23 März 2016

23. März, 2016


von ANDRÉ NÜCKEL @andrenueckel

17.3 Punkte,  7.8 Rebounds, 68.4 Prozent der Zweier und unglaublich heiße 45 Prozent von der Dreierlinie? Das ist nicht der erhoffte Leistungssprung von Kevin Love unter dem Regime von Headcoach Tyronn Luewir berichteten –, sondern die Zahlen von Cavs-Neuzugang Channing Frye, hochgerechnet auf 36 Minuten.

Der 32-jährige Power Forward produziert unheimlich effizient und bringt den Cleveland Cavaliers eine neue Tiefe in den Kader. Als elitärer Schütze ballert er seit dem All-Star Game die Lichter in den Hallen aus, trifft von Downtown sogar besser als Steph Curry, Klay Thompson oder Damian Lillard, wenngleich natürlich bei weitaus weniger Versuchen pro Partie.


Eine weitere Facette: das Pick & Roll beziehungsweise Pick & Pop mit Kyrie Irving oder LeBron James. Anders als Love stellt Frye keine Ansprüche und wartet unaufgeregt am Perimeter auf ein Zuspiel. Das öffnet neue Räume für den Drive der beiden Stars. Auch defensiv agiert der Veteran mit der erforderlichen Beharrlichkeit. 

In den Playoffs werden seine Minuten (bisher „mickrige“ 16.1) einen Sprung machen – und könnten so ein Vorbote für den Sommer sein: Frye gibt Cleveland aktuell genau das, was sie brauchen; er ist kompatibler als der etatmäßige Starter auf der Vier, und das macht die Sache erst so richtig interessant.

Das Front Office wird die Situation im Sommer genau eruieren. Vielleicht kann GM David Griffin einen Trade einfädeln, der für Loves 110-Millionen-Vertrag brauchbarere Rollenspieler oder einen überdurchschnittlich guten Center nach Ohio bringt.

Und plötzlich: Ein greller Blitz am Himmel, ein flammender Meteor stürzt zur Erde herab und die Menschheit flüchtet um ihre Existenz. Kevin Loves Reaktion? „Frye-aye-aye-aye... .“