08 März 2014

Seb Dumitru | 8. März, 2014    @nbachefkoch






Die Toronto Raptors kündigten bereits vor Monaten an, sich in Zukunft einem kompletten Rebranding unterziehen zu wollen, um die neue Richtung des Klubs unter der neuen Leitung auch visuell zu zementieren. Unabhängig von jener Entscheidung, die für den Sommer geplant ist, sickerten in den letzten Tagen Meldungen über eine weiteren geplanten Schritt zur Saison 2014/15 durch: die Raptors werden dann zur Feier ihrer 20. Saison in der NBA die ikonischen lila-farbenen Dino-Trikots aus den 1990ern zurück bringen und sie bei ausgewählten Heim- und Auswärtspartien tragen.

Diejenigen unter euch, die 1995 schon ausgiebig NBA-Basketball verfolgt und konsumiert haben - ihr wisst schon, auf VHS-Tape, im TV (kein Scheiss!), über Printmedien oder ganz Stats-verliebt und übernerdig via Trading Cards, erinnern sich sicherlich an das ambivalente Verhältnis von Spielern und Fans zu diesen Comic-Jerseys mit der prägnanten violetten Farbgebung und dem Cartoon-Dino-Flair. Die damaligen Auswärtstrikots der Raptors blieben vier Jahre lang Sinnbild für den vergeblichen Versuch einer Expansions-Franchise, in der NBA sportlich Fuß zu fassen. Toronto verlor in ihnen 114 von 148 absolvierten Partien, trotz Spielern wie Vince Carter, Tracy McGrady, Marcus Camby, Damon Stoudamire, Charles Oakley, Chauncey Billups oder John Wallace.

Erst als die originalen Jerseys zur Saison 1999/2000 durch eine neue Variante ersetzt wurden, kam auch der Erfolg nach T-Dot: zunächst mit dem ersten Playoff-Einzug überhaupt im Jahr 2000, gefolgt vom Einzug in Runde zwei ein Jahr später, und schließlich 06/07 mit dem ersten Division-Sieg am Atlantik und der bisherigen Hochwasser-Marke (47-35). Letzteres schafften die Dinos bereits in den farblich modifizierten, neuen Trikots mit Weiss, Rot und Schwarz, wie man sie auch heute noch trägt. Wie genau das Rebranding im Endeffekt aussehen wird, ob Logo und Jersey im Zuge der Zusammenarbeit mit local artist Drake nur farblich abgeändert oder völlig neu konzipiert werden, darüber darf noch ein paar Wochen spekuliert werden.

Toronto rangiert derzeit mit 35-26 Siegen auf Platz eins in der Atlantic Division und ist - etwas unverhofft - dabei, die beste Saison der Franchise-Historie auf's Parkett zu legen.