23 April 2016

23. April, 2016


Willkommen zur Award-Jahreszeit! Während die jeweils acht besten Teams der beiden Conferences sportlich die Darwin'sche Evolutionstheorie glorifizieren, gilt es für uns, einen Moment inne zu halten und der abgelaufenen regulären Saison Revue passieren zu lassen. In den sechs bekannten Kategorien hat die #NBACHEF Redaktion ihre Favoriten gewählt. 

von TIAGO PEREIRA @24Sekunden

Und der Preis für den wertvollsten Spieler geht an...

Most Valuable Player: Stephen Curry

Stats ‘15/16: 
30,1 PPG | 5,4 RPG | 6,7 APG | 2,1 SPG | 50,4% FG | 45,4% 3P | 90,8% FT in 79 gm.

Highlights:
- Anführer und bester Spieler der Rekord-Warriors mit 73 Siegen
- Erster Spieler der Geschichte, der über 400 Dreier in einer Saison erzielt (insgesamt 402)
- Stellt auch den Rekord für erzielte Dreier in einem Spiel ein (12)

Stephen Curry ist der wertvollste Spieler der NBA – erneut. Die Wiederwahl des Point Guards der Golden State Warriors zum MVP kommt alles andere als überraschend, schließlich rangiert der beste Spieler des erfolgreichsten Teams traditionell an vorderster Front auf den Award. Und obwohl vieles an der Wahl von Stephen Curry schematisch erscheint, zeugen dessen Leistungen dennoch von etwas noch nie Dagewesenes.

Stephen Curry ist der erste Aufbauspieler, seit Allen Iverson in der Spielzeit 2004-05, der die Liga mit 30+ PPG anführt. Während „The Answer“ weit über 40 Minuten pro Partie auf dem Hardwood stand, gelingt dem Warrior das Kunststück in nicht einmal 35 Minuten Spielzeit. Kein anderer Spieler in der NBA Historie erzielte mit weniger Spielpraxis mehr Punkte als der Point Guard der Dubs.


Grund dafür ist die chirurgische Präzision mit der Curry seine Punkte erzielt. Ob beim Zug zum Korb (56,5 FG% - Drives), an der Freiwurflinie (90,2%) oder jenseits der Dreierlinie (45,4% TPM), kein Wurfversuch des Aufbaus fliegt am Ziel vorbei. Mit 400 verwandelten Würfen innerhalb, sowie außerhalb der Dreipunktegrenze, letzteres zum dritten Mal NBA Rekord, scheint sich kein Fleck auf dem Parket zu finden, von dem Curry nicht treffen kann.

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Trotz der gestiegenen Aufgaben als primärer Punktesammler seiner Mannschaft, findet der Point Guard dennoch auch für seine Teamkollegen das Wurfglück. Ebenso feilte Curry auch an den unbeliebten Aspekten seines Spiels: der Verteidigung und Ballsicherheit. Beide Punkte stellen zwar weiterhin keine ausgewiesene Stärke des Aufbaus dar, dafür bereinigen sie die weisen Weste des MVP von groben Makeln.

Als krönender Abschluss der regulären Saison, neben all den bereits gebrochenen Rekorden, wird Stephen Curry beinahe mit perfektem Ergebnis zum #NBACHEF-MVP gewählt. Eine einzige Stimme fehlt dem siebten Pick des 2009 Drafts. Groß genug bleibt der Abstand auf den Zweitplatzierten allemal.

Abstimmungsergebnis:
1. Stephen Curry (44)
2. LeBron James (18)
3. Kawhi Leonard (12)
4. Russell Westbrook (8)
5. Kevin Durant (5)
6. Damian Lillard (3)

* Zum Abstimmungsverfahren: Jeder stimmberechtigte Redakteur wählt seine drei Favoriten und vergibt an diese je nach Präferenz drei, zwei oder einen Punkt.