05 Februar 2015

5. Februar, 2015  |  Daniel Schlechtriem  @W14Pick


Neues Jahr, neues Glück. Die Redaktion bleibt sich 2014/15 treu und wählt in beiden Conferences Spieler, die weder diese Saison noch je zuvor zum #NBACHEF Spieler des Monats gewählt wurden. Im Osten geht die Krone ganz knapp an Kyrie Irving von den Cleveland Cavaliers. Im Westen geht es da schon eindeutiger zu, nicht ganz überraschend setzt sich Golden States Klay Thompson mit deutlichem Abstand durch. 

Kyrie Irving (Cleveland Cavaliers)
Stats Jan:
23,8 PPG | 3,3 RPG | 5,8 APG | 0,4 BPG | 1,9 SPG | 46,2% FG | 84,6% FT in 16 gm.
Highlights u.a.:
37 Pts, 4 Reb, 5 Ass, 3 Stl, 5-7 3P beim Sieg über die Clippers [16.1.]
38 Pts, 3 Reb, 6 Ass, 3 Stl, 6-10 3P beim Sieg über die Pistons [27.12.]
55 Pts, 4 Reb, 5 Ass, 2 Stl, 10-10 FT, 11-19 3P beim Sieg über die Blazers [28.1.]

Um die Cavs musste man sich große Sorgen machen, standen sie doch nach einer niederschmetternden Niederlagenserie zu Beginn des neuen Jahres zeitweise bei einer negativen Bilanz. Von Homecourt war keine Rede mehr, Pessimisten bezweifelten sogar die Playoffteilnahme des Teams aus Ohio. Dass diese Mitte des Monats den Spieß umzudrehen vermochten und zwölf in Serie gewannen, mag zwar sehr an der Rückkehr eines gewissen LeBron James liegen, doch auch ihr Aufbauspieler und All-Star Game MVP ist daran prominent beteiligt.

Irving legte mit 55  Punkten einen persönlichen Karriererekord hin, kratzte darüber hinaus gleich drei Mal an den 40 Punkten und traf nicht nur aus dem Feld generell hochprozentig, sondern auch von der Dreierlinie (48,5%). In Cleveland spricht plötzlich jeder wieder von Homecourt. Wenn Irving so weiter macht, müssen sich die Bulls, Wizards und Raptors in der Tat vorsehen.

Irving setzte sich redaktionsintern knapp vor Kyle Korver von den Atlanta Hawks durch, der seinerseits die beiden Teamkameraden Al Horford und Paul Millsap sowie Irvings Cavs-Kollegen LeBron James auf die Plätze verwies... Alles in allem ein sehr knappes und exklusiv auf die dominantesten Ost-Teams Atlanta und Cleveland beschränktes Voting.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
LeBron James Stats im Januar mögen zwar im teaminternen Vergleich stärker sein, allerdings hat Bron ein paar Spiele aussetzen müssen. Kyrie Irving hat den Karren phasenweise aus dem Dreck gezogen und seinen tollen Monat mit einer 55 Punkte-Performance gegen die Blazers gekrönt.
(Pascal Gietler)

Man kommt im Januar einfach nicht an Kyrie vorbei (Sorry, Mr. Whiteside): 37 Punkte gegen die Clippers, 38 gegen Detroit und Houston, dann schließlich 55 gegen Portland. Solche Offensivspektakel egalisieren einfach den Fakt, dass Irving in der Defensive oft lieber seinen Kollegen die Arbeit überlässt. (Marc Lange)

Was James zu Saisonbeginn vehement gefordert hatte - dass Irving die Show in Cleveland schmeissen müsste - nahm sich der 22-Jährige zu Herzen und lieferte die Goodies eindrucksvoll ab... 23,8 PPG bei bananenmäßigen 48,5 Prozent von Downtown (47 von 97) - Irving war der Antreiber des Cavs-Turnarounds im Januar. (Seb Dumitru)


Klay Thompson (Golden State Warriors)
Stats Dez:
25,9 PPG | 3,7 RPG | 2,4 APG | 1,1 BPG | 1,2 SPG | 53,6% FG | 85,5% FT in 15 gm.
Highlights u.a.:
40 Pts, 4 Reb, 3 Ass, 6-11 3P beim Sieg über die Pacers [7.1.]
27 Pts, 5 Reb, 2 Ass, 5 Blk, 9-15 FG beim Sieg über die Rockets [17.1.]
52 Pts, 2 Reb, 5 Ass, 2 Blk, 4 Stl, 11-15 3P beim Sieg über die Kings [23.1.]

Was soll man mehr zu einem Spieler schreiben, der in einem einzigen Viertel 37 Punkte erzielt, dabei sämtliche dreizehn Würfe, inklusive neun Dreier, versenkt und dadurch ein Spiel, das zur Halbzeit noch ausgeglichen war (56-54 Warriors), wortwörtlich im Alleingang entscheidet? Klay Thompson ist einer der Hauptgründe, warum es im harten und schwer umkämpften Westen einen unbestrittenen Primus gibt. Thompsons Viertel für die Ewigkeit gegen die Kings war nur der Höhepunkt des herausragenden Monats des bald 25-jährigen.

Eine Trefferquote jenseits der 50%, nahezu 50% von Downtown, über einen Block und Steal pro Spiel – und das alles bei einem Minutenschnitt von nicht einmal 32 bestätigen die Entscheidung der Warriors im Sommer, Klay nicht gegen Kevin Love nach Minnesota geschickt und stattdessen auf ihn gebaut zu haben.

So chancenlos wie die Kings waren auch Thompsons Konkurrenten um die Auszeichnung des Spieler des Monats. 63% könnte genauso gut seine Trefferquote in diesem Monat sein - mit dieser Zahl lässt der Shooting Guard der Warriors seinen Vorgänger und Dezember-Gewinner James Harden (25%) von den Houston Rockets hinter sich, Clippers Point Guard Chris Paul muss sich mit den restlichen 12% begnügen.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
26 Punkte pro Spiel, 50% von Downtown und ein NBA Rekord - keinem Spieler tat der Jahreswechsel derartig gut wie Klay Thompson. (Tiago Pereira)

Immer nur James Harden zu nominieren wäre irgendwie langweilig. Klay Thompson hat einen richtig starken Januar gespielt, NBA-Rekorde aufgestellt und satte 25,9 Punkte im Schnitt aufgelegt. Wenn nicht jetzt, wann dann? (Pascal Gietler)

Magic Johnson taufte Thompson nach seiner unfassbaren 37-Punkte-Performance im dritten Viertel gegen die Kings zum „besten Two-Way Player neben LeBron James“. Wer will Magic widersprechen? Allgemein lief der Monat Januar für Klay hervorragend: 25,9 Punkte pro Spiel bei 53,6% aus dem Feld und 49,1% von Downtown unterstreichen, weshalb der Award im Januar an ihn gehen muss. (Marc Lange)

Auch im Westen schießt einer die Lichter aus. Klay Thompsons 37 Punkte in einem Viertel waren so außergewöhnlich, dass dies vermutlich alleine schon für die Nominierung gereicht hätte. Aber auch der Rest des Monats war erste Sahne. Noch nie nahm Klay mehr Dreier pro Spiel als in diesem Monat und noch nie traf er so hochprozentig. Beides Ursachen für fast 26 Punkte pro Spiel, ebenfalls Karrierebestwert. (Two Way Game)

Weitere Kandidaten:

James Harden
Dies wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem sich James Harden endgültig als einer der drei besten Spieler der Liga eingemeißelt hat. Wer das nicht unterschreiben möchte, sieht den Hals vor lauter Bart nicht. (Roman Schmidt)

Chris Paul
Knapp 47% aus dem Feld, 42% von der Dreierlinie, 94% Freiwürfe. 16,8 Punkte und 10,9 Assists, O-Rating 128. Die Clippers stehen vor allem dank Chris Paul bei 75% Siegquote im Januar und haben die Mavs als beste Offensive der Liga abgelöst. (Torben Siemer)

Al Horford
16.5 Punkte, 7.3 Rebounds und 4.2 Assists, dazu 1.3 Blocks und 0.8 Steals. 57.5% aus dem Feld, Offensivrating 124, Defensivrating 99. Noch Fragen? Horford ist meiner Meinung nach der aktuell vielseitigste Center der NBA. (Torben Siemer)

Paul Millsap
18 Siege in Folge, zum zweiten Mal All Star, für Milsap ist 2015 das Jahr des Falken. (Tiago Pereira)

LeBron James
Der König war nie tot, es lebe der alte König. (Roman Schmidt)


NBAChef POMs 2014/15
Okt/Nov: Kyle Lowry, Marc Gasol
Dez: Jimmy Butler, James Harden
Jan: Kyrie Irving, Klay Thompson


Wem hättet ihr den Spieler des Monats Januar Award verliehen? Stimmt ab! (Mehrfachnennungen möglich)


Wer waren eure Spieler des Monats Januar?

Kyrie Irving
Kyle Korver
LeBron James
Paul Millsap
Al Horford
James Harden
Klay Thompson
Chris Paul
Other
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