26 März 2015

26. März, 2015  |  Axel Babst  @CoachBabst


Am heutigen Donnerstag geht der Wahnsinn weiter mit dem Sweet Sixteen. NBACHEF College-Experte Axel Babst hat alle 16 Teilnehmer, ihren Weg durchs bisherige Turnier und ihre Aussichten auf's Final Four unter die Lupe genommen.


Midwest Region

Kentucky Wildcats
79:56 vs. Hampton
Wenig überraschend konnte Coach John Calipari mit seinem Team in die Runde der letzten 16 einziehen. Im ersten Spiel hatte man gegen Underdog Hampton keinerlei Probleme. Zwar wehrten sich die Pirates nach Kräften gegen die Übermacht der „Big Blue Nation“, doch nach guten Aktionen in den ersten fünf Minuten, musste man sich anschließend der Überlegenheit des Titelfavoriten beugen. Kentucky nutzte konsequent die Größenvorteile gegen die löchrige Zonenverteidigung. Besonders NBA Talent Karl-Anthony Towns lieferte eines seiner dominanteren Spiele ab und erzielte 21 Punkte und sammelte 11 Rebounds beim 79:56-Erfolg.


64:51 vs. Cincinnati
Wesentlich mehr Mühe hatte der Titelfavorit dagegen schon im zweiten Spiel des Turniers gegen die Cincinnati Bearcats. Traditionell spielten die Bearcats sehr hart und kauften den jungen Wildkatzen damit in der ersten Halbzeit den Schneid ab. Sie diktierten das Tempo des Spiels und ermöglichten nur wenige Schnellangriffe. Zudem offenbarte Kentucky im Halbfeldangriff einmal mehr Probleme. Gegen die 2-3-Matchup-Zone fand Coach Cal erst Mitte der ersten Halbzeit das passende Mittel, indem er Trey Lyles als Schaltstation auf der Freiwurflinie platzierte. Dort konnte er entweder scoren oder zog andernfalls genug Aufmerksamkeit auf sich, um seinen Nebenleuten Freiräume zu ermöglichen. Den entscheidenden Impuls setzte jedoch Willie Cauley-Stein, der mit einem spektakulären Dunk über einen Verteidiger die Führung für seine Farben eroberte. Kentucky schloss die Halbzeit mit einem vorentscheidenden 10-0-Lauf und konnte eine 31:24-Führung in die Kabine mitnehmen. Nach der Pause versuchten die Bearcats mit allen Mitteln, die Partie zu drehen, doch die Wildcats ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Neben dem Einzug ins Sweet Sixteen dürfen sich die Wildcats nun auch darüber freuen, mit einer 36-0-Bilanz den historisch besten Start in eine Saison hinzulegen (zuvor Wichita State mit 35-0 im letzten Jahr).

West Virginia Mountaineers
68:62 vs. Buffalo
Es gab wenige Partien, bei denen dem Underdog im Vorhinein der Partie ein derart großes Upset Potential zugeschrieben wurde, wie den Buffalo Bulls. Dieser Anforderung wurden die Bulls auch fast gerecht. West Virginia dominierte die erste Halbzeit und zog den Gegnern mit ihrer harten Gangart scheinbar früh den Zahn. Die Führung pendelte sich dabei größtenteils in einem Bereich von 7 bis 10 Punkten ein. Allerdings verpasste es das Big12 Team an dieser Stelle mehr aus den eigenen Möglichkeiten zu machen und einen höheren Vorsprung zu erspielen. Das schien sich in der Schlussphase zu rächen, als Buffalos Xavier Ford mit 9 schnellen Punkten für den plötzlichen Ausgleich knapp 3 Minuten vor dem Ende sorgte. Ein etwas zweifelhafter Foulpfiff, ein wichtige Dreier von Tarik Phillip und Wurfpech bei Buffalo bewahrten WVU vor dem Ausscheiden.


69:59 vs. Maryland
In der ersten Halbzeit agierten beide Teams auf Augenhöhe. Die Presse der Mountaineers konnte nicht den gewohnten Effekt auf die Terrapins ausüben, da sich deren Coach Mark Turgeon im Vorhinein gut auf West Virginia vorbereitet hatte und die Pressverteidigung ein ums andere Mal geschickt aushebelte und leichte Punkte generieren konnte. Dennoch übernahm West Virginia die Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt zusehends und Maryland bekam aus mehreren Gründen Probleme mit der Ganzfeldverteidigung des Gegners. Bob Huggins hatte zur Pause etwas umgestellt und ließ fortan den Verteidiger des Einwerfers als Safety agieren und lange Baseball Pässe zu verhindern. Zudem wurde Melo Trimble, Staraufbau und einziger gelernter Ballhandler, zwei Mal hart am Kopf erwischt und wurde deshalb in den letzten 8 Minuten nicht mehr eingesetzt. Ohne Anführer waren die Terrapins für West Virginia leichte Beute und konnten stets auf Abstand gehalten werden.

Notre Dame
69:65 vs. Northeastern
Die ersten Minuten sahen so aus, wie man es aus Sicht der Irish wahrscheinlich erwartet hatte. Der Ball lief in der Offense gut und defensiv hielt man den Gegner weit genug vom Korb entfernt, um einfache Punkte zu verhindern. Doch sie verpassten es, sich weiter vom Underdog abzusetzen. Die Würfe fielen nicht in gewohnter Manier und mit zunehmender Spieldauer verflüchtigte sich die anfängliche Standfestigkeit der Verteidigung und speziell Zach Auguste sah nicht gut bei der Bewachung des Rings aus. Immerhin konnte er seine Fehler in der Offense ausbügeln, da er gute Blöcke setzte und die Anspiele seiner Guards sicher verwertete. Mitte der zweiten Halbzeit schienen die Irish wieder die Kontrolle über die Partie zu gewinnen, doch viele Unzulänglichkeiten und inkonsequente Drives ließen die Lücke offen, weshalb sich die Huskies herankämpften. Sie hatten sogar die Möglichkeit, mit einem letzten Angriff entweder auszugleichen oder das Spiel zu gewinnen, allerdings konnten sie keinen Wurf mehr absetzen.


67:64 (OT) vs. Butler
Ähnlich nervenaufreibend verlief die Partie gegen die Butler Bulldogs. Lange Zeit konnte das ACC Team eine hauchdünne Führung behaupten, ehe Andrew Chrabascz sie den Irish mit einem Dreier entreißen konnte. Anschließend folgte ein Schlagabtausch, an dessen Ende auf beiden Seiten die Nerven blank lagen und es in den letzten 3 Minuten zu keinen Punkten mehr kam. Gleich drei Siegchancen erhielten Bulldogs, doch sie konnten keine davon nutzen. In der Verlängerung agierten die Irish dann wieder als Team in der Offensiv und trafen ihre Würfe. Den entscheidenden Korb erzielte wieder einmal Jerian Grant.

Wichita State
81:76 vs. Indiana
Zwei der besten Backcourts der NCAA trafen in diesem Match aufeinander und ließen die Fans und Zuschauer diese Tatsache auch deutlich spüren. Besonders die Aufbauspieler Yogi Ferrell (Indiana) und Fred Van Vleet (Wichita State) lieferten sich ein packendes Duell und schenkten sich gegenseitig viele Punkte ein. Mitte der ersten Hälfte fingen die Hoosiers an, ihre Dreier zu treffen und konnten sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten, den aber die Kombination Van Vleet -  Baker unbeirrt schmelzen ließ. In der zweiten Halbzeit konnte Van Vleet dann auch seine große Stärke als General der Offense ausspielen und setzte seine Mitspieler direkt oder indirekt gekonnt in Szene. Diese lieferten auf den Punkt die Resultate, die Coach Marshall von ihnen fordert. In der Schlussphase zeigten sich die Shockers dann wesentlich gefestigter und konnten ihren Stiefel gewohnt sicher herunterspielen.

78:65 vs. Kansas
Auch dieses Spiel versprach im Vorhinein ein großes Spektakel zu werden, da die beiden Kansas Schulen für gewöhnlich nie aufeinander treffen und so geklärt werden konnte, wer die Nummer Eins im Staat ist. Zunächst sprach alles für die Jayhawks. Sie konnten in der Defense das Pick & Roll der Shockers geschickt unterbinden und fanden in den eigenen Angriffen oft genug gute Ausstiege, um sich einen Vorsprung zu sichern. Nichtsdestotrotz waren die erfahrenen Shockers in den entscheidenden Momenten clever genug, um Nadelstiche zu setzen und mit der Führung im Rücken in die zweite Halbzeit zu gehen. Da nahm Evan Wessel schließlich eine Schlüsselrolle ein. Der bullige Defensivspezialist versenkte reihenweise Distanzwürfe. Dadurch inspirierte er einerseits seine Mitspieler und andererseits zwang er die Kansas Defense dazu, an der Dreierlinie heften zu bleiben, was wiederum mehr Möglichkeiten im Pick & Roll für Van Vleet eröffnete. So setzten sich Shockers kontinuierlich ab und siegten hochverdient.


Sweet Sixteen Previews, Midwest

Kentucky – West Virginia
Bereits 2010 kam es zwischen diesen beiden Mannschaften und Coaches zu einem Duell unter ähnlichen Voraussetzungen. Im Elite Eight trafen die hochfavorisierten Kentucky Wildcats um John Wall und DeMarcus Cousins auf die Mountaineers. Der Final Four Einzug schien für die NBA Talente eine reine Formsache zu sein. Doch nicht mit Bob Huggins auf der gegnerischen Trainerbank. Mit einer 1-3-1-Zone verleitete er die Wildcats zu vielen Distanzwürfen, sodass WVU Kentucky niederringen konnte.

Auch dieses Jahr glaubt im Vorfeld kaum jemand ernsthaft, dass West Virginia dem Titelanwärter ernsthaft gefährlich werden könnte. Doch man sollte nicht so vorschnell urteilen. West Virginias Spielweise ist sehr anstrengend für jeden Gegner. Nicht nur auf physischer Ebene geht es ordentlich zur Sache, sondern auch psychisch gelangen die Mountaineers meist in die Köpfe des Gegners. Denn dieser ist meist genervt von der Häufigkeit und der Härte der Fouls. Auch wenn die meisten Wildcats routinierter agieren, als sie es in Wahrheit sind, zeigte sich zum Beispiel gegen Cincinnati, dass sie anfällig für eine solche Spielweise sein können. Denn Cincys Octavius Ellis probierte mit allen Mitteln die Wende herbeizuführen und konnte damit den einen oder anderen Spieler manipulieren. Bei WVU ist nicht nur ein Spieler im Kader, der diese Option gelegentlich im Notfall versucht, vielmehr ist der ganze Kader ständig in dieser Hinsicht aktiv. Zudem strotzen die Mountaineers vor Selbstbewusstsein und haben keine Angst vor dem übermächtigen Favoriten.

Auf taktischer Ebene zeigte Huggins bereits mehrfach im Laufe dieser Saison, dass sein Team die 1-3-1-Zone wieder im Petto hat und sich darin wohl fühlt. Der entscheidende Punkt wird wahrscheinlich sein, wie gut sie die immensen Größenvorteile der Wildcats egalisieren können. Gegen Texas, ein ähnlich großes Team wie Kentucky, gelang ihnen dies beispielsweise sehr gut und sie konnten ihren Stil 40 Minuten lang durchziehen. Kentucky hat jedoch den Vorteil, dass Coach Calipari seine Spieler 4 Tage lang auf die bevorstehende Pressverteidigung vorbereiten konnte und sich einige hilfreiche Ansätze von Maryland abgeschaut haben könnte. Zudem sind die meisten Guards in der Lage, über die Verteidigung hinweg zu sehen. Eine weitere nicht unwesentliche Bedingung für die Sensation ist eine gute Quote von der Dreierlinie.

Wichita State – Notre Dame
Beide Teams spielen sehr ansehnlichen Basketball im Halbfeld und profitieren dabei im Speziellen von ihren erfahrenen und hochwertigen Guards. Einen klaren Favoriten kann in diesem Spiel kaum identifizieren. Von Vorteil ist für Wichita State mit Sicherheit, dass das Backcourt Trio Van Vleet, Baker und Cotton seit Jahren eingespielt ist und seitdem auch schon eine Menge Erfahrungen gemeinsam durchlebt hat. Zudem sind die Shockers nicht unbedingt abhängig vom Distanzwurf. Durch ihr gutes Pick & Roll Verhalten können sie sich in fast jedem Angriff einen guten Wurf herausarbeiten. Zudem ist die Defense der Shockers präsenter, was auch daran liegt, dass sie über mehr Tiefe verfügen und somit die Beine stets frisch für die Verteidigung sind. Im Kader der Shockers stehen viele Rollenspieler, die ein Spiel entscheidend beeinflussen können.

Auf der anderen Seite symbolisierte das vergangene Spiel der Fighting Irish, was sie diese Saison so auszeichnet. Auch in brenzligen Situationen, die an die Substanz gehen, treten die Irish auf dem Feld als eine Einheit auf und bewegen den Ball durch die eigenen Reihen. Fast alle Spieler der regulären Rotation sind in der Lage, gegen Ende eines Spiels einen entscheidenden Korb zu erzielen. Das wird es den Shockers schwer machen, sich in einer potentiell engen Schlussphase auf einen einzelnen Spieler zu konzentrieren. In der Defense können die Irish zudem eine gute Länge mitbringen, um die Kreise des Duos Baker/Van Vleet einzuengen.

Final Four Teilnehmer: Kentucky



East Region

North Carolina State
66:65 vs. LSU
Zu Beginn der zweiten Halbzeit sah es keineswegs so aus, als würden die Wölfe das erste Spiel gewinnen, geschweige denn das zweite Wochenende erreichen. Unter den Körben dominierten Jordan Mickey und Jarell Martin das Geschehen. Doch in den letzten 10 Minuten stellten die Tigers das Spielen ein. In der Offense wurden kaum Systeme mehr gelaufen und wenn doch, dann nur sehr halbherzig. Selbst die Freiwürfe fanden nicht mehr ihr Ziel. Auf der Gegenseite initiierte Kyle Washington für sein Wolfsrudel den entscheidenden Lauf, indem er einen Mitteldistanzwurf traf. Diesem ließ er einen Tip-Dunk und einen Dreier folgen. Mit einem Rückstand von drei Punkten trat NC State die finale Minute an, in der dann BeeJay Anya der Sieggarant war. Zunächst machte er sich seine Spannweite bei einem Tip-In zu Nutze und im letzten Angriff versenkte er einen wilden Jumphook zum Sieg.


71:68 vs. Villanova
Es war das überraschendste Ergebnis in der Runde der letzten 32. NC State hatte sich nur knapp durchsetzen können, während Villanova ähnlich souverän wie die ganze Saison über im ersten Spiel aufgetreten war. Doch in diesem Spiel schienen die beiden Teams ihre Vorgeschichten miteinander verwechselt zu haben. Denn das Wolfsrudel zeigte mehrfach die Zähne und ein klarer Anführer war dabei nicht auszumachen. Stattdessen waren es verschiedene Bankspieler, die für kurze Läufe sorgten und ihrem Team damit langsam, aber kontinuierlich, einen Vorsprung sichern konnten. In der Schlussminute wurde es zwar noch einmal spannend, da für Villanova Darrun Hilliard drei Dreier in Folge versenkte, doch Ralston Turner verwandelte seine letzten beiden Freiwürfe eiskalt und bescherte seinem Team damit den Einzug ins Sweet Sixteen.

Louisville
57:55 vs. UC Irvine
Erst nach zähem Ringen konnte sich der Champ aus dem Jahr 2013 gegen den Big West Champ durchsetzen. Besonders Mamadou N’Diaye und Luke Nelson stellten die Cardinals vor große Herausforderungen. Während Nelson seine Jumper einnetzte und so für die Führung eine Minute vor dem Ende sorgte, erwies sich N’Diaye als unüberwindbares Hindernis. Zusätzlich elektrisierte er die Massen in der Arena mit seiner mitreißenden Art. In der Schlussminute war es dann zunächst Wayne Blackshear, der mit zwei Freiwürfen für den Ausgleich sorgte. Anschließend misslang der Angriff der Anteaters und zu allem Überfluss führte ein übermotivierter Reboundversuch dazu, dass die Cardinals erneut an die Linie gehen durften. Dort zeigte sich Quentin Snider sehr sicher und traf beide Versuche. Ein letzter Angriffversuch des Underdogs wurde von Terry Rozier kompromisslos unterbunden.


66:53 vs. Northern Iowa
In diesem Spiel gaben zwei Dinge den Ausschlag zugunsten der Cardinals. Zum einen garantierte ein blendend aufgelegter Terry Rozier seinem Team Punkte, wann immer es brenzlig wurde. Besonders sein Sprungwurf fand an diesem Tag oft sein Ziel und zwang die Defense der UNI aggressiver zu verteidigen, als es das Team eigentlich gewollt hätte. Auf der anderen Seite stand die Defense der Cardinals bombensicher und verhinderte, dass Seth Tuttle seinen gewohnten Einfluss auf die Begegnung nehmen konnte. Zudem verließ die Schützen des MVC Siegers nach den ersten Minuten das Wurfglück.

Oklahoma
69:60 vs. Albany
Zwar siegten die Sooners nicht sonderlich souverän, allerdings mussten sie während der gesamten Partie auch nie wirklich zittern. Immer wenn der Underdog genug Mut für einen Lauf gefasst zu haben schien, unterband dies ein Sooner mit einer selbstbewussten Einzelaktion. Besonders Buddy Hield und TaShawn Thomas taten sich in dieser Hinsicht hervor. Aber auch die Bankspieler konnten ihren Anteil zu diesem Sieg beitragen und die Great Danes auf Abstand halten.


72:66 vs. Dayton
Die erste Halbzeit war geprägt von zwei großen Läufen. Zunächst schienen die Sooners den Einzug in die nächste Rund möglichst früh in trockene Tücher wickeln zu wollen. Schnell hatten sie sich auf 29:17 absetzen, indem sie fabelhaft sicher von der Dreierlinie ihre Treffer einstreuten. Doch die Antwort folgte postwendend. Binnen weniger Minuten lagen die Flyers plötzlich mit 3 Punkten in Front und schienen die Partie an sich zu reißen. Eine Auszeit von Lon Kruger rettete seinem Team die Pausenführung. Nach der Halbzeit drehten erneut die Underdogs aus Dayton auf und konnten ihren Vorsprung auf 9 Zähler ausbauen, doch wieder schlugen die Sooners zurück und suchten nun konsequent den Weg zum Korb, wo sie gute Wurfgelegenheiten bekamen. In den letzten Minuten zeigte sich Jordan Woodard gewohnt sicher von der Linie.

Michigan State
70:63 vs. Georgia
Zu einem guten Zeitpunkt zeigte Guard Travis Trice die vielleicht beste Halbzeit seiner College Karriere. Er kurbelte den anfangs stotternden Motor in der Offensive höchstpersönlich an und machte das Spiel zu den richtigen Zeitpunkten schnell. Dadurch erhielten seine Mitspieler viele gute Wurfgelegenheiten, aber auch im Halbfeld übernahm der Guard die Kontrolle und war immer zur Stelle, wenn seine Mitspieler nicht weiter wussten. In der zweiten Halbzeit übernahm dann der bis dahin blass gebliebene Branden Dawson und scorte regelmäßig, sodass die Spartans ihre Gegner auf Abstand halten konnten. Eine gute Freiwurfquote am Ende der Partie sicherte dem Izzo Team den Sieg.

60:54 vs. Virginia
Auch in diesem Jahr setzten sich die Spartans gegen die Cavs durch. Im vergangenen Jahr war es noch zur gleichen Begegnung im Sweet Sixteen gekommen. In diesem Spiel zeigte sich Tom Izzos Qualität als Trainer. Die Spartans attackierten die Defense der Cavaliers sehr gezielt und brachten im richtigen Moment Tempo in die Aktionen. So erwischten sie die Verteidiger oft auf dem falschen Fuß und konnten sich vergleichsweise viele leichte Punkte sichern. In der Defense ließ man wiederum nichts anbrennen und gestattete Virginia kaum hochwertige Abschlüsse.


Sweet Sixteen Previews, East


NC State – Louisville
Bereits in der ACC trafen die beiden Teams in diesem Jahr einmal aufeinander. Damals gewann NC State in Louisville. Seitdem musste Louisville zusätzlich den Verlust von Guard Chris Jones hinnehmen. Zwar gehen die Cardinals auf dem Papier immer noch als Favorit in die Begegnung, doch ein Sieg des gut aufgelegten Wolfrudels wäre keine Überraschung. NC State verfügt über eine gute Tiefe im Kader. So können sich mehrere Spieler im Montrezl Harrell kümmern, die allesamt ähnlich gern physisch zur Sache gehen. Außerdem können die Wölfe Louisvilles Matchup-Zone variabel attackieren. Mit Ralston Turner und Trevor Lacey haben sie zwei sehr gute Schützen im Backcourt, die eine ständige Überwachung seitens der Verteidigung erfordern. Des Weiteren gehen die Bigs sehr hart zum Offensivrebound und können Louisville in diesem Bereich an einer empfindlichen Stelle treffen.

Für Louisville muss das Ziel daher sein, möglichst gut die Bretter zu kontrollieren, damit die Defense auch weiterhin so effektiv ist, wie im bisherigen Turnierverlauf. Sollte es gelingen, den Gegner erneut unter 60 Punkten zu halten, haben die Cardinals eine gute Chance auf den Einzug ins Elite Eight. Andernfalls müssen Terry Rozier und Wayne Blackshear offensiv erneut über sich hinauswachsen, um ihrem Team einen Sieg zu ermöglichen.

Oklahoma – Michigan State
Beide Teams spielen sehr ansehnlichen Basketball, wenn man sie gewähren lässt. Genau hierin liegt der Schlüssel für beide Teams. Wer kann die Offense des Gegners durch eine eigene standfeste Verteidigung besser stören. Die Sooners konnten sich hier im Vergleich zum letzten Jahr deutlich steigern, erreichen in der Regel aber dennoch nicht das Niveau der kampferprobten Spartans. Dafür ist insbesondere die Starting Five der Sooners wesentlich gefährlicher. Wichtige Rollen werden hierbei TaShawn Thomas und Ryan Spangler übernehmen. Die beiden Bigs Oklahomas können offensiv durchaus sehr kompetent erscheinen und zusammen den gegnerischen Frontcourt auseinander pflücken. Einzig Foulprobleme können die beiden dauerhaft stoppen, da die Spartans aber nur Branden Dawson als Lowpost Spieler aufweisen können, sollte die Gefahr ein hohen Foulproblematik nicht aufkommen. Im Backcourt egalisieren sich beide Teams fats vollständig, auch wenn Oklahoma hier ebenfalls leicht bevorteilt sein könnte, da Buddy Hield der beste 1-1-Spieler der Partie ist. Dennoch darf man ein von Tom Izzo gecoachtes Team im März niemals unterschätzen.

Final Four Teilnehmer: Oklahoma



West Region

Wisconsin
86:72 vs. Coastal Carolina
Bereits früh konnten sich die Badgers einen zweistelligen Vorsprung erarbeiten und spulten ab Mitte der zweiten Halbzeit nur noch ihr Programm herunter. Coastal Carolina fehlten die Möglichkeiten, um den Titelaspiranten in die Bredouille bringen zu können. Besonders Frank Kaminsky stach mal wieder hervor und schien ohne größere Anstrengung mal wieder eine sehr effektive Performance abzuliefern. Am Ende standen für den Senior 27 Punkte und 12 Rebounds zu Buche.


72:65 vs. Oregon
Die Oregon Ducks lieferten den Badgers einen harten Kampf und blieben während der gesamten 40 Minuten auf Schlagdistanz. Zwar führten die Badgers für den Großteil der Partie, doch die Ducks ließen sich nicht abschütteln. Angeführt von einem mal wieder sehr gut aufgelegten Joseph Young starteten sie sogar 8 Minuten vor dem Ende eine Aufholjagd und konnten das Spiel mit einem Dwayne Benjamin Dreier zum 52:52 ausgleichen. Davon völlig unbeeindruckt liefen die Badgers weiter ihre Offense, zogen die Intensität in der Defense nochmals an und konnten sich dank Sam Dekker wieder etwas absetzen. Dieser erzielte 5 aufeinanderfolgende Punkte. Anschließend zogen die erfahrenen Spieler Wisconsins genug Freiwürfe, um in der Crunchtime keine Spannung mehr aufkommen zu lassen.

North Carolina
67:65 vs. Harvard
Aus meiner Sicht war dies das merkwürdigste Spiel der gesamten ersten Runde. Beim 21:7 für UNC schienen sich die Anhänger der Tar Heels beruhigt zurücklehnen zu können. Doch keine 5 Minuten später musste man sich verwundert die Augen reiben, denn Harvard war bis auf 3 Punkte herangezogen. Eine gute Phase von Isaiah Hicks, der sehr tough in der Zone agierte, sicherte den Heels wieder eine 36:25-Pausenführung. Erneut schien Carolina davonzuziehen, da die Truppe von Roy Williams das Tempo nach den eigenen Vorstellungen kontrollieren konnte. Doch erneut kam Harvard zurück. Doch nicht nur das. Mit einem erfolgreichen 4-Punkte-Spiel lag die Eliteuni auf einmal mit zwei Zählern vorne. In der Schlussminute konnte Justin Jackson zunächst einen seiner patentierten Floater versenken und profitierte anschließend von einer wilden Reboundsequenz, an deren Ende er mutterseelenallein unter dem Korb Harvards stand und den Ball locker einschlagen konnte. Ein letzter Dreierversuch verfehlte das Ziel.


87:78 vs. Arkansas
In einem sehr wilden Spiel, bei dem die Spieler teilweise minutenlang von einer Seite des Feldes zur nächsten hetzten und sich bis zur vollständigen Erschöpfung verausgaben, konnte UNC stets eine kleine Führung behaupten. Besonders im Halbfeld wirkte das Team gefälliger und fand die besseren Optionen. Beide Teams versuchten ihren Gegner mittels einer 2-3-Zone zu schwierigen Würfe zu verleiten, was angesichts der schlechten Werfer auf beiden Seite und zunehmenden Ermüdung sicher nicht die schlechteste Idee beider Trainer war. Allerdings fand Carolina immer wieder den Weg zum Korb und konnte leichte Punkte erzielen. Einziger Wehmutstropfen bei dem Einzug ins Sweet Sixteen ist die Verletzung von Kennedy Meeks, dessen Einsatz nun fraglich ist. Er verdrehte sich unglücklich das Knie bei einer Reboundsituation.

Xavier
76:57 vs. Ole Miss
Gegen die etwas erschöpft wirkenden Rebels konnte Xavier das Spiel so aufziehen, wie Chris Mack es liebt. Im langsamen Halbfeldbasketball wurde Matt Stainbrook stets als erste Option im Interieur gesucht und dort auch sehr oft gefunden. Konnte er nicht selber mit einem seiner Jumphooks abschließen, bediente er geschickte die Dreierschützen, die einen guten Tag aus der Distanz erwischten. Mit 20 Punkten, 9 Rebounds und 5 Assists lieferte Stainbrook nicht nur eine gute Leistung ab, sondern gewann auch noch etliche neue Fans hinzu.


75:67 vs. Georgia State
Auch in diesem Spiel überzeugten die Musketeers durch exzellente Ausführung in der Offense. Gegen die 1-3-1-Zone der Panthers bewegten die X-men den Ball gut und fanden unter dem Korb mehrere Spieler, die dort sicher vollstrecken konnten. Stainbrook blieb dieses Mal etwas blasser, auch wenn seine pure Präsenz das Spiel zu verändern schien. Stattdessen konnten Jalen Reynolds als Finisher am Brett und Myles Davis als Scharfschütze die Akzente setzen.

Arizona
93:72 vs. Texas Southern
Bereits früh in der Partie dominierten die Wildcats das Geschehen und konnten sich rasch auf 20 Punkte absetzen. Anschließend wurde das Spiel im Schongang beendet, um Energiereserven für das kommende Spiel anzulegen. Nichtsdestotrotz dürften Sean Miller einige Unachtsamkeiten in der Defense nicht gefallen haben. Die Spieler zeigten sich nach dem Spiel auch selbstkritisch und bemängelten ihre fehlende Intensität. Rondae Hollis-Jefferson konnte ein Double-Double auflegen (23 & 10).

73:58 vs. Ohio State
Vor diesem Spiel hatten besonders Scouts und NBA Verantwortliche dem Tip-Off entgegengefiebert. Guard Sensation D’Angelo Russell traf auf Rondae Hollis-Jefferson, einen der besten Verteidiger der NCAA. Doch zu diesem Duell kam es anfangs kaum, denn bereits nach 10 Minuten hatte es Russell mit vier verschiedenen Bewachern zu tun gehabt. Die konnten aber allesamt nicht verhindern, dass der Aufbau vier absolut geniale Pässe spielte und sein Team somit in Reichweite zu den Wildcats blieb. Arizona hatte in der ersten Halbzeit große Probleme mit der Zonenverteidigung der Buckeyes. In der zweiten Halbzeit übernahm dann T.J. McConnell. Der erfahrene Guard kümmerte sich in der Defense nun um Russell und nahm ihm aus dem Spiel. Um jeden für Russell gestellten Block kämpfte sich McConnell in Windeseile herum. Aber auch offensiv lieferte er viele Punkte und gute Drives, sodass sich Zona Punkt für Punkt absetzen konnte.


Sweet Sixteen Previews, West

Wisconsin – North Carolina
Hier prallen zwei Extreme aufeinander. Wisconsin bevorzugt den langsamen, kontrollierten Halbfeldbasketball, bei dem sie ihre Swing Offense durchlaufen können. Carolina will hingegen ein schnelles Spiel haben und möglichst viele Möglichkeiten im Fastbreak erspielen. Die Frage ist also, welcher Stil sich am Ende durchsetzen kann. Wisconsin scheint eigentlich zu routiniert, zu gut gecoacht und zu talentiert zu sein, als dass es ernsthaft in Versuchung geraten könnte, mit den Heels mitzurennen und ihnen Fastbreaks zu ermöglichen. Des Weiteren scheinen die Tar Heels kein geeignetes Matchup für Kaminsky aufbieten zu können. Selbst wenn Kennedy Meeks fit sein sollte, fehlen ihm die Schnelligkeit und Größe, um ihn zu stoppen. So oder so müssen Marcus Paige und Brice Johnson an ihrer Leistungsgrenze kratzen, wenn sie ihre Saison verlängern wollen. Carolina ist unberechenbar, aber reicht das wirklich dazu aus, Wisconsin ein Bein zu stellen?

Xavier – Arizona
Die X-Men sind sicher nicht chancenlos gegen Arizona. Denn ähnlich wie die Buckeyes ist das von Chris Mack gecoachte Team in der Lage, den Gegner mit einer gut einstudierten 2-3-Zone im Rhythmus zu stören. Sollte die Wildcats dagegen ähnliche Probleme offenbaren, wie am vergangenen Wochenende, können die Musketeers das Spiel sicher lange offen halten. Denn mit Matt Stainbrook und Jalen Reynolds unter dem Korb, verfügt man über genug Größe und Masse, um Arizona zumindest ärgern zu können. Dazu sind Spieler wie Myles oder Dee Davis an guten Tagen dazu befähigt, ein Spiel entscheidend zu beeinflussen.
Für Arizona wird es darauf ankommen, die Big Men aus Foulproblemen rauszuhalten und offensiv eine gute Leistung abzurufen. Hier sind wieder Gabe York und Elliott Pitts gefragt, mit Dreiern für Entlastung zu sorgen. Außerdem dürfen sich Hollis-Jefferson und Stanley Johnson nicht wieder einen Offday erlauben. Zur Not muss T.J. McConnell wahrscheinlich wieder die Kohlen aus dem Feuer holen.

Final Four Teilnehmer: Wisconsin



South Region

Duke
85:56 vs. Robert Morris
Nach kurzer Einspielphase setzten sich die Blue Devils mühelos ab und brillierten mit selbstlosem Offensivbasketball. Besonders Jahlil Okafor war wieder einmal nicht zu stoppen. Neben dem Center überzeugten auch die anderen Starting Five Spieler auf ganzer Linie. Cook traf seine Distanzwürfe, Jones und Winslow traten als Ballverteiler in Erscheinung.


68:49 vs. San Diego State
Mit einem Blitzstart überrumpelte das Team von Coach K die Aztecs. Von dieser kalten Dusche erholte sich der 8 Seed während der gesamten ersten Halbzeit nicht mehr. Jahlil Okafor präsentierte erneut sein komplettes Paket. Er scorte im Lowpost variabel, lief den Fastbreak und zeigte zusätzlich auch noch sein Talent im Pick & Roll. Auch Freshman Kollege Justise Winslow konnte mit seiner Vielseitigkeit bestechen und ließ sich keineswegs von der physischen Gangart der Partie mitreißen, sondern spielte aggressiv, aber zeitgleich auch sehr besonnen auf. Nach der Halbzeit keimte für das Team von der Pazifik Küste noch einmal kurz Hoffnung auf, als Malik Pope zwei Dreier in Folge versenken und den Rückstand auf 7 Punkte herunterschrauben konnte. Doch nach kleiner Kurskorrektur zogen die Devils mit einem 11:0-Lauf auf und davon.

Utah
57:50 vs. Stephen F. Austin
Gegen eine der effizientesten Offensiven der NCAA zementierten die Utes die eigene Zone ein und hatten in Jakob Pöltl den besten Spieler auf dem Feld in ihren Reihen. Er sorgte mit seiner Präsenz nicht nur dafür, dass die Lumberjacks kaum zu sauberen Abschlüssen in der Zone gelangen konnten, sondern konnte auch offensiv als Waffe äußerst effektiv eingesetzt werden. Im Pick & Roll stellte er gute Screens und rollte sich anschließend im richtigen Moment ab. Mit seinen guten Händen verwertete er die Anspiele seiner Mitspieler sehr konsequent. Mit seiner Größe war er kaum zu stoppen. Einen wesentlichen Anteil am Sieg hatte aber auch der Coaching Staff, der sich im Vorhinein sehr intensiv mit der Motion Offense der Lumberjacks beschäftigt hatte und für jeden Ausstieg eine passende Lösung präsentieren konnte.


75:64 vs. Georgetown
Den besseren Start erwischten die Hoyas. Die Universität aus Washington D.C. konnte speziell durch die Freshman Wings Copeland und Peak erfolgreich in der Offensive agieren. Doch die Utes kämpften sich zurück und konnten durch gutes Teamplay kontinuierlich die Lücke schließen. Im Folgenden blieb es bis Mitte der zweiten Halbzeit ein sehr enges Spiel. Beide Mannschaften konnten Läufe starten, die wiederum vom Gegner übertrumpft wurden. Kein Team konnte sich einen klaren Vorteil herausspielen. Erst ein Dreier von Brandon Taylor zum 64:57 sorgte erstmals für eine etwas deutlichere Führung. Da die Defense der Utes nichts mehr anbrennen ließ, konnte Georgetown keinen erneuten Run starten.

UCLA
60:59 vs. SMU
Die Teilnahme der Bruins wurde bereits vor dem Spiel heiß diskutiert. Denn viele waren der Meinung, dass sie es nach den gezeigten Leistungen innerhalb der Saison eigentlich nicht verdient gehabt hätten, am Tournament teil zu nehmen. Davon unbeeindruckt präsentierten sich die Bruins gegen SMU auf Augenhöhe. Mehr sogar noch: Mitte der zweiten Halbzeit konnten sie ihren fortwährenden Vorsprung auf 10 Punkte ausbauen. Dann folgte der Einbruch. Nic Moore führte sein Team bei einem 18:0-Lauf an und schien es damit auf die Siegerstraße zu befördern. Doch weit gefehlt. Es folgte ein letztes Aufbäumen der UCLA Bruins. An dessen Ende lagen sie mit 2 Punkten bei eigenem Ballbesitz zurück. SMU schien in dieser Sequenz gut zu verteidigen, denn Bryce Alford sah sich gezwungen, einen Notdreier zu nehmen. Dieser wurde nach Auslegung der Referees zu früh von Markus Kennedy abgewehrt und sie entschieden auf Goaltending. Ein letzter Verzweiflungswurf der Mustangs fand nicht annähernd den Weg in den Korb.


92:75 vs. UAB
Nach dieser knappen Geschichte, die sehr kontrovers diskutiert wurde, trafen die Bruins auf UAB. Das Überraschungsteam schien gegen Iowa State alle Power verbraucht zu haben. Nach einer ordentlichen Anfangsphase bekamen die Underdogs zusehends Schwierigkeiten mit der Qualität des UCLA Frontcourts. Besonders Tony Parker stellte mit der Defense des Gegners an, was auch immer er wollte. Am Ende standen ein deutlicher Sieg und ein beeindruckendes Double-Double für Parker (28 & 12) auf der Anzeigetafel.

Gonzaga
86:76 vs. North Dakota State
Gegen einen sehr undankbaren Gegner reichte den Zags eine mäßige Leistung, um die Partie einigermaßen sorgenfrei gewinnen zu können. Nach anfänglichen Schwierigkeiten führten die Zags fast über die gesamte Spiellänge mit einem Vorsprung im zweistelligen Bereich. Kurzzeitig wurde es nochmal interessant, als NDSUs sechster Mann Dexter Werner groß aufspielte und die lange Garde der Bulldogs extrem schlecht aussehen ließ. Dafür gab es offensiv mal wieder sehr wenig an dem Auftritt des WCC Champs zu bemängeln.

87:68 vs. Iowa
Dieses Spiel war für die Bulldogs ein kleiner Härtetest. Denn bis zu diesem Zeitpunkt waren sie kaum auf ein vergleichbar großes Team getroffen, wie es die Hawkeyes aufbieten konnten. Davon zeigten sich die Bigs allerdings nicht beeindruckt. Eher das Gegenteil war der Fall, da sie die Herausforderung zusätzlich zu beflügeln schien. Mit gutem Passspiel und guter Ausführung der Setplays wurden die langen Leute unter dem Brett geschickt in Szene gesetzt, wofür sich diese mit einer hohen Trefferquote erkenntlich zeigten. Auch die Defense konnte einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen, als noch im ersten Spiel.


Sweet Sixteen Previews, South

Duke – Utah
Auch wenn Duke als der große Favorit in die Begegnung gehen wird, sind die Utes keineswegs so chancenlos, wie sie von den Medien in den USA dargestellt werden. Mit Jakob Pöltl verfügen sie über einen Center, der Jahlil Okafor einen harten Kampf liefern wird. In diesem Duell kann der Österreicher nur gewinnen. Selbst wenn Okafor dennoch regelmäßig scoren sollte, ist dies keine Garantie für Duke auf einen Sieg. Notre Dame ließ Okafor beispielweise gewähren und konzentrierte sich stattdessen darauf, die Dreierschützen kalt zu stellen. Zudem können die Utes einen ähnlich talentierten Backcourt aufweisen. Delon Wright und Brandon Taylor sind mindestens genauso gut aufeinander eingespielt, wie ihre Pendants auf Seiten Dukes. Der Schlüssel für die Utes wird ohnehin auch in der Offensive zu finden sein. Können die Schützen Loveridge, Tucker und Taylor ihre Distanzwürfe einnetzen, bestehen gute Chancen auf einen weiteren Überraschungssieg.

Duke muss dies tunlichst vermeiden. Besonders interessant wird sein, wie Coach K verteidigen lässt. Denn die Utes spielen sehr viel mit Down- und Backscreens, was zu viel Unruhe führen kann. Zusätzlich wird meist die Mobilität Pöltls ausgenutzt, weshalb dieser viele Pick & Rolls läuft. In diesem Bereich liegt Okafors große Schwachstelle. Er ist meist nicht schnell gut und zu schlecht positioniert, um einen guten gegnerischen Aufbauspieler an der Penetration zu hindern. Hier müssen die Devils aufpassen, dass sich ein vermeintlicher Vorteilm den sie in Okafor zu haben scheinen, nicht in einen gewaltigen Nachteil verwandelt.

UCLA – Gonzaga
Auch hier kommt es zu einem interessanten Duell. Unter normalen Umständen sollte dies eine klare Sache für die Zags werden. UCLA versucht die Schwächen in der Defense mit verschiedenen kuriosen Zonenverteidigungen zu kaschieren. Allerdings sind die Zags ein Team, das keinerlei Probleme mit dem Angriff gegen eine solche Verteidigungsform aufweist. Denn sie verfügen über eine Armada an Schützen, wissen aber zeitgleich auch sehr gut, wie sie ihre Bigs gegen eine solche Verteidigungsform geschickt in Szene setzen können. UCLA muss hier sogar aufpassen, dass es nicht ins offene Messer läuft.

Auf der anderen Seite sollten die Bruins ihrerseits versuchen, möglichst viel über Tony Parker im Lowpost laufen zu lassen. Denn er hat mehr Masse oder ist beweglicher als seine potentiellen Gegenspieler, weshalb er eigentlich immer in der Lage sein sollte, sich einen guten Wurf zu erarbeiten. Zudem muss Kevon Looney endlich anfangen, seine vermeintlich leichten Putbacks und Durchstecker zu verwerten. Hier ließ er zuletzt viel zu viele Chancen ungenutzt. Außerdem wird es entscheidend sein, dass Bryce Alford und Isaac Hamilton ihre Anzahl an Ballverlusten in Grenzen halten und gleichzeitig als Scorer in Erscheinung treten können, falls dies notwendig ist.

Final Four Teilnehmer: Gonzaga