02 März 2015

2. März, 2015  |  Daniel Schlechtriem
 @W14Pick


Der kürzeste Monat der Saison ist gespielt, und wieder ist es Zeit einen neuen Spieler des Monats zu wählen. Auch dieses Mal feiern die beiden Gewinner in dieser Kategorie Saisonpremiere: Zum #NBACHEF Spieler des Monats werden gekürt: LeBron James von den Cleveland Cavaliers, der seinen Teamkollegen Kyrie Irving beerbt sowie Russell Westbrook von den Oklahoma City Thunder, dem überhaupt zum ersten Mal diese Ehre zuteil wird. Knapp war es in beiden Fällen nicht, LeBron und Russ erreichen jeweils einen Saisonbestwert an Stimmanteilen.

LeBron James (Cleveland Cavaliers)

Stats Feb:
24,4 PPG | 6,7 RPG | 7,3 APG | 0,3 BPG | 1,6 SPG | 48,1% FG | 72,1% FT
Highlights u.a.:
23 Pts, 3 Reb, 9 Ast, beim W über die Clippers [5.2.]
22 Pts, 10 Reb, 8 Ast, beim W über die Lakers [8.2.]
42 Pts, 11 Reb, 5 Ast, 3 Stl, 15-25 FG beim W über die Warriors [26.2.]

Die Rückkehr des Königs – im doppelten Sinne: Nicht nur gewinnt LeBron James den Titel des Spieler des Monats zum ersten Mal seit genau einem Jahr, den Cavs hat seine Wiedergenesung sichtlich wohl getan und fast schon selbstverständlich den zweiten Platz im Osten erobert – angeführt von LeBron, versteht sich.

Interessanterweise gewinnt James diese Auszeichnung, obwohl er im Februar in den relevanten Kategorien einzig in Rebounds einen Saisonbestwert auflegt, von der Dreierlinie durchwachsen trifft (27,3%) und inakzeptabel oft den Ball verliert (5,5 Turnover pro Spiel). Nebensächlich, denn: Man muss sich nicht in tiefen Advanced Stats vergraben, um zu wissen, dass die Cavs ohne ihren verlorenen Sohn in der Tat verloren sind: Sieben von acht Spielen haben sie in seiner Verletzungspause um den Jahreswechsel verloren, nach seiner Rückkehr zwölf in Folge gewonnen, im Februar mit LeBron auf dem Parkett acht von zehn. Cleveland hat im abgelaufenen Monat den Osten dominiert wie sonst nicht einmal der Primus aus Atlanta, somit geht dieser Award nur folgerichtig an ihren unumstrittenen Anführer.

Mit 70% gewinnt der vierfache MVP den Osten so deutlich wie bisher nur einer vor ihm – er selbst im Februar 2014. Die restlichen Stimmen entfallen zu 20% auf Nikola Vucevic von den Orlando Magic sowie zu 10% auf Pau Gasol von den Chicago Bulls.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:


Seit der Rückkehr von LeBrons kurzer Verschnaufpause sind die Cleveland Cavaliers das beste Team der Liga. Die Konkurrenz dürfte diese Entwicklungen bereits registriert haben und haufenweise Stoßgebete zum Basketballgott schicken, dass das Monster aus Cleveland in Richtung Playoffs nicht noch weiter an Fahrt aufnimmt. (Jan Wiesinger)

Scottie Pippen in der All-Time Assist Liste für Forwards überholt, am Donnerstag die Warriors mit 42 Punkten versenkt- ein netter Abschluss des Monats. Immer wenn LeBron im Endspurt ist, erinnert man sich, "Achja stimmt, da war was. Der war ja unaufhaltbar." (Roman Schmidt)

Von wegen der König habe seine beste Zeit hinter sich. LeBron führt eine Cavs-Truppe an, die schon von vielen totgesagt wurde, aber das Sprichwort kennt ihr ja. Mit den Cavs holte er acht Siege aus den letzten zehn Spielen und der zweite Platz ist nicht mehr weit weg. Vor allem im wichtigen Spiel gegen die Golden StateWarriors, zeigte James sich von seiner Sahneseite und führte sein Team ungefährdet zum Sieg. Mit James in Topform sind die Cavs ein absoluter Titelkandidat. (Philipp Landsgesell)

Seit LeBrons Rückkehr Mitte Janaur - aus seiner Nebentätigkeit als GM - hat Cleveland 18 aus 22 gewonnen, die letzten drei Niederlagen gabs am zweiten Abend eines Back-to-Backs. Die Cavs sind auf dem Weg Richtung Top Drei im Osten, LeBron wie jedes Jahr im MVP-Race. Und kein Frontcourt-Spieler hat je mehr Assists als Point Forward James gespielt. Gefühlt spielt er ein unterdurchschnittliches Jahr - das aber nur, weil er selbst die Latte in den vergangenen Jahren unfassbar hoch gelegt hat. (Torben Siemer)

Seine Turnovers sind zwar etwas zu hoch (in etwa wie bei Harden), aber ansonsten ist er momentan wieder der beste Spieler der Liga. Mit Abstand (Russ ist im Februar außer Konkurrenz). (Philipp Rück)

Langeweile ist nur strafbar, wenn sie willkürlich ist. Wer sonst? 
(Anno Haak)

Russell Westbrook (Oklahoma City Thunder)

Stats Feb:
31,2 PPG | 9,1 RPG | 10,3 APG | 0,2 BPG | 1,6 SPG | 45,7% FG | 91,3% FT
Highlights u.a.:
48 Pts, 9 Reb, 11 Ast, 4 Stl, 15-15 FT beim L gegen die Pelicans [6.2.]
34 Pts, 5 Reb, 10 Ast, 2 Stl, 14-14 FT beim W über die Mavericks [19.2.]
40 Pts, 13 Reb, 11 Ast, beim L gegen die Blazers [27.2.]

Vier Triple Double, drei Spiele über 40 Punkte, dazu drei über 30, zwei Mal 15-15 von der Freiwurflinie... keine schlechte Saisonleistung. Moment, Saison? Russell Westbrook hat all das in einem Monat geleistet – und dann auch noch  im kürzesten vollständigen der Saison. Im Schnitt fast ein Triple Double bei über 30 Punkten und über 90% von der Freiwurflinie. Wäre nicht – analog zu LeBron – der Wurf von Downtown etwas wacklig (31,9%) und die Turnover etwas zu reichlich (5,5 pro Spiel), man müsste an der Menschlichkeit des 26-jährigen zweifeln. Skeptiker werden anmerken, dass die Quoten auch auf Durants Fehlen zurückzuführen sind, aber damit allein sind solche Zahlen nicht erklärt.

Apropos Skepsis: Dass die Thunder zu Saisonbeginn aufgrund Durants und Westbrooks verletzungsbedingtem Fehlen bei 3-12 Siegen standen und die Postseason ernsthaft in Gefahr war ist heute bei kein Thema mehr. Obwohl die Pelicans und Suns noch in Schlagdistanz stehen – wer zweifelt nach diesem Februar ernsthaft daran, dass Westbrook auch ohne Durant diese sonst durchschnittlichen Thunder im Alleingang in die Postseaon zu tragen imstande ist? Und: Welches Team aus den oberen Rängen wird es mit ihm zu tun bekommen wollen?

90%: Das traft Westbrook von der Freiwurflinie und so viele Stimmen gingen an den Aufbauspieler. Ein so eindeutiges Ergebnis legte vor Westbrook einzig dessen derzeit verletzter Teamkollege Kevin Durant im Januar 2014 hin, als auf ihn jede einzelne Stimme entfiel. Diese Ehre bleibt Russ verwehrt, ausgerechnet wegen eines ehemaligen Teamkollegen, nämlich James Harden von den Houston Rockets, an den die restlichen 10% gehen.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:


Wo ist Russell Westbrook? Das letzte mal habe ich ihn gesehen, als Zeus, R'hllor und der Geist von Dschingis Khan persönlich Besitz von ihm ergriffen haben. Fast ein Triple Double im Schnitt. Im Osten kauert bei Platz 6 bis 10 jeder Point Guard unterm Bett und hofft, dass der Sturm vorbeizieht. DOCH DANN KOMMT DER DONNER! (Roman Schmidt)

Kein Durant, kein Problem, dachte sich wahrscheinlich Russell Westbrook und legte einen statistisch historischen Monat aufs Parkett. 31,2 Punkte, 9.1Rebounds und knapp über 10 Assists, wurden bisher nur von Oscar Robertson in einem Monat aufgelegt. Ein wahrer Sahnemonat für Westbrook. Ist es verrückt, dass die Thunder zu Westbrooks Team werden? Provokante Aussage, die natürlich auch viel mit Durants Verletzungen zu tun haben, aber für diese Saison würde ich dafür argumentieren. Die Thunder haben im Februar erstmals den achten Platz erobert und die Chancen nicht noch weiter in der Rangliste aufzusteigen, sind nicht schlecht. Kurz: Russell Westbrook, der verdiente Spielerdes Monats Februar! (Philipp Landsgesell)

31.2 Punkte (Ligaspitze), 9.1 Rebounds (Platz 21, mit Abstand bester Guard)  und 10.3 Assists (Platz zwei) in durchschnittlich 35.2 Minuten und 12 Spielen im Februar. Dazu All Star-MVP und fast Wilts Rekord gebrochen.Individuell einer der vielleicht eindrucksvollsten Momente überhaupt. Nuff said.(Torben Siemer)

Ich bin mittlerweile schlappe 26 Jahre alt. Einen solchen Monat habe ich noch nie gesehen. Russell Westbrook hat statistisch einen historisch guten Februar gespielt. Absoluter No-Brainer. (Pascal Gietler)

Wer statistisch das schafft, was zuletzt ein gewisser Oscar Robertson in einem Monat hinbekommen hat, der MUSS Spieler des Monats werden. Ein NBA-Monat für die Geschichtsbücher. (Philipp Rück)

Wenn Westbrook nach diesen überragenden Leistungen im Februar nicht die vollen 100% der Redaktion bekommt, ist die Wahl eine Farce. (Sebastian Seidel)

Wer eine Begründung möchte, sollte die Vitalfunktionen überprüfen lassen. (Anno Haak)

Stats wie Oscar, für ihn gute 58% im True Shooting und das bei einer Usage-Rate von 37,7%. OKC gewann zudem die meisten Spiele im Februar und das ohne Kevin Durant. Klare Angelegenheit! (TwoWayGame)

Weitere Kandidaten:

Nikola Vucevic
In einem verhältnismäßig erfolgreichen Monat (4-6) war Nikola Vucevic die tragende Stütze der Orlando Magic: 22,2 PPG bei 54,5 FG und 11,5 RPG - kann man mal machen. (Pascal Gietler)

22.2 Punkte, 11.5 Rebounds, 54.5% aus dem Feld – Nikola Vucevic hat sich im Februar endgültig als einer der besten Offensivcenter der Liga etabliert. (Sebastian Seidel)

Pau Gasol
Pau Gasol legt schon die ganze Saison ein stabiles Double Double + gute Assistzahlen auf. Im Februar kam auch die Effizienz im Wurf dazu. 57% aus dem Feld ist mit Abstand sein bester Monatswert. (TwoWayGame)

James Harden
Harden kristallisiert sich immer deutlicher zum legitimen MVP-Anwärter heraus und trägt das Spiel seiner Rockets wie kaum ein anderer Baller. Harden legt im Februar im Schnitt 28 Punkte und 7 Assists pro Spiel auf und hätte wohl auch im Allstar-Game den MVP-Titel geholt - wäre da nicht ein gewisser Russell Westbrook gewesen. (Jan Wiesinger)

NBAChef POMs 2014/15

Okt/Nov: Kyle Lowry, Marc Gasol
Dez: Jimmy Butler, James Harden
Jan: Kyrie Irving, Klay Thompson
Feb: LeBron James, Russell Westbrook


Wer waren die Spieler des Monats Februar?

LeBron James
Pau Gasol
Hassan Whiteside
Russell Westbrook
James Harden
Chris Paul
Other
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