19 April 2016

19. April, 2016


Willkommen zur Award-Jahreszeit! Während die jeweils acht besten Teams der beiden Conferences sportlich die Darwin'sche Evolutionstheorie glorifizieren, gilt es für uns, einen Moment inne zu halten und der abgelaufenen regulären Saison Revue passieren zu lassen. In den sechs bekannten Kategorien hat die #NBACHEF Redaktion ihre Favoriten gewählt. 

von STEFAN DUPICK @hoopsgamede

Und der Preis für den besten Coach des Jahres geht an...

Coach of the Year: Steve Kerr
(Golden State Warriors)

Highlights 2015/16:
- 73 Siege in einer Saison! NBA Rekord
- Zum Autakt der Saison gab es 24 Siege in Serie
- 114,9 PPG: die High Speed Offense ist das Mittel zum Erfolg

Wenn ein Team die Liga so dominiert wie die Golden State Warriors in der aktuellen Spielzeit, dann muss dieses Team auch den Coach of the Year stellen. Im zweiten Jahr seiner Trainerkarriere erhält Steve Kerr die Auszeichnung, nachdem im Vorjahr lediglich Platz zwei hinter Hawks Coach Mike Budenholzer drin war.


Hätte Kerr das ganze Jahr an der Seitenlinie gestanden, dann wäre ihm die Auszeichnung nach 73 Siegen vermutlich nicht zu nehmen. Da der bereits als Spieler fünffache Champion die ersten 43 Spiele aufgrund einer Rückenverletzung passen musste, ist die Situaton etwas tricky.

Als Interims-Head-Coach führte Kerr-Assistent Luke Walton die Warriors zu 24 Siegen in Serie zu Beginn der Saison und übergab das Team an seinen Chef im Januar mit einer Bilanz von 39 Siegen zu 4 Niederlagen. Dennoch ist klar, dass Kerr im Hintergrund die Fäden gezogen hat.

Dieser Kerr-Ausfall führt jedoch dazu, dass auch weitere Trainer ins Blickfeld für die Auszeichnung rücken. Dazu zählt natürlich Kerr-Ziehvater Gregg Popovich, der mit den Spurs mal wieder eine beeindruckende Saison aufgelegt hat, die im Schatten des Warriors-Rekords jedoch fast vollständig unterging.

Ebenso ist Terry Stotts zu nennen. Der 58 jährige hat aus den Blazers alles herausgeholt und führte das junge Team sicher in die Playoffs. Ein Erfolg, den kaum jemand dieser jungen Truppe aus Portland zugetraut hätte. Selbst für die meisten Experten war Portland zu Beginn der Saison ein Lottery-Team.

Auch Brad Stevens in Boston und Steve Clifford bei den Charlotte Hornets leisteten hervorragende Arbeit mit ihren Star-losen Teams, die sicher den Einzug in die Playoffs klarmachten. Folglich war sich auch die Redaktion nicht einig und es gab ein Kopf an Kopf Rennen, bei dem sich Kerr gegen besagte Herausforderer knapp durchsetzte.

Abstimmungsergebnis:
1. Steve Kerr (23)
2. Gregg Popovich (21)
3. Terry Stotts (19)
4. Brad Stevens (13)
5. Steve Clifford (10)
6. Rick Carlisle (3)
7. Mike Budenholzer (1)

* Zum Abstimmungsverfahren: Jeder stimmberechtigte Redakteur wählt seine drei Favoriten und vergibt an diese je nach Präferenz drei, zwei oder einen Punkt.