19 November 2014

19. November, 2014   |  Seb Dumitru  @nbachefkoch


Vince Carter spielte einst für die Toronto Raptors - von 1998 bis 2004. Die Beziehung war super. Carter wurde Rookie des Jahres und fünf Mal All-Star, die Dinos erreichten drei Mal in Folge die Playoffs.

Das Auseinandergehen war umso hässlicher. Fans verziehen dem besten Dunker der NBA-Historie seinen Abgang nie - und machten ihrem Unmut bei jedem Besuch Carters in den vergangenen zehn Jahren Luft, egal ob der ehemalige Franchise-Spieler als Net, Magic, Sun oder Maverick in "T-Dot" antanzte.

Auch am heutigen Mittwoch schien es zunächst auf einen kolossalen Buh-Regen hinauszulaufen, als Carter während einer Auszeit auf dem Jumbotron aufblitzte. Aus Buhrufen wurden aber schnell Jubelrufe, Raptors-Anhänger deckten ihren ehemaligen Publikumsliebling mit Beifall und Ovationen ein. Der war sichtlich gerührt, auch wenn die Episode nun schon zehn Jahre her ist und er sich in Memphis auf der Zielgeraden einer Hall of Fame Karriere befindet. Ein durch und durch herzlicher Moment, der zwei Dinge unterstreicht: Zeit heilt manche Wunden tatsächlich. Und: krass-fortgeschrittene Statistiken müssen nicht zwangsweise in jede Basketballstory, um sie attraktiv zu machen oder gar zu legitimieren. Schönes Ding!