04 März 2015

4. März, 2015  |  Axel Babst  @CoachBabst


Bald ist es wieder soweit: die schönste Zeit des Jahres für alle NCAA-Nerds steht bevor. Doch schon einige Wochen vor dem K.O-Turnier befinden sich viele Teams in einer Situation, in der jedes Spiel gewonnen werden muss, um sich einen heißbegehrten Platz im Teilnehmerfeld unter den Nagel zu reißen.

Die sogenannten "Bubble-Teams" müssen sich einem wochenlangen Nervenkitzel unter hoher Belastung aussetzen, ehe sie am Selection Sunday (15.März) erfahren, ob sich die Plackerei gelohnt hat und diese vom Entscheidungsgremium der NCAA gewürdigt wird. Im Folgenden werden die größten Wackelkandidaten samt verbleibendem Fahrplan genauer unter die Lupe genommen.

Boise State (22-7)
Big Wins: St Mary’s, Colorado State, San Diego State
Bad Losses: Loyola (Illinois)

Saison: Als sich nach wenigen Spielen Schlüsselfigur Anthony Drmic das Kreuzband riss, schien das NCAA Tournament in weite Ferne gerückt zu sein. Bis dato hatten die Broncos einen schweren Spielplan hinter sich gebracht, allerdings die wirklich wichtigen Duelle im Hinblick auf ein gutes Saisonresümee verloren. Doch wer nach dem Ausfall des Leaders Drmic befürchtete, dass der MWC Aspirant nun einen Einbruch erleiden und außer Reichweite der March Madness geraten würde, sah sich getäuscht. Unbeirrt spielte das Team weiter seinen Stiefel runter und zeigte sich enorm treffsicher von außen. Abgesehen von einer Schwächephase zu Beginn der Conference Saison, zeigten die Broncos erstklassigen und erfolgreichen Basketball. Sie erfüllten die Pflichtaufgaben und konnten auch die Power Houses der Conference San Diego State und Colorado State bezwingen. Allerdings war keines der beiden Teams zu diesem Zeitpunkt unter den Top25 des Landes zu finden, was die Siege ein wenig schmälert.

Ausblick: Der Sieg gegen San Diego State am Wochenende hat Eindruck beim Selection Komitee hinterlassen. Jetzt müssen auch die Pflichtaufgaben gegen San José State und Fresno State bewältigt werden und im folgenden MWC-Turnier gute Leistungen und möglichst viele Siege her, wenn die Broncos eine realistische Chance auf einen Platz im Teilnehmerfeld wahren wollen.

BYU (23-8)
Big Wins: Stanford, St. Mary’s
Bad Losses: Pepperdine (2x), San Diego

Saison: Die Cougars sind wesentlich besser als die Resultate vermuten lassen. Mit Tyler Haws und Kyle Collinsworth befinden sich zwei der besten Spieler der NCAA in ihren Reihen. Doch bislang konnten sie das nicht in Ergebnisse ummünzen. In den entscheidenden Spielen gegen San Diego State, Utah und Gonzaga fehlte stets nicht viel, um den Favoriten zu stürzen, doch am Ende stand dennoch nur eine knappe Niederlage zu Buche. Zu allem Überfluss leistete man sich während der WCC Saison Ausrutscher, die man sich als WCC Contender nicht leisten darf. Denn die Cougars verloren gegen Pepperdine und San Diego, erhielten aber nicht die Chance, diese bitteren Niederlagen durch Siege über Topteams wett zu machen, da diese neben Gonzaga in der WCC schlicht fehlen.

Cincinnati (20-9)
Big Wins: SMU (2x), San Diego State, Tulsa, Temple
Bad Losses: Tulane, East Carolina, Nebraska

Saison: Wie jedes Jahr bestachen die Bearcats durch ihre zermürbende Defense, die dem Gegner jegliche Spielfreude raubt. Doch unmittelbar nach dem vielleicht wichtigsten Sieg der Saison gegen San Diego State wurde bei Headcoach Mick Cronin ein Hirnaneurysma diagnostiziert, das ihn bis auf weiteres vom Coaching abhält. Doch auch unter Interimscoach Larry Davis konnten die Bears schnell wichtige Siege einfahren und gleich zwei Mal Conference Primus SMU bezwingen. Die Defense präsentierte sich im weiteren Verlauf der Conference Spiel gewohnt bombensicher, allerdings führte die Ideenlosigkeit im Angriff dazu, dass man sich unnötige Niederlagen gegen Teams wie East Carolina oder Tulane einhandelte. Das Duell mit Xavier, das zuletzt zwischen den Conference Spielen stattfand, sorgte jedoch dafür, dass die Bearcats wieder fokussierter zu Werke gingen.

Ausblick: Die kommenden Duelle gegen Tulsa und Memphis werden wichtig für das Resümee sein. Speziell mit einem Sieg über Tulsa könnte man einen direkten Konkurrenten ausstechen und damit die Sicherheit auf eine Teilnahme am NCAA Tournament erhöhen. 



UConn (17-11)
Big Wins: Tulsa, Dayton
Bad Losses: Houston, Yale

Saison: Für den Vorjahreschamp lief kaum etwas nach Plan in dieser Saison. Das zeichnete sich bereits früh in der Saison ab, als man gegen Texas unglücklich durch einen Buzzerbeater verlor und sich dieses Szenario kurze Zeit später gegen Yale wiederholte. Diese Saisonphase schadete dem Selbstvertrauen der Spieler und dem Vertrauen der Medienwelt in die Huskies gewaltig. Dieses fehlende Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten machte sich auch in den entscheidenden Momenten bemerkbar. Immer wenn die Huskies die Chance hatten, durch einen Sieg wieder Tuchfühlung zu den Topteams der Conference herzustellen, versagten die Nerven. Besonders ärgerlich war in diesem Zusammenhang die blutleere Vorstellung in Dallas bei den SMU Mustangs. In diesem Spiel hätte man die Chance auf einen elementaren Sieg gehabt, dem bereits ein Sieg gegen Conference Krösus Tulsa vorangegangen war, doch SMU wies Boatright und seine Statisten deutlich in die Schranken.

Ausblick: Tatsächlich könnte der Zug schon abgefahren sein. Ein Erfolg über SMU hätte die Wende bringen können. Zwar gelang danach im Rematch mit den Mustangs ein Sieg, der könnte aber bereits viel zu spät gewesen sein. UConn darf kein Spiel mehr herschenken, ansonsten kann der amtierende Champ die Hoffnungen auf eine Tournament-Teilnahme begraben.

Dayton (23-6)
Big Wins: Texas A&M, Ole Miss
Bad Losses: Duquesne

Saison: Auf den ersten Blick mag die Saison des Überraschungsteams aus dem Vorjahr enttäuschend verlaufen sein. Doch der Sweet Sixteen Qualifikant aus 2014 hat keineswegs unter seinen Möglichkeiten gespielt. Denn früh in der Saison musste Trainer Archie Miller die Abgänge der einzigen Big Men des Kaders verkraften. Fortan sahen nur noch sieben Akteure regelmäßige Minuten in der Rotation, wobei keiner dieser Spieler die 2-Meter-Marke knackt. Nichtsdestotrotz spielten die Flyers über weite Strecken sehr ansehnlichen und erfolgreichen Basketball. Mit gnadenloser Effektivität erfüllten sie alle Pflichtaufgaben und kassierten nur eine einzige schmerzhafte Niederlage gegen Duquesne. In vielen anderen Partien hatte man zudem das Pech, in den letzten Sekunden geschlagen zu werden (z.B. gegen George Washington per Buzzerbeater). Wichtig könnten in der Bewertung der Saisonleistung seitens des Entscheidungsgremiums außerdem noch die Siege gegen die anderen Bubble Teams Texas A&M und Ole Miss werden.

Ausblick: Ein starker Schlussspurt ist für Dayton unabdingbar. Gegen VCU und Rhode Island, einen weiteren Nebenbuhler um die Regular Season Krone der Atlantic 10, mussten dringend Siege her. Mission erfüllt! Gerade gegen Rhode Island war der Triumph von großer Bedeutung, um ein weiteres mögliches Bubble Team von der Diskussion fern zu halten. Sollte Dayton also auch noch in der letzten Partie der Saison gegen LaSalle erfolgreich sein und im Conference Turnier mindestens das Halbfinale erreichen, steht einer weiteren Tournament-Teilnahme nichts im Weg.

Georgia (19-10)
Big Wins: Ole Miss (2x), Texas A&M
Bad Losses: South Carolina (2x), Auburn, Georgia Tech

Saison: Die ersten Saisonmonate verliefen für Georgia ordentlich. Man verlor vor dem Start der Conference Saison nur gegen Gonzaga und Minnesota, zwei zu dem Zeitpunkt respektable Gegner. Der Start in die SEC verlief dann suboptimal, da man gegen die LSU und Arkansas zwei Mal knapp unterlag. Die folgenden Pflichtaufgaben wurden jedoch standesgemäß abgehakt. Dann kam jedoch das Spiel gegen South Carolina und man kassierte eine deutliche Niederlage. Seitdem ließen die Bulldogs die Abgeklärtheit der ersten Wochen vermissen. Immerhin konnten sie vor wenigen Tagen gegen Ole Miss siegen und somit einem direkten Konkurrenten die Stirn bieten.

Ausblick: Sofern die Bulldogs sich keinen Aussetzer in den verbleibenden Spielen leisten und Missouri und Auburn schlagen, sollten die Chance sehr gut stehen, sich im finalen Bracket wiederzufinden. Sollten sie sich nochmal blamieren mit einer Niederlage bei einem Underdog, müssten entsprechend vorzeigbare Leistungen im SEC Tournament erbracht werden - es sei denn sie schlagen Kentucky. 

Illinois (18-11)
Big Wins: Maryland, Michigan State
Bad Losses: Nebraska, Minnesota

Saison: Im ersten Teil der Saison unterliefen Illinois, im Gegensatz zu so manch anderem Big Ten Team, keine groben Schnitzer. Doch auch potentielle Big Points ließ man liegen und konnte weder Villanova, noch Miami schlagen. In der Big Ten Saison lief es dann allerdings weniger rund, was auch damit zusammenhing, dass sich Leader Rayvonte Rice zuerst verletzte und dann auch noch suspendiert wurde. So gingen Spiele gegen Nebraska und Minnesota verloren. Zwar konnte man auch die eine oder andere Überraschung erzwingen, indem man beispielsweise Maryland und Michigan State schlug, doch zuletzt ging der Trend wieder bergab. Drei Niederlagen in Folge gegen andere Bubble Teams sind kein gutes Bewerbungsschreiben für das NCAA Tournament.

Ausblick: Die Fighting Illini müssen den Negativtrend schnell stoppen, denn jede weitere Niederlage könnte sich als fatal erweisen. Doch neben einem guten Schlussspurt in der Regular Season muss Illinois im Big Ten Tournament noch etwas reißen, ansonsten wird es eng mit der March Madness.



Indiana (19-11)
Big Wins: Ohio State, Maryland, SMU, Butler, Pittsburgh
Bad Losses: Northwestern, Purdue (2x), Eastern Washington

Saison: Mit furiosen Offensivspektakeln gewannen die Hoosiers bisher mehr Spiele, als es ihnen die meisten Beobachter vor der Saison angesichts der verkorksten Saisonvorbereitung und dem Fehlen eines echten Big Mans zugetraut hätten. Besonders das Backcourt Duo Yogi Ferrell und James Blackmon Jr. harmonierte von der ersten Sekunde an blendend. Doch so unbeschwert die Mannen aus dem Basketballstaat auch im Angriff agieren, ihre Defense kostete Tom Crean schon einige Nervenbündel. Daher kassierten sie auch gegen Underdogs vermeidbare Niederlagen. Fällt zusätzlich auch der Dreier nur mäßig, hat die Mannschaft ernsthafte Schwierigkeiten, ein Spiel zu gewinnen. Aufgrund der wechselhaften Leistungen und der schwächelnden Big Ten Conference konnten sie auch kein starkes Resümee zusammenstellen.

Ausblick: Indiana muss nach der Niederlage gegen Iowa dringend Michigan State schlagen, um den Erfolgsdruck im Conference Tournament nicht unnötig zu erhöhen. Dennoch sollten die Hoosiers relativ sicher Teil der March Madness werden.

Iowa (20-10)
Big Wins: North Carolina, Ohio State (2x), Maryland
Bad Losses: Northwestern, Minnesota

Saison: Bereits früh in der Saison unterzog Trainer Fran McCaffery seine Athleten den ersten Härtetest der Saison. Noch Ende November traten die Hawkeyes bei einem hochkarätig besetzten Turnier in New York an, wo man sich direkt die ersten zwei Saisonniederlagen gegen Texas und Syracuse einfing. Es folgte jedoch eine kleine Siegesserie, in deren Verlauf man unter anderem North Carolina in die Knie zwingen konnte. Anschließend mussten die Hawkeyes zur Kenntnis nehmen, dass sie bloß das drittbeste Team des Staates Iowa unterstützen, da man sowohl Iowa State, als auch Northern Iowa unterlag. Immerhin verlief der Start in die Conference Saison verheißungsvoll, da man vier der ersten fünf Partien für sich entscheiden konnte. Doch eine Demontage bei den Wisconsin Badgers sorgte sichtlich für Verunsicherung. So verlor man sogar gegen Northwestern nach Verlängerung. Nach dieser bitteren Pille spielten die Hawkeyes wie ausgewechselt und gewannen zuletzt drei Mal in Folge teils sehr deutlich.

Ausblick: Von den letzten drei Spielen müssen die Begegnungen gegen Penn State und Northwestern dringend gewonnen werden. Ein Sieg in der Assembly Hall gegen Indiana war ein Meilenstein für Iowa, allerdings müssen diesem auch noch ein Pflichtsieg über Northwestern und ein guter Auftritt beim Big Ten Turnier folgen. Gelingen hier noch ein bis zwei Siege, ist die March Madness in Reichweite.

LSU (21-8)
Big Wins: West Virginia, Georgia, Ole Miss
Bad Losses: Missouri, Mississippi State, Auburn

Saison: Mit sehr wechselhaften Leistungen bilden die LSU Tigers den Inbegriff eines Bubble Teams. Starke Auftritte wie der Comeback Sieg gegen West Virginia wechselten sich ab mit blutleeren Auftritten und empfindlichen Niederlagen wie gegen Missouri. Auch in der Conference Saison ergab sich ein ähnliches Bild. Immerhin konnte man hier die schlechten Auftritte ein wenig reduzieren und leistete sich nur noch eine weitere bittere Niederlage gegen Auburn. Besonders die Siege gegen die direkte Konkurrenz aus Georgia und von der Ole Miss könnten sich als elementar erweisen. Jedoch verlor man beide Duelle gegen Texas A&M, einen weiteren Konkurrenten. Diesen Niederlagen steht wiederum der starke Auftritt gegen Kentucky gegenüber, bei dem nur knapp an der Sensation vorbeirauschte. Insgesamt also ein sehr ambivalentes Zeugnis.

Ausblick: Gelingt es den M&Ms samt Konsortium die Regular Season niederlagenfrei zu überstehen und anschließend ein frühes Ausscheiden im SEC Tournament zu vermeiden, sollte der Platz im Endturnier in trockenen Tüchern sein. Selbst eine Niederlage gegen Ole Miss oder in Arkansas wird noch verschmerzbar sein.

Miami (18-11)
Big Wins: Duke, Illinois, NC State
Bad Losses: Green Bay, Eastern Kentucky, Georgia Tech, Wake Forest

Saison: Der Start in die Saison verlief verheißungsvoll. Besonders die Transfers Angel Rodriguez und Sheldon McClellan erwiesen sich als die erhofften Verstärkungen und hatten großen Anteil daran, dass die Canes unter anderem Lokalrivale Florida und Illinois schlagen konnten. Doch so gut die ersten Partien auch anliefen, so plötzlich löste sich der Rhythmus in Wohlgefallen auf. Es setzt teils herbe Klatschen gegen Underdogs wie Green Bay oder Eastern Kentucky. Die Weihnachtspause tat jedoch allen Beteiligten gut, sodass man das schwere Auftaktprogramm der ACC gut bewältigte und achtbare Leistungen abrief. Gegen Virginia musste man sich erst nach zweifacher Verlängerung geschlagen geben. Wenige Tage später konnte man sogar im Cameron Indoor Stadium gegen Duke gewinnen und auch gegen Notre Dame schrammte man nur knapp an der Überraschung vorbei. Gerade die Aufbauspieler der Canes wirbelten die Gegner ordentlich durcheinander. Es folgte jedoch eine weitere Schwächephase, in deren Verlauf man gegen Georgia Tech und Wake Forest unterlag. In den letzten Partien spielten die Canes ergebnisorientiert und taten nicht mehr, als sie mussten, um ihre Turnierchancen zu wahren.

Ausblick: Um die vielen Ausrutscher in den Hintergrund zu rücken, wäre es für Miami wichtig, die letzten zwei Partien gegen Pittsburgh und Virginia Tech für sich zu entscheiden. Dennoch müssen neben diesen Partien auch ganz dringend gute Resultate im ACC Tournament erzielt werden, um sich tatsächlich aus dem Dunstkreis der Kandidaten für einen der letzten zu vergebenen Plätze zu erheben.

Michigan State (19-10)
Big Wins: Indiana, Ohio State, Illinois
Bad Losses: Texas Southern, Nebraska

Saison: Bereits vor der Saison war klar, dass das diesjährige MSU Team qualitativ nicht mit den Teams vergangener Jahre mithalten konnte. Was jedoch erschwerend hinzu kam und sowohl bei Coach Tom Izzo, als auch bei den Fans einige Male die Hutschnur platzen ließ, war die fehlende Einsatzbereitschaft vieler Spieler. Mangelnde Toughness war zuvor in der Tom Izzo selten bis nie ein Kritikpunkt gewesen. Dementsprechend litt auch die Bewertung der Turniertauglichkeit exorbitant. Ende Dezember waren die Spartans auf bestem Wege sich durch bittere Niederlagen selber den Zugang zum NCAA Tournament zu verbauen. Besonders eine Niederlage nach Verlängerung gegen Texas Southern vor heimischem Publikum erschütterte das Universum des College Basketballs. Doch heimlich, still und leise hangelten sich die Spartans durch den Big Ten Spielplan und erarbeiteten sich wieder eine einigermaßen gute Bilanz dank Siegen über Ohio State und Illinois. In der vergangenen Woche musste man dennoch wieder einen Dämpfer hinnehmen. Izzos Team verlor zu Hause gegen Minnesota nach Verlängerung.

Ausblick: Auf den ersten Blick sieht der verbleibende Spielplan für die Spartans hart und undankbar aus, doch gleichzeitig schützt dieser MSU vor sich selbst. Denn selbst wenn die Mannschaft aus East Lansing alle restlichen regulären Saisonspiele vergeigen sollte, wird darunter keine Bilanz zerstörende Niederlage dabei sein. Stattdessen bekommt man nochmals die Chance die eigene Saison zum Ende hin etwas aufzupolieren. Sollte man die Spiele gegen Purdue und Indiana gewinnen, kann Izzo mit der Tournament Planung beginnen.

NC State (18-12)
Big Wins: Duke, Louisville, North Carolina
Bad Losses: Wake Forest, Clemson, Wofford

Saison: Die Stärke der ACC könnte den Wölfen aus North Carolina die Saison ruiniert haben. Denn der harte Kampf im Januar gekennzeichnet durch wöchentliche Aufeinandertreffen mit Top10 Teams forderte seinen Tribut. Gegen Ende des Monats wirkte das Team ausgelaugt. Gerade die wichtigen Spieler des Kaders im Backcourt schienen in einem kleinen Loch zu stecken, weshalb sich das Team schmerzhafte Niederlagen gegen Clemson und Wake Forest aus der unteren Tabellenregion, sowie gegen Miami als direkten Konkurrenten leistete. Doch durch Siege gegen Louisville und zuletzt beim Rivalen UNC am Chapel Hill polierte das Team die eigene Bilanz ordentlich auf, sodass es sich in eine gute Ausgangsposition für den Endspurt bugsierte.

Ausblick: Dass Mark Gottfried dazu im Stande ist, aus seinem Team in den wichtigen Momente noch ein paar Prozente heraus zu kitzeln, bewies der späte Lauf im vergangenen Jahr. Im ACC Tournament müssen Erfolge eingefahren werden. Ein Sieg im letzten Spiel gegen Syracuse ist Pflicht.



Oklahoma State (17-11)
Big Wins: Kansas, Texas (2x), Baylor (2x)
Bad Losses: TCU, South Carolina, Kansas State

Saison: Der erste Teil der Saison lief für die Cowboys fast perfekt. Lediglich zwei Mal ging man als Verlierer vom Feld, wobei dies einmal gegen Maryland der Fall war und ein zweites Mal gegen South Carolina. Diese Niederlage könnte sich jedoch rückblickend als überaus ärgerlich erweisen, da sie einen Schönheitsfleck auf einer sonst sehr annehmbaren Bilanz hinterlässt. Auch in der Big 12 hielten die Spieler aus Stilwater mit den großen Namen trotz dünner Personaldecke ziemlich gut mit und konnten dabei insbesondere auf heimischem Parkett zum Favoritenschreck mutieren. Besonders beeindruckend war eine Phase Ende Januar/Anfang Februar als man nacheinander fünf Mal auf ein Top25 Team traf und tatsächlich vier Mal als Sieger hervorging. Doch diese Energieleistungen forderten ihren Tribut, denn seitdem sind Cowboys erfolglos geblieben und leisteten sich einen zweiten Ausrutscher gegen TCU.

Ausblick: Nach dem Rematch gegen TCU geht es zum Abschluss der regulären Saison nach West Virginia. Schaffes es die Cowboys, im Turnier dann auch noch ein weiteres Spiel zu gewinnen, sollte die Teilnahme am NCAA Tournament nur noch Formsache sein.

Ole Miss (20-10)
Big Wins: Arkansas, Oregon, Texas A&M
Bad Losses: Charleston Southern, TCU, Western Kentucky

Saison: Während der ersten Saisonmonate bekleckerte man sich keineswegs mit Ruhm und verpatzte direkt den Auftakt gegen Charleston Southern nach Verlängerung. Auch gegen TCU und Western Kentucky unterlag man zu allem Überfluss. Erst zu Beginn der SEC Saison konnte man Bonuspunkte sammeln. Den Startschuss dafür gab ein couragierter Auftritt bei Kentucky, als man die Wildcats in die Verlängerung zwang und sie als erster Gegner richtig forderte. Während der weiteren SEC Saison machten die Rebels ihre Hausaufgaben, gewannen alle Pflichtspiele und unterlagen nur Teams, gegen die es vertretbar ist, den Kürzeren zu ziehen.

Ausblick: Im letzten Saisonspiel wartet Vanderbilt. Es ist davon auszugehen, dass Ole Miss der bisherigen Marschroute treu bleibt und sich keine unnötige Schlappe gegen einen Underdog leisten wird. 

Oregon (22-8)
Big Wins: Utah, UCLA
Bad Losses: UCLA, Washington State

Saison: Kurz nach dem Ende der letzten Saison fand sich Coach Dana Altman in einem Trümmerhaufen wieder. Nur vier Spieler sollten auf den Campus zurückkehren, dabei waren wesentlich mehr Rotationsspieler für mindestens eine weitere Saison spielberechtigt. Doch Transfers und Rauswürfe führten zu dieser angespannten Personalsituation. Doch Altman konnte immerhin weiter auf Topscorer Joseph Young setzen und die Nezugänge wie Jordan Bell, Dwayne Benjamin und Dillon Brooks entwickelten sich im Laufe der Saison prächtig. Zwar prallten sie Mitte Januar kollektiv gegen die Freshman Wall und versiebten somit die eine oder andere Partie, doch der Wall ist mittlerweile durchbrochen und mit dem Sieg gegen Utah am vergangenen Wochenende konnten die Ducks in eindrucksvoller Manier den ersten wirklichen Prestigesieg einfahren.

Ausblick: Nun gilt es, Stanford und Oregon State auszuschalten. Besonders gegen Stanford ist ein Sieg von großer Bedeutung, da es sich hierbei um einen direkten Konkurrenten um einen Platz im NCAA Tournament handelt. Die Ducks sind im Moment gut drauf und sollten diese Hürde meistern. Können sie auch im Conference Turnier überzeugen, steht dem Traum vom Big Dance nichts mehr im Weg.

Pittsburgh (19-11)
Big Wins: Notre Dame, North Carolina
Bad Losses: Clemson, Virginia Tech, Hawaii

Saison: Besonders die erste Niederlage gegen Hawaii war extreme schmerzhaft, weil Coach Dixon trotz der durcheinandergewirbelten Mannschaft einen Sieg eingeplant hatte. Stattdessen steht nun eine Niederlage gegen einen absoluten Underdog zu Buche. Zudem konnte man diesen Ausrutscher nicht mit einem Sieg gegen Teams wie San Diego State oder Indiana ausgleichen. In der ACC gelangen endlich solche prestigeträchtigen Siege. Kein Wunder bei der Vielzahl an Möglichkeiten. Doch wieder stellten sich die Panthers selbst ein Bein und verloren bei Teams aus der unteren Tabellenregion in Form von Clemson und Virginia Tech. 

Ausblick: Besonders das Spiel gegen Miami ist von hoher Bedeutung und ein Sieg wäre extrem wichtig fürs Resümee. Gelingt im ACC-Tournament noch ein zusätzlicher Sieg gegen einen der großen Namen, könnte für Pitt tatsächlich noch was gehen.

Purdue (19-10)
Big Wins: Indiana (2x), Ohio State, Iowa
Bad Losses: Gardner-Webb, North Florida

Saison: Den Start in die Saison verpatzten die Boilermakers gründlich. Im Dezember verlor man drei Partien gegen Gegner, die man als ernsthafter Anwärter für das NCAA Tournament schlagen muss. Stattdessen hatte man gegen North Florida, Vanderbilt und Gardner-Webb das Nachsehen und schien jedwede Postseason Ambitionen abhaken zu können. Doch mit einer couragierten Big Ten Saison brachten sich die Athleten um A.J. Hammons wieder ins Gespräch. Zuletzt gewann man auch gegen die anderen Wettbewerber um einen Platz im Teilnehmerfeld wie Indiana, Iowa und Ohio State.

Ausblick: Zum Abschluss der Regular Season bekommen die Boilermakers noch einmal Gelegenheit, das Entscheidungskomitee von der Tauglichkeit zur March Madness zu überzeugen. Mit Michigan State und Illinois trifft Purdue auf zwei Nebenbuhler. Sollte das Team aus Indiana beide Partien gewinnen, stehen die Chancen gut.

Stanford (18-10)
Big Wins: Texas
Bad Losses: DePaul, Washington State, Colorado

Saison: Die erste Saisonhälfte verlief für Stanford fast nach Plan. Man konnte Texas schlagen, gegen Duke lange gute mithalten und spielte guten Basketball. Allerdings unterlag man auch DePaul und verlor gegen BYU. Zu Beginn der Conference Saison schien sich der gute Trend fortzusetzen, allerdings verletzte sich Travis Reid am Fuß und fiel lange Zeit aus. Damit wurde die ohnehin dünne Personaldecke bis zum Zerreißen angespannt und das Team verlor zusätzlich den besten Rebounder. Es folgten bittere Niederlagen wie gegen Washington State und auch die beiden Duelle mit UCLA, einem widerspenstigen Nebenbuhler um einen Turnierplatz gingen verloren. Nach einer weiteren bitteren Niederlage gegen Colorado, raffte sich das Team jedoch auf und agierte in den letzten Partien souverän.

Ausblick: Die letzten zwei Gegner sind Arizona State und Arizona. Gewinnt man die und lässt im PAC-12 Turnier auch UCLA hinter sich, könnte Stanford noch den Sprung in das Teilnehmerfeld auf den letzten Drücker schaffen. Doch selbst wenn die Cardinal nicht besser als UCLA abschneiden sollten, sehen viele Experten und Analysten Stanford und UCLA auf gleichem Niveau, was die Entscheidung am Selection Sunday sehr spannend machen wird.

St. John’s (20-9)
Big Wins: Providence (2x), Xavier (2x)
Bad Losses: Creighton, DePaul

Saison: Ungewohnt constant präsentierten sich die Johnnies in dieser Saison. Gegen Topteams wie Gonzaga oder Duke (man durfte der das 1000. Opfer von Coach K sein) hielt man jeweils lange Zeit gut mit und bewies, dass man ein unangenehmer Gegner sein kann. Die Baller aus New York konnten dabei so gezielt wie nie ihren Isolation und Transition Basketball aufziehen, den sie dank ihrer athletischen Voraussetzungen prinzipiell perfekt beherrschen. Zwar unterliefen den Athleten auch einige Missgeschicke, doch insgesamt zeigte sich das Team sehr stabil und gefestigt und konnte in den vergangenen Wochen nochmals eine Schippe drauflegen. So gewannen sie 5 der letzten 6 Partien. Darunter auch wichtige Erfolgserlebnisse gegen Xavier. 

Ausblick: Das Restprogramm hat es durchaus in sich. Gegen Marquette muss nach dem gegen Georgetown definitiv noch ein Sieg her. Abschließend darf man sich an den Villanova Wildcats versuchen, die derzeit das Nonplusultra der Big East sind. Letzten Endes wird es also darauf hinauslaufen, dass die Johnnies im Conference Tournament überzeugen und den einen oder anderen Mitaspiranten ausstechen müssen.

Temple (20-9)
Big Wins: Kansas, Cincinnati
Bad Losses: St. Joseph’s, UNLV

Saison: Bis Mitte Dezember gelang den Owls nicht besonders viel hinsichtlich eines positiven Ergebnisses, der Hoffnungen für den März machte. Doch dann gaben sich die Kansas Jayhawks die Ehre, Temple über Weihnachten zum nationalen Thema zu machen. Denn die Gäste aus Kansas präsentierten sich in Philadelphia äußerst stümperhaft, was Temple eiskalt auszunutzen wusste. Sie glänzten in dieser einen Partie mit fantastischem Teambasketball und ließen dem haushohen Favoriten nicht den Hauch einer Chance. Doch in der Conference Saison lief es für Will Cummings und Kollegen nicht sonderlich berauschend. Zwar erfüllte man die Pflichtaufgaben, gegen die Spitzenteams der Liga, die bei Weitem nicht zur Elite der NCAA gehören, hatten die Owls das Nachsehen. Teilweise sehr deutlich wurden sie abgefertigt und wirkten dabei oft konzeptlos. Immerhin gelang zuletzt die Revanche gegen Cincinnati.

Ausblick: Die letzten zwei Partien müssen dringend gewonnen warden. Speziell das Duell gegen UConn am letzten Spieltag wird extrem schwer werden, da der Verlierer die Chancen auf eine Tournament Teilnahme begraben kann. Allerdings müssen die Owls noch mehr liefern. Ein Sieg gegen eines der Topteams der Conference wie SMU muss her. Prinzipiell sogar mehr als einer.



Texas (18-12)
Big Wins: West Virginia
Bad Losses: Stanford

Saison: Die Situation, in der sich Texas befindet ist tatsächlich sehr kurios. Vor dem Saisonstart von vielen Experten als ärgster Big 12 Herausforderer des Dauerchamps Kansas deklariert, ließen die ersten Saisonmonate auch den Eindruck aufkommen, dass diese Einschätzungen gerechtfertigt waren. Doch im Dezember verletzte sich Aufbauspieler Isaiah Taylor, und prompt ging der Rhythmus verloren. So zumindest ist der allgemeine Tenor. Blickt man genauer auf die Leistungen der Longhorns, stellt man schnell fest, dass Taylors Verletzung nicht die Ursache des kollektiven Enttäuschens, sondern nur ein verstärkender Faktor war. Insgesamt schaffe es Trainer Rick Barnes nicht, aus den talentierten Einzelspielern eine geschworene Einheit zu bilden. In der Offensive verhungern die Big Men und bekommen kaum Postups zugestanden. Stattdessen habe die Perimeter Spieler grünes Licht und dürfen jeden noch so wahnwitzigen Wurf abfeuern. Darunter leiden insbesondere Freshman Myles Turner und Brettcenter Cameron Ridley. Auch defensiv kann das Team kaum überzeugen. Zwar führen sie die NCAA bei den geblockten Würfen an, agieren jedoch über weite Strecken viel zu passiv, da sie sich in einer 2-3-Zone verstecken. Das verringerte in vielen Partien das Energieniveau auf einen bedenklich niedrigen Wert. Neben diesen spielerischen Mängeln stimmten auch zuletzt die Resultate nicht mehr. Texas konnte bisher nur ein einziges Spiel gegen ein Top-50 Team gewinnen, obwohl in der starken Conference genügend Gelegenheiten vorhanden waren, um weitere solcher Siege folgen zu lassen. Das reicht nicht, um als sicherer Teilnehmer für das NCAA Turnier zu gelten - selbst wenn man sich keine wirklich schmerzhafte Schlappe gegen einen Underdog leistete, wie andere Team in dieser Liste. 

Ausblick: Texas steht mit dem Rücken zur Wand. Das Aufeinandertreffen mit den auf Wiedergutmachung gepolten Kansas Jayhawks kam genau zum falschen Zeitpunkt. Auch die letzten Gegner Baylor und Kansas State sind extrem unangenehme Gegner. Im Big 12 Turnier müssen Siege her. Wahrscheinlich ist hier sogar der Einzug ins Finale erforderlich. Die Chance, dass Texas all diese Vorgaben erfüllt gehen gegen Null, wenn man sich die Auftritte der letzten Wochen zu Gemüte führt. Texas ist derzeit außerhalb des Brackets und wird vermutlich auch nicht mehr den Sprung hinein schaffen. Sehr schade für Myles Turner.

Texas A&M (20-9)
Big Wins: LSU (2x)
Bad Losses: Alabama

Saison: Die Texaner sind die größte Überraschung der SEC. Niemand hatte von den Aggies vor der Saison solch eine souveräne Saison erwartet. Doch Coach Kennedy formte aus seinen talentierten Spielern eine gute Einheit, die besonders kämpferisch zu gefallen weiß. Diese Einheit verlor kein einziges Mal gegen ein wirklich schlechtes Team, unterlag aber anderen Bubble Teams - mehrmals. Kansas State, Dayton, Ole Miss und Georgia konnten alle nicht überwunden werden. Auf der Habenseite stehen dagegen nur zwei Siege gegen LSU. Zudem hinterließen die Aggies zuletzt keinen guten Eindruck in Arkansas, als sie in der ersten Halbzeit unter die Räder gerieten.

Ausblick: Die letzten Spiele sind Pflichtaufgaben. Das alleine wird aber nicht reichen. Die Aggies müssen im SEC Turnier demonstrieren, dass sie andere Bubble Team bezwingen können. Tendenziell hat Texas A&M verhältnismäßig schlechte Karten, was eine Teilnahme im Endturnier angeht.

Tulsa (21-7)
Big Wins: Temple (2x), UConn
Bad Losses: Oral Roberts, SE Oklahoma State, UConn

Saison: Für Frank Haith verliefen die ersten Monate alles andere als einfach. Schon früh stand er in der Kritik nach einem verkorksten 5-5-Start, bei dem er sogar gegen ein Division-II-Team verlor. Zu allem Überfluss erkrankte noch seine Schwester, der er sehr nah steht. Doch der Trainer bekam die Situation in den Griff und es folgte ein überaus eindrucksvoller Start in die AAC Saison. Tulsa gewann die ersten zehn Partien und stand plötzlich als Tabellenerster da. Dieser Höhenflug fand ein abruptes Ende, als es gegen SMU die erste Niederlage setzte. Auch im folgenden Match gegen UConn ließen die Hurricane das Selbstbewusstsein der ersten Partien vermissen und erlitten eine herbe Bruchlandung. Die letzten Partien konnten wieder siegreich gestaltet werden. 

Ausblick: Dem Team fehlt ein wirklicher Big Win, der die Scharte der Niederlage gegen das Division-II-Team auswetzt. Dieser Achtungserfolg kann vielleicht am letzten Spieltag gegen SMU eingefahren werden. Sollte man bis dahin die anderen Partien unbeschadet überstanden haben, winkt sogar der Conference Titel. Allerdings wird auch das Spiel gegen Cincinnati kein Spaziergang und könnte sich sogar zum Stolperstein entwickeln. Gelingt es nicht, SMU zu bezwingen, muss Tulsa definitiv das Conference Finale erreichen, um eine minimale Chance auf eine Qualifikation zu wahren.



UCLA (18-12)
Big Wins: Utah, Oregon
Bad Losses: Utah, Kentucky, Colorado, Cal, Arizona State

Saison: Alleine die Tatsache, dass UCLA  noch ein halbwegs ernsthafter Kandidat für das NCAA Tournament ist, zeigt, dass während der Saison eine Entwicklung stattgefunden hat. Denn bei den mitleiderregenden Blamagen gegen Kentucky und Utah wirkten die Bruins wie eine Bambini Mannschaft, die es mal gegen die großen Jungs versuchen wollte. Doch nach dem Utah Spiel fing Steve Alford an, noch stärker mit den Verteidigungsformen zu experimentieren und speziell die richtige Einsatzweise von Kevon Looney brachte die entscheidende Wende. So konnten die Studenten der UCLA das Rückspiel gegen Utah für sich entscheiden und auch Oregon bezwingen. Den ganz großen Big Point verpasste das Team jedoch am vergangenen Wochenende, als man es gegen Arizona nicht schaffte, nach jeweils guten Starts in die Halbzeiten, die eigene Führung zu behaupten.

Ausblick: Die Bruins dürfen sich keinen Patzer mehr erlauben und müssen dringend das Conference Finale im Turnier erreichen. Doch selbst das könnte am Ende nicht reichen. Die Schlappe bei Kentucky hat sich in vielen Köpfen fest verankert.

Xavier (18-12)
Big Wins: Georgetown (2x), Providence, Butler
Bad Losses: DePaul, Auburn, Long Beach State, Creighton

Saison: Auch wenn der Spielplan der ersten Saisonhälfte die ganz großen Namen vermissen ließ, trafen die Musketeers dennoch auf gute Gegner, die allesamt March Madness Potential besaßen. Dass man sich jedoch ausgerechnet gegen eher schwächere Gegner wie Auburn oder Long Beach State Niederlagen einfängt, war von Coach Chris Mack sicher nicht beabsichtigt gewesen. Auch während der Big East Saison fand das Team nie so richtig seinen Rhythmus. Man startete zwar furios am Silvesterabend gegen Georgetown, unterlag im Anschluss jedoch DePaul. Solche Abfolgen zwischen Hoch- und Tiefpunkten bildeten die Konstante im Laufe der Saison. Zuletzt zog man in einem Krimi gegen St. John’s den Kürzeren. 

Ausblick: Nur noch ein Spiel verbleibt den Musketeers bis die Regular Season vorbei ist. Der Auftritt gegen Creighton darf als Pflichtaufgabe verstanden werden. Doch letzten Endes wird es darauf ankommen, im Conference Tournament noch den einen oder anderen Triumph über ein Qualitätsteam einzuheimsen, um wirklich beim großen Turnier dabei zu sein.

Prognose:

Relativ sicher dabei: Dayton, Georgia, Indiana, LSU, Michigan State, Ole Miss

Gute Chancen: Boise State, Cincinnati, Iowa, NC State, Oklahoma State, Oregon, Pittsburgh, Purdue, Stanford, UCLA, Xavier

Wird leider nicht ganz reichen: BYU, UConn, Illinois, Miami, St. John’s, Temple, Texas, Texas A&M, Tulsa