14 Juni 2016

14. Juni, 2016


Die alte Rookie-Garde eben erst ausgezeichnet, steht eine brandneue bereits in den Startlöchern. Am 23. Juni geht für weitere 60 Youngster ein Lebenstraum in Erfüllung, wenn sie Commissioner Adam Silver in der NBA willkommen heißt. Wir behalten eine unserer liebsten Traditionen hier bei NBACHEF bei und checken im Vorfeld alle Talente dieses Jahrgangs... in unseren patentierten Draft Spotlights.

von AXEL BABST @CoachBabst

In der Regel ranken sich die Assoziationen mit Basketball eng um eine überdurchschnittlich ausgeprägte Körpergröße mit Tendenz zur Riesenhaftigkeit. Dass gerade mit Stephen Curry ein eher schmächtiger Vertreter die NBA dominiert, macht jedoch vielen jungen Spielern, die nicht mit einer atemberaubenden Athletik oder den nötigen Zentimetern ausgestattet sind, Hoffnung auf eine Karriere in der NBA. Ähnlich wird es Tyler Ulis gehen, der der leichteste Spieler der Draftclass ist und wegen seiner geringen Körpergröße bei GMs und Draft Experten Zweifel im Hinblick auf seine NBA Tauglichkeit aufkommen lässt.

Doch das ist für Ulis eigentlich nichts neues. Als er 2014 den Campus in Kentucky betrat, sprach kaum jemand über den kleinen Point Guard. Die Schlagzeilen bekamen die großen Jungs am Brett. Karl-Anthony Towns, Willie Cauley-Stein und auch ein Trey Lyles bekamen mehr Beachtung als Freshman Guard Ulis. Zudem schien das Team so übermächtig zu sein, dass es pathetisch gewesen wäre, einzelne Individuen hervorheben zu wollen.

Auf der Jagd nach der perfekten 40-0-Saison und der besten Verteidigungsleistung der NCAA schien den Wildcats zunächst niemand das Wasser reichen zu können. Doch mit Beginn der Conference Saison leisteten sich die Wildcats eine Schwächephase und plötzlich waren sie auf mittelschwere Heldentaten ihres Kleinsten angewiesen. Gegen Texas A&M machte Ulis mit einem entscheidenden Distanzwurf in der zweiten Verlängerung auf sich aufmerksam und war der Hauptgrund, dass Kentucky haarscharf einer enttäuschenden Niederlage entgehen konnte.

In erster Linie hatte Ulis jedoch die Aufgabe, sich an die Fersen des gegnerischen Aufbauspielers zu heften und bei jeder Ballberührung und jedem Dribbling die pure Paranoia auszulösen. Kaum ein Spieler konnte am Perimeter derartigen Druck ausüben und den Gegenspieler zu einem überhasteten Drive zu zwingen. Damit spielte er den Jagdhund für die Sevenfooter in der Zone, die die erschöpfte Beute nur noch sorgsam einsammeln mussten und ihre Blockstatistiken aufbessern konnten.

Nach der Völkerwanderung im vergangenen Sommer, bei der bis auf Ulis nur noch Marcus Lee und verletzungsbedingt Alex Poythress nach Kentucky zurückkehrten, während der Rest zum Großteil in der ersten Runde des Drafts gezogen wurde, musste Ulis plötzlich die Rolle des Anführers übernehmen. Gemeinsam mit den Freshmen Jamal Murray und Isaiah Briscoe sollte Ulis das stärkste Backcourt Trio der NCAA formen. Auch von Skal Labissiere wurden Wunderdinge erwartet und der Hype schien kein Ende zu nehmen.


Doch bis auf Murray konnte keine andere Wildkatze regelmäßig Unterstützung für Ulis liefern. Entsprechend konnte Kentucky bei weitem nicht dominant auftreten, wie noch in den Vorjahren. Umso höher sind Ulis' Leistungen zu bewerten. Gegen Kansas spielte er so stark, dass er Bill Self dazu zwang eine Junkdefense praktizieren zu lassen. Gegen South Carolina flog Coach Cal nach wenigen Minuten aus der Halle.

Anschließend übernahm Ulis das alleinige Kommando in der Offense, während sich die Assistant Coaches um die Defense kümmerten. Coach Ulis sorgte dafür, dass die Offensivmaschinerie den Gegner förmlich überrollte. Auch wenn individuelle Awards immer mit Vorsicht zu genießen sind, ist es zudem eine bemerkenswerte Errungenschaft, dass Ulis sowohl zum besten Spieler als auch zum besten Verteidiger der SEC gewählt wurde. An der Niederlage gegen Indiana im NCAA Tournament konnte Ulis auf sich allein gestellt jedoch wenig ausrichten.

Um die Nachteile, die eine Körpergröße von 1,78m mit sich bringt, auszugleichen, sind hohe Einsatzbereitschaft und Spielintelligenz eine notwendige Bedingung. Ulis kann getrost als der smarteste Spieler des diesjährigen Draftjahrgangs bezeichnet werden. Ihm unterlaufen nur sehr selten Fehler. Umso öfter trifft Ulis die beste aller möglichen Entscheidungen.

Das gilt speziell für das Pick & Roll. In seiner Lieblingsdisziplin blüht der quirlige Point Guard auf und zeigt sein gesamtes Arsenal, das ihm zur Verfügung steht. Seine größten Waffen sind seine Courtvision, sein Gefühl für Situation und Gegenspieler sowie sein guter Pullup Jumper. Durch seine tiefen Dribblings und seinen tiefen Körperschwerpunkt ist es unmöglich, den Aufbauspieler vom Ball zu trennen. Gerade langsame Bigs attackiert Ulis gerne mal, wenn sie zum Beispiel versuchen, ihn durch aggressives Doppeln vom Ball zu trennen.

Zudem behält Ulis stets den Kopf oben und ist prinzipiell jedem seiner Mitspieler den Ball zukommen zu lassen. Bemerkenswert ist, dass ihm jederzeit bewusst ist, für welchen Mitspieler die Situation konzipiert ist und diesen im Fokus behält. Kommt eine Hilfe und nimmt diese Option weg, erkennt Ulis sehr schnell, wo der freie Mitspieler steht und passt diesem den Ball. Sinken die Gegenspieler ab, kann Ulis entweder den Zug in die Zone antreten oder aus der Mitteldistanz abdrücken. Auch der Dreier fällt regelmäßig.
 
Selbst wenn das Pick & Roll nicht wie gewünscht funktionieren sollte, gerät Ulis nicht in Panik und ist ein Meister der Neuorganisation und Improvisation. Nicht selten wirkte es in der vergangenen Saison, als hätte Kentucky einen Headcoach auf dem Spielfeld stehen.


In erster Linie versucht Ulis, seine Mitspieler in Szene zu setzen. Da er das gesamte Spielfeld überblickt und verschiedene Passtechniken auf Lager hat, kann jeder seiner Teamkameraden mit dem Anspiel rechnen. Besonders bei Pocket Pässen auf den rollenden Big hat sich Ulis zu einem echten Spezialisten entwickelt.

Beeindruckend ist jedoch, dass Ulis immer genau die richtigen Passsorte für den entsprechenden Mitspieler im Kopf hatte. Springer Marcus Lee und auch Big Skal Labissiere wurden vor allem mit Lobs gefüttert, Alex Poythress konnte die angesprochenen Pocket Pässe verwerten und die Shooter Jamal Murray und Derek Willis konnte sich auf präzise Kickouts auf die Weakside freuen.

Gerade das Talent, in die Zone zu penetrieren und die Aufmerksamkeit der Verteidigung auf sich zu ziehen, ist eine seiner größten Qualitäten, da er dadurch den Schützen an der Dreierlinie viel Platz verschafft. Im Video ist Willis in den letzten drei Szenen der Profiteur solcher Drives. Faszinierend sind Ulis' Kickbacks, bei denen er mit vollem Tempo zum Korb zieht, Willis in seinem Rücken aber noch sieht und ihn mit einem harten Pass versorgt.

Ulis ist jedoch kein reiner Pass First Guard, auch wenn er die Rolle als Floor General bevorzugt. Ulis liest die Defense gut und kann daher auch selber als Scorer in Erscheinung treten. Lässt die Defense ihm zu viel Platz am Block, geht Ulis schnell hoch und versenkt den Distanzwurf. Aus dem Dribbling ist sein Dreier relativ sicher.

Ulis versteift sich jedoch nicht auf seinen Wurf, sondern kann mit geschickten Look-Aways oder Hesitations die Defense düpieren und zum Korb ziehen. In der Zone ist Ulis keineswegs blauäugig und nutzt so viele Fakes, bis alle Verteidger in der Luft sind und er entweder das Foul ziehen oder sich an ihnen vorbeiwinden kann.


Gerade die ersten drei Pick & Rolls zeigen schon sein großes Spektrum. Den Duke Bigs gelingt es beide Male nicht, den Split zu verhindern, weshalb Ulis freie Bahn zum Korb hat und dort geschickt abschließt. Um einen solchen Split zu verhindern versucht LSU Big Malone in der dritten Sequenz abzusinken und Ulis dadurch den Drive wegzunehmen. Ulis erkennt den Plan jedoch sofort und nimmt den Dreier.

Auch die Szenen aus dem Georgia Spiel sind interessant. Zunächst liest Ulis, dass sein direkter Gegenspieler nur auf den Blocksteller achtet und sich schon überlegt, wie er über den Block gehen soll. Als Reaktion nutzt Ulis den Screen nicht, nimmt stattdessen nach einem Crossover Tempo auf und zieht furchtlos zum Brett. In der zweiten Situationen switcht Georgia das Pick & Roll. Da Ulis das nicht direkt attackieren kann, lockt er den Big Man weit heraus und hat anschließend keine Probleme, ihn zu schlagen und trotz Kontakt zu finishen.

Abseits vom klassischen Blocken & Abrollen kann Ulis jedoch auch und vor allem das Zepter in die Hand nehmen. Aus verlorenen Ballbesitzen und Angriffen holt Ulis durch individuelle Stärke, Kreativität und hohe Spielintelligenz oft noch das Optimum heraus und sorgt für einfache Punkte aus dem nichts. 

In seiner Rolle als Spiritus Rector gewann Ulis seiner Mannschaft in der vergangenen Saison so manches Spiel, weil er die Offense an sich riss und das Team im Alleingang durch schwierige Phasen führte.


Die erste Szene ist bezeichnend für Ulis' Qualität, die Aufmerksamkeit aller auf sich zu ziehen und trotz der heranstürmenden Verteidiger einen kühlen Kopf zu bewahren, um die richtigen Entscheidung zu treffen. Vier Blue Devils sind in Alarmbereitschaft und wollen Ulis verteidgen innerhalb von gerade mal drei Sekunden. Auch der fünfte Verteidiger Grayson Allen hat nur Augen für Ulis und ist daher nicht in der Lage, dessen Durchstecker abzufangen.

In einem der Clips gegen LSU zeigt Ulis zudem, wie gerne er Handoff Fakes nutzt und damit gleich zwei Verteidiger mit einer einzigen Aktion narrt. Auch seine Abschlüsse sind alles andere als einfach und beweisen, wie wendig und wie kontrolliert der Guard in seinen Bewegungen ist.

Am Wurf des Sophomores gibt es ebenfalls wenig auszusetzen. In Sachen Midrange/Pullup Game kann Ulis durchaus von sich behaupten, dass er darin der beste seines Jahrgangs ist. Trotz seiner geringen Größe braucht Ulis nicht viel Platz, um seinen Wurf abschicken zu können. Sein schneller Release und die perfekte Abstimmung der Bewegungen vom Einleiten des Stepbacks/letzten Dribblings bis hin zum Abklappen des Handgelenks sind dafür ausschlaggebend.


Die Balance des Playmakers ist bei nahezu jedem Wurf ausgewogen, was keine Selbstverständlichkeit angesichts seines hohen Tempos und seiner schnellen Bewegungen ist. Auch das Timing beim Abwurf ist hervorragend. Ulis lässt den Ball im richtigen Moment los. Einzig seine Tendenz, gelegentlich nach links zur Seite zu schweifen, sorgt dafür, dass die Würfe zu flach sind oder entsprechend links am Ziel vorbeisegeln.

Beim Dreier muss Ulis jedoch vor allem im Catch-and-Shoot noch an genau dieser Auswogenheit arbeiten, die in aus der Mitteldistanz so stark macht. Gerade im Catch-and-Shoot muss Ulis darauf achten, dass seine Füße sortiert sind. Zudem wirft er hier noch zu sehr aus der Hüfte, weshalb die Würfe zu kurz oder sehr flach sind.


Bei seinen Dreiern ist Ulis noch nicht so sicher, wie er es in Anbetracht seiner geringen Körpergröße sein sollte. Besonders beim Catch-and-Shoot schleichen sich noch viele Fehler ein. Kommt er aus vollem in einen offenen Dreier reingesprintet, fehlt ihm oft der Wurfrhythmus, da er entweder zu wenig aus den Beinen wirft oder aber seine ganze Dynamik verliert, wenn eben das versucht. Sind seine Füße hingegen sauber platziert, kann Ulis durchaus als sicherer Schütze bewertet werden.

Seine Range ist durchaus NBA-tauglich und wenn er nicht mehr so viele Notfwürfe gegen Ende der ablaufenden Angriffszeit nehmen muss, wird sich seine Quote von 34 Prozent auch sicher schnell verbessern.

Dennoch ist und bleibt seine geringe Größe ein nicht weg zu diskutierender Faktor. Bereits am College schränkte ihn seine Körpergröße direkt ein, wenn er auf Gegenspieler mit einem ähnlichen Spielverständnis traf. Das wird ihm in der NBA durchaus häufiger passieren.

Ulis hat dann oft Probleme, den richtigen Pass, den er meist auch spielen möchte, an den Mann zu bringen, weil ihm einfach die Zentimeter fehlen, um an der Seite vorbei- oder über die Defense hinweg zu passen. Notdürftig behilft sich Ulis dann oft, indem er so hoch wie möglich abspringt, um seine Ausgangslage zu verbessern, allerdings gibt er damit auch der Defense Zeit zu reagieren und bringt sich gleichzeitig in die Notlage, diesen Pass spielen zu müssen, weil er vor dem Aufkommen auf dem Boden keine andere Lösung mehr finden kann.

Noch schlimmer wird die Notlage, wenn Ulis selber den Abschluss sucht. Ulis hat zwar ein gutes Ballhandling, ist insgesamt sehr flink auf den Beinen und arbeitet geschickt mit Richtungs- und Tempowechseln, allerdings hat er dennoch Probleme, seinen Bewacher konstant abzuschütteln. Das liegt daran, dass er zum einen einen durchschnittlichen ersten Schritt hat und gerade bei Closeouts noch zu oft auf Kontrolle bedacht ist. Zudem können es sich seine größeren Gegner leisten, etwas mehr Abstand zu lassen, ohne fürchten zu müssen, dass Ulis ihnen vor ihren Augen einen Wurf einnetzt.


Während die ersten Szenen allesamt relativ eindeutig unterstreichen, welche Probleme Ulis in der NBA beim Abschluss oder als Ballhandler bekommen könnte, ist vor allem die letzte Szene entscheidend. Ulis erhält einen Kickout-Pass und hat die Chance, entweder das Closeout per Drive zu attackieren oder einen halboffenen Wurf zu nehmen. Er versucht ersteres, allerdings gelingt es ihm nicht, in die Zone zu gelangen. Stattdessen muss er abbrechen.

Solche Situation werden in der NBA deutlich besser ausgenutzt und selbst durchschnittliche NBA Spieler sollten hier Punkte oder zumindest eine Aktion zustande bringen, die dem Team hilft. Gelingt es Ulis nicht, diesen Bereich zu verbessern, kann er offensiv tatsächlich vernachlässigt werden, was zu einer stetigen Unterzahlsituation in der Offense führt. Dieses Risiko in Kombination mit seiner geringen Größe wären K.O.-Kriterien.


Es wird offensiv also darauf ankommen, dass Ulis seine Chancen ausnutzt und seine Entscheidungsfindung beschleunigt. Vor allem die erneute Umstellung seiner Rolle vom besten Floor General der NCAA zu einem Rollenspieler am Ende der Rotation, wird wieder eine gewisse Eingwöhungszeit beanspruchen. 

In der Defense ist Ulis eine wahre Klette, die durch schnelle Hände und Beine, hohes Spielverständnis und viel Energie jeden Ballhandler unter Druck setzen kann. Selbst Spieler mit NBA Kaliber hatten gegen den kleinen Wadenbeißer durchaus Probleme. Gerade als Rotationsspieler muss Ulis in der NBA künftig nicht mehr so darauf achten, mit seinen Kräften haus zu halten, sondern kann im Idealfall einige Minuten mit höchster Intensität das defensive Level anheben.


Im ersten Moment liegt die Vermutung nahe, dass Ulis zudem oft durch Postups eine Schwachstelle in der Defensive darstellt, allerdings war das am College nicht der Fall. Und es ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass noch viele Spieler in der NBA in der Lage sind, einen ordentlichen Pass in den Lowpost zu spielen, geschweige denn die Muße haben, lange auf einen günstigen Moment für ein solches Zuspiel zu warten.

Denn wie in dem Video und speziell in der letzten Sequenz deutlich wird, kompensiert Ulis seine fehlenden Zentimeter mit viel Spielverstänis und guter Technik. Kentucky switchte viele Pick & Rolls, allerdings konnte Ulis trotzdem leichte Zähler gegen sich verhindern.

Dazu frontet Ulis sehr konsequent seinen Kontrahenten. Er ist schnell und kräftig genug, um sich beim Fronten eine ordentliche Position zu erarbeiten. In der letzten Szene kämpft er sich vier Sekunden lang quer durch die Zone und kann dadurch solange den Pass verhindern, bis Kentucky zurück switchen kann.

So hoch ihm sein Einsatz anzurechnen ist, so deutlich werden jedoch häufig seine Limitationen. Denn die Gefahr, dass Ulis in gut gestellten Screens hängen bleibt und sich trotz hartnäckigster Versuche nicht herumwinden kann, ist immer salient.


In dieser Szene werden alle Bedenken auf einmal aufgegriffen. Zunächst bleitbt Ulis im Block hängen und muss unter dem Block hergehen. Starke Ballhandler mit einem schnellen ersten Schritt würden das nutzen, um schonunglos die Zone zu attackieren und Ulis könnte das vermutlich nur noch mit einem Foul verhindern.

In dieser Szene ist sein Gegenspieler jedoch einer der besten Shooter der Conference. Ulis' kurze Abwesenheit gibt ihm einen freien Blick auf den Korb, sodass er kurz anvisieren und in einen Wurfrhythmus kommen kann. Ulis fehlen beim Wurf schließlich einige Zentimeter, um Hornsby beim Wurf noch irgendwie entscheidend stören zu können. Solche Szenen könnten sich in der NBA häufen.

So gut Ulis am College auch war, in der NBA wird es für ihn in erster Linie darum gehen, sich in der Profiliga zu etablieren. Als harter Arbeiter mit vorbildlicher Einstellung kann es durchaus zu einem soliden Backup auf der Aufbauposition bringen. Darren Collison wäre hier ein möglicher Vergleich, der ihm als Midrangespezialist und organisierende Hand in der Offense ähnelt.

Bei optimaler Entwicklung wäre vielleicht sogar eine langlebige Karriere als Starter wie Muggsy Bogues im Rahmen seiner Möglichkeiten. Zwar war Bogues noch ein deutliches Stück kleiner, konnte dafür aber mit großen Qualitäten im Pick & Roll aufwarten und damit einiges kompensieren.