26 Februar 2016

26. Februar, 2016


Für alle College-Nerds ist es bald wieder soweit: mit der March Madness steigt die schönste Zeit des Jahres. Schon Wochen vor dem K.O-Turnier hat für die sogenannten "Bubble-Teams" der große Ernst begonnen. Um am Selection Sunday (13. März) fürs Endturnier ausgewählt zu werden, müssen sie bis dahin positiv auf sich aufmerksam machen und so viele Partien wie möglich gewinnen. Unser NCAA-Guru Axel Babst hat die Wackelkandidaten und deren Situation genau untersucht.

von AXEL BABST @CoachBabst

Butler
Bilanz: 18-9 (7-8 in der Big East)
Quality Wins: Purdue, Cincinnati, Seton Hall
Bad Losses: Creighton, Marquette
Strength of Schedule (nach KenPom): 70.
Must-Wins: @Georgetown (27.2.), vs. Marquette (5.3.)
Key Games: vs. Seton Hall (2.3.)

Wie seit Jahren sind die Butler Bulldogs eine sehr interessante Truppe, die im März der Beachtung, die sie erhalten, vollkommen gerecht werden. Allerdings werden die Bulldogs in diesem Jahr bis zuletzt um ihren Startplatz im NCAA Tournament bangen müssen.

Grund dafür ist, dass die Bulldogs in der Big East bedenklich schwächelten und bisher keinen der anderen Aspiranten, mit Ausnahme von Seton Hall, schlagen konnten. Gegen Xavier, Villanova und Providence steht Butler bei 0:6. Das ist eigentlich zu wenig für Butler. Doch immerhin konnten im ersten Saisonteil Siege über Purdue und Cincinnati errungen werden. Gleichzeitig ist der Sieg über Seton Hall von größter Bedeutung, da die Pirates auch noch vom Big Dance träumen.

Daher wäre es extrem wichtig für Butler, den direkten Konkurrenten im kommenden Duell zu bezwingen. Sollte dies nicht gelingen, werden die Bulldogs im Big East Tournament mindestens eines der drei oben genannten Topteams schlagen müssen.


Cal
Bilanz: 20-8 (10-5 in der PAC12)
Quality Wins: Arizona, Oregon, Utah
Bad Losses: Richmond, Stanford
Strength of Schedule: 54.
Must-Wins: @Arizona State (5.3.)
Key Games: vs. USC (28.2.), @Arizona (3.3.)

Die heimstarken Golden Bears konnten zwar im ersten Teil der Saison nicht sonderlich überzeugen und verloren gegen San Diego State und Richmond, allerdings war das angesichts der Jugend des Kaders und der zwischenzeitlichen Verletzung von Aufbauspieler Tyrone Wallace auch nicht verwunderlich.


Immerhin konnte Cal in der Conference das Triumvirat an der Spitze jeweils ein Mal besiegen und hat nun sogar die Chance, selber noch um den Titel in der PAC12 mitzuspielen. Da sich die Bears nur gegen Stanford einen Aussetzer leisteten, sollten sie zudem relativ sicher im NCAA Tournament vertreten sein.

Hierzu müssen sie das Spiel gegen Arizona State gewinnen und sollten aufpassen, dass sie sich im Tournament nicht von anderen Bubble Teams wie Oregon State oder Washington ausstechen lassen.


Cincinnati
Bilanz: 20-8 (10-5 in der AAC)
Quality Wins: Tulsa, UConn (2x)
Bad Losses: Memphis
Strength of Schedule: 90.
Must-Wins: @East Carolina (27.2.), @Houston (3.3.)
Key Games: vs. SMU (6.3.)

Zu Saisonbeginn waren die Bearcats eines der dominantesten Teams der NCAA, was sicherlich auch in direktem Zusammenhang mit der fehlenden Qualität ihrer Gegner stand. Dennoch zeigten sie ungeahnte Offensivqualitäten und präsentierten sich im Angriff variabler, als alle Teams die Mick Cronin zuvor gecoacht hatte.

Gegen starke Gegner im Non-Conference-Part fehlte dann dennoch zumeist Kleinigkeiten, um richtige Quality Wins zu erobern. In der Conference Saison konnten dann zwar direkte Konkurrenten geschlagen und schmerzhafte Niederlagen vermieden werden, allerdings lässt die bisherige Bilanz kaum Spielraum für Fehler.

Die letzten zwei Auswärtsspiele muss Cincy dringend gewinnen und auch ein Sieg über SMU würde sicher hilfreich sein. Mindestens genauso entscheidend wird jedoch die Tournament Performance sein. Dort sollten die Bearcats dringend ihre direkten Widersacher überwinden und einen guten abschließenden Eindruck erwecken.


Clemson
Bilanz: 16-12 (9-7 in der ACC)
Quality Wins: Louisville, Duke, Miami, Pittsburgh
Bad Losses: UMass, Minnesota, Georgia Tech, Virginia Tech, NC State, Georgia
Strength of Schedule: 66.
Must-Wins: @Boston College (5.3.)
Key Games: vs. Virginia (1.3.)

Ende Dezember wäre es unvorstellbar gewesen Clemson in dieser Auflistung zu finden. Doch es folgte ein extrem starker Januar. Innerhalb einer Woche schlugen die Tigers Louisville, Duke und Miami hintereinander. Wenige Tage später konnte auch Pittsburgh geschlagen werden. Nicht nur die Resultate per se, sondern gerade die abgeklärte Art und Weise dieser Siege ließen aufhorchen.

Allerdings konnten die Tigers ihr Niveau im Anschluss nicht ganz halten. Neben den vielen ärgerlichen Niederlagen im Non-Conference-Part leisteten sich die Tigers zuletzt Ausrutscher gegen Georgia Tech und gegen Virginia Tech. Damit haben sie so viele miese Niederlagen wie kein anderes Team in dieser Aufzählung. Ob da die vier Conference Siege Ausgleich genug sind, darf kritisch hinterfragt werden.

Daher ist ein Sieg gegen das sieglose Boston College Pflicht und ein weiterer Überraschungssieg gegen Virginia würde die eigene Reputation deutlich steigern. Nichtsdestotrotz wird Clemson auch ein starkes ACC Tournament spielen und weitere Siege einfahren müssen, um die vielen Niederlagen ein wenig zu kaschieren.


Colorado
Bilanz: 20-9 (9-7 in der PAC12)
Quality Wins: Arizona, Oregon
Bad Losses: UCLA, Oregon State
Strength of Schedule: 48.
Must-Wins: vs. Arizona State (28.2.)
Key Games: @Utah (5.3.)

Wenige Tage nach der bittersten Saisonniederlage der Saison, einer 24-Punkte-Klatsche in Los Angeles gegen inkonstante Bruins, konnten die Buffaloes mit ihrem Heimsieg über Arizona einen wichtigen Schritt Richtung March Madness bejubeln. 

Zwar schmerzen Niederlagen gegen direkte Konkurrenten wie Oregon State und Washington, doch immerhin konnten die Buffaloes die beiden Topteams der Conference schlagen und somit ihren Anspruch an einen Teilnehmerplatz im NCAA Tournament legitimieren.

Insofern müssen die Buffaloes jetzt „nur“ noch darauf achten, die gute Ausgangslage nicht zu verspielen. Sollte das Heimspiel gegen Arizona State gewonnen werden, was angesichts des ausgeprägten Heimvorteils durch die Höhe der Rocky Mountains wahrscheinlich ist, kann Tad Boyle schon seine Planungen für die Postseason beginnen. 

Sollte das Spiel gegen Arizona State verloren werden, wären ein Sieg in Utah oder weitere Erfolge im Conference Tournament wichtig, um mit etwas mehr Sicherheit das Prozedere am Selection Sunday zu verfolgen.


Florida
Bilanz: 17-11 (8-7 in der SEC)
Quality Wins: West Virginia
Bad Losses: Tennessee
Strength of Schedule: 16.
Must-Wins: @LSU (27.2.), @Missouri (5.3.)
Key Games: vs. Kentucky (1.3.)

Die Gators unter dem neuen Trainer Michael White spielten in dieser Saison bisher einen der härtesten Spielpläne der NCAA. Leider blieben die durchschlagenden Erfolg und Upsets aus. Einzig gegen West Virginia konnten die Gators wirklich mal ein Topteam schlagen.

Zwar steht auch nur eine bedenkliche Niederlage gegen Tennessee zu Buche, allerdings wurden viele Duelle gegen andere Bubble Teams verloren. Besonders gegen Gegner wie Florida State, Vanderbilt oder Alabama wären Erfolge wichtig gewesen und würden die Lage nun nicht so prekär erscheinen lassen.

Gegen die ebenfalls abbauenden LSU Tigers und das schwache Missouri müssen nun Siege eingefahren werden. Gleichzeitig wäre ein zweiter erbaulicher Sieg über ein geranktes Team wie Kentucky wichtig, um die Masse an verpassten Chancen gegen direkte Konkurrenten abzuschwächen. Gelingt dies nicht, muss schon noch ein gutes SEC Tournament den Einzug in die March Madness ermöglichen.


Gonzaga 
Bilanz: 22-7 (14-3 in der WCC)
Quality Wins: UConn, Washington
Bad Losses: UCLA, BYU
Strength of Schedule: 131.
Must-Wins: @BYU (27.2.)

Die Zags hatten viele gute Möglichkeiten während dieser Saison hochwertige Siege einzufahren. Doch bis auf die Spiele gegen UConn und Washington gelang es kein weiteres Mal, einen solchen Erfolg einzufahren. Spiele gegen Texas A&M, Arizona, UCLA, St. Mary’s und BYU zu verlieren ist in der Regel nicht furchtbar, allerdings ist die Art und Weise der Niederlagen schon bedenklich.

Teils wurden hohe Führungen aus der Hand gegeben, teils wirkte das Team nicht tough genug, um mit den Contendern andere Conferences mitzuhalten. Die Zags sind daher in einer brenzligen Lage und können sich keine Fehltritte mehr erlauben. Selbst wenn sie das letzte Spiel in Utah gewinnen und anschließend das Conference Finale erreichen, ist das noch keine Garantie zur NCAA Teilnahme.

Gewinnen die Zags nicht das eigene Conference Tournament, könnten sie Gefahr laufen, erstmals seit 1998 nicht an der March Madness teilzunehmen.


Michigan
Bilanz: 20-9 (10-6 in der Big Ten)
Quality Wins: Texas, Maryland, Purdue
Bad Losses: Ohio State, UConn
Strength of Schedule: 58.
Must-Wins: -
Key Games:  @Wisconsin (28.2.), vs. Iowa (5.3.)

Die Wolverines haben es trotz mehrerer Verletzungen und dem Mangel an durchsetzungsstarken Big Men geschafft, wirklich schädliche Niederlagen zu vermeiden. Die schlechtesten Resultate bilden Niederlagen gegen Ohio State und UConn. Diese beiden Teams gehören zwar in dieser Saison nicht zur Elite der NCAA, sind aber auch keine Laufkundschaft.

Auf der anderen Seite war besonders der Arbeitssieg gegen Purdue vor wenigen Wochen ein wichtiger Erfolg. Gerade der Run in den Schlussminuten lieferte endlich eine Antwort auf die anhaltende Kritik an der fehlenden Toughness der Wolverines.


Michigan ist nicht unbedingt auf Siege in den letzten beiden Spielen der Regular Season angewiesen, allerdings wäre besonders das Spiel in Wisconsin ein weiterer Big Point und würde die Teilnahme des Finalisten aus dem Jahr 2013 zementieren. Sollten beide Spiele verloren werden und abhängig von den Resultaten anderer Bubble Teams, könnten die Wolverines doch nochmal in Zugzwang beim Big Ten Tournament geraten.


Oregon State
Bilanz: 16-10 (7-8 in der PAC12)
Quality Wins: Oregon, Tulsa, Utah
Bad Losses: Stanford, Arizona State
Strength of Schedule: 9.
Must-Wins: vs. Washington State (28.2.), @UCLA (5.3.)
Key Games: @USC (2.3.)

Bereits im zweiten Jahr unter Trainer Wayne Tinkle sind die Oregon State Beavers wieder eine ernstzunehmende Mannschaft in der PAC12. Die Beavers haben einen sehr talentierten Kader und beschützen ihren Heimvorteil im bisherigen Saisonverlauf exzellent.

Neben den drei aufgeführten Quality Wins gelangen den Beavers auch Siege über andere Bubble Teams wie Washington oder Colorado. Allerdings sind mindestens zwei wichtige Siege mehr dem eigenen Glück als dem eigenen Können zu verschreiben. Daher wäre es sehr wichtig, überzeugende Siege gegen Washington State und UCLA nachzulegen, um die eigenen Fähigkeiten vor den Entscheidungsträgern der Platzvergabe in einem besseren Licht zu präsentieren.

Gleichzeitig bietet das Spiel bei den USC Trojans die Möglichkeit, nochmal einen gehaltvollen Auswärtssieg einzusammeln. Doch selbst wenn die Beavers alle drei Spiele gewinnen sollten, werden sie auf weitere starke Auftritte beim Conference Tournament angewiesen sein. 


Pittsburgh
Bilanz: 19-8 (8-7 in der ACC)
Quality Wins: Notre Dame
Bad Losses: NC State
Strength of Schedule: 56.
Must-Wins: @Virginia Tech (2.3.) @Georgia Tech (5.3.)
Key Games: vs. Duke (28.2.)

Die Panthers haben bisher kein wirkliches Topteam geschlagen. Einzig der Sieg gegen Notre Dame poliert die Bilanz ein wenig auf, wobei Notre Dame in dieser Saisonphase noch nicht so stark war, wie es momentan der Fall ist. Auf der anderen Seite konnten die Panthers aber auch unnötige Niederlagen vermeiden. Das Spiel bei NC State, in dem „Cat“ Barber für die Panthers nicht zu stoppen war, markiert die schlechteste Niederlage. Damit sind sie in einer besseren Position als die meisten anderen Bubble Teams. 

Wichtig ist nun, dass Pitt die letzten beiden Spielen auswärts gewinnt. Das wird keine leichte Aufgabe, da Georgia Tech und Virginia Tech besser sind, als es die jeweilige Bilanz vermuten lässt, eine Niederlage jedoch trotzdem einem Nackenschlag gleichkäme und die Fanbase nochmal zittern lassen müsste. Ein Sieg über Duke wäre Balsam für die Nerven aller Beteiligten.

Sollte dieser Endspurt misslingen, also mindestens zwei von drei Partien verloren werden, bestünde noch die Chance durch einige Siege im Conference Tournament, vorzugsweise gegen Top5 Teams der Conference, die Scharte auszuwetzen.


Providence
Bilanz: 19-9 (7-8 in der Big East)
Quality Wins: Arizona, Butler (2x), Villanova
Bad Losses: Marquette (2x), DePaul
Strength of Schedule: 49.
Must-Wins: vs. DePaul (27.2.), vs. Creighton (2.3.), @ St. John’s (5.3.)

Durch einen furchtbaren Februar haben es die Friars tatsächlich geschafft, ihre hervorragende Ausgangslage doch noch herzuschenken. Nun müssen sie schnellstens wieder auf Kurs kommen, denn viele Pleiten dürfen sie sich nicht mehr erlauben. Selbst Siege gegen Arizona und Villanova, die beide bei weitem nicht so stark sind, wie sie gemacht werden, helfen nur bedingt.


Gerade die Niederlagen gegen Seton Hall und Marquette waren schmerzhaft. Der Spielverlust gegen DePaul fällt sogar in die Kategorie „peinlich“. Nun müssen die Friars ihre letzten drei Spiele dringend gewinnen und die Trendwende herbeiführen. Zuletzt verloren sie fünf der letzten sechs Partien. 

Solange Providence vermeidbaren Niederlagen aus dem Weg geht und sie auch im Big East Tournament wieder einen stabileren Eindruck hinterlässt, sollte das Team von Kris Dunn jedoch die große Bühne der March Madness betreten dürfen.


St. Joe's
Bilanz: 23-5 (12-3 in der A10)
Quality Wins: Dayton, George Washington
Bad Losses: Davidson, St. Bonaventure
Strength of Schedule: 104.
Must-Wins:  vs. St. Louis (28.2.), vs. Duquesne (5.3.)
Key Games: @St. Bonventure (2.3.)

Die Hawks könnten am Ende der Saison Opfer ihres eigenen Spielplans werden. Besonders der schwache Non-Conference-Schedule bot den Hawks nur wenige Möglichkeiten, einen hochwertigen Sieg einzufahren. Nur Villanova und Florida waren nennenswerte Gegner und gegen beide verloren die Hawks.  Gegen Temple, ein anderes Bubble Team, gelang immerhin ein knapper Sieg nach Verlängerung.

In der Conference Saison konnte die Hawks das wichtige Matchup gegen Ligaprimus Dayton für sich entscheiden und sich so zumindest einen unbestreitbaren Quality Win sichern. Auch der Sieg gegen Konkurrent George Washington war wichtig. Allerdings konnten die Hawks gegen Davidson und St. Bonaventure keine Erfolge verbuchen, weshalb es nun nochmal enger wird, als es den Hawks lieb sein dürfte.

Neben den beiden Pflichtsiegen zu Hause wird besonders das Spiel gegen St. Bonaventure von Bedeutung sein. Die Bonnies spielten sich zuletzt auch in den Kreis der erweiterten Bubble Teams und könnten St Joe’s mit einem Sieg sogar überholen. Das müssen die Hawks dringend vermeiden, ansonsten ist ein tiefer Conference Run unerlässlich und vielleicht nicht mal mehr ausreichend.


Seton Hall
Bilanz: 20-7 (10-5 in der Big East)
Quality Wins: Wichita State, Providence (2x)
Bad Losses: Long Beach State, Creighton
Strength of Schedule: 69.
Must-Wins: @DePaul (5.3.)
Key Games: @Butler (2.3.)

Abseits vom großen Scheinwerferlicht haben sich die Seton Hall Pirates klammheimlich zu einem legitimen Anwärter auf einen Platz im NCAA Tournament gemausert. Die schlechteste Niederlage stellt ein Aufeinandertreffen mit Long Beach State dar, ansonsten konnten die Pirates stets die Contenance wahren und ihre Pflichtsiege einsammeln.

Dazu gesellen sich zwei Siege gegen Providence, die sich noch als elementar herausstellen könnten, sowie ein Erfolg über Wichita State. Letzterer ist allerdings nur bedingt von Wert, da die Shockers in diesem Spiel mit großen Personalsorgen zu kämpfen hatten. Generell fehlt noch der ganz große Sieg, um die Bilanz abzurunden.

Die Gelegenheit dazu bietet sich gegen Xavier, allerdings werden sich die X-Men nach deren Sieg über Ligaprimus Villanova kaum die Blöße geben. Umso wichtiger ist es daher, dass Seton Hall den direkten Konkurrenten Butler schlägt und somit die eigenen Ambitionen festigt.


Temple
Bilanz: 17-10 (11-4 in der AAC)
Quality Wins: Cincinnati, Tulsa, SMU, UConn (2x)
Bad Losses: Memphis, East Carolina
Strength of Schedule: 44.
Must-Wins: vs UCF (27.2.), vs. Memphis (3.3.), @Tulane (6.3.)

Die Temple Owls gehören wie in jedem Jahr zu diesen unberechenbaren Teams, auf die kein Gegner gerne trifft. Zu Saisonbeginn hatten sie noch mit dem schweren Auftaktprogramm zu kämpfen und mussten sich mehreren starken Gegnern geschlagen geben.

Doch mit dem Beginn der Conference Saison zeigten die Owls sich wieder von ihrer besseren Seite, schlugen alle Topteams der Conference und sind mittlerweile Tabellenführer der AAC. Allerdings wurde der Spielplan auch in der AAC Phase immer wieder durch einige unkonzentrierte Leistungen zerpflückt, weshalb Temple vor dem Selection Committee nun Niederlagen gegen East Carolina und Memphis rechtfertigen muss. Auch Niederlagen gegen andere Bubble Teams wie Butler, Tulsa, Wisconsin und St. Joe’s trüben das Bild.

Umso wichtiger wird es daher sein, unbeschadet durch den Rest der Conference Saison zu schreiten und im Tournament möglichst die direkten Konkurrenten wie UConn und Tulsa nochmal auszustechen.


Texas Tech
Bilanz: 18-9 (8-7 in der Big12)
Quality Wins: Texas, Iowa State, Baylor, Oklahoma
Bad Losses: Kansas State, Arkansas
Strength of Schedule: 7.
Must-Wins: vs Kansas State (5.3.)
Key Games: @West Virginia (2.3.)


Einen sehr ordentlich ersten Saisonpart lieferten die Red Raiders ab. Mit nur einer Niederlage gegen Utah und vielen Siegen gegen gute Mid-Majors oder schwächere Teams aus anderen Power 5 Conferences brachten sich die Texaner in eine gute Ausgangsposition.

Nachdem Big12-Auftaktsieg gegen Texas wurde das Team zwar vom harten Big12 umgeworfen, allerdings zeigte sich das Team lernfähig und konnte gleichzeitig schmerzhafte Niederlagen vermeiden. In Manhattan (Kansas State) und Arkansas zu verlieren, ist sicher nicht so schlimm, wie es auf den ersten Blick aussehen mag. Mit den Siegen über Iowa State, Baylor und Oklahoma mutierte Texas Tech binnen einer Woche zu einem legitimen Tournament Anwärter.

Sollten sie das Spiel gegen Kansas State zu Hause gewinnen, ist ihnen die Teilnahme an der March Madness kaum noch abzusprechen. Daher können sie ganz entspannt ihre Duelle in Kansas und West Virginia angehen und hinsichtlich ihrer Postseason Ambitionen nur als Sieger aus diesen Partien hervorgehen.


Tulsa 
Bilanz: 19-9 (11-5 in der AAC)
Quality Wins: Wichita State, UConn, Cincinnati, SMU, Temple
Bad Losses: Oral Roberts
Strength of Schedule: 61.
Must-Wins: @Memphis (28.2.), vs. USF (5.3.)

Tulsa kam schleppend in die Saison und profitierte beim Spiel gegen Wichita State vom Ausfall Fred VanVleets. Wie wertvoll dieser Sieg also wirklich ist, wird sich erst noch herausstellen. Die Niederlage gegen Oral Roberts wird jedoch bestehen bleiben und ist nicht so leicht auszugleichen.

Zwar konnten alle anderen Konkurrenten aus der eigenen Conference mindestens ein Mal geschlagen werden, doch auch hier ist die Qualität der Siege nicht derart hoch, dass die Hurricanes sich entspannt zurücklehnen können. 

Die oberste Maxime muss nun sein, die Regular Season unbeschadet abzuschließen und im Conference Tournament möglichst weit zu kommen. Je mehr andere Bubble Teams geschlagen werden, umso besser.


UConn
Bilanz: 20-8 (10-5 in der ACC)
Quality Wins: Michigan, Texas, SMU
Bad Losses: Temple, Tulsa
Strength of Schedule: 87.
Must-Wins: vs. Houston (28.2.), vs. USF (6.3.)
Key Games: @SMU (3.3.)

Die Huskies konnten bislang schädliche Niederlagen vermeiden. Alle Gegner, denen sie unterlegen waren, sind entweder Bubble Teams oder wären im Falle von Syracuse solche ohne die Boeheim-Suspendierung. Auf der anderen Seite konnte UConn mehrere wichtige Siege einfahren und somit das eigene Resümee aufwerten.

Entscheidend wird jedoch aufgrund der Niederlagen gegen Cincinnati und Tulsa sein, dass die Huskies die Pflichtsiege gegen Houston und USF in trockene Tücher wickelt. Dass dies bereits nicht so einfach wird, bewies Houston am vergangenen Wochenende, als sie Temple fast geschlagen hätten. Notfalls könnte ein Sieg bei den SMU Mustangs noch als Ausgleich herhalten.

Letzten Endes wird aber auch viel auf das AAC Tournament ankommen. Sollten sich die Huskies im Vergleich zu den anderen drei Bubble Teams achtbar schlagen, werden sie relativ sicher wieder im März tanzen dürfen.


Vanderbilt
Bilanz: 17-11(9-6 in der SEC)
Quality Wins: Florida (2x)
Bad Losses: OleMiss, Mississippi State
Strength of Schedule: 25.
Must-Wins: vs. Tennessee (1.3.)
Key Games: vs. Kentucky (27.2.), @ Texas A&M (5.3.)

Lange Zeit dümpelten die Commodores in dieser Saison fernab von Gute und Böse durch die Saison. Doch im Februar nahm die Saison schließlich etwas Fahrt auf und das Pendel schlug in beide Richtungen aus. Zwar konnte einerseits Florida zwei Mal geschlagen werden, andererseits erlaubte sich das Team jedoch auch erste Ausrutscher in Form von Niederlagen gegen Ole Miss und Mississippi State.


Das bedeutet viel Druck für die letzten Saisonwochen. Gegen Tennessee darf sich Vandy keinen weiteren Ausrutscher erlauben. Gleichzeitig fehlt immer noch ein Sieg gegen ein deutliches Spitzenteam. Immerhin haben die Commodores gleich zwei Möglichkeiten, an diesem Status etwas zu ändern. 

Zumindest eines der beiden Spiele gegen Kentucky und Texas A&M sollten gewonnen werden, wenn das Team von Kevin Stallings am Ende nicht leer ausgehen möchte. Zwar gäbe es auch noch die Möglichkeit, durch ein starkes SEC Tournament zu punkten, allerdings ist ungewiss, ob Vandy nochmals die Möglichkeit bekommen sollte, auf ein Top25 Team zu treffen.


Washington
Bilanz: 16-12 (8-8 in der PAC12)
Quality Wins: Texas, Colorado, USC
Bad Losses: Oakland, UC Santa Barbara
Strength of Schedule: 37.
Must-Wins: vs. Washington State (2.3.)
Key Games: @Oregon (28.2.)

Die Huskies sind eines der jüngsten Teams der NCAA. Gleich vier Freshmen stehen in der Starting Five und übernehmen wichtige Rollen. Entsprechend spielt das Team einen energiegeladenen, unbekümmerten Stil, der schon so manchen Favoriten ins Wanken gebracht hat. Allerdings fehlt auch oft die Konstanz, wie es bei jungen Teams üblich ist. Daher sind auch Niederlagen gegen vermeintlich schwächere Gegner wie Oakland und UC Santa Barbara nicht überraschend.

Dennoch schmerzen diese Niederlagen erheblich. Auch weil die Huskies keinen wirklich hochwertigen Sieg aufweisen können. Der größte Erfolg war bisher der Auftaktsieg gegen Texas in China, wobei Texas das erste Mal unter Shaka Smart spielte und die Partie in einer Foulorgie endete.

Das Spiel gegen Washington State zu gewinnen, wird alleine nicht reichen. Ein Sieg bei den Ducks würde da schon erheblich helfen. Doch selbst wenn dieser Coup gelingen würde, müssen die Huskies ein starkes PAC12 Tournament spielen, um die jüngsten Niederlagen gegen andere Bubble Teams aus der Conference ausgleichen zu können.


Wisconsin
Bilanz: 18-10 (10-5 in der Big Ten)
Quality Wins: Iowa, Indiana, Maryland, Michigan State
Bad Losses: Western Illinois, Milwaukee, Northwestern
Strenght of Schedule: 22.
Must-Wins: @Minnesota (2.3.)
Key Games: vs. Michigan (28.2.), @ Purdue (6.3.)

Als Bo Ryan Mitte Dezember seinen Rücktritt plötzlich und unerwartet bekannt gab, schien das Tournament in unerreichbare Sphären abgedriftet zu sein. Das Team war mit den Vorjahresteams nicht zu vergleichen, die Euphorie in der heimischen Arena durch peinliche Niederlagen verflogen und die scheinbare Resignation von Stoiker Ryan machte wenig Hoffnung auf Besserung.

Unter Greg Gard kehrten die Badgers wieder zur Swing Offense zurück, die Rotation wurde tiefer und Mitte Januar setzte mit einem wichtigen Sieg über Michigan State eine Erfolgsserie ein, die die Euphorie zurückkehren ließ. Seit diesem Spiel gewannen neun ihrer letzten zehn Begegnungen und sind momentan das heißeste Team der Big Ten. Zuletzt konnte sie als erstes Team in dieser Saison einen Sieg aus Iowa entführen. 

Um jedoch wirklich befreit ins Conference Tournament gehen zu können, ist ein Sieg in Minnesota unumgänglich und auch ein Erfolg gegen Michigan würde extrem helfen.