19 April 2016

19. April, 2016


Willkommen zur Award-Jahreszeit! Während die jeweils acht besten Teams der beiden Conferences sportlich die Darwin'sche Evolutionstheorie glorifizieren, gilt es für uns, einen Moment inne zu halten und der abgelaufenen regulären Saison Revue passieren zu lassen. In den sechs bekannten Kategorien hat die #NBACHEF Redaktion ihre Favoriten gewählt.

von MARC LANGE @godzfave44

Und der Preis für den besten sechsten Mann des Jahres geht an...


Andre Iguodala
(Golden State Warriors)

Highlights 2015/16:
- 73 Siege in einer Saison! NBA Rekord
- Zum Autakt der Saison gab es 24 Siege in Serie
- 114,9 PPG: die High Speed Offense ist das Mittel zum Erfolg

Der beste sechste Mann des Jahres kommt diese Saison auch aus dem besten Team der Liga. Andre Iguodala ist nicht der typische Bankspieler, der seiner Mannschaft sofort einen Offensiven-Punch verleiht. Wer allerdings zur Zeit mit Steph Curry bei den Golden State Warriors spielen darf, muss das auch nicht – sondern kann sich auf die kleinen Sachen konzentrieren, die einem Team am Ende eine Bilanz von 73-9 bescheren.

Igoudala, der wohl bei so ziemlich jeder anderen NBA-Truppe ein Starter wäre, ist jetzt seit drei Jahren in der Bay Area und gilt auch mit 32 Jahren noch immer zu den besten Verteidigern der Association. Coch Kerr kann sich glücklich schätzen, auf so ein Arsenal an defensiven Schwergewichten zurückzugreifen.

Wer nicht nur auf die nackten Zahlen schaut, wird schnell erkennen, warum Iguodala die richtige Wahl für den begehrten Preis ist. Der Finals MVP von 2015 kann als Point Forward agieren, mehrere Positionen verteidigen und ist im Fast Break noch immer eine gefährliche Waffe.


Er ist außerdem ein Fünftel der wohl tödlichsten Aufstellung in der Geschichte der NBA. Die Kombination aus Iguodala, Curry, Thompson, Green (als Center) und Harrison Barnes ist so gut wie unaufhaltsam und hat das mit Abstand beste Net Rating der Liga (47). Übrigens: Seit der Swingman in Oakland ist, hat Kerrs Team 78 Prozent seiner Partien gewonnen.

Zwar hat Iggy 17 Spiele verpasst und in nur 17 seiner 65 Spiele mehr als 10 Punkte erzielt, aber der beste sechste Mann sollte nicht nur anhand seines Scoring Punches (Jamal Crawford) oder seiner Rebound-Fähigkeit (Kanter) gemessen werden.

Golden State hat diese Saison die magische Bestmarke der Bulls geknackt und nie zweimal in Folge verloren. Diese Meisterleistung nur den Splash Brothers und Draymond Green zuzuschreiben, wäre schlichtweg falsch. Der NBACHEF Sixth Man of the Year Award zeichnet deswegen dieses Jahr den Spieler aus, der die Warriors 1,8 Punkte offensiv und 3,0 Punkte defensiv bei 100 Ballbesitzen besser machte. Den Akteuer, der erst auf den zweiten Blick seine Klasse und seinen unschätzbaren Wert offenbart – und das ist Andre Iguodala. Ganz knapp vor Will Barton von den Denver Nuggets

Abstimmungsergebnis:
1. Andre Iguodala (22)
2. Will Barton (21)
3. Jamal Crawford (12)
-. Enes Kanter (12)
5. Jeremy Lin (8)
6. Ed Davis (5)
7. Ryan Anderson (4)
8. Patty Mills (2)
9. Evan Turner (1)
-. Patrick Patterson (1)
-. Dennis Schröder (1)
-. Boris Diaw (1)
 
* Zum Abstimmungsverfahren: Jeder stimmberechtigte Redakteur wählt seine drei Favoriten und vergibt an diese je nach Präferenz drei, zwei oder einen Punkt.