15 Juni 2016

15. Juni, 2016


Die alte Rookie-Garde eben erst ausgezeichnet, steht eine brandneue bereits in den Startlöchern. Am 23. Juni geht für weitere 60 Youngster ein Lebenstraum in Erfüllung, wenn sie Commissioner Adam Silver in der NBA willkommen heißt. Wir behalten eine unserer liebsten Traditionen hier bei NBACHEF bei und checken im Vorfeld alle Talente dieses Jahrgangs... in unseren patentierten Draft Spotlights.

von AXEL BABST @CoachBabst

Ginge es beim Draft rein um den Namen hätte Diamond Stone sicher gute Chancen auf einen sicheren ersten Platz. Doch auch basketballerisch bringt der kantige Innenspieler eine Menge Potential für die nächste Ebene mit.

Der aus Milwaukee stammende Center konnte erstmals größere Aufmerksamkeit mit der U17-Auswahl der USA bei der Weltmeisterschaft 2014 erhaschen. Damals war er der zentrale Baustein des Teams und aufgrund seiner Physis in dieser Altersklasse von keinem anderen Spieler zu kontrollieren. Solche Leistungen erweckten Begehrlichkeiten bei einigen Universitäten, wobei Wisconsin als Heimatuni immer bevorteilt zu sein schien.

Dennoch entschied sich Stone für die Maryland Terrapins und sorgte damit für überraschte Gesichter. In Maryland sollte er eine der formal stärksten Starting Lineups der NCAA mit den Rückkehrern Melo Trimble und Jake Layman und den Transfers Robert Carter und Rasheed Sulaimon formen. Doch was sich auf dem Papier als starke und ausgeglichen besetzte Starting Five las, entpuppte sich in Realität in den ersten Saisonwochen als seltene Kombination. In den Phasen, in denen die fünf auf dem Feld standen, wirkten sie uneingespielt und defensiv desinteressiert.


Dennoch gelang den Terps eine insgesamt ordentliche Saison, in der sie zwar immer ein wenig unter ihren Möglichkeiten zu bleiben schien, aber die entscheidenden Partien gewinnen konnte. Entsprechend waren sie auch im Tournament als ein möglicher Geheimtipp auf einen tiefen Run eine beliebte Wahl.

Im Tournament selber zitterten sich die Terrapins zuerst gegen South Dakota State zum Sieg, nachdem Coach Turgeon zu früh seine Starter schonte und das Spiel nochmal unnötig eng wurde. Auch Hawai'i konnten sie glanzlos bezwingen. Gegen Kansas war dann jedoch relativ deutlich das Ende der Fahnenstange erreicht. Stones individuelle Saison verlief ebenfalls solide, aber hinterließ dennoch keinen bleibenden Eindruck.

Highlights waren sicherlich das 39-Punkte-Spiel gegen Penn State und das beinahe-Triple-Double gegen Nebraska (16 Punkte, zehn Rebounds, acht Blocks). In solchen Partien konnte er das Team auch durchaus mal aus der Lethargie reißen und die nötige Energie zum Sieg freisetzen.

In anderen Spielen wirkte Stone hingegen eher wie ein Hemmnis und hatte Probleme, seine Leistung abzurufen. Mit der physischen Ebenbürtigkeit und athletischen Überlegenheiten seiner Gegenspieler hatte der Freshman sichtlich zu kämpfen. Zudem ließ er sich immer wieder durch Misserfolge relativ leicht aus der Bahn werfen.

Dennoch hat Stone einige Talente und Eigenschaften, die er selbst dann automatisch anwendet, wenn es insgesamt nicht sonderlich gut läuft. Hierauf fußt Stones Spiel und diese Dinge muss er als Basis nehmen, um seine Defizite zu bekämpfen.

Stone hat exzellente Hände und fängt viele Pässe oder Rebounds, die einigermaßen in seine Reichweite gelangen. Er reagiert schneller, als man angesichts seiner massigen Statur und seiner behäbigen Art glauben würde. Instinktiv besetzt er die richtigen Spots und hat ein gutes Timing für Räume und Winkel. 

Dadurch sieht es bei vielen seiner Abschlüssen so aus, als müsse er nur noch die Vorarbeit seiner Mitspieler verarbeiten. Doch dabei wird oft seine gute Arbeit im Vorhinein und sein Gespür für die richtige Situation außer Acht gelassen.


Bezeichnend für Stones Potential als Catch-and-Finish-Spieler sind die erste und dritte Szene des Videos. Beide Situationen sind auf den ersten Blick sehr einfach aus und Stone hier Außergewöhnliches andichten zu wollen, scheint übertrieben. Doch das ist nicht der Fall. Beim ersten Durchstecker wartet Guard Trimble bis zum allerletzten Moment mit dem Pass und lässt sowohl die Verteidiger als auch Stone im Unklaren, ob er noch passt oder doch abschließt. Stone sieht den Pass erst sehr spät und hat nur einen kurzen Augenblick zur Reaktion. Diesen nutzt er und finisht geschickt mit der linken Hand.

Auch beim zweiten Durchstecker von Trimble muss Stone schnell reagieren. Eigentlich zeigt er an, dass er den Ball als Lob zu seiner rechten Hand serviert bekommen möchte. Trimble entscheidet sich jedoch für den Durchstecker auf seine linke Hand. Stone fängt den Pass sicher und kann wieder finishen. Viele Bigs hätten in diesen beiden Situationen keinen Layup gehabt, weil das Leder im Aus gelandet wäre.

Allerdings muss Stone dringend an seinen Finishes arbeiten. Sobald er ein wenig Kontakt verspürt, sind seine Abschlüsse schwach, weil er sich vor allem darauf konzentriert das Foul zu ziehen. Am College wurde er sehr oft von den Schiedsrichtern unterstützt und konnte entsprechend oft an die Linie gehen. Dort ist Stone zwar sehr treffsicher mit 76 Prozent, dennoch sollte er sich darauf einstellen, in der NBA nicht mehr so oft die Pfiffe zu erhalten, auf die er sich bislang verlassen konnte.


Stones Probleme liegen vor allem in seiner fehlenden Explosivität und Stabilität. Stone verlässt bei seinen Abschlüssen kaum den Boden und wenn doch, braucht er immer einen Moment, um seine Kräfte zum Hochwuchten seiner massigen Gestalt sammeln zu können. Diesen hatte er am College meist schon nicht und wird ihn in der NBA erst recht nicht haben.

Zudem lehnt sich Stone sehr oft in seinen Gegenspieler rein und sucht zu offensichtlich den Kontakt. Kommt dieser nicht, gerät Stone schnell aus dem Gleichgewicht und gibt bei seinen Abschlüssen eine unglückliche Figur ab.

Seine Bewegungen sind insgesamt noch sehr grobmotorisch und kantig. Dadurch hat er in vielen Situationen gegen athletischere oder körperlich ähnlich verlangte Spieler Probleme. Er verliert den Ball, muss mehr Energie aufwenden und hat durch seine Bewegungen kaum einen Raumgewinn.


In den Szenen gegen die Big Man Riege der Tar Heels werden Stones Probleme offenkundig. Für Stone stellte dieses Spiel vermutlich die größte Herausforderung seiner bisherigen Karriere dar. Folglich hatte er in vielen Situationen das Nachsehen und war nicht in der Lage, Lösungen gegen die kräftigen Bigs zu finden. Neben schwachen Layups führte das vor allem zu Ballverlusten.

In der ersten Szene bezieht er gute Position, kann diese jedoch gegen Meeks nicht halten. Gegen Joel James kann Stone kaum Boden gutmachen und braucht vor seinem Jumphook einen dritten Schritt, um überhaupt genug Abstand zu James für den Abwurf herstellen zu können. Bei den diversen Finishes verlässt Stone kaum den Boden und hat in einigen Situationen Glück, dass er den Foulpfiff vom Schiedsrichter geschenkt bekommt.

Bisher und auch perspektivisch bauen sich alle weiteren Elemente, die für Stones Spiel von Belang sind, um sein Vermögen als Catch-and-Finish-Spieler auf. Dass er in der Lage ist, Bälle relativ sicher zu fangen ist ein guter Anfang und tendenziell der Aspekt, den er nicht oder nur sehr schwer erlernen könnte. Um ein guter Finisher zu werden, muss Stone dringend an seinem Bewegungsapparat und an seiner Explosivität arbeiten. Nur dann wird er in der NBA Angriffe abschließen können.

Ein starkes Finish ist wichtig, da Stone in vielen Bereichen des Spiels in der Lage ist, sich eine aussichtsreiche Position zu verschaffen. Beispielsweise ist er für das Pick & Roll gut geeignet. Bei den Blöcken stellt sein massiver Oberkörper ein gefährliches Hindernis für jeden Verteidiger da. Wird er hier ebenfalls stabiler, kann er seinem Ballhandler konstant einen Vorteil verschaffen.

Beim Abrollen lässt Stone zwar manchmal die nötige Geschwindigkeit vermissen, allerdings macht er das durch seine guten Hände und sein ordentliches Raumgefühl wett. Stone cuttet immer so zum Korb, dass der Ballhandler ihm theoretisch den Ball zwischen den Verteidigern hindurch passen könnte.

Mit Melo Trimble hatte er in Maryland einen kongenialen Pick & Roll Partner, dessen Spielverständnis in solchen Situationen bereits das Niveau der Profis erreicht. Dass Stone ihm als geeigneter Partner zur Seite stehen konnte, lässt darauf schließen, dass er seine guten Screens auch in der NBA anwenden kann.


Stone behält nach seinem ersten Screen Trimble und den Ball genau im Auge, während er sich abrollt. Dadurch ist er bereit für Trimbles genialen Pass zwischen den beiden involvierten Verteidigern hindurch. Ähnlich gilt für die zweite Situation gegen die indisponierte Verteidigung der Tar Heels, die kein Gradmesser für die NBA sein sollte.

Doch auch gegen Penn State löst Stone das Pick and Roll geschickt. Er bricht sein Abrollen sogar ab und macht wieder einen Schritt zurück, um nicht im Passschatten der Verteidigung zu stehen. Auch sein Finish ist in dieser Situation angemessen.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil in Stones Spiel ist seine unterschätztes Talent zum Rimrunner. Obwohl er in vielen Momenten unbeweglich und hüftsteif wirkt, kann er bei kurzen Sprints durchaus mal ein höheres Tempo anschlagen und sich so einfache Punkte im Schnellangriff sichern.

Selbst wenn er nicht direkt als Finisher in Erscheinung tritt, hat er meist eine gute Ausgangslage bei Putbacks oder Postups, weil er sich gute Position gegenüber seiner Kontrahenten erarbeiten kann, die er meist hinter sich lässt.


In der ersten Situation holt er selber den Rebound und überläuft anschließend mit langen Schritten seinen Gegenspieler. Gelingt es ihm, sich noch früher zum Ball zu öffnen, kann er zwei sichere Punkte verbuchen. So zieht er zumindest das Foul.

In der zweiten Szene kann sich Stone zwei Mal den Offensivrebound sichern und ausnutzen, dass nur ein Big Man der Tar Heels beim Rebound dabei ist. Seine Hartnäckigkeit und Antizipationsfähigkeiten machen sich bezahlt und Stone kann sein Punktekonto aufbessern.
Generell ist auffällig, dass Stone in Transition Situationen nicht nur sehr schnell unterwegs ist und Überzahlsituationen kreiert, sondern auch wieder ein gutes Gefühl dafür besitzt, wo er Lücken aufreißen kann oder wie er den zurückgeeilten Verteidiger aus den Augen entwischen kann.

Er schleicht sich geschickt aus den Augenwinkeln der Defense. Dadurch sind einzelne Akteure dazu gezwungen, entweder Stone im Auge zu behalten und im Zweifelsfall zu spät zu einer Hilfe zu kommen oder aber sich weiter auf den Ball zu konzentrieren und Stone unbedrängt in der Zone stehen zu lassen.

Im Halbfeld kann Stone neben seiner Präsenz in der Zone auch einen ordentlich Wurf mitbringen. Besonders gerne nimmt er den Turnaround Jumper vom linken Zonenrand. Die Terrapins hat einen Spielzug für Stone, an dessen Ende er per Crossscreen im Lowpost frei sein sollte. Oft nutzte Stone hier das verzögerte Erscheinen des Verteidigers aus, um seinen Jumper rechtzeitig los zu werden.

Denn auch bei seinen Würfen springt Stone kaum vom Boden ab. Zusätzlich ist seine Wurfbewegung ein wenig langsam, sodass er immer ein wenig Zeit und Raum braucht, um überhaupt werfen zu können. Das könnte in der NBA durchaus zum Problem werden, doch allein mit seinem Potential als Mitteldistanzwerfer wird er einer Teamoffense helfen können und für akzeptables Spacing sorgen.


Stones Wurfbewegung ist insgesamt sehr flüssig und überraschend soft im Verhältnis zu seinen normalen Abläufen. Er beweist sein weiches Handgelenk und seine ordentliche technische Grundausbildung. Allerdings ist sein Release insgesamt zu langsam und auch der Abwurfpunkt liegt etwas zu niedrig.

Stones offensives Repertoire verspicht unter dem Strich, dass er mal ein ordentlicher NBA Spieler an diesem Ende des Courts werden kann. Gerade als Rollenspieler wird er von der Anwesenheit besserer Mitspieler und klarerer Strukturen profitieren. Hat er sich an letztere erst gewöhnt, wird er sicher seinen Part zu einer gelungenen Teamoffense beitragen. Als Finisher und Blocksteller sollte Stone universell einsetzbar sein, sobald er an Explosivität gewinnt.

Nette Boni wären ein sicherer Mitteldistanzwurf und auch Ansätze eines Postgames. Über ein ordentliches Spiel im Lowpost verfügt er prinzipiell, allerdings basierte das bis zuletzt auf seiner körperlichen Überlegenheit, die er spätestens in der kommenden Saison nicht mehr haben wird. Dann wird es spannend zu sehen sein, ob Stone sich richtige Moves und eine saubere Fußarbeit aneignen kann. Bis dahin wird er sicher sehr selten im Eins-gegen-Eins am Zonenrand verwickelt sein.

In der Defense würde man zunächst vermuten, dass Stone aufgrund seiner behäbigen Bewegungen ein Hindernis in der Pick & Roll Defense darstellen müsste. In der Tat zeigt er größtenteils Schwächen bei der Bekämpfung des Blocken-und-Abrollen. Allerdings beweist er auch immer wieder, dass er durchaus ein fähiger Verteidiger sein kann.

Daher stellt sich die Frage, ob und in welchem Ausmaß sich seine Fehler beheben lassen. Dass er nicht der schnellste auf den Beinen ist und daran arbeiten muss, ist offensichtlich und hier sollte er sich künftig deutlich steigern können. Allerdings sind viele Fauxpas auch mangelndem Spielverständnis und fehlender Energie geschuldet. Inwiefern sich Stone hier steigern kann, ist schwer zu prognostizieren.


In der ersten Szene ist Stone nicht entschlossen genug. Er verhindert den Drive nicht wirklich, will dann aber doch zu seinem Gegenspieler zurückkehren, nur um auf halber Strecke wieder dem Ball nach zu gucken. Als Resultat erhält Stones Gegenspieler den Ball mitten in der Zone und Stone hat Glück, dass Meeks nicht finisht.

Ein zweites Problem neben der Unentschlossenheit ist die stetige Gefahr eines Splits. Stone fehlt noch das Gespür für die richtige Distanz und die richtige Positionierung, weswegen er oft zu weit nach draußen hedgt und die Lücke zwischen sich und dem Blocksteller zu groß werden lässt. Das ist zwar nicht immer der Fall und Stone löst es auch häufig gut, doch die Gefahr besteht grundsätzlich. Auch Switchen ist mit Stone nicht möglich, da ihm dafür einfach die Geschwindigkeit fehlt. 

Als Rimprotector ist Stone ebenfalls noch inkonstant. In der Post Defense macht Stone seine Sache gut und nutzt seinen Körper, um den Angreifer aus der Zone zu halten, während er mit Armen und Händen die Würfe erschwert. Als Helpsideverteidiger gegen Drives schwanken die Resultate dafür erheblich.

Stones Erscheinung flößt einigen Angreifern zumindest Angst ein und zwingt sie zu unkonventionellen Abschlüssen. Er versucht gerne die Layups und Floater seiner Gegner zu blocken, sollte das jedoch lieber sein lassen und sich stattdessen darauf konzentrieren, mit ausgestreckten Arme eine gute Verteidigungsposition einzunehmen. Denn für Blocks fehlt ihm meist die Sprunghöhe. Seine späten Rotationen lassen ihm dann auch oft keine Chance an den Ball zu kommen.


Die ersten beiden Szene sind Blaupausen perfekter Post Defense. Stone streckt seine Arme zur Seite aus, um einerseits den Referees demonstrativ zu beweisen, wie sauber er verteidigt, und andererseits schnell auf Würfe oder Pässe reagieren zu können. In der ersten Szene kann er so den Ballverlust provozieren, in der zweiten hat er den Arm schnell genug zum Contest oben.

Bei fast allen Drives ist Stone jedoch mindestens einen Schritt zu spät zur Hilfe. Dadurch können die Angreifer oft noch trotz Kontakt foulen und Stone hat in vielen Situationen Glück, dass ihm nicht noch ein Foul angelastet wird. Nur bei der vorletzten Szene ist Stone rechtzeitig da und kann den Layup blocken. Allerdings schafft es der direkte Gegenspieler auch relativ lange vor seinem Matchup zu bleiben, sodass man nicht wirklich von einer Helpdefense sprechen kann.

Als Folge seiner späten Rotationen und seiner unnötigen Blockversuche konnte sich Stone bisher auch nicht den Namen eines guten Defensivrebounders verdienen. Oft verschaffen sich seine Gegenspieler gute Innenposition gegen Stone, weil dieser nicht früh genug zu ihnen kommt. Als verstärkende Faktoren kommen seine fehlende Explosivität und sein Hang zur Energielosigkeit hinzu.

Ein weiteres Problem beim Rebounding ist, dass Stone oft versucht, sich mit einer Hand den Ball selber zu zu tippen. Das geht in der Regel jedoch nicht gut aus und ist keine ratsame Technik, da im Gewühl der Zone schnell mehrere Hände nach dem Ball greifen und ein kontrolliertes Tippen nahezu unmöglich ist.


Sinnbildlich für die fehlende Sicherheit beim Rebound sind die ersten zwei Aktionen. Zunächst boxt Stone gegen North Carolina einen Spieler aus, der sich längst an ihm vorbeigeschlichen hat. In der nächsten Situation können die Gegner drei Mal nachfassen und scoren. Jedes Mal springt Stone unbeteiligt in die Luft und versucht irgendwie die rechte Hand an den Ball zu bekommen.

Dass seine Offensivreboundrate fast seine Defensivreboundrate erreicht, unterstreicht Stones Probleme als Rebounder. Will er konstant Minuten in der NBA sehen, muss er dringend lernen, sein eigenes Brett zu kontrollieren und die Zone zu beherrschen. Gerade in Anbetracht seiner körperlichen Möglichkeiten ist jeder abgeschenkte Ball eine Tragödie.

Defensiv muss man also noch abwarten, wie gut Stone in die NBA passt. Er ist durchaus fähig ein zumindest durchschnittlicher Verteidiger zu werden, muss dafür jedoch noch hart an sich arbeiten und wird solange reduzierte Minuten bekommen, bis er seinem Team nicht mehr wehtut.

Generell ist es schwer, Stone in der heutigen NBA zu verorten. Ein mögliches Vorbild könnte Kevin Seraphin sein. Offensiv kann er sich durchaus einbringen. Dafür hat er genügend Qualitäten. Allerdings muss er hier seine Chancen besser nutzen und seine Skills verfeinern. Der zentrale Punkt auf der Agenda sollte jedoch an beiden Enden des Courts darin liegen, sich athletisch schnellstmöglich zu verbessern. Hier waren Fortschritte im Laufe seines Freshman Jahres zu erkennen, allerdings reichen diese bei weitem noch nicht aus.