13 März 2015

13. März, 2015  |  Seb Dumitru  @nbachefkoch


Im gestrigen Schwergewichtsfight zwischen San Antonio und Cleveland zeigten beide Mannschaften, warum sie nach schwachem Saisonstart mittlerweile wieder zu den Mitfavoriten auf den Titel gezählt werden müssen.

Die Spurs, die heuer 26 von 36 gewonnen hatten, wenn Parker, Duncan, Ginobili und Leonard auflaufen, spielten ihre Sets meist wunderbar herunter. Cleveland machte das, was sie stark macht: Isolationen und Pick & Rolls. Aus diesem Kontrast entwickelte sich das vielleicht beste Spiel dieser Saison.

Und wie das in solchen Spielen meistens der Fall ist, stahl ein Mann allen anderen die Show: Kyrie Irving. So viel Kyrie, auf so vielen Ebenen! Alles Kyrie, überall!

Der 22-Jährige erzielte nicht nur zum zweiten Mal in dieser Saison 50 Punkte oder mehr - was ihn zu einem von nur vier Spielern macht, die in den letzten 30 Jahren mindestens zwei Mal in einer Saison 50-plus einnetzten (Jordan, Kobe & Tom Chambers sind die anderen drei) - sondern mutierte in der Schlussphase der Partie zu einem feuerspeienden Dämonen mit Sam Cassell Eiern.


20 seiner 57 Zähler fielen in der letzten Minute der regulären Spielzeit und der Verlängerung, als Irving zwei gigantische Dreier zum Ausgleich versenkte und elf von 18 Cavs-Punkten in Overtime erzielte. Der Guard traf alle sieben Versuche von Downtown, alle zehn Freiwürfe und 20 von 32 insgesamt für einen neuen Cavaliers Franchise-Rekord.

Das Krasseste? Keiner von uns würde heute von all dem sprechen, wenn der amtierende Finals-MVP Kawhi Leonard vier Sekunden vor Schluss nicht zu Nick Anderson gemorpht wäre und beide Freiwürfe verkackt hätte - was Irving überhaupt erst die Tür für Heldentaten öffnete. Die Moral von der Geschicht'? Übt eure Freiwürfe, Kids!