20 Juni 2016

20. Juni, 2016


Die alte Rookie-Garde eben erst ausgezeichnet, steht eine brandneue bereits in den Startlöchern. Am 23. Juni geht für weitere 60 Youngster ein Lebenstraum in Erfüllung, wenn sie Commissioner Adam Silver in der NBA willkommen heißt. Wir behalten eine unserer liebsten Traditionen hier bei NBACHEF bei und checken im Vorfeld alle Talente dieses Jahrgangs... in unseren patentierten Draft Spotlights.

von AXEL BABST @CoachBabst

Nach einer durchwachsenen Freshman Saison, in der der ehemalige All American Highschooler nicht so in Erscheinung treten konnte, wie sich das viele Fans und auch Medien im Vorhinein vorgestellt hatten, blühte Demetrius Jackson als Sophomore auf. An der Seite von Jerian Grant fühlte sich der Combo Guard gut aufgehoben und konnte punktuell seine Stärken einbringen.

Die Irish waren in dieser Spielzeit eine der positiven Überraschungen der Saison und hatten das Überteam aus Kentucky trotz deutlich kürzerer Rotation und physischer Nachteile im Elite Eight am Rand einer Niederlage.

Nach den altersbedingten Abgängen von den beiden Führungsspielern Grant und Pat Connaughton lag das Team in der vergangenen Saison für Jackson auf dem Präsentierteller. Als unangefochtener Anführer sollte er die Irish wieder ins Tournament und durch die jeweiligen Runden führen. In den ersten Saisonwochen klappte das noch nicht so gut. Niederlagen gegen Monmouth oder Alabama waren erste Stimmungsdämpfer und auch die Niederlage gegen Indiana, als man in der zweiten Halbzeit eine relativ hohe Führung abschenkte, hinterließen Spuren.

Die Saison verlief weiterhin wechselhaft. Siegen gegen Duke und UNC standen Niederlagen gegen Florida State und Georgia Tech gegenüber. Dennoch präsentierte sich das Team im NCAA Tournament dann von der besten Seite und stieß wieder ins Elite Eight vor, wo sie sich den Tar Heels erst nach zähem Kampf geschlagen geben mussten.


Jackson selbst konnte zwar deutliche Fortschritte verzeichnen und in vielen Spiele die ihm angedachte Führungsrolle einnehmen, allerdings war die Saison immer wieder von schwachen Leistungen durchsetzt. Fünf Mal konnte Jackson nicht im zweistelligen Bereich scoren, bei etwa einem Drittel aller Spiele verpasste er die 40-Prozent-Marke aus dem Feld.

Gerade von einem Junior mit seinen Erfahrungswerten durfte man hier mehr Konstanz erwarten, weshalb auch Performances wie zum Abschluss gegen North Carolina nicht überbewertet werden sollten.

Bei den Fighting Irish spielt das Pick & Roll eine zentrale Rolle. Jackson ist in dieser Hinsicht auf die NBA sehr gut vorbereitet und darf getrost als einer der drei besten Guards des Jahrgangs im Pick & Roll bezeichnet werden. Besonders gut ist er, wenn er vor dem Ballerhalt um mehrere Screens abseits des Balls läuft und seinen Verteidiger bewegt, ehe es ins Blocken-und-Abrollen geht. Dafür hatte sein Coach Mike Brey verschiedene Plays, die ihm genau diesen Vorteil verschaffen sollten.

Als Scorer kann Jackson verschiedene Abschlüsse einsetzen und findet fast immer den Weg in die Zone, um von diesen auch tatsächlich Gebrauch zu machen. Sein Ballhandling ist exzellent. Er hat schnelle, tiefe und weite Crossover im Repertoire, die ihm oft den entscheidenden Vorteil verschaffen. Er kann Pick & Rolls splitten oder auch mal mit einem Hesitation Dribbling den Verteidiger des Blockstellers ausgucken.

Anschließend profitiert Jackson von seinem extrem wuchtigen ersten Schritt, der zu gleichen Teilen groß und schnell ist. In der Zone angekommen nutzt Jackson seinen Körper geschickt, um den Ball zu schützen und trotz härterer Gangart die Balance beim Finish zu wahren. Er trifft Floater, Runner, Layups und kann auch mal über den helfenden Verteidiger hinwegfliegen und per krachendem Dunk vollstrecken.


Bereits in der ersten Situation wird Jacksons Qualität deutlich. Er entscheidet sich gegen den Block, zieht über die Baseline mit langen Schritten zum Korb und finisht gegen zwei größere Verteidiger, indem er den Ball hoch am Brett ablegt. Dieser Abschluss sieht einfacher aus, als er ist, was sich auch beim zweiten Versuch herausstellt.

In der dritten Situation nutzt Jackson ein kurzes Hesitation Dribbling auf der Stelle, wodurch Ingram denkt, dass Jackson den Wurf nehmen würde, nur um zu spät zu erkennen, dass er auf Jacksons Täuschungsmanöver hereingefallen ist. Jackson nimmt schnell wieder Tempo auf und hat keinerlei Probleme beim Layup.

Bei den nachfolgenden drei Layups und Floatern zeigt Jackson seine Athletik. Er nutzt seine Hangtime in der Luft, um den Shotblockern auszuweichen und behält trotzdem die Konzentration, um seine Drives gebührend zu vollenden. Auffällig ist zudem bei der Entstehung, dass Jackson sich die Verteidiger so hinlegt, wie er sie haben will. Jackson ist einer der wenigen Guards dieses Jahrgangs, der dieses Talent besitzt.


Schwierig wird es für Jackson eigentlich nur dann, wenn er zu schnell wird und sich selber nicht mehr im Griff hat. Dann kommt teils wilde Abschlüsse zustande. Doch gerade in der abgelaufenen Spielzeit unterlief dem Guard solche Fehler nur äußerst selten.

Neben seinen Qualitäten als Scorer, kann Jackson auch seine Mitspieler in Szene setzen. Bei den Irish profitierte er von dem exzellenten Spacing, das dem vieler NBA Teams überlegen ist. Mit drei Schützen entlang der Dreierlinie verteilt und einem fähigen Big Man als Partner im Pick & Roll fand Jackson oft paradiesische Verhältnisse vor.

Besonders den Pocket Pass auf den abrollenden Big Man hat Jackson perfektioniert. Nicht nur die Passqualität stimmt, auch der Zeitpunkt des Passes ist in der Regel punktgenau. Dadurch kann der Big selbst aus vollem Lauf den Ball fangen und direkt verwerten.


In der ersten Szene bindet Jackson drei Gegenspieler durch sein Hesitation Dribbling in der Zone, wodurch Mitspieler Bonzie Colson einen vollkommen offenen Mitteldistanzjumper einnetzen kann. Ähnlich verläuft auch die zweite Szene, in der Jackson mit einem harten Crossover beschleunigt, drei Verteidiger bindet und erneut Colson als Abnehmer findet. 

Die letzte Situation ist ein exzellentes Beispiel für das richtige Lesen der Verteidiger und einen perfekten Pocket Pass. Jackson erkennt, dass sein Verteidiger bereits zu weit über den Block gegangen ist und zwingt ihn mit einem Crossover zur linken Hand dazu, wieder näher an Jackson heranzutreten. Gleichzeitig ist aber auch noch der Verteidiger des Blockstellers mit Jackson beschäftigt, sodass Blocksteller Colson sich unbehelligt abrollen kann und findet Jackson gefunden wird.

Jackson erkennt jedoch nicht nur, ob er selber abschließen sollte oder welchem Spieler er den Ball passen sollte, falls eine Hilfe kommt. Er kann auch absinkende Verteidiger bestrafen, da er über einen relativ sicherern Jumper aus dem Dribbling verfügt. Hin und wieder übertreibt er es jedoch und verliebt sich zu sehr in seinen Sprungwurf.


Bei vielen Würfen bleibt Jackson einen Tick zu lange in der Luft stehen und springt eher nach vorne, wodurch seine Würfe oft zu lang oder zu kurz sind, da die Krafteinteilung nicht mehr stimmig ist. Besonders bei den ersten beiden Schüssen im Video wird das deutlich. Teilweise landet Jackson zwei Meter näher am Korb im Vergleich zum Absprungspunkt.

Im anderen Extrem gelingt es Jackson selbst dann vollständige Kontrolle über seinen Körper und den Wurf zu behalten, wenn er vorher den Ball eigentlich schon verloren hat. Sehr offensichtlich wird das beim vorletzten Sprungwurf, den Jackson in hohem Bogen über zwei Verteidiger in den Korb schmeißt.

Generell ist Jacksons Wurf besser aus dem Dribbling als aus dem Catch-and-Shoot. Meist braucht er einen Wurf aus dem Dribbling, um seinen Rhythmus zu finden, ehe er auch aus Screens kommend oder als reiner Catch-and-Shoot-Spieler effektiv sein kann. 

Besonders seine Fußarbeit hindert den athletischen Guard noch daran, ein guter Spotup-Shooter zu sein. Der Abstand der Füße variiert noch sehr stark und in den wenigsten Fällen schafft es Jackson, sie schulterbreit entfernt zu platzieren. Stattdessen sind sie oft zu nah beieinander. Neben seiner Fußstellung leitet Jackson auch oft die Armbewegung zu spät ein, weswegen Arm- und Beinbewegung nicht zueinander passen.


In der zweiten Szene sind Jacksons Füße beispielsweise zu nahe beieinander und ihm fehlt die nötige Balance zum Werfen. Dadurch schnellt die rechte Hüfte nach vorne und auch das Bein schwingt mit, was dazu führt, dass der Ball nach links abdriftet. Auch beim zweiten Catch-and-Shoot-Dreier aus der rechten Ecke kann Jackson seine Beinbewegung nicht optimal einbringen, weswegen der Wurf zu flach ist.

Im Gegensatz dazu ist Jackson bei seinem Coast-to-Coast-Drive unter Kontrolle und hat ein gutes Gefühl beim Wurf. Er kann sogar einen Moment in der Luft stehen bleiben, um nochmal sein Ziel in Ruhe anzuvisieren.

Im Eins-gegen-Eins, das Jacksons angesichts des Teamplays der Fighting Irish und der vielen Pick & Rolls nur selten einbringen konnte und musste, setzt Jackson auf ähnliche Stärken wie auch beim Blocken-und-Abrollen.

Entweder kann er seinen Gegenspieler mit seinem schnellen ersten Schritt direkt schlagen oder er nutzt sein gutes Ballhandling, um den Verteidiger auszutanzen. Anschließend finisht er trotz Kontakts oder findet den offenen Mitspieler.


In der ersten Situation legt sich Jackson seinen Gegenspieler McClellan, der durchaus Potential zum NBA Verteidiger besitzt, zurecht und schlägt ihn im Bruchteil einer Sekunde ohne auch nur Anstrengung erkennen zu lassen. Auf die Bedrängnis in der Zone reagiert er mit einem gefühlvollen Floater über die Defense.

In der zweiten Szene nutzt Jackson seinen explosiven ersten Schritt und erwischt damit den Verteidiger schon beim Catch auf dem falschen Fuß. Beim Abschluss zeigt er keine Kontaktscheue und attackiert den Shotblocker Jekiri. Auch wenn er diesen nicht überwinden kann, ist Jacksons Aggressivität löblich.

In der dritten Szene hat Jackson beim Closeout leichtes Spiel und gelangt kinderleicht in das Herz der Zone. Gleich drei Verteidiger achten nur auf Jackson und vergessen dabei den Schützen an der Dreierlinie. Der Guard erkennt diesen Fehler der Verteidigung und bedient seinen Mitspieler nach Maß.

Problematisch kann es für Jackson jedoch werden, wenn er auf größere oder ebenfalls athletische Gegenspieler trifft und diese ihn auch noch aggressiv verteidigen. Hier fehlt Jackson der nötige Überblick und eine gewisse Routine mit dieser Art Drucksituation umzugehen.

Als Resultat produziert Jackson gerne mal Turnovers im Pick & Roll oder bei anderen riskanten Passversuchen. Oft springt er einfach auf gut Glück in die Luft und kann sich nicht rechtzeitig für einen Ausweg entscheiden. Zudem sind seine Ideen manchmal sehr offensichtlich, sodass sich die Verteidigung auf seine Aktionen einstellen und seine Pässe abfangen kann.


Beim ersten Pick & Roll hedgt der Verteidiger des Blockstellers sehr weit raus. Jacksons Idee, diese Aktion mit einem Pass auf den Blocksteller zu kontern, ist prinzipiell ein guter Einfall. Allerdings springt Jackson in die Luft und sein Lobpass ist extrem lange unterwegs, sodass die helfenden Verteidiger den Ball problemlos abfangen können. Ähnliches ereignet sich in der letzten Szene.

Auch beim zweiten Pick & Roll hedgt der Verteidiger des Blockstellers und zwingt Jackson zur Ballaufnahme, da dieser nicht riskieren will, so nah an der Seitenlinie den Ball zu verlieren. Aus der folgenden Aktion entsteht ein Turnover, weil Jackson nicht wirklich frei wird. In der dritten Szene ist offensichtlich, dass Jackson nur passen möchte, weil er nicht zum Korb dribbelt, sondern nur darauf bedacht ist, einen geeigneten Passwinkel zu kreieren.

Offensiv wird Jackson also durchaus in der Lage sein, den Angriff eines NBA Teams im Setplay anzukurbeln und speziell das Pick & Roll als zentrales Element zu kontrollieren. Seine Athletik sollte für Finishes in der Zone reichen und auch das Floatergame kann er sicherlich übertragen, sollte ihm der Weg in die Zone versperrt sein.

Auch als Passgeber wird sich Jackson einbringen und ähnliche Verhältnisse wie am College vorfinden. Seine gute Übersicht und sein fortgeschrittenes Entscheidungsverhalten bilden eine gute Grundlage, um als Ballverteiler im Pick & Roll glänzen zu können.

Ein konstanterer Wurf würde ihm jedoch sicher ebenfalls gut zu Gesicht stehen. Gerade wenn Jackson abseits des Balls existieren möchte, wird der Wurf aus dem Catch-and-Shoot eine wichtige Bedeutung einnehmen.

In der Defense besitzt Jackson ausgezeichnete Anlagen und sollte hier mindestens als durchschnittlicher NBA Verteidiger seinen Weg einschlagen können. Bei Notre Dame ließ sich seine Defense nur zum Teil bewerten, da die Irish sehr oft eine 2-3-Zonenverteidigung aufstellten.

Das lag zum einen an der kurzen Rotation und zum anderen an der körperlichen Unterlegenheit. Zudem musste Jackson sich seine Kraft oft genau einteilen, weil er viele Minuten abspulte. Ganze neun Spiele ackerte Jackson ohne eine einzige Pause durch.

Besonders im Eins-gegen-Eins kann Jackson seine guten Anlangen einbringen. Er ist in seitlichen Bewegungen sehr schnell unterwegs, reagiert auf Richtungswechsel in Windeseile, hat lange Arme und kann eine tiefe Grundposition einnehmen. Zudem weiß er oft, wo der Angreifer ihn hinlocken will und geht darauf nicht ein.


In der ersten Szene positioniert sich Jackson exzellent und verhindert, dass sein Gegenspieler den Block nutzen kann. Gleichzeitig übt er so viel Druck aus, dass dem Ballhandler nicht viel Zeit zur Entscheidungsfindung übrig bleibt. Beim anschließenden Drive über die Baseline hält Jackson Schritt und forciert einen schwierigen Kickout.

In der zweiten Szene zeigt Jackson, seine extrem Schnelligkeit. Er ist beim Closeout trotz kurzer Reaktionszeit direkt bereit, den Wurf zu verteidigen, kann aber gleichzeitig auch den Drive unterbinden. Dabei bewegt er seine Füße mit höchster Geschwindigkeit und nutzt seine ausgestreckten Arme, um noch mehr Platz zu nehmen.

In der letzten Szene wird diese laterale Geschwindigkeit noch deutlicher, da Jackson seinem Gegenspieler nicht einen Zentimeter von der Seite weicht und ihn die ganze Zeit spüren lässt, dass er nicht abgeschüttelt werden kann. Selbst als der Angreifer abdreht, übt Jackson weiter Druck aus.

Probleme hat Jackson jedoch oft in der Pick & Roll Defense. Teilweise bleibt er an den Screens hängen oder seine Kommunikation mit den Teamkameraden ist nicht ausreichend. Dadurch entstehen freie Würfe. Gerade in der NBA, wo die Screens noch massiver sein werden und Kommunikation noch wichtiger ist, könnte das schnell zum Problem werden.


Beim Handoff geht Jackson unter dem Screen lang und gibt dadurch Shooter Kennard viel zu viel Platz zum Dreier. Im Vorhinein darf Jackson nicht so lange auf den Ball starren, muss Kennard hauteng folgen und im Notfall den Switch ansagen.

Beim Pick & Roll bleibt Jackson im Screen hängen. Dadurch hat Ballhandler Jones eine Menge Platz und Zeit. Jackson und Auguste sind sich unsicher, ob sie nun switchen sollen oder Jackson doch wieder in Jones' Nähe gelangt. Offensichtlich kommt es zum Missverständnis und Jones kann als Profiteur den Mitteldistanzwurf versenken.

Besonders die letzte Sequenz verläuft aus Jacksons Sicht katastrophal. Ausgangspunkt ist wieder ein Handoff, bei dem nicht klar kommuniziert wird, ob geswitcht werden soll oder nicht. Jackson ist dadurch zu spät bei Allen und fällt auf dessen Wurftäuschung herein.

Nach seinem Fehler bleibt Jackson einfach auf seiner Position stehen und begibt sich in den Zuschauermodus, bis er merkt, dass er weiterrotieren muss. Diese Erleuchtung kommt sehr spät und wieder hebt Jackson beim Muskelzucken des Schützen ab. Die Unterzahlsituation in der Zone ist dadurch nicht mehr zu verhindern.

Wie jedoch laufen kann, wenn Jackson einerseits mitdenkt und richtig rotiert und andererseits dann auch noch seine physischen Tools einsetzt, demonstrieren die folgenden beiden Szenen:


Zunächst schafft es Jackson geschickt eine Eins-gegen-Zwei-Unterzahl am Perimeter zu meistern. Er ist der einzige Verteidiger am Perimeter und muss zum Ballhandler sprinten. Dabei kommt er jedoch von der Seite und breitet seine Arme aus, weshalb der Pass zum anderen freien Spieler an der Dreierlinie schwierig wird. Folgerichtig fälscht er den Pass ab und gibt seinem Mitspieler dadurch die Zeit, rechtzeitig nach draußen rotieren zu können. Die ablaufende Wurfuhr kann Jackson zum Teil seinem geschickten Closeout zuschreiben.

In der zweiten Szene erkennt Jackson, dass er eine zweite Hilfe geben sollte, was gar nicht so einfach ist, da sein Gegenspieler wenige Sekunden vorher noch der Ballhandler war. Dennoch erkennt Jackson die Konstellation frühzeitig und blockt Sevenfooter Plumlee beim Dunk.

Jackson hat aufgrund solcher Aktionen und seiner starken Pressure Defense das Potential, ein richtiger Kettenhund in der NBA zu werden. Ob er diesen Idealfall tatsächlich anwenden kann, wird jedoch davon abhängen, wie er mit seinen athletischeren Gegenspielern klarkommt und ob sich seine reduzierte Minutenzahl und seine geringere offensive Verantwortung dazu führen, dass er mehr Energie und Konzentration für die Verteidigung aufbringen kann.

Durch seinen Körperbau, seine Athletik und sein Potential erinnert Jackson gelegentlich an den jungen Eric Bledsoe. Allerdings muss Jackson sich wirklich optimal entwickeln, um dessen Niveau auch nur annähernd erreichen zu können. Zunächst wird es für ihn darum gehen, sich überhaupt in eine Rotation zu erkämpfen und sich als guter Backup für höhere Aufgaben zu empfehlen.