17 April 2015

17. April, 2015  |  Philipp Landsgesell  @Phillyland


Rookie of the Year: Andrew Wiggins 
Stats '14/15:
16,9 PPG | 4,6 RPG | 2,1 APG | 1,0 SPG | 45,3% FG | 31,0 % 3P | 76,0% FT in 82 gm.

Highlights:
- Einziger Rookie mit über 15 Punkten im Schnitt pro Spiel
- Vier Mal Rookie des Monats im Westen
- 23 Punkte, 6 Rebounds und 4 Assists pro Spiel im April

Insgesamt nur vier Rookies bekommen eine Stimme aus der Redaktion. Groß aufspielen konnten auch nur wenige: Mit Joel Embiid, Jabari Parker und Julius Randle verpassten drei der besten sieben Picks aufgrund von schweren Verletzungen beinahe die komplette Saison.

Damit sieht die Bilanz des Draftjahrgangs 2014 bescheidener aus, als vor dem Draft antizipiert. Dennoch ist die Rookie-Klasse eine starke. Mit der Verpflichtung von Andrew Wiggins für Kevin Love scheinen die Minnesota Timberwolves einen der besten Deals in ihrer Franchise-Geschichte getan zu haben. Wiggins wird ein echter Stützpfeiler in der Zukunft der T-Wolves sein.

Der Kanadier führt alle NBA-Frischlinge mit 16,9 Punkten pro Spiel an, mit weitem Abstand vor Jordan Clarkson von den Los Angeles Lakers an. Vor allem offensiv überraschte Wiggins, der durch die unzähligen Verletzten bei den Wolves im Angriff mehr gefordert war - eine Rolle, mit der er im Laufe der Saison immer besser zurechtkam und sich Monat für Monat steigerte.

Mit jeder Minute NBA-Spielzeit stieg sein Selbstvertrauen, und er scorte offensiv vielseitig. Doch er war nicht nur der offensive Angelpunkt bei den Wölfen. Head Coach Flip Saunders setzte den erst vor kurzem 20 Jahre alt gewordenen Wiggins Spiel für Spiel auf den besten gegnerischen Flügelpieler an.

Statistisch hat Wiggins eher bescheiden verteidigt, doch wenn man sein Alter sowie die hohe offensive Nutzungsrate beachtet, ist das keine Überraschung. Szenen wie gegen James Harden oder LeBron James, als er die gestandenen All-NBA-Spieler phasenweise so gut wie möglich neutralisierte und zu schweren Würfen zwang, deuten sein Stopper-Potential an.

Platz zwei belegt ein Draftpick von 2013. Aufgrund einer Knieverletzung verpasste Nerlens Noel die komplette letzte Saison und zeigte in dieser Saison, wieso er vor der Verletzung als möglicher erster Pick des vergangenen Jahres galt. Knapp 31 Minuten stand Noel für die Philadelphia 76ers auf dem Feld, erfreulicherweise verpasste er kein einziges Spiel wegen Problemen mit dem operierten Knie. Noel ist der defensive Anker der 76ers und gibt Hoffnung für eine bessere Zukunft in Philadelphia.

Auf Platz drei landet ebenfalls ein Sixers-Pick, der aber nach Orlando weitergegeben wurde: Elfrid Payton. Mit Victor Oladipo und Payton haben die Magic einen jungen und interessanten Backcourt. Einziges Problem: beide sind keine Distanzschützen. Speziell für Payton ist der Wurf noch das große Problem, doch alles andere sieht vielversprechend aus. Sein Assist-zu-Turnover Rate liegt bei guten  2,63 (Platz 16 in der Liga) und dürfte mit der nötigen Erfahrung noch besser werden. Auch seine Defensive war in seiner Premierensaison schon sehr ansehnlich.


Abstimmungsergebnis:
1. Andrew Wiggins (27)
2. Nerlens Noel (20)
3. Elfrid Payton (10)
4. Nikola Mirotić (9)

* Zum Abstimmungsverfahren: Jeder stimmberechtigte Redakteur wählt seine drei Favoriten und vergibt an diese je nach Präferenz drei, zwei oder einen Punkt.