub seinen jungen Spielern gleich drei Veteranen mit Playoff-Erfahrung an die Seite, von denen die Youngster Tag für Tag eine Menge lernen können.

Bis zum Start der Saison muss Utah allerdings im Backcourt noch ein paar Deals einfädeln. Mit Hill, Exum, Mack und Raul Neto stehen gleich vier Point Guards für kommende Saison unter Vertrag.