18 Februar 2015

18. Februar, 2015  |  Daniel Schlechtriem  @W14pick


Bevor am Donnerstag das Hauptgericht via Trade Ticker serviert wird, liefern wir als Vorspeise bis Mittwoch eine Zusammenfassung des täglichen Geschehens mit allen Gerüchten und - sofern es dazu kommt - den ersten Trades.


Wizards: Cole, Nelson, Sessions?
Auf der Suche nach Tiefe auf der Point Guard Position haben die Washington Wizards mehrere Kandidaten ausgemacht. Das Interesse an Norris Cole (Miami Heat) ist bereits bekannt, Jameer Nelson (Denver Nuggets) steht auch auf der Liste. Favorit soll derzeit jedoch Ramon Sessions von den Sacramento Kings sein. Besonders hoch wird der Preis für alle drei nicht sein, GM Grunfeld hat also die Qual der Wahl. Da er mit Denver eh gesprochen hat, soll er sich auch schon mal ein Angebot für Wilson Chandler eingeholt, die Forderungen allerdings als zu hoch empfunden haben.



Aktive Hirsche
Dass die Nets, Thunder oder traditionell die Rockets zu den aktiveren Teams der Deadline gehören, überrascht keinen. Zu dieser Front gehören allerdings auch die Milwaukee Bucks, obwohl diese mit dem bisherigen Saisonverlauf ganz zufrieden sein können. Dennoch will man in Wisconsin den Generationenwechsel vorantreiben. Heißt: Ersan Ilyasova und O.J. Mayo sind verfügbar, ebenso John Henson. Im Gegenzug wird den Bucks Interesse an Ty Lawson, Reggie Jackson und Enes Kanter nachgesagt. Für Spieler dieses Formats wird GM Hammond aber ein wenig mehr auf den Tisch legen müssen.



Auch Neal will raus
Neben Kevin Martin steht bei den Minnesota Timberwolves auch in der Personalie Gary Neal ein Buyout im Raum. Dieser wurde erst kürzlich gegen Mo Williams getradet, ob er aber je das Trikot der Wölfe überstreifen wird, darf derweil aber bezweifelt werden. Neal selbst drängt auf einen Trade oder Buyout. Sollte letzteres geschehen, wären die Atlanta Hawks stark interessiert. Die hätten sogar einen Platz im Kader frei, ohne unten aufgeführten Jenkins abschieben zu müssen. Vorher versuchen die Wölfe allerdings, für Neal noch etwas rauszuschlagen. Am liebsten wollen sie ihn zusammen mit Chase Budinger loswerden.



Jenkins vor dem Absprung?
Die Atlanta Hawks sind unangefochtener Primus im Osten, ihr Team-Basketball sucht ligaweit seinesgleichen. Folglich gibt es für sie eigentlich keine Veranlassung, zur morgigen Deadline aktiv zu werden. Und haben sie ein kleines Sorgenkind, namentlich John Jenkins. Der 23-jährige kommt kaum zum Zug und wird im Sommer Free Agent werden. Grund genug für die Falken, den Markt zu testen, ob sich nicht doch ein kleiner Deal um den Shooting Guard ergibt.



Buyout von Kevin Martin?
Josh Smith, Amar'e Stoudemire, Larry Sanders und nun auch Kevin Martin? Diese Saison werden die Verträge einiger namhafter Spieler aufgelöst und der Shooting Guard von den Minnesota Timberwolves könnte der nächste sein. GM/Coach Saunders versucht mit aller Kraft, die kostspieligen Veteranen aus den Büchern zu kriegen und besonders Martins bis 2017 laufender und mit gut 21 Mio. Dollar dotierter Vertrag ist ihm ein Dorn im Auge. Für den 32-jährigen scheint sich kein passender Abnehmer zu finden, deshalb steht nun ein Buyout zur Debatte. Sollte es dazu kommen, sind - wenig überraschend - die Dallas Mavericks interessiert, auch den Chicago Bulls und Sacramento Kings sollen nicht abgeneigt sein. Martin spielte von 2004 bis 2010 für die Kings.



Drei Favoriten auf Dragic
Der Bieter-Wettkampf auf Goran Dragic ist eröffnet, seitdem bekannt wurde, dass der Agent des 29-jährigen den Phoenix Suns unmissverständlich klar gemacht hat, dass er im Sommer nicht verlängern werde. Erste Favoriten sind nicht ganz zufällig die Boston Celtics, Houston Rockets und die Sacramento Kings, denn die können allesamt sowohl mindestens einen Erstrundenpick, als auch junge Talente in die Waagschale werfen. Dass diese Teams nicht zu Dragics Favoriten zählen, ist den Suns naturgemäß ziemlich gleichgültig.



Reggie Jackson verlangt Trade
Dies ist der Tag der Point Guards. Auch der der Oklahoma City Thunder - wenn auch nicht der Starter - ist derzeit in sämtlichen Trade-Gerüchten präsent. Reggie Jackson wird im Sommer Restricted Free Agent und dann nicht mehr zu halten sein, da die Thunder bekanntermaßen nicht im Geld schwimmen und tief in die Taschen greifen müssten, um ihren 24. Pick des 2011er Drafts zu halten. Wer auch immer bei Dragic leer ausgeht, würde sofort Jackson mit Geldscheinen überhäufen. Ein Verbleib ist also sehr unwahrscheinlich und Jackson selbst scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Sein Agent Aaron Mintz hat einen Trade zur morgigen Deadline gefordert, vermutlich um einem Drama im Sommer zuvorzukommen.



Cole in die Hauptstadt?
Wie bereits berichtet, suchen die Washington Wizards händeringend nach einem Backup für All-Star John Wall. Eine präferierte Option von GM Grunfeld ist Norris Cole, den die Miami Heat schon länger ligaweit anbieten. Die Wizards sind angeblich bereit, in diesem Deal einen Erstrundenpick abzugeben. Sollte es sich um den Pick im diesjährigen Draft handeln, wäre das derzeit die #20.



Wolves machen auch Bennett verfügbar
Den Minnesota Timberwolves steht ein großer Umbruch bevor. Sämtliche Veteranen stehen auf dem Trade Block und sollen im Idealfall morgen nicht mehr auf der Gehaltsliste stehen. Doch selbst mit einem Rookie Vertrag ist man nicht vor Flip Saunders sicher. Dieser hat angeblich Anthony Bennett, den ersten Pick des 2013er Drafts in der Liga angeboten. Bennett kam erst im Sommer im Zuge des Kevin Love Deals zu den Wölfen, wurde den Erwartungen aber nicht gerecht. Im Austausch für Bennett würde Minnesota nur zu gerne Kevin Seraphin von den Washington Wizards holen. Ob die sich darauf einlassen, ihren besten Bankspieler abzugeben, darf aber bezweifelt werden.



Buyout von Sanders beschlossene Sache
Auch wenn es noch nicht offiziell ist und beide Seiten kräftig feilschen: Larry Sanders wird in Kürze kein Milwaukee Buck sein, sondern aus seinem bis 2018 laufenden 33 Millionen Dollar schweren Vertrag herausgekauft. Sollte der Center bis zum 1. März Free Agent werden, kann er sich einem neuen Team anschließen. Sollte er sich dazu entschließen, scharren die Dallas Mavericks bereits mit den Hufen. Aufgrund der anhaltenden persönlichen Probleme des 26-jährigen ist eine Auszeit wahrscheinlicher, vielleicht spielt Sanders sogar nie wieder Basketball.



Nachfrage nach Brandon Knight
Die Milwaukee Bucks spielen eine überraschend starke Saison, einer der Verantwortlichen für diesen Erfolg ist Point Guard Brandon Knight. Der wird im Sommer Restricted Free Agent werden. Kein Grund zur Besorgnis also in der Bierstadt, immerhin haben sie massig Cap Space können sie mit jedem Angebot mitziehen. Und doch fühlen sich einige der anderen Teams herausgefordert und testen Milwaukees Widerstand im Tauziehen um den 23-jährigen. Sollte das ein oder andere Angebot doch zu verlockend sein, hat das Gespann um GM Hammond und Coach Kidd auch schon einen Nachfolger im Auge: Reggie Jackson von den Oklahoma City Thunder, der im Sommer ebenfalls Restricted Free Agent werden wird.



Clippers suchen verzweifelt
Dass sich die Los Angeles Clippers dringend verstärken möchte, ist keine Neuigkeiten. Auf der Suche nach einem ausgewogeneren Kader, vor allem auf der Small Forward Position sind sie inzwischen gewollt, den amtierenden besten sechsten Mann Jamal Crawford abzugeben - sogar für einen Draft Pick, den sie dann wiederum einsetzen würden, um möglicherweise Wilson Chandler von den Denver Nuggets oder Gerald Green von den Phoenix Suns in die Stadt der Engel zu holen.



Dragic vor Wechsel
Goran Dragic bleibt der meist genannte Name zu dieser Deadline - und zwar jetzt erst recht. Der slowenische Aufbauspieler soll seinem Team, den Phoenix Suns, mitgeteilt haben, dass er im Sommer nicht in Arizona verlängern werde und getradet zu werden wünscht. Darüber hinaus hat er dem Management um GM Ryan McDonough auch gleich eine Wunschliste vorgelegt. Ganz oben stehen die Los Angeles Lakers, New York Knicks und Miami Heat. Aber nicht nur die sind hinter dem "Dragon" her, neuerdings wird auch den Boston Celtics, Indiana Pacers und den Sacramento Kings großes Interesse nachgesagt. Ohnehin mit im Rennen sind die Houston Rockets, doch hier hat Dragic angeblich Bedenken. Ob die daran liegen, dass er befürchtet, unter Morey getradet zu werden, sich das Rampenlicht mit Harden und Howard teilen zu müssen oder aber in Houston weniger Geld anbekommen würde als an anderen Orten ist nicht bekannt. Einzig das Team, bei dem er morgen nach der Deadline unter Vertrag steht, kann dem Most Improved Player im Sommer ein fünftes Vertragsjahr und damit auch das meiste Geld anbieten.



Die Ereignisse von Dienstag, 17. Februar im Überblick.