21 April 2016

21. April, 2016


Willkommen zur Award-Jahreszeit! Während die jeweils acht besten Teams der beiden Conferences sportlich die Darwin'sche Evolutionstheorie glorifizieren, gilt es für uns, einen Moment inne zu halten und der abgelaufenen regulären Saison Revue passieren zu lassen. In den sechs bekannten Kategorien hat die #NBACHEF Redaktion ihre Favoriten gewählt. 

von PETER DREWS @PeterDrews90

Und der Preis für den besten Rookie geht an...

Rookie of the Year: Karl-Anthony Towns (Minnesota Timberwolves)

Stats ‘15/16: 
18,3 PPG | 10,5 RPG | 2,0 APG | 0,7 SPG | 54,2% FG | 34,1% 3P | 81,1% FT in 82 gm.

Highlights:
- Sechs Mal in Folge Rookie des Monats
- 51 Double-Double in der Saison
- Im April vs. Mavs : 11 Pts / 21 Reb / 9 Ast

Die Rookie Klasse von 2015 hat jede Menge vielversprechende Talente in die NBA gebracht und kann in ein paar Jahren durchaus zu den besten des Drafts zählen. Umso beachtlicher ist es, dass ein Spieler sie alle überstrahlt und bereits jetzt zu den besten Centern der Liga gehört. Die Rede ist von Karl-Anthony Towns, dem wohl besten Rookie seit Shaquille O’Neal.

Der Vergleich kommt nicht von ungefähr. Seit 1980 legten insgesamt nur fünf Rookies folgende Zahlen auf: 17 Punkte, 10 Rebounds und eine Wurfquote von 53 %. Die Namen der Herren sind folgende: Tim Duncan, Shaquille O’Neal, David Robinson, Hakeem Olajuwon – und Karl-Anthony Towns.

Nachdem Andrew Wiggins im letzten Jahr die begehrte Trophäe in seinen Händen hielt, wird zum zweiten Mal in Folge ein Spieler der Timberwolves zum besten Rookie gewählt. Nicht nur in unserer Redaktion, sondern auch in der NBA gibt es keine zwei Meinungen, wer den Rookie oft the Year Award gewinnt.

Erstmals seit 2012/2013 gehen alle Rookie of the Month Awards in einer Conference an einen einzigen Spieler. Towns erzielte mit 18,3 Punkten und 10,5 Rebounds die jeweils besten Werte der Rookies. Zudem startete er in allen 82 Spielen und legte dabei 51 Double-Doubles auf. Bereits jetzt sammelt er Offensiv und Defensiv so viele Rebounds, dass er ligaweit in den Top 10 geführt wird.


Wegen seiner Fähigkeiten an beiden Enden des Courts ist er nach einem Jahr zum wichtigsten Spieler der Timberwolves aufgestiegen. In der Offensive überzeugt er durch seine Vielseitigkeit. Egal ob aus dem Pick and Roll, oder per Post-Up. Towns kann Offensiv fast alles und überzeugt auch durch einen soliden Mitteldistanz- und Dreipunktwurf.

Aber auch defensiv verankert er bereits jetzt die Timberwolves Defense. Nur der Lette Kristaps Porzingis erzielt mehr Blocks als Towns. Zu dem pflückt er jeden Abend 7,7 Rebounds am eigenen Korb – das ist mehr als jeder dritte Rebound der Timberwolves.

Der erste Pick des 2015 Drafts ist erst 20 Jahre alt und gehört schon jetzt zu den besten Spielern der Liga. Die Vergleiche zu Shaq oder auch Tim Duncan kommen nicht von ungefähr. Mit seiner Vielseitigkeit kann er in der Liga zu einem der größten Spieler der Geschichte werden. Das setzt allerdings voraus, dass er weiter hart an sich arbeitet. Denn die Gegner werden sich nach und nach auf sein Spiel einstellen und ihm nichts schenken.

Die Timberwolves werden von Towns nicht erwarten, dass er die Franchise im nächsten Jahr in die Finals führt. Das Projekt der Wolves ist langfristig ausgelegt und man wird Towns alle Zeit der Welt geben, denn sein Talent scheint fast unendlich. So unendlich, dass er von sämtlichen Redakteuren die höchste Punktzahl einheimst.

Abstimmungsergebnis:
1. Karl-Anthony Towns (45)
2. Kristaps Porzingis (30)
3. Devin Booker (7)
4. Jahlil Okafor (5)
5. Myles Turner (2)
6. Justise Winslow (1)

* Zum Abstimmungsverfahren: Jeder stimmberechtigte Redakteur wählt seine drei Favoriten und vergibt an diese je nach Präferenz drei, zwei oder einen Punkt.