02 April 2016

2. April, 2016


*"The Champ is here!" (Tracy McG, 2013)

von ANNO HAAK @kemperboyd

Bein' Offended Power Ranking
Man ist mal wieder beleidigt in der Prärie. Darin hat man es in Oklahoma City zu einer gewissen Meisterschaft gebracht, anders als im Sport, der die Hauptbeschäftigung der jungen Männer mit dem geleerten Derrick-Markenkern darstellen sollte. Irgendwie fühlt man sich immer zu Unrecht beiseite gelassen, unterschätzt, unzureichend gewürdigt oder übelst gekränkt.

Donnerdiskriminierer der Woche ist Reggie Jackson. Der war ja ohnehin der Spaltpilz der eingeschworenen Männergruppe mit den türkisen Leibchen. Dem Sportsfreund Triple-Double Zero kroch er dermaßen zwischen die Ohren, dass er sich eineinhalb Jahre nach dem Abgang nicht einmal mehr an den recht gewöhnlichen und leicht zu merkenden Nachnamen erinnern wollte. So ging denn Reggie Who ans Werk und animierte das eigene (!) Publikum in Motor City mit beiden (!!) Händen, während noch einige Sekunden auf der Uhr waren (!!!), mit ihm gemeinsam den Sieg gegen die alten Mates zu feiern. Mir wird ganz blümerant ob dieser kolossalen Unsportlichkeit.

Immerhin gab das unserem Lieblings-Kiwi die Gelegenheit, mal wieder eines seiner patentierten Film-im-Film-im-Film-Kurzfilm-Kleinode zu präsentieren. So baute sich Stephen A. (Überschriftenreferenz!!) neben dem fünfeinhalb Köpfe kleineren Reggie Jackson auf und spielte Dennis Rodman (vs. Frank Brickowski), der Bill Laimbeer spielt, der einen Enforcer aus den Siebzigern gibt. Leider hat dem Bumspalmenträger noch nie einer gesagt, dass "Gewinner im Adam Morrison ohne Pony Lookalike Contest" für die Rolle des harten Mannes disqualifiziert.

Da wäre der Wahrheitsminister gefragt, doch Kevin Durant war leider damit beschäftigt zu erklären, warum die Thunder aus den Pistons einen Wischmob für den eigenen Hallenboden gemacht hätten, hätten er (also Durant, nicht der Mob) und Ibaka gespielt. Dieser Rabauke! Und hätte "The Gel" Ende Juni 2010 zwei Steaks mehr gekauft und einen Gefrierbeutel weniger übrig gehabt, wären die Thunder 2012 Meister geworden. Und könnte Doc Rivers nicht den ganzen Körper um die verzweifelt unverständigen Augen in Falten legen, weil ein Schiedsrichter in Viertel Nummer drei in Spiel Nummer 56 der Saison einen Einwurf für den Gegner statt die Clippers gibt, wären die Thunder Nummer 1 im Whining Power Ranking.

Wenn der NBA-März ein Traum ist, weck mich bitte nicht auf!


Wacker than a Rollator
Das Brotherhood Team war der Flavor oft the Week. CP3 - DWade - LBJ - Melo. Ein Traum wäre das. Zumindest für LeBron. Für den Rest der Liga auch. Solche Seifenopern liebt man im Headquarter in NYC. Sportlich wäre das eher "Reggie Who".

Die 30 und mit ihr der Karrierehöhepunkt werden bei allen vier kleiner im Rückspiegel. Man wäre verteidigungsbereit wie Costa Rica. Am eigenen Korb ist Chris Paul zu klein, hat James in aller Regel keine Lust, hat Wade Rücken und Melo? Vereidigung?? Fragt man Picasso, ob er einem das Schlafzimmer streichen kann? Na, also. Und seit wann kann man eigentlich mit zwei Bällen gleichzeitig spielen? Der selbst ernannte "GOATSOTG (Student Of The Game)" (die Inversion ist Absicht) sollte es besser wissen. Es wäre die fünftschlechteste (Ex-) All Star Sammlung der Geschichte. Top 4? Gut, dass Ihr fragt.

Four...Rockets 1996 - Die schlimmbesseren Bulls
Zugegeben: trotz verzocktem Titel reichte es für die Western Conference Finals. Zugegeben: lustig anzugucken war es. Zugegeben: dass diese Rentnerbande die Sonics auf dem Höhepunkt in sieben knackte, tut bis heute weh. Olajuwon, Barkley, Drexler und Willis haben es aus einem Grund hierher geschafft: Die älteren Herren mit diesem unfassbar scheußlichen Comic-Logo auf der Brust war schlicht Realsatire.

Three...Magic 2000 – The Team that almost were
Eigentlich optimales Basketballeralter, suboptimaler Körper. Der Sommer des Millenniums sollte magisch werden. Mit Cap Space größer als Prokhorovs Vermögen enterte Orlando den Markt. Duncan, Grant Hill, Tracy McGrady war der Plan. Der größte Power Forward aller Zeiten blieb gleich, wo er war. Hill und T-Mac kamen. Hill machte dann 47 Spiele. In vier Jahren. Big three minus zwei. Immerhin lieferte Carters Cousin 2003 ein First Ballot Hall of Fame Zitat. Anschnallen:

"It feels good to advance to the second round."

Woher will er das wissen, werdet Ihr fragen. Die Magic führten drei zu eins gegen die Pistons, ist die Antwort. Der Rest ist Prince Carlisle und "Best of seven in Runde eins is a B***h".

Two...Brooklyn Nets 2013 – #HelloLuxussteuer.
Der Gewaltmarsch an die NBA-Spitze wurde jäh gestoppt. Von fehlender Mentalität, verschüttetem Gatorade und der wirklichen Bruderschaft aus Miami. Alles, was schlecht ist an der NBA, kulminierte in diesen Sacramento Kings für Besserverdienende. Keine drei Jahre danach sind von der geplanten Dynastie nur noch Trümmer und ein völlig verschossenes Pickarsenal übrig.

One...Lakers 2012 – Das Headband des Grauens
Der absolut definitive Anfang vom Ende des Kobe Bean. D12 bekam man nachgeworfen, für den fußlahmen Nash gab man die Zukunft ab und mitten durchs Lazarett schlafwandelte Pau Gasol. Am Ende riss sich Howard nach der Hinausstellung in Spiel 4 von Runde 1 das Stirnband vom Kopf und warf es auf den Boden. San Antonio fegte gerne hinterher. Eine Saison wie ein D'Angelo Russell-Handyvideo.


Fundstück der Woche (NonmentionGoneWrong-Edition)
#MARCHSWAGNESS Keep ballin'!