01 April 2014

Axel Babst | 1. April, 2014   




Der Wahnsinn geht weiter! Am Wochenende stiegen Sweet-16 und Elite Eight der diesjährigen College-Meisterschaft. Die Action war atemberaubend und bescherte NCAA-Fans drei lupenreine Upsets auf dem Weg ins Final Four. Wir haben wieder die Highlights für Euch.



Florida Gators (#1)

Sweet-16 vs. #4 UCLA Bruins: 79-68

Spielverlauf: Die Begegnung startete eher nach dem Geschmack der Studenten aus der Hollywood-Metropole. Auf beiden Seiten war zunächst eine gewisse Hektik im Spiel erkennbar, die dazu führte, dass die Spieler viele schlechte Entscheidungen trafen, was in schlechten Würfen und haufenweise Ballverlusten resultierte. Da diese Spielweise eher den Bruins in die Karten spielte, konnten sie zunächst in Führung gehen. Zudem merkte man den Gators an, dass sie Probleme mit der Größe ihres Gegners hatten und sich erst einmal akklimatisieren mussten. Insbesondere Scottie Wilbekin, der Aufbau der Gators, erinnerte in dieser Phase an frühere Zeiten, wo er häufig noch unreif wirkte, denn innerhalb der ersten fünf Minuten nahm er drei Dreier aus gut und gerne acht Metern.

Als Wendepunkt kann man daher das frühe zweite Foul von Kyle Anderson betrachten, da Coach Alford gezwungen war, ihn aus dem Spiel zu nehmen. In der Folge lief es für die Gators etwas besser und dank einem gut aufgelegten Michael Frazier, der in der ersten Halbzeit drei wichtige Dreier traf, konnten sie bis zum Seitenwechsel die Führung übernehmen. Aber nicht nur Frazier war für den langsamen Tempowechsel verantwortlich. Die beiden hochtalentierten Freshmen Hill und Walker trugen ebenfalls ihren Teil dazu bei. Hill beruhigte das Spiel und übernahm die Kontrolle über das Spiel, sodass Wilbekin nicht mehr so viel Verantwortung übernehmen konnte/musste und das Spiel auf sich zukommen lassen konnte. Chris Walker brachte neue Energie ins Spiel und erzielte in kürzester Zeit fünf Punkte und räumte defensiv alles ab, was in seiner Reichweite war.

Nach der Pause zogen die Gators in der Verteidigung an und forcierten einige Ballverluste von Anderson, der in dieser Phase offensichtlich Probleme gegen die aggressive Presse hatte, da er zu häufig versuchte, das Doppeln per Dribbling zu überbrücken. Der Favorit nutzte diese Schwächephase, um seine Führung erstmals in den zweistelligen Bereich zu bringen. Die Bruins kämpften sich, angeführt von Jordan Adams und Kyle Anderson, zurück in die Partie und konnten auf einen Punkt Rückstand verkürzen. Gerade als es so aussah, als würde UCLA tatsächlich der Upset gelingen, wachte Wilbekin auf und sorgte im Alleingang für den Einzug ins Elite Eight. Dabei machte sich bemerkbar, wie elementar der Unterscheid zwischen Freshman und Senior im College Basketball ist. Zunächst erkannte Wilbekin, dass sein Verteidiger Bryce Alford unter dem Block herging und verwandelte einen relativ offenen Dreier. Wenige Momente später forcierte er beim Pick & Roll das Switchen der Verteidiger und nutzte das für ein And-One gegen den anderen Freshman Zach LaVine. Von diesen beiden Aktionen beflügelt, traf er noch einen weiteren, äußerst schwierigen Wurf zum 70-63.

Zahl des Spiels: 10 Assists von Kasey Hill

Lob haben sich verdient:
Kasey Hill: Strahlte unheimlich viel Souveränität aus und zeigte zum richtigen Zeitpunkt die beste Saisonleistung, die ich von ihm gesehen habe.
Michael Frazier: Hat in diesem Spiel endlich seinen Wurf gefunden und demonstrierte seine Künste von der Dreierlinie sehr eindrucksvoll.
Scottie Wilbekin: War am Ende der Matchwinner, obwohl es lange Zeit für ihn überhaupt nicht gut lief.
Will Yeguete: In seiner Rolle als Glue Guy zeigte er mal wieder, wie wichtig so ein Spielertyp für eine erfolgreiche Mannschaft ist. Tat immer genau das, was das Team gerade brauchte.

Das muss besser werden: Die eigentlichen Leader Young, Prather und Wilbekin zeigten über weite Strecken eine maximal durchschnittliche Leistung. Young wurde offensiv zu wenig gesucht, was auch damit zusammenhing, dass Wilbekin zu Spielbeginn total überdrehte und nur seinen Abschluss suchte. Auch Casey Prather ließ sich zu vielen schlechten Würfen und Aktionen verleiten, die er im Elite Eight dringend abstellen muss.

Elite Eight vs. #11 Dayton Flyers 62-52

Spielverlauf: Die Devise der Gators war zu Beginn der Partie deutlich zu erkennen. Sie wollten den Ball möglichst häufig in Brettnähe bringen und die Big Men ins Spiel involvieren. Dadurch erwischten sie den etwas besseren Start in die Partie (7-2). Doch Dayton fing sich und spielte ruhig und besonnen im Angriff. So konnte der Underdog schnell wieder den Ausgleich erzielen. Mit der Einwechslung von Pass-First Point Guard Kasey Hill kam wieder neue Energie ins Spiel. Er setzte seine Mitspieler gut in Szene, sodass insbesondere Prather und Young zu einfachen Punkten unter dem Korb kamen, was im UCLA-Spiel ein wenig fehlte. Auch in der Defense lief es anschließend etwas besser, da sie die Flyers zu schnellen, überhasteten Aktionen verleiten konnten.

Anschließend folgte eine längere Leerlaufphase, die von guter Gators-Defense, aber auch vielen vermeidbaren Fehlern und vergebenen Korblegern geprägt war. Dank eines Dreiers von Oliver konnte die Mannschaft aus Ohio das Heft in die Hand nehmen und mit schnellen Händen in der Defense einen 8-0 Lauf erzwingen. Erst als sich Wilbekin in den letzten drei Minuten des ersten Durchgangs ins Geschehen einschaltete, wurde deutlich, wer der Favorit ist. Doch nicht nur Wilbekin hatte großen Anteil daran, dass Florida durch einen Dreier seines Top-Spielers zum 38-24 mit einer 14-Punkte-Führung in die Kabine ging. Billy Donovan sorgte beim Gegner für Verwirrung und Hektik in der Defense mit einer 1-3-1 Zone, die die Gators eigentlich nicht so häufig spielen.

Wer jedoch befürchtet hatte, dass das Spiel dem Underdog nun entgleiten könnte, sah sich in den ersten Moment der zweiten 20 Minuten getäuscht. Dayton meldete sich schlagartig zurück mit zwei erfolgreichen Würfen von „Downtown“ in den ersten beiden Angriffen. Florida fing sich anschließend und hielt Dayton auf Abstand, indem sie in der Offense wieder den Ball nach innen brachten und ihre Handoffs bzw. Pick & Rolls in aller Ruhe weiterliefen. Nach dem die Anfangseuphorie auf Seiten der Flyers etwas verpufft war, sorgte Wilbekin wieder mal dafür, dass Florida einen Lauf starten konnte. Mit seiner Energie an beiden Seiten des Feldes und seinem Spielwitz zog er seine Mitspieler mit und legte den Grundstein für einen 9-2 Lauf, mit dem sich Florida auf 53-36 absetzen konnte. Von diesem Lauf erholte sich das Team von Archie Miller nicht mehr. Die Defense des Back-to-Back-Champs aus den Jahren 2006 & 2007 ließ nicht mehr viele freie Würfe für Dayton zu. Lediglich Dyshawn Pierre konnte den Favoriten noch etwas ärgern und wehrte sich gegen das Ausscheiden aus dem Tournament. Doch da sich Wilbekin auch von der Linie keine Blöße gab und seine Freiwürfe hochprozentig verwandelte, war der Einzug des Nummer eins Seeds ins Final Four besiegelt.

Zahl des Spiels: 37-26 Reboundverhältnis

Lob haben sich verdient:
Scottie Wilbekin: Nach verhaltenem Start war er wieder einmal der Matchwinner für sein Team, da er immer dann Verantwortung übernahm, wenn es darauf ankam, den Gegner in die Schranken zu weisen.
Kasey Hill: Brachte viel Energie ins Spiel und zeigte einmal mehr, dass er die perfekte Ergänzung zu Wilbekin und Frazier ist, da er Ruhe ins Spiel bringen kann und seine Mitspieler sehr gut in Szene setzt.
Patric Young: Wurde dieses Mal öfter von seinen Mitspielern gesucht und gefunden, was er belohnte, indem er sicher vollstreckte und noch eine Spur aggressiver zu Werke ging, als es normalerweise schon der Fall ist.





UConn Huskies (#7)

Sweet-16 vs. #3 Iowa State Cyclones: 81-76

Spielverlauf: Beide Teams starteten mit einem enorm hohen Tempo in die Partie. UConn erwischte dabei den etwas besseren Start, da Shabazz Napier einfach jeden Wurf traf und bereits nach wenigen Minuten vier Dreier auf seinem Konto hatte. Auf der Gegenseite bemühte sich Kane, Verantwortung zu übernehmen, wirkte aber unglücklich in seinen Aktionen. Einzig Dustin Hogue tat den Huskies weh in dieser Phase. Mitte der zweiten Halbzeit beruhigte sich die Geschwindigkeit des Spiels und die Cyclones konnten ihr Spiel nun besser aufziehen. Besonders Kane zog in dieser Phase viele Fouls mit seiner Cleverness. Gerade als Iowa State den Rückstand etwas verkürzen konnte, wachte auf einmal DeAndre Daniels auf und verwandelte seine Würfe. Deshalb konnten die Huskies mit einer zweistelligen Führung in die Halbzeitpause gehen.

Auch nach der Halbzeit wirkte es so, als hätten die Meister von 2011 alles im Griff. Daniels zeigte die beste Leistung, die ich bisher von ihm gesehen habe und traf so gut wie jeden Wurf. Außerdem war ISUs Topscorer Melvin Ejim überhaupt nicht im Spiel, woran u.a. auch Niels Giffey mit guter Defense seinen Anteil hatte. Erst in den letzten fünf Minuten gelang es den Cyclones, den Rückstand noch einmal entscheidend zu verkürzen. So konnten sie den Rückstand auf vier Punkte zwei Minuten vor Schluss verringern und noch einmal Spannung ins Spiel bringen. An dieser Stelle übernahm Niels Giffey Verantwortung und traf einen immens wichtigen Spot-up Dreier zum 70-63, den man getrost als „Dagger“ bezeichnen kann. Auch von der Freiwurflinie gaben sich die Schützlinge von Kevin Ollie keine Blöße und verwandelten ihre Würfe mit hoher Sicherheit, sodass sie den Sieg in trockene Tücher wickeln konnten.

Zahl des Spiels: 52% Wurfquote UConn

Lob haben sich verdient:
DeAndre Daniels: Legte endlich mal seine lethargische Art ab und spielte mit Selbstbewusstsein. Er traf fast jeden seiner Würfe und zeigte, warum er so wichtig für dieses Team sein kann.
Shabazz Napier: Brachte sein Team früh auf die Siegerstraße und setzte mit seinen Dreiern zu Beginn der Partie ein Zeichen. Legte sich die Defense der Cyclones geschickt zu Recht.
Niels Giffey: Auch wenn die Stats nicht berauschend sind, trug er dennoch maßgeblich dazu bei, dass sein Team ins Elite Eight einziehen konnte. Er verteidigte Melvin Ejim stark, arbeitete gut beim Rebound und versenkte den entscheidenden Dreier.

Elite Eight vs. #4 Michigan State Spartans: 60-54

Spielverlauf: Die Huskies kamen besser aus den Startlöchern. Mit aggressiver Verteidigung und konsequentem Doppeln beim Pick & Roll setzten sie das Izzo-Team unter Druck und zwangen es zu vielen schlechten Würfen und Pässen. Diese konnten mehrfach abgefangen werden und ermöglichten den quirligen UConn-Guards viele leichte Punkte im Fastbreak. Der Big Ten Champ ließ sich von der verbreiteten Hektik anstecken und es gelang ihm überhaupt nicht, sein gewohntes Inside-Spiel zu etablieren. Lediglich die Dreier hielten MSU zunächst in Schlagdistanz. Doch als Gary Harris zwei Dreier innerhalb kürzester Zeit versenken konnte, übernahmen sie sogar die Führung und stellten den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf. In dieser Phase geriet plötzlich UConns Offense ins Stocken. Besonders Niels Giffey hatte in der ersten Halbzeit Probleme mit seinem Wurf und ließ viele Gelegenheiten ungenutzt liegen, die er sonst im Schlaf verwandelt. Nach einem weiteren Valentine Dreier gingen die Spartans mit 25-21 in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel sah es zuerst so aus, als würde Michigan State nun davonziehen. Angeführt von Gary Harris und Adreian Payne bauten die Spartans ihren Vorsprung innerhalb weniger Minuten auf 9 Punkte aus. Speziell Payne wurde von UConn viel zu schlecht verteidigt, da es die Big Men der Huskies offensichtlich nicht gewohnt waren, in der Transition Defense ihren Gegenspieler an der Dreierlinie anzutreffen, sodass Payne dort unbehelligt abdrücken und seine Qualitäten unter Beweis stellen konnte. Kevin Ollie reagierte mit einer Auszeit und schärfte seinen Spielern ein, keine Würfe mehr zu nehmen, die zu diesen Transition-Situationen führten und im Prinzip die einzig effektive Spartans Offense des Tages war. Zwar läutete Shabazz Napier die Trendwende mit einem Dreipunktewurf ein, doch im Anschluss gingen die Huskies mit Entschlossenheit zum Korb und wurden von den Schiedsrichtern mit Pfiffen belohnt. Das hatte zwei entscheidende Vorteile: Erstens waren und sind die Huskies über das Turnier gesehen eine der stärksten Mannschaften von der Linie und die Freiwürfe also nur Formsache. Zweitens nahmen sie MSU damit die Optionen im Fastbreak und zwangen sie ins Setplay. Neben Napier, der immer die passende Antwort parat hatte, und DeAndre Daniels, der am Wochenende die Spiele seines Lebens ablieferte, zeichnete sich noch Ryan Boatright aus, indem er durch seine aggressive Defense viele Ballverluste erzwang und im Angriff einige wilde Würfe traf.

Die Spartans verließen sich schlichtweg zu sehr auf ihre Würfe und brachten den Ball nicht nach innen. Zudem wurde in der Crunchtime sichtbar, dass sie einfach keinen Kopf hatten, der das Spiel im Aufbau lenkt und initiiert. Keith Appling war seit seiner Verletzung nicht mehr der Alte und hat seitdem auch spürbar Vertrauen bei seinen Mitspielern eingebüßt. Symptomatisch dafür war eine Szene, die mir extrem ins Auge stach: Nach einem erfolgreichen UConn Korb schnappt sich Payne den Ball und will einen schnellen Einwurf ausführen, um eine Transition-Möglichkeit zu provozieren, Appling hingegen ist unkonzentriert und bemerkt zu spät, was passiert. Dadurch erwischt ihn der Pass von Payne auf dem falschen Fuß und der Ball flutscht ihm durch die Hände ins Aus. Normalerweise, gerade bei zwei so erfahrenen Seniors, klatschen sich die Mitspieler dann ab und wollen sich den Ball wiederholen, doch in diesem Fall würdigen sich die beiden nicht einmal eines Blickes. Appling war es dann auch, der mit einem vermeidbaren Fehler für den Genickbrecher sorgte. Er foulte, obwohl bereits mit 4 Fouls belastet, Napier bei einem schwierigen Dreier kurz vor dem Ablaufen der Wurfuhr. Napier ließ sich nicht lumpen und verwandelte alle drei Würfe eiskalt. UConn behielt die Nerven und knapp die Oberhand und feierte kurz darauf den Einzug ins Final Four.

Zahl des Spiels: 21-22 Freiwürfe UConn (95,5%)

Lob haben sich verdient:
Shabazz Napier: Hat im Tournament endgültig die Rolle von Kemba Walker beim Titelrun 2011 übernommen. Brachte sein Team mit einem wichtigen Dreier zurück ins Spiel, zog in der zweiten Halbzeit massenhaft Fouls und bewies in der Crunchtime seine Clutchness.
DeAndre Daniels: Zeigte wieder eine starke Leistung, weil er mit Aggressivität zu Werke ging. Scorte in der Offense wieder sehr variabel.
Ryan Boatright: Überdrehte in der ersten Halbzeit nach gutem Start ein wenig, überließ dann aber im zweiten Durchgang Napier das Kommando und war zur Stelle, als er gebraucht wurde. In dieser Form extrem wertvoll für sein Team.





Wisconsin Badgers (#2)

Sweet-16 vs. #7 Baylor Bears: 69-52

Spielverlauf: Direkt von Beginn an machten die Badgers deutlich, dass die Big Ten immer noch die beste Schule für das NCAA Tournament bietet. Mit ihrer Toughness und ihrem mannschaftsdienlichen Zusammenspiel zogen sie den Bears aus der Big 12 direkt in den ersten Minuten den Zahn. Während sie in der Verteidigung Baylor zu einer schlechten Wurfauswahl zwangen und die Big Men mit ihrer physischen Spielweise Unbehagen bei den Texanern auslösten, sezierten sie die Zonenverteidigung des Gegners nach Belieben. Mit unglaublich hoher Präzision bewegten sie den Ball von Seite zu Seite, fanden Anspielstationen in Sam Dekker und Frank Kaminski auf dem High Post und nutzten die Shortcorner. Dekker und Kaminski brillierten durch gutes Entscheidungsverhalten und hohe Treffsicherheit. Als die Dachse dann ihr Inside Spiel etabliert hatten und Baylor erste Anpassungen in der eigenen Defense vornehmen musste, fingen sie dann auch noch an, ihre Dreier nach Belieben zu treffen. Außerdem brachte Nigel Hayes in seiner typischen Manier neue Energie von der Bank. Deshalb sah sich Baylor Coach Scott Drew nach der letzten Auszeit der ersten Hälfte gezwungen, in eine Mann-Verteidigung zu wechseln. Doch man merkte den Drew Schützlingen an, dass sie das nicht mehr gewohnt waren, nachdem sie quasi das ganze Conference und NCAA Tournament über nur Zone gespielt hatten. Aber auch in der Offense der Bears machte sich Verzweiflung breit und sie agierten zu oft überhastet und ungeduldig, sodass sie nur durch Einzelaktionen zum Erfolg kamen.

Nach dem Seitenwechsel machten die Badgers dann relativ früh den Sack zu. Besonders Kaminski konnten in der Zone nach Belieben Punkten und war der Schlüssel gegen die Zone. Auch in der zweiten Hälfte wirkte Baylor ratlos an beiden Enden des Spielfelds und konnte keinen entscheidenden Lauf mehr starten. Der einzige, der sich bis zum Schluss wehrte, war Isaiah Austin. Doch auch seine zahlreichen gelungenen Einzelaktionen konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass Baylor sich sehr schwach präsentierte. Und auch wenn Baylor-Coach Scott Drew kein taktisches Mittel außer Acht ließ und z.B. in den letzten drei Minuten versuchte, das Spiel noch per Stop-the-Clock zu kippen, trug er auch eine große Mitschuld an diesem Auftritt, denn sein Team wirkte zu oft strukturlos und er schaffte es nicht, seine wichtigen Spieler ins Spiel zu bringen. Letzten Endes konnten sich die Texaner sogar glücklich schätzen, dass die Niederlage nicht höher ausfiel.

Zahl des Spiels: 6 Blocks von Frank Kaminski

Lob haben sich verdient:
Frank Kaminski: Dominierte in der Zone nach Belieben und zeigte seine Variabilität in der Offense. Aber auch in der Defense sorgte er mit seiner Toughness dafür, dass sich die Baylor Big Men nicht entfalten konnten.
Nigel Hayes: Kam von der Bank und setzte da an, wo Dekker und Kaminski das Spiel begonnen hatten. Dadurch blieb die Intensität konstant hoch und Austin & Jefferson bekamen keine Gelegenheit, ins Spiel zu finden.
Ben Brust: Seine Dreier erwiesen sich mal wieder als äußerst demoralisierend. Nutzte zudem die Schwächen in der Mann-Verteidigung des Gegners sehr stark aus.

Das muss besser werden:
Zwar war die Partie zu diesem Zeitpunkt schon entschieden, jedoch muss man trotzdem kritisch anmerken, dass die Freiwurfquote der Badgers beim Stop-the-Clock nicht sonderlich berauschend war. Das ist aber auch wirklich der einzige Kritikpunkt an einer ansonsten herausragenden Vorstellung.

Elite Eight vs. #1 Arizona Wildcats: 64-63

Nach einer hektischen Anfangsphase zeigte sich, wie zu erwarten, dass Arizona zuerst mit dem hohen Tempo zu Recht kam, sodass sie schnell in Front lagen (7-3 und 12-5). Wisconsin ließ sich dazu verleiten, die hohe Geschwindigkeit mitzugehen, was darin resultierte, dass sie sich ungewöhnlich viele Turnovers und Fouls in der Anfangsphase leisteten. Immerhin besannen sie sich nach etwa fünf Minuten Eingewöhnungszeit auf ihren Gameplan und brachten den Ball nun vermehrt im Rahmen ihrer Offense in die Hände von Frank Kaminski, der aber nur gelegentlich erfolgreich sein konnte. Die Wildcats zogen auf der Gegenseite weiter mit großer Entschlossenheit zum Korb und provozierten dadurch viele Fouls und verwandelten die fälligen Freiwürfe einigermaßen hochprozentig. Wisconsin konnte vorerst nur durch Einzelaktionen in Schlagdistanz bleiben. Erst gegen Ende der Halbzeit nutzten auch sie mal die basketballerischen Fähigkeiten ihrer Big Men, um an die Linie zu kommen. Aber eigentlich versprühte nur Traevon Jackson wirklichen Siegeswillen. Der Rest des Teams wirkte stellenweise recht fahrig gegen die druckvolle Verteidigung der Studenten aus Tucson. Einziger Kritikpunkt, den Sean Miller bei seiner Mannschaft mit Sicherheit zu bemängeln hatte, war die schlechte Quote bei vielen vermeintlich einfachen Korblegern in Ringnähe.

Bis zu ersten TV.Auszeit des zweiten Abschnitts merkte man bei Wisconsin, dass Bo Ryan seine Halbzeitansprache dazu genutzt hatte, seinen Veteranen einzuschärfen, den Ball öfter und präziser in Kaminskis Hände zu geben und ihn gegen Tarczewski ackern zu lassen. Das machte sich auch prompt bezahlt, denn die Badgers konnten dadurch das Spiel relativ schnell ausgleichen. Unterstützung fand Kaminski in Person von Freshman Bronson Koenig, der mit fünf schnellen Punkten und einem schönen Assist für eine 41-36 Führung seiner Farben sorgte. Doch Arizona konnte sich zurückkämpfen und wieder ausgleichen. Von nun an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keines der beiden Teams auch nur ansatzweise absetzen konnte. Wisconsin nutzte nun vor allem Kaminskis Vielseitigkeit, um die Defense der Wildcats zu knacken. Diese verließen sich wiederum auf ihre athletische Überlegenheit, um nach Offensivrebounds und in Transition-Situationen zu punkten.

In die letzte Spielminute der regulären Spielzeit ging Wisconsin mit einer knappen Führung von zwei Zählern. Arizona gelang es jedoch in Form eines Tip-Dunks von Rondae Hollis-Jefferson auszugleichen. Allerdings hatte der Big Ten Contender die Möglichkeit, im finalen Angriff die entscheidenden Punkte für den Final Four Einzug zu erzielen. Im letzten Angriff versuchte es Trae Jackson dann mit einem schwierigen Stepback, da er nach seinem Erfolgserlebnis im vorherigen Angriff, als er sein Team schon einmal in Führung brachte, wohl ein gutes Gefühl hatte. Allerdings war diese Entscheidung aus meiner Sicht weniger klug, da die Wildcats das Pick & Roll vorher geswitcht hatten und nun Jackson über den wesentlich größeren Aaron Gordon werfen musste. Stattdessen hätte er lieber Kaminski den Ball im Post geben sollen, weil dieser seinerseits ein Missmatch gegen den deutlich kleineren Nick Johnson hatte. Jacksons Wurf verfehlte sein Ziel, also ging es in die Verlängerung.

Dort wachte Wildcats-Star Gordon endlich auf, nachdem er bereits jedem Rebound wie ein Berserker hinter gegangen war. Mit einem wichtigen Distanzwurf und einem krachenden Putback Dunk konnte er zwei Mal für sein Team ausgleichen. Allerdings hatte auch er keine Antwort für Kaminski, der sein unheimlich großes Repertoire an Bewegungen im Post anzapfte und damit zuerst sein Team in Führung brachte (61-59) und diese nach einem Tip-In ausbauen konnte (64-61). Jordin Mayes konnte seinerseits mit einem Tip-In bei einer Minute Restspielzeit verkürzen (64-63). Wisconsins Angriff blieb erfolglos, da Jackson wieder gezwungen war, einen schwierigen Wurf zu nehmen. Arizona hatte also die Chance, mit dem letzten Angriff noch den Sieg zu holen. Nun folgten zwei kritische Szenen. Erst bekam Nick Johnson ein Offensivfoul abgepfiffen. Aus meiner Sicht war dies eine Fehlentscheidung, da der Verteidiger zuerst den Kontakt suchte und ich daher in dieser Szene gar nichts gepfiffen hätte. Die zweite Szene erfolgte beim anschließenden Einwurf. Der Pass wurde ins Aus abgefälscht. Die Referees entschieden zunächst auf Ballbesitz Wisconsin. Doch nach dutzenden Wiederholungen entschieden sich die Schiedsrichter dazu, ihren ursprünglichen Pfiff zu ändern, was ich persönlich sehr mutig fand und wahrscheinlich auf das schlechte Gewissen aufgrund der vorherigen kritischen Entscheidung gegen Arizona zurückzuführen ist. Wahrscheinlich lagen sie mit ihrer Entscheidung letztendlich richtig. Trotzdem war es nur sehr schwer zu erkennen. Arizona bekam also tatsächlich die Chance, 2,5 Sekunden vor dem Ende noch einen letzten Angriff durchzuführen. Doch Nick Johnson erwischte einfach keinen guten Tag und nahm ein Dribbling zu viel, sodass sein Verzweiflungswurf zu spät erfolgte.

Zahl des Spiels: Das Double-Double (28 Punkte & 11 Rebounds) von Frank Kaminski

Lob haben sich verdient:
Frank Kaminski: Er zeigte sein gesamtes Können in der Offense, sei es Postgame, Zug zum Korb oder der Dreier. Trug sein Team in der Offense und erzielte wichtige Punkte in der Verlängerung, womit er sein Team auf die Siegerstraße führte.
Bronson Koenig: Absolvierte eine gute Partie, weil er die Impulse, die normalerweise von den leider schwächelnden Brust und Gasser ausgehen, liefern konnte.
Traevon Jackson: Zumindest in der ersten Halbzeit und bis zur letzten Minute der regulären Spielzeit übernahm er Verantwortung in der Offense, ohne dabei zu sehr zu überdrehen. Hätte im Anschluss aber wesentlich cleverer agieren müssen.








Kentucky Wildcats (#8)

Sweet-16 vs. #4 Louisville Cardinals: 74-69

Spielverlauf: Louisville legte einen Blitzstart hin und überrannte den Erzrivalen, bevor dieser überhaupt merkte, was da gerade geschah. Die unerfahrenen Wildcats kamen gar nicht mit der aggressiven Presse und den wechselnden Verteidigungsformen des Vorjahreschamps klar. Zudem verletzte sich Willie Cauley-Stein und konnte anschließend nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen. Allerdings konnten die Cardinals nicht so viele Punkte daraus generieren, wie sie es wahrscheinlich gerne getan hätten, was auch damit zusammenhing, dass Luke Hancock früh mit zwei Fouls auf der Bank Platz nehmen musste und dort bis zu Halbzeit sitzen blieb. Nachdem Coach Cal zwei schnelle Auszeiten nacheinander genommen hatte, lief es etwas besser und bei den Blauen fanden nun auch einige Distanzwürfe ihr Ziel. Kurz vor der Pause kassierte Energizer Montrezl Harrell sein drittes Foul bei einem ungestümen Post-up Versuch. Louisville hätte dem Spielverlauf nach eigentlich höher zur Pause führen müssen.

Nach der Pause blieb das Spiel zunächst ausgeglichen. Auf der Seite des achten Seeds hatte insbesondere Dakari Johnson einen wichtigen Anteil daran, denn er nahm den Kampf unter den Brettern an und setzte sich einige Male sehr stark durch. Kentucky nutzte in dieser Phase Fehler in der Louisville-Defense eiskalt aus, denn diese ließen sich zu oft zum „Gamblen“ verleiten, wobei der Pass dann aber dennoch fast immer ankam und Kentucky dann die daraus resultierende Überzahlsituation verwerten konnte. Trotzdem konnten sich die Cards immer wieder leicht absetzen, weil Russ Smith einige seiner typischen Floater traf, bevor sich die Kentucky Defense ordnen konnte. Mitte der zweiten Halbzeit demonstrierte Hancock zudem, warum er so wichtig für die Cardinals ist. Er übernahm kurzerhand die Halbfeld-Offense des Champs und erzielte zwei wichtige Dreier, zog mehrmals geschickt zum Korb und hängte dabei James Young sein 5. Foul an.

Trotzdem blieben die Widlcats im Geschäft und konnten dank einem energiegeladenen Alex Poythress erst ausgleichen und anschließend sogar mit einem Zähler in Führung gehen. Wieder hatte Russ Smith die postwendende Antwort in Form eines Floaters griffbereit. So führte Louisville wenige Sekunden vor Beginn der Schlussminute mit 68.67. Im folgenden Angriff ereignete sich dann die spielentscheidende Szene, als Julius Randle sein Entwicklung unterstrich und einen kühlen Kopf beim Doppeln bewahrte, indem er den Ball in die Ecke auf den freistehenden Aaron Harrison spielte. Dieser hatte bis dato einen miserablen Tag, traf allerdings diesen Wurf mit hoher Sicherheit. Im Gegenzug hatte Wayne Blackshear zwar die Möglichkeit, mithilfe von zwei Freiwürfen den Ausgleich zu erzielen, konnte aber nur einen verwandeln. Kentucky bewahrte an der Freiwurflinie die Nerven und gab den Vorsprung nicht mehr her.

Zahl des Spiels: Nur 1:07 Minuten lag Kentucky über das gesamte Spiel gesehen in Führung

Lob haben sich verdient:
Julius Randle: Hielt seine Mannschaft in der ersten Halbzeit alleine im Spiel und sorgte für Verwüstung unter dem gegnerischen Korb. In der zweiten Halbzeit forcierte er nichts mehr und war trotzdem (oder deswegen) in der Crunchtime zur Stelle.
Andrew Harrison: Nahm zwar den einen oder anderen Wurf zu viel, wusste aber in der zweiten Halbzeit seine körperlichen Vorteile besser auszunutzen.
Alex Poythress: Wurde von Coach Cal immer wieder während der Saison dafür kritisiert, dass er nicht seine Rolle als Finisher ausfüllen würde. Konnte seinen Coach mit diesem Spiel vom Gegenteil überzeugen. Seine Entschlossenheit brachte Kentucky den Sieg.

Elite Eight vs. #2 Michigan Wolverines: 75-72

Spielverlauf: Wie bereits vorher im Turnier verpennten die jungen Wildcats den Start in die Partie. Das Schlüsselmatchup der ersten Minuten war das Duell zwischen Dakari Johnson und Glenn Robinson III. Beide Teams versuchten das Missmatch für sich zu nutzen, doch mit unterschiedlichem Erfolg. Während Johnson sichtlich Probleme hatte gegen den kleineren Robinson überhaupt zum Abschluss zu kommen, ohne den Ball dabei zu verlieren, konnte Robinson zwei Mal seinen Schnelligkeitsvorteil ausspielen und gegen Johnson scoren. Nach einer Auszeit und der Auswechslung von Johnson für den athletischeren Poythress nutzte Michigan Robinsons Fähigkeiten für den Rest der Halbzeit gar nicht mehr. Stattdessen übernahmen Caris LeVert und Nik Stauskas viel Verantwortung und fanden gute Lösungen im Pick & Roll. Auf der Gegenseite lebte Kentucky zu sehr von Einzelaktionen und die Offense bestand in der ersten Halbzeit eigentlich nur darin, den Ball irgendwie Richtung Korb zu werfen und anschließend den Rebound zu holen und zu verwerten. Aus dem Nichts machte sich Marcus Lee, ein weiterer talentierter Freshman, bemerkbar und hatte allein in der ersten Halbzeit vier Tip-Dunks. Gegen Ende der ersten Halbzeit fand auch James Young seinen verloren gegangenen Wurf wieder und sorgte so für etwas mehr Platz unter dem Korb, den in den Schlussminuten Julius Randle zu nutzen wusste und die Michigan Defense vor einige Probleme stellte.

Eine Schlüsselszene ereignete sich gleich nach Beginn der zweiten 20 Minuten, als Center Jordan Morgan sein drittes Foul kassierte und damit der einzige wirkliche Gegenspieler für Randle auf der Bank Platz nehmen musste. Dementsprechend brachten die Talente der Wildcats den Ball vermehrt unter den Korb, wo sie sich mit Leichtigkeit durchsetzen konnte. Michigan blieb nur im Spiel aufgrund einiger wichtiger Distanzwürfe. Doch als John Beilein in der Verteidigung zu seiner 1-3-1-Zone wechselte, schien sich das Blatt wieder zugunsten der Wolverines zu wenden. Sie erzwangen schwierige Würfe, sicherten sich nun auch ein paar Defensivrebounds und konnten schnell umschalten und leichte Punkte im Schnellangriff erzielen. Besonders Andrew Harrison machte in dieser Phase keine glückliche Figur, da er viele Korbleger gegen einen Verteidiger vergab, beim Drive den Ball verlor und sich auch Missverständnisse einschlichen. Doch nach einer Auszeit präsentierte er sich wie verwandelt, traf plötzlich gute Entscheidungen und erspielte seinen Teamkameraden gute Würfe. Dadurch zwang er Michigan zurück in die Mann-Verteidigung zu wechseln und sorgte mit einem erfolgreichen Korbleger für die zwischenzeitlich höchste Führung und einen 11-0 Lauf zum 62-55. Aber auch der Regular Season Big Ten Champ ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und fand nach einer Auszeit wieder zu der typischen ausgewogenen Offense zurück und nutzte das Pick & Roll mit Stauskas und Morgan sehr geschickt. So konnten die Wolverines wieder auf einen Zähler verkürzen. Doch in der Defense taten sich weiterhin große Lücken auf, die von der Calipari Truppe bedingungslos ausgenutzt wurden. Zudem traf Cal eine wichtige Entscheidung, als er Aaron Harrison trotz vier persönlichen Fouls auf dem Feld ließ und dieser im Anschluss aufdrehte.

Die letzten zwei Minuten toppten dann nochmal die bisherigen Ereignisse in puncto Spannung. Zunächst war es Aaron Harrison vorbehalten, seine Farben per Dreier in eine komfortable Position zu bringen. Direkt im Anschluss traf Glenn Robinson III einen Distanzwurf nach gutem Passspiel. Darauf konnte Kentucky nicht antworten und ließ die Angriffszeit ungenutzt verstreichen. Der folgende Angriff Michigans war von Hektik geprägt, denn sie verpassten Kentucky einen Löffel ihrer eigenen Medizin und holten mehrfach den Offensivrebound nach vielen missglückten Wurfversuchen. Letztendlich gelang es Morgan den Ball in den Korb zu tippen und den Ausgleich zu erzielen. Nun galt es für Cal, die passende Antwort zu finden und der Coach traf die goldrichtige Entscheidung: Aaron Harrison, der in den vergangenen Minuten ein heißes Händchen entwickelt hatte, bekam den Ball für den letzten Wurf. Dieser netzte den Gamewinner ins Gesicht seines Verteidiger ein. Kentucky steht im Final Four.

Zahl des Spiels: 17 Offensivrebounds Kentuckys gegenüber nur 10 Defensivrebounds Michigans

Lob haben sich verdient:
Andrew Harrison: Schaffte es den Schalter entscheidend umzulegen und sein Team beim siegbringenden Lauf anzuführen. Spielte auch in der Crunchtime wichtige Pässe.
Aaron Harrison: War in den letzten 5 Minuten auf einmal präsent und erzielte vier wichtige Dreier, inklusive des Gamewinners.
Kentuckys Big Men (Johnson, Lee, Randle): Stellten den Vorjahresfinalisten mit ihrer Lufthoheit vor immense Probleme.