02 April 2015

2. April, 2015  |  Daniel Schlechtriem  @W14Pick


Die Zeit vergeht wie im Flug, schon bald sind wieder Playoffs und das heißt auch, dass das Voting zum #NBACHEF Spieler des Monats für die Saison 2014/15 Abschied feiert. Die Redaktion hat es sich für die letzte Abstimmung aufgehoben, einen Spieler erstmals in dieser Spielzeit zum zweiten Mal zu wählen: Russell Westbrook von den Oklahoma City Thunder gebührt diese Ehre, er verteidigt seinen Platz an der Sonne im Westen, wenngleich bei weitem nicht so deutlich wie noch im Vormonat. Im Osten hingegen geht die Auszeichnung wieder an einen neuen Namen: Auf LeBron James folgt ein alter Weggefährte: Dwyane Wade von den Miami Heat wurde zum ersten Mal auserkoren.


Dwyane Wade (Miami Heat)

Stats Mrz:
24,5 PPG | 3,2 RPG | 4,3 APG | 1,7 SPG | 48,5% FG | 83,5% FT in 14 gm.

Highlights u.a.:
34 Pts, 4 Reb, 13-23 FG bei der Niederlagen gegen die Celtics [9.3.]
32 Pts, 5 Stl, 13-18 FG beim Sieg über die Cavaliers [16.3.]
40 Pts, 6 Reb, 4 Ass, 14-27 FG beim Sieg über die Pistons [29.3.]

Dwyane Wade wird über einen längeren Zeitraum kaum mehr der dominante Spieler sein, der er einmal war, das weiß er selbst ebenso gut wie sein Team. Dass der elffache All-Star jedoch noch immer innerhalb eines Monats dominieren kann, hat er im März nachdrücklich unter Beweis gestellt. 

In Abwesenheit von Chris Bosh nahm „Flash“ – wie man ihn in besseren Zeiten nannte – das Schicksal seiner Heat in die Hand. Mit Erfolg: Im Schneckenrennen um die offenen Playoff-Plätze hat Miami derzeit gute Karten, mitunter weil der inzwischen 33-jährige fast jeden zweiten Wurf versenkte und in zehn seiner vierzehn absolvierten Partien im März über 20 Punkte auflegte. In der American Airlines Arena wird man sich auch in Jahren noch nicht vom Abgang LeBrons erholt haben: Wenigstens kann man etwas in Nostalgie schwelgen, zu Zeiten, in denen die Nummer Drei noch gesunde Knie hatte und länger als nur knapp über 30 Minuten auf dem Feld stehen konnte. Man soll genießen, solange es noch andauert.

Wade siegt mit 45%, hinter ihm marschieren im Gleichmarsch seine beiden Vorgänger der Cleveland Cavaliers, Kyrie Irving und LeBron James, außerdem Brook Lopez von den Brooklyn Nets mit je 18%.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:


Don Wade ist zurück und führt seine Miami Mafia in die Playoffs! (Tiago Pereira)

D-Wade erinnerte im März wieder an D-Wade before the Big Three Ära. Er nahm seine Heat auf die Schultern und führte sie auf Platz 7 im Osten und man schielt sogar zu den schwächelden Bucks auf 6. Hoffentlich bleiben die Heat auf 7, den jeder will das Duell mit den Cavs in der 1sten Runde sehen! (Dusan Veljkovic)


Russell Westbrook (Oklahoma City Thunder)


Stats Mrz:
30,9 PPG | 8,5 RPG | 10,2 APG | 2,5 SPG | 40,3% FG | 85,8% FT in 14 gm.

Highlights u.a.:
49 Pts, 15 Reb, 10 Ass, 3 Stl beim Sieg über die Sixers [4.3.]
36 Pts, 5 Reb, 10 Ass, 5 Stl, 19-22 FT beim Sieg über die Celtics [18.3.]
36 Pts, 10 Reb, 14 Ass, 17-17 FT beim Sieg über die Hawks [20.3.]

Die menschliche Triple Double Maschine hat wieder zugeschlagen und im Monat März mal eben vier Stück nachgelegt. Das ist einer mehr als die Zweitplatzierten (drei Spieler gleichauf) in der ganzen Saison haben. Die Saison der Thunder wäre angesichts der Verletzungen und des Ärgers um Reggie Jackson im Desaster geendet, hätte Westbrook nicht Zahlen aufgelegt, die selbst für seinen verletzten Kollegen und amtierenden MVP Kevin Durant beachtlich wären. 

Es bleibt aber ein tiefschwarzer Fleck auf der sonst so weißen Weste. Mit sechs Turnover pro Spiel im März legte er auch in der weniger charmanten Kategorie einen Saisonbestwert auf. Gegen die Clippers am 11.3. waren es satte zehn – und es fehlte nicht viel zu einen unschmeichelhaften Quadruple Double. Dennoch: Oklahoma City kann die Leistungen der Rückennummer Null nicht hoch genug würdigen. Wenn sie – und danach sieht es schwer aus – in ein paar Wochen Playoff-Basketball zu sehen bekommen, dann hat das nur einen Grund. Und der ist seit diesem Jahr den letzten Schritt aus dem Schatten erwähnten Durants getreten. Oft wurde seitens seiner Kritiker in Was-Wäre-Wenn-Szenarien spekuliert, ob Russ auch ohne KD die Thunder zum Erfolg zu führen imstande sei. Seit einigen Wochen ist diese Frage uneingeschränkt beantwortet.

Westbrooks Siegesquote entspricht dieses Mal nicht der Freiwurf-, sondern eher der Feldquote: 45% verhelfen ihm zum Sieg, jeweils 18% gehen an Stephen Curry (Golden State Warriors), Anthony Davis (New Orleans Pelicans) sowie Chris Paul (Los Angeles Clippers).

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:


Nachdem ich ihm im Februar eine einstimmige Wahl noch verwehrt hatte, bekommt der Maskenmann meine Stimme dieses Mal. Seine Performance blieb auch im März beängstigend, schlichtweg überirdisch und eines MVPs durch und durch würdig. (Jan Wiesinger)

Pointzilla. Menschlicher Flummi. Oscar Roberston 2.0. Er alleine ist der Grund, warum eine Franchise, die den besten Spieler der Welt verliert, im härtesten Westen aller Zeiten trotzdem auf einem Playoff-Platz steht. Nach 3-12 Start in die Saison wohlgemerkt. Unfassbar. (Philipp Rück)

Fast and Furious trifft Star Trek: Captain Westbrook fegt mit Lichtgeschwindigkeit über den Court und legt dabei im März vier Triple Doubles auf. (Tiago Pereira)

Ja klar, wer sonst? Westbrook zieht auch im März seine Superman/Batman/The Flash Nummer durch und schrammt wieder knapp an einem Triple Double im Schnitt vorbei. Trägt die Thunder momentan Richtung Playoffs ohne The Real MVP und bringt uns weiterhin in Staunen. (Dusan Veljkovic)

Weitere Kandidaten:


Kyrie Irving
Man hätte hier wohl auch guten Gewissens LeBron wählen können. In diesem Monat entriss Kyrie seinem blaublütigen Teamkameraden aber durch eine mindestens ebenbürtige Leistung die März-Krone, und verdiente sich die Sporen insbesondere durch sein monströses 57-Punkte-Spiel gegen die Amigos aus San Antonio. (Jan Wiesinger)

In einem Monat, in dem man den amtierenden Champions im eigenen Haus 57 Punkte einschenkt, hat man diese Ehrung einfach verdient. „Die Cavs haben keine Chance, Kyrie kann Tony Parker nicht verteidigen!“ Anders herum denken – noch – die wenigsten. (Roman Schmidt)

LeBron James
Klar. Klingt langweilig. Aber wir haben uns schon so sehr an sein konstant brillantes Spiel gewöhnt, dass wir 25/6/7 nur noch gelangweilt zur Kenntnis nehmen. Fairerweise drängt sich im Osten aber auch niemand auf. Ein weiterer Grund, die Conferences auszulösen? (Philipp Rück)

Die Cavaliers sind inzwischen das heißeste Team im Osten und bei vielen Wettanbietern Favorit auf den Einzug in die Finals. LeBron ist wieder LeBron und das heißt MVP-Level. (Torben Siemer)

Brook Lopez
Lopez ist einfach heiß im Moment. Er scheint so, als sei er wieder top-fit und er gibt somit den gebeutelten Nets-Fans zumindest Hoffnung auf Schadensbegrenzung. Starke 20,7 PPG (54% FG) und 8,9 RPG hat der einstige All-Star im März aufgelegt. (Pascal Gietler)

Brooklyn hat acht von zehn gewonnen und wahrt (leider) seine Playoff-Chancen - vor allem dank Lopez. Der scort nicht nur viel/hochprozentig, sondern hat sich auch erinnert, dass Franchise Bigs mehr als fünf Rebounds pro Spiel greifen. (Seb Dumitru)

Chris Paul
Zwölf Mal 20-plus, neun Double-Doubles und sieben Mal 20/10... alles zusammen in einem Monat hat sonst kein Point Guard in dieser Saison geschafft. CP3 hielt die Clips ohne Blake im Alleingang auf Heimvorteil-Kurs im Westen. (Seb Dumitru)

Stephen Curry
Mein Gott, war das schwer. Wir brauchen eine neue Conference, irgendwo in der Mitte, damit sich nur zwei und nicht drei bis vier Spieler pro Monat übergangen fühlen. Ich hätte meine Stimme bis vor einer Woche James Harden gegeben, aber Steph hat eben erst 38 auf die Grizzlies regnen lassen und trifft inzwischen 51% bei neun Dreiern pro Spiel im März. Bei gerade mal 32 Minuten pro Spiel. WAS IST HIER LOS?! (Roman Schmidt)

139x abgedrückt, 71x getroffen. Curry trifft im März über 51 Prozent von Downtown und führt seine Warriors erstmals in der Franchise-Geschichte zu 60+ Siegen. (Torben Siemer)

Anthony Davis
Ich habe es mal wieder genossen, Anthony Davis bei der Verrichtung seiner Arbeit zuzusehen. Im März legte der Pelikan rund 28 Punkte und 11 Rebounds auf. Schade, dass es in NOLA dennoch nicht für die Playoffs reicht. (Pascal Gietler)


NBAChef Player of the Month 2014/15


Okt/Nov: Kyle Lowry, Marc Gasol
Dez: Jimmy Butler, James Harden
Jan: Kyrie Irving, Klay Thompson
Feb: LeBron James, Russell Westbrook
Mrz: Dwyane Wade, Russell Westbrook


Wer war euer Spieler des Monats März?

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