26 März 2014

Axel Babst | 25. März, 2014   




Der Wahnsinn geht weiter! Am Donnerstag und Freitag steigt das Sweet-16 der diesjährigen College-Meisterschaft, direkt im Anschluss dann das Elite Eight. 50 Teams sind bereits eliminiert, 16 träumen noch vom nächsten großen Upset oder dem souveränen Erreichen des Final Four, das am 5. und 7. April ausgespielt wird.

Dieses gesamte Wochenende ist also für ausreichend Action gesorgt. Wie die Teams spielen, wer die Stars sind und was die Coaches so alles können, habt ihr bereits im ersten Teil unserer NCAA-Coverage erfahren. Heute schrauben wir für die 16 verbliebenen Mannschaften eine Miskroskop-Stufe höher.



Florida Gators (#1)

Was bisher geschah:

67-55 vs. Albany
Garant für den Sieg: Kasey Hill
Zahl des Spiels: 51% Wurfquote
Albany erwischte den besseren Start und ging schnell in Führung. Florida wirkte in den ersten fünf Spielminuten etwas desorientiert. Bis zum Ende der ersten Halbzeit und auch darüber hinaus gelang es den Gators nicht, das Spiel aufzubrechen und davonzuziehen. Erst nach einem Dunk von Patric Young kippte das Momentum ein wenig und Kasey Hill übernahm anschließend die Kontrolle über das Spielgeschehen, indem er bei der Presse mehrere Ballverluste forcieren konnte und mit Entschlossenheit zum Korb zog. Der Vorsprung wuchs dadurch auf 10 Punkte an und konnte bis zum Spielende verwaltet werden.

61-45 vs. Pittsburgh
Garant für den Sieg: Patric Young
Zahl des Spiels: 14 Offensivrebounds Florida
Von Beginn an setzten die Spieler von Billy Donovan Pittsburgh unter Druck. Sie erzwangen zwar nicht so viele Ballverluste, wie es normalerweise der Fall ist, dafür verleiteten sie ihren Kontrahenten aber zu vielen überhasteten Würfen und anschließend kontrollierten die Gators den Rebound. Offensiv fehlte bis zur Halbzeit aber die nötige Konsequenz in den Abschlüssen. Vielleicht war der Buzzerbeater von Scottie Wilbekin ja der Weckruf, denn nach der Halbzeit präsentierte sich Florida ganz anders im Angriff. Insbesondere Patric Young unterstrich einmal mehr, warum er aus meiner Sicht der Schlüsselspieler ist: Mit seinem unbändigen Siegeswillen sicherte er sich einen Rebound nach dem anderen und ermöglichte seinen Teamkollegen reihenweise zweite und sogar dritte Wurfchancen. Auch er selbst suchte nun vermehrt erfolgreich den Abschluss. Hauptgrund dafür, dass Young das Brett so dominieren konnte war aber sicherlich auch die Tatsache, dass Wilbekin und Prather ohne Kompromisse zum Korb gingen und so die Verteidigung zum Kollabieren brachten. Nach Fehlwürfen waren die Panthers dann nicht mehr in den richtigen Spots, um den Rebound zu sichern. In der Schlussphase brachte Scottie Wilbekin mit all seiner Routine das Spiel nach Hause.

Die Quintessenz:
Trotz der beiden Siege gibt es aus meiner Sicht immer noch zwei Aspekte, die es zu verbessern gilt, wenn die Gators das Final Four erreichen wollen. Erstens müssen sie direkt von Beginn an mit der nötigen Aggressivität den Weg zum Korb suchen. Zweitens müssen sie dann auch langsam anfangen, ihre Drives mit höherer Quote abzuschließen. Nicht jeder Gegner wird Florida so viele zweite Chancen ermöglichen. Allerdings sollte man auch an dieser Stelle noch einmal die herausragende Defense erwähnen, mit der jeder weitere Gegner im Turnierverlauf seine Probleme haben wird.

Ausblick vs. UCLA:
Bruins-Guard Kyle Anderson könnte sich als Gift für die Presse erweisen, denn mit seiner Größe und guten Übersicht ist er in der Lage, sie mit guten Pässen zu knacken. Allerdings wird sich Billy Donovan mit Sicherheit etwas Kluges einfallen lassen, um Anderson aus dem Spiel zu nehmen. Ansonsten sehe ich die Gators klar im Vorteil und auf Final Four Kurs. Auch Stanford und Dayton werden, so gut sie auch bislang gespielt haben, nicht genug Waffen haben, um Florida in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen.



UCLA Bruins (#4)

Was bisher geschah:

76-59 vs. Tulsa
Garant für den Sieg: Jordan Adams
Zahl des Spiels: 11 Steals
UCLA begann relativ unspektakulär und brauchte eine Weile, ehe sie das Spiel einigermaßen im Griff hatten. Erst gegen Mitte der ersten Halbzeit konnten sie sich etwas absetzen, weil sie viele schwierige Würfe trafen. Vor der Halbzeitpause verweigerten die Bruins ihren Dienst in der Transition Defense und ermöglichten Tulsa sogar den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit drehte dann Jordan Adams auf: er traf wichtige Würfe, holte viele Offensivrebounds und verwandelte Putbacks. Bei Tulsa häuften sich die vermeidbaren Fehler und UCLA konnte davon profitieren. Auch das Rebounding klappte in der zweiten Hälfte wesentlich besser als noch zu Spielbeginn. Trotzdem hätten sie meiner Meinung nach früher den Sack zu machen können/müssen.

77-60 vs. Stephen F. Austin
Garant für den Sieg: Jordan Adams
Zahl des Spiels: 7-27 Dreiquote SFA
UCLA startete eher verhalten in die Partie und erst der Wechsel zu ihrer 2-3 Zone brachte die Bruins ins Laufen. Trotzdem gaben sie zu viele einfache Punkte ab und auch beim Rebound fehlte die letzte Konsequenz, denn sie standen teilweise zu dritt beim Rebounder und beobachteten ihn nur dabei, wie er sich den Abpraller sicherte und als Putback verwertete. Offensiv waren sie wieder einmal sehr abhängig von ihren Würfen und ließen dieses Mal auch viele Chancen im Fastbreak liegen. Einzig Jordan Adams strahlte konstant Gefahr aus. Insgesamt konnte sich UCLA glücklich schätzen, dass SFA keine Dreier traf.

Die Quintessenz:
Obwohl Kyle Anderson noch nicht wirklich im Tournament angekommen ist und noch viel Luft nach oben hat, konnten die Bruins ihre bisherigen Aufgaben einigermaßen souverän lösen. Jordan Adams besticht momentan mit hervorragender Form und führt seine Mannschaft an. Auch Tony Parker hat bei mir bisher einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, da er seine körperliche Überlegenheit gut einzusetzen weiß und ihm bisher nur wenige unnötige Fehler unterlaufen sind. Außerdem füllen die Wear-Zwillinge solide ihre Rollen aus. Abgesehen von Anderson müssen LaVine und Alford noch eine Schippe drauflegen. Ingesamt dürfen sich die Bruins als Team nicht zu sehr darauf verlassen, dass sie ihre Würfe treffen, sondern müssen auch gegen Ende einer Halbzeit gute Transition-Defense zeigen und die Rotationen in der Verteidigung einhalten.

Ausblick vs. Florida:
Mit Florida wartet jetzt einer den Topfavoriten auf den Titel. Anderson kann mit seiner Größe auf der Aufbauposition sicher ein Trumpf sein, allerdings nur wenn er nicht zu viel dribbelt, denn dann läuft er Gefahr den Ball gegen die kleinen, schnellen Guards der Gators zu verlieren, da er sehr hoch dribbelt und relativ langsam ist. Sollte die Bruins ihre Würfe hochprozentig treffen und Florida Probleme gegen ihre Zone bekommen, liegt ein Überraschungssieg im Bereich des Möglichen. Trotzdem halte ich das für unwahrscheinlich. Sollte sie Florida aber tatsächlich irgendwie schlagen können, ist das Final Four auf jeden Fall drin, denn Stanford haben sie diese Saison bereits zwei Mal geschlagen und auch gegen Dayton räume ich ihnen gute Chancen ein.

Stanford Cardinal (#10)

Was bisher geschah:

58-53 vs. New Mexico
Garant für den Sieg: Chasson Randle
Zahl des Spiels: 8-15 (Dreierquote von Stanford)
Stanford startete wesentlich besser in diese Begegnung als New Mexico und konnte sich schnell einen relativ hohen Vorsprung herausspielen. Besonders Chasson Randle erwischte einen guten Start und traf seine Würfe. Nach der Halbzeit bewies Johnny Dawkins seine guten Qualitäten als Coach, was ihn bereits die gesamt Saison über auszeichnet: Er wechselte zu einer 2-3-Zone und konnte eine weitere Aufholjagd des Gegners vorerst verhindern. Dadurch konnte Stanford auch einen längeren Zeitraum ohne Dwight Powell und Stefan Nastic überbrücken, die beide foulbedingt nur auf der Bank sitzen konnten, um in der Crunchtime noch auf dem Feld stehen zu dürfen. In den letzten Minuten nahm wieder Chasson Randle das Heft in die Hand und erzielte wichtige Punkte, um den Gegner auf Abstand zu halten.

60-57 vs. Kansas
Garant für den Sieg: Chasson Randle
Auch gegen Kansas kann man den Sieg wieder Johnny Dawkins zuschreiben, denn er wusste den verletzungsbedingten Ausfall von Joel Embiid geschickt auszunutzen, indem er wechselnde Zonenverteidigungen gegen das unerfahrene Jayhawks Team einsetzte und so die Längenvorteile in der Zone ausnutzte. Wichtig war zudem, dass Dwight Powell sich ganz anders als zwei Tage zuvor präsentierte und offensiv Akzente setzen konnte. Ein weiterer Schlüssel zum Sieg war der gute Start in die zweite Halbzeit, bei dem die „Scharlachroten“ schnell wieder die Führung zurückeroberten, denn im Anschluss reichte es, wie bereits im Spiel gegen New Mexico, den Spielstand zu verwalten und an den richtigen Stellen Ausrufezeichen zu setzen. Die Jayhawks bissen sich bis zum Schluss die Zähne an der Defense aus. In der Schlussphase zeigten sich die Spieler von Coach Dawkins außerdem treffsicher von der „Charity Stripe“.

Die Quintessenz:
Was man sicherlich als Fazit aus den ersten Spielen ziehen kann, ist, dass man gegen Stanford nie in einen größeren einstelligen Rückstand geraten sollte, denn dann wird es schwierig, zurück ins Spiel zu finden. Außerdem wurde deutlich, was die Länge und Athletik des Frontcourts für Probleme für die Offensive des Gegners bedeuten kann. Allerdings hat man auch gesehen, was eines der Hauptsorgen von Coach Johnny Dawkins ist: Die Foulanfälligkeit seiner Big Men. Powell und Nastic dürfen ihrem Team nicht zu lange fehlen, ansonsten ist die Defense nicht so effektiv, wie sie sein muss, damit das Team erfolgreich sein kann. Ein weiteres Problem ist auch der fehlende Point Guard. Randle ist ein Scorer und kann sich seinen eigenen Wurf kreieren, aber ihm fehlt die Ruhe gegen Druck. Andy Brown wird in diesen Momenten schmerzlich vermisst.

Ausblick vs. Dayton:
Mit Dayton trifft Stanford im Sweet Sixteen aus meiner Sicht zwar auf einen schlagbaren Gegner, allerdings kann das auch schnell in die Hose gehen, denn die Flyers haben viele athletische Guards, die viele Fouls ziehen können und munter durch rotieren, ohne dass das Spiel einen Bruch erleidet. Vielleicht wäre Syracuse die dankbarere Aufgabe gewesen. Trotzdem haben die Cardinal natürlich gute Chancen, das Elite Eight zu erreichen. Was dann aber passiert, vermag ich nicht zu sagen.

Dayton Flyers (#11)

Was bisher geschah:

60-59 vs. Ohio State
Garant für den Sieg: Dyshawn Pierre
Zahl des Spiels: 7-7 (Freiwurfquote Pierres)
Das Spiel gegen Ohio State war nichts für schwache Nerven. In der letzten Minute wechselte die Führung mehrmals und am Ende waren es dann die Buckeyes, die nicht mehr im entscheidenden Moment punkten konnten. Dayton wirkte das ganze Spiel über gefestigter und variantenreicher. Besonders im Fastbreak machten sie keine Gefangenen und versetzten ihrem Kontrahenten gezielt Stiche. Bei Ohio State wurden, wie bereits häufiger in der Saison, zwei eklatante Schwachstellen deutlich: Erstens fehlt den Big Men einfach die nötige Toughness. Zweitens sind die meisten Spieler offensiv sehr begrenzt in ihren Möglichkeiten. Dayton wusste das geschickt auszunutzen und verteidigte die Lieblingsoptionen der Buckeyes sehr gut, sodass der Angriff sehr oft zum Erliegen kam. Gegen Ende der Partie waren dann die guten Nerven von Dyshawn Pierre an der Freiwurflinie und der schwierige Gamewinner von Sanford spielentscheidend.

55-53 vs. Syracuse
Garant für den Sieg: Jordan Sibert
Zahl des Spiels: 12-41 (Wurfquote von Ennis, Fair und Cooney kumuliert)
Gegen Syracuse‘ Matchup-Zone bewegten die Flyers den Ball sehr gut im Angriff und verloren, was am allerwichtigsten ist, in der Anfangsphase kaum das Spielgerät. Im Gegenzug gelang es ihnen jedoch, viele Bälle zu klauen und per Fastbreaks einfache Punkte zu erzielen. Wichtig war auch, dass das Team kurz vor der Halbzeit nicht nachgelassen hat, als Syracuse kurzzeitig die Führung übernehmen konnte. Selbiges gilt auch für die entscheidende Phase Mitte der zweiten Halbzeit als Syracuse einen schnellen 6-0-Lauf startete und einige Ballverluste provozierte. Eine gut genutzte Auszeit von Coach Miller brachte sein Team wieder auf Kurs, das sich das Spiel auch in der Schlussphase nicht mehr nehmen ließ. Besonders Jordan Sibert zeigte seine Führungsqualitäten und traf einen ganz wichtigen Dreier zum 52-46.

Die Quintessenz:
Coach Miller hat sein Team gut im Griff und stellt es hervorragend auf den jeweiligen Gegner ein. In dieser Weise ähnelt er seinem Bruder Sean von den Arizona Wildcats. Beide Teams sind tough in der Defense und spielen teamorientierten Basketball im Angriff. Dayton hat gute Nerven bewiesen, was eine Grundvoraussetzung für einen tiefen Run im Tournament ist. Allerdings befindet sich der Angriff der Flyers noch nicht auf dem gewohnten Niveau. Man kann zwar anführen, dass sie bisher gegen zwei der härtesten Verteidigungen der NCAA gespielt haben, allerdings werden die nächsten Gegner kaum schlechter verteidigen. Schließlich geht es um die Krone des College Basketballs.

Ausblick vs. Stanford:
Stanford ist mit Sicherheit kein leichter Gegner für die Flyers, allerdings kann ich mir vorstellen, dass das PAC-12 Team den Schützlingen von Archie Miller gut liegt. Sie haben unter Beweis gestellt, dass sie auch von einer Zonenverteidigung nicht zu stoppen sind und haben genug Athletik und Power, um Huestis und Powell zu kontrollieren. Außerdem können sie die Big Men der Cardinal mit Sicherheit in Foulproblem stürzen. Das Elite Eight scheint also tatsächlich realistisch. Doch spätestens gegen Florida werden sie sehr hart kämpfen müssen, um eine minimale Chance auf den Final Four Einzug zu haben.



Virginia Cavaliers (#1)

Was bisher geschah:

70-59 vs. Coastal Carolina
Garant für den Sieg: Evan Nolte
Zahl des Spiels: 20-25 Freiwürfe
Virginia tat sich in der ersten Halbzeit extrem schwer gegen eine bis in die Haarspitzen motivierte Coastal Carolina Mannschaft. Einige Spieler des Underdogs trafen Würfe, die sie normalerweise nicht einmal nehmen. In der Verteidigung rannten sich insbesondere die Big Men die Lunge aus dem Leib und die interessante 2-1-2 Variante einer Matchup Zone, die anschließend in eine normale Mann-Mann-Verteidigung wechselt, sorgte immer mal wieder für Verwirrung bei Virginia. Nach der Halbzeit gelang es den Cavaliers zwar, die Führung zurückzuerobern, allerdings gab sich Coastal Carolina nicht auf und konnte erneut ausgleichen. Dann kam der große Auftritt des Evan Nolte, der innerhalb weniger Angriffe drei sehr wichtige Würfe traf und sein Team damit auf die Siegerstraße brachte, denn beim Underdog schwanden zusehends die Kräfte.

78-60 vs. Memphis
Garant für den Sieg: Defense
Zahl des Spiels: 40-28 Rebounds
Virginia bewies in diesem Spiel mal wieder gnadenlose Effizienz. Die Cavs haben geduldig gewartet, was ihnen Memphis bietet und als die Tigers eine Schwächephase in den letzten 6-7 Minuten der ersten Halbzeit hatten, nutzte Virginia das eiskalt aus und erspielte sich ein 15-Punkte-Polster mittels tougher Defense und gut herausgespielten Angriffen. Hauptproblem war bei Memphis sicherlich die fehlende Geduld, denn sie versuchten das Spiel um jeden Preis schneller zu machen, nahmen deshalb aber auch viele überhastete und schlechte Würfe. Auch nach der Pause spielte Virginia weiter klug die Angriffe aus und zwang Memphis zu vielen schlechten Aktionen in der Offensive. Sie konnten bis zur Schlusssirene die Konzentration auf hohem Niveau halten und ließen nichts mehr anbrennen.

Die Quintessenz:
Virginia ist ein wirklich sehr routiniertes Team, das sich eigentlich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Sie vertrauen ihrer guten Defense, die sie jederzeit im Spiel halten kann und warten im Angriff sehr geduldig auf die Möglichkeiten, die sich ihnen irgendwann unweigerlich bieten werden. Das Team ist sehr ausgeglichen besetzt und eine eingeschworene Einheit. Dennoch sollten die Cavaliers versuchen, auch mal in der Anfangsphase einen komfortablen Vorsprung herauszuspielen, im Rahmen ihrer Spielweise selbstverständlich.

Ausblick vs. Michigan State:
Meiner Meinung nach hat Virginia den bestplatzierten Number Four Seed als nächstes auf dem Programm. Wie cool ist Virginia wirklich? Das wird sich im Kräftemessen mit den Spartans herausstellen. Ich freue mich auf dieses Spiel ungemein, denn beide Teams können sehr ansehnlichen Teambasketball im Angriff anbieten und ihn mit harter Defense paaren. Virginia hat natürlich den Vorteil, gut eingespielt zu sein und klare Hierarchien zu besitzen. Trotzdem müssen Harris und Brogdon Topleistungen abliefern, um einen Sieg möglich zu machen. Sollten sie die Spartans schlagen, habe ich eigentlich keinerlei Bedenken, dass die Cavaliers auch ins Final Four einziehen, denn Iowa State ist ersatzgeschwächt und UConn zu berechenbar, als dass sie Virginia ernshaft in Bedrängnis bringen könnten.

Iowa State Cyclones (#3)

Was bisher geschah:

93-75 vs. North Carolina Central
Garant für den Sieg: Georges Niang
Zahl des Spiels: 21 Assists
Bis zu seiner Verletzung war Georges Niang in der zweiten Halbzeit kaum zu stoppen und hauptverantwortlich für den entscheidenden Lauf der Partie. Doch dann brach er sich bei einer unglücklichen Situation den Fuß und fällt damit für den Rest der Saison aus. Iowa State überzeugte mal wieder durch gutes Teamplay und die Ausgeglichenheit in der Starting Five.

85-83 vs. North Carolina
Garant für den Sieg: DeAndre Kane
Zahl des Spiels: 12-26 Dreierquote
Fred Hoiberg zeigte in diesem Spiel, was für ein exzellenter Coach er ist. Innerhalb von zwei Tagen musste er Mittel und Wege finden, Niangs Ausfall zu kompensieren. Besonders Matt Thomas und Naz Long sprangen in die Bresche, woran Hoiberg entscheidenden Anteil hatte, da er für sie relativ früh Systeme angesagt hat, um ihnen ein gutes Gefühl für ihren Wurf zu geben. Dieser Plan ging auf. Als es Mitte der zweiten Halbzeit so aussah, als ob Iowa State der kurzen Bank Tribut zollen müsste, während die Tar Heels weiterhin sehr frisch wirkten, war es plötzlich Long, der aus dem Nichts wichtige Dreier traf und sein Team bis zur Crunchtime wieder auf Schlagdistanz brachte. Dort war dann DeAndre Kane, der bereits in der ersten Halbzeit die Offense der Cyclones schulterte und sich einmal mehr nicht scheute, Verantwortung zu übernehmen, der kontrollierende Akteur. Mit zwei wichtigen Körben in der Schlussminute, u.a. dem Gamewinner 1,6 Sekunden vor Schluss, stellte er seine Clutchness unter Beweis.

Die Quintessenz:
Nach der Verletzung von Niang sind die Cyclones deutlich geschwächt, denn meiner Meinung nach ist Niang der einzige Spieler in diesem Kader, der bei aller Ausgeglichenheit und Vielseitigkeit nicht zu ersetzen ist. Da er so einzigartiger Spielertyp ist, ermöglicht er es Fred Hoiberg, gleichzeitig fünf Dreierschützen auf dem Feld zu haben, ohne Probleme beim Rebound zu bekommen. Generell trifft die Cyclones aber jede Verletzung hart aufgrund der dünnen Rotation. Allerdings sind Thomas und Long bereit, in die Bresche zu springen und ihrem Team zu helfen.

Ausblick vs. UConn:
Wenn sie es schaffen, sich zu Beginn eines Spiels einen Vorsprung zu erspielen und diesen dann möglichst unbeschadet in die Halbzeit und anschließend sogar in die Crunchtime zu retten, traue ich ihnen weitere Siege im Tournament zu. Sollte das nicht gelingen, müssen sie auf eine fantastische Dreierquote bis zum Ende des Spiels bauen, was selbst für dieses Team eine Herausforderung darstellt. Gegen UConn sollten sie zudem versuchen, Kane gegen Napier/Boatright aufzuposten. Ob sie den tiefen und qualitativ hochwertigen Kadern von Virgina bzw. Michigan State etwas entgegensetzen können, bezweifele ich.



Michigan State Spartans (#4)

Was bisher geschah:

93-78 vs. Delaware 
Garant für den Sieg: Adreian Payne
Zahl des Spiels: 42-24 Rebounds
Adreian Payne war einfach nicht aufzuhalten an diesem Abend. Er scorte nach Belieben, egal ob Spot Up Dreier, Transition Dreier, Lowpostmoves, aggressiver Zug zum Korb oder Freiwürfe. Alles fiel hinein für ihn. Zudem überzeugte Keith Appling als Ballverteiler und Organisator und nähert sich langsam der Form, die er benötigt, um Michigan State ins Final Four zu führen. Auch Travis Trice erwischte einen guten Tag und traf seine Würfe. Trotzdem leisteten sich die Spartans einige sehr unnötige Ballverluste und auch Denzel Valentine präsentierte sich nicht so stark wie gewohnt.

80-73 vs. Harvard 
Garant für den Sieg: Branden Dawson
Zahl des Spiels: 17 Assists
MSU startete gut in die Partie und setzte Harvard von Beginn an unter Druck. Sie forcierten viele schlechte Würfe und Ballverluste, die sie dann dank ihrer guten Transition Offense und ihrer deutlich überlegenen Athletik in einfache Punkte ummünzen konnten. Insbesondere Branden Dawson profitierte davon enorm und konnte mehrfach erfolgreich abschließen. Mitte der zweiten Halbzeit drehte Harvard dann plötzlich, angeführt von Curry und Mondou-Missi, auf und eroberte dank eines Rivard-Dreiers sogar die Führung. Doch MSU bewies die Qualität eines Spitzenteams und konterte blitzschnell mit einem 8-0-Lauf. Im Anschluss gaben die Spartans ihre Führung nicht mehr her und trafen auch die Freiwürfe in der letzten Minute mit hoher Sicherheit.

Die Quintessenz:
Wer fies ist, würde nach den ersten beiden Spielen sagen, dass jeweils ein Career-High eines Veteranen nötig war, um sich gegen bestenfalls mittelmäßige Gegner durchzusetzen. Allerdings wäre es unfair, das zu sagen, denn phasenweise spielten sie den typischen Spartans Basketball mit tougher Defense und leichten Punkten im Fastbreak en masse. Aber es ist spürbar, dass noch viel Sand im Getriebe ist und viele vermeidbare Fehler passieren, die eine Frage fehlender Abstimmung und mangelnder Konzentration sind.

Ausblick vs. Virginia:
Vor der Saison haben viele gesagt, dass die Spartans das beste Team sein könnten und die Final Four Teilnahme so gut wie sicher sei. Ein Selbstläufer ist das gegen Virginia natürlich nicht, aber Tom Izzo ist ein Trainerfuchs, gegen den man nicht wetten sollte. Zudem werden die sehr talentierten, erfahrenen Spartans Jahr immer noch unterschätzt - was für zusätzliche Motivation sorgt. Sollten sie die Cavaliers-Defensive lösen, ist der Weg ins Final Four wohl ziemlich frei.

UConn Huskies (#7)

Was bisher geschah:

89-81 (OT) vs. Saint Joseph‘s
Garant für den Sieg: DeAndre Daniels
Zahl des Spiels: 11-24 (Dreierquote UConn)
Lange Zeit war ich sehr skeptisch, ob UConn dieses Spiel gewinnen kann. Es gab auch eigentlich kaum einen Lichtblick für die Huskies. Unter dem Korb dominierte Roberts Jr. nach Belieben und bewies einmal mehr, dass er der Inbegriff eines Finishers ist. Langston Galloway hatte ebenfalls ein heißes Händchen und traf seine Würfe sehr hochprozentig. Auch der spielintelligente Halil Kanacevic war kaum zu kontrollieren und jagte die Defense der Huskies häufiger mal ins Bockshorn. Shabazz Napier und Ryan Boatright verfielen wieder in alte Muster und löteten drauf, was das Zeug hält. Lediglich der Fakt, dass DeAndre Daniels seine Würfe traf und Amida Brimah offensiv einige lichte Momente hatte, stimmten die Anhänger optimistisch. Brimah war es dann auch, der in der letzten Minute mit einem Dreipunktespiel für den Ausgleich sorgte und sein Team in die Verlängerung rettete. Dort war dann die spielentscheidene Szene ein weiteres And-One, dieses Mal von Daniels, das zeitgleich das fünfte Foul von Kanacevic bedeutete. Knapper, glücklicher Sieg für die Huskies.

77-65 vs. Villanova
Garant für den Sieg: Shabazz Napier
Zahl des Spiels: 11 Rebounds Niels Giffey
UConn startete wieder zerfahren in die Partie und nahm viel zu viele schlechte und verfrühte Würfe. Außerdem fehlte in der Verteidigung die nötige Konzentration. Vielleicht war es sogar ganz gut, dass Napier frühzeitig auf der Bank Platz nahm, denn anschließend war UConn gezwungen, ein geordneteres Teamspiel aufzuziehen und sich in der Verteidigung zu stabilisieren. Weil ihnen das gut gelang, lagen sie zur Halbzeit sogar in Führung. Nach der Halbzeit konnte Villanova zwar nochmal vorlegen, allerdings verließen sie sich zu sehr auf den Dreier. Als der nicht mehr fiel und Shabazz Napier mächtig aufdrehte, kippte das Spiel endgültig zugunsten der Huskies. Positiv zu erwähnen sind übrigens die 11 Rebounds von Niels Giffey, denn er war mitverantwortlich dafür, dass die Wildcats nur wenig aus ihrer körperlichen Überlegenheit unter den Körben machen konnten.

Die Quintessenz:
Napier präsentiert sich in Hochform und auch die Rollenspieler liefern genau den Teil, den das Team braucht. DeAndre Daniels hat bisher sehr gute Leistungen gezeigt und ist nicht untergetaucht, wozu er gerne mal tendiert. Giffey bekommt weiterhin ordentlich Spielzeit und bedankt sich mit hervorragenden Leistungen. Auch Amida Brimah zeigt bisher überdurchschnittlich gute Partien. Lediglich Ryan Boatright muss einfach cooler agieren und das Spiel auf sich zukommen lassen. In einer Phase der Saison hat er das gemacht und das Team war extrem erfolgreich. Daran muss er wieder anknüpfen.

Ausblick vs. Iowa State:
Iowa State ist eine schwere, aber durchaus machbare Aufgabe, denn die Huskies können ebenfalls ein hohes Tempo gehen und haben auch die Möglichkeit, „Small-Ball“ zu spielen mit Giffey auf der Vier und Daniels auf der Fünf. Problematisch könnte allerdings die körperliche Unterlegenheit im Backcourt werden. Besonders Kane könnte für Kopfschmerzen bei Kevin Ollie sorgen. Spätestens in einem möglichen Elite Eight gegen Michigan State oder Virginia ist Schluss, da beide einfach in vielen Bereichen zu große Vorteile gegenüber UConn haben.




Arizona Wildcats (#1)

Was bisher geschah:

68-59 vs. Weber State
Garant für den Sieg: Nick Johnson
Zahl des Spiels: 12 Blocks
Den Beginn der Partie verschlief Arizona gehörig. Bereits nach wenigen Minuten stand es 10-2 für die ehemalige Uni von Trail Blazers Star Damian Lillard. Doch Gabe York brachte seine Farben durch zwei Dreier wieder in die Spur. Auch Aaron Gordon legte nun einen Zahn zu und der Druck in der Defense wurde deutlich erhöht, sodass es mit 32-20 in die Kabine ging. Die Wildcats verstanden es sehr gut, ihre körperliche Überlegenheit auszuspielen. Mitte der zweiten Halbzeit sah Arizona schon wie der Sieger aus nach einem erfolgreichen Gordon-Dreier, doch weit gefehlt. Weber State zog nun viele Fouls und verwandelte die gezogenen Freiwürfe, sodass der sich der Vorsprung binnen weniger Minuten von 18 auf 9 halbiert hatte. Zum Glück hatte Nick Johnson aus Wildcats Sicht die passende Antwort und verwandelte seinerseits einen immens wichtigen Distanzwurf. Da auch die Defense nichts mehr anbrennen ließ, konnte Arizona das Spiel nach Hause schaukeln.

84-61 vs. Gonzaga
Garant für den Sieg: Rondae Hollis-Jefferson
Zahl des Spiels: 24 Assists
Bereits in der ersten Halbzeit sorgte Arizona für klare Verhältnisse. Dank guter Defense, mit der sie viele schwierige Würfe forcierten, konnten sie ihr schnelles Umschaltspiel anwenden, was wiederum zu sehr konsequent ausgespielten Schnellangriffen führte. Besonders Aaron Gordon und Rondae Hollis-Jefferson profitierten davon und wurden von Nick Johnson und T.J. McConnell oft sehr stark in Szene gesetzt. An diesem Bild änderte sich in der zweiten Halbzeit überhaupt nichts. Arizona hatte das Spiel weiterhin im Griff und dominierte aufgrund starker Team-Defense.

Die Quintessenz:
Die Defense von Coach Millers Team dürfte bisher ganz und gar nach dessen Geschmack sein. Lediglich das eine oder andere Foul könnten sie noch vermeiden, um den Gegner nicht zu schnell in den Bonus Bereich kommen zu lassen. Offensiv haben sich die Wildcats mittlerweile sehr gut mit dem Ashley-Ausfall arrangiert und gerade die neue Flügelzange aus Gordon und Hollis-Jefferson funktioniert sehr gut. T.J. McConnell ist bisher noch nicht der Floor General, der er bislang im Laufe der Saison für seine Teamkollegen war. Allerdings ist seine Defense auf gewohnt hohem Niveau.

Ausblick vs. San Diego State:
Das Spiel gegen San Diego State dürfte höchst interessant werden, denn beide Teams definieren sich vorrangig durch ihre physische Defense und sind ihrem Gegner normalerweise körperlich deutlich überlegen. Offensiv ist Arizona mit Sicherheit vielseitiger, allerdings hat San Diego State einen klaren Leader, der ein Spiel im Alleingang entscheiden kann. Johnson entwickelt sich zwar in diese Richtung, ist aber noch nicht auf dem Level eines Thames. Gefährlichster Gegner könnte aus Wildcats-Sicht Baylor sein, denn sie sind ebenfalls sehr groß und spielen eine gute Zone, die man nur konstant mit guten Schützen knacken kann. Das ist aber Arizonas einzige wirkliche Schwachstelle: Das konstante Wurfglück fehlt.

Wisconsin Badgers (#2)

Was bisher geschah:

75-35 vs. American U 
Garant für den Sieg: Ben Brust
Zahl des Spiels: nur 7 Turnovers bei den Badgers
Nur anfangs konnte der Underdog mithalten, ehe die Badgers das Tempo verschärften und angetrieben von Ben Brust anfingen, ihre Würfe zu treffen, sodass sie sich bis zur Halbzeitpause einen zweistelligen Vorsprung erarbeiten konnten. In der zweiten Halbzeit fanden sie dann zu ihrem Teambasketball, der sie so auszeichnet und mit dem sie erfolgreich sind. Am Ende war es dann der höchste Sieg der Schulgeschichte in einem Tournament Spiel.

85-77 vs. Oregon
Garant für den Sieg: Frank Kaminski
Zahl des Spiels: 228 Dreier - soviel hat Brust in seiner NCAA-Karriere getroffen
Auch gegen die Ducks aus Oregon erwischten die Badgers einen suboptimalen Start, da sie bereits nach wenigen Minuten fast zweistellig zurücklagen, sich dann mühselig zurück kämpften, nur um sich dann gegen Ende der Halbzeit nochmals einen schmerzhaften Lauf einzufangen. Schmerzhaft u.a. auch deswegen, weil Sam Dekker einen Schlag abbekam. Zur Halbzeit lagen die Badgers mit 49:37 hinten und hatten ihre Mühe mit den gegnerischen Schützen Young und Calliste. Doch innerhalb der ersten fünf Minuten der zweiten Hälfte drehte der Zweitplatzierte das Spiel. Speziell Kaminski dominierte in dieser Phase nach Belieben. Es folgte ein offener Schlagabtausch, bis Ben Brust in der Schlussminute einen wichtigen Dreier zur Führung traf, die von Wisconsin nicht mehr hergeschenkt wurde.

Die Quintessenz:
Was die Badgers so gefährlich macht, ist ihre gnadenlose Effizienz. Sie verbuchen kaum Ballverluste, treffen sehr hochprozentig und können im entscheidenden Moment noch ein paar Prozent aus sich heraus kitzeln. Außerdem sind sie in der Lage, sowohl bei einem Spiel mit hohem Tempo als auch mit niedrigem Tempo in Schlagdistanz zu bleiben und dem Gegner nach und nach das eigene Spiel aufzudrängen. Trotzdem sind sie in beiden Spielen eher mäßig gestartet, was sich in den nächsten Runden als fatal erweisen könnte.

Ausblick vs. Baylor:
Gegen Baylor müssen sich Bo Ryan und sein Trainerstab gut vorbereiten auf die gegnerische Zone. Dass Wisconsin fünf Schützen auf dem Feld hat, dürfte hilfreich sein, ist aber keine Garantie zum Erfolg - wie man am Beispiel Creighton sehen konnte. Interessant wird sicher das Matchup der beiden „Wühler“ unter dem Korb, Nigel Hayes gegen Rico Gathers. Sollte Wisconsin als Sieger ins Elite Eight einziehen, würde ihnen San Diego State vermutlich mehr liegen, doch auch Arizona sollte für sie nicht unschlagbar sein.



San Diego State Aztecs (#4)

Was bisher geschah:

73-69 (OT) vs. New Mexico State
Garant für den Sieg: Dwayne Polee II
Zahl des Spiels: 9 Blocks
Die erste Hälfte des Spiels verlief gut für die Aztecs nach einer gewissen Anlaufzeit. Sim Bhullar geriet schnell in Foulprobleme und selbst mit ihm auf dem Feld hatten die Aztecs nicht so viele Probleme wie vielleicht befürchtet, da sie schnell von Verteidigung in Angriff umschalteten und sich dadurch Überzahlsituationen erarbeiten konnten. Doch im zweiten Abschnitt drehte Daniel Mullings auf und brachte sein Team bis auf zwei Punkte heran. Die Aztecs leisteten sich in dieser Phase zu viele vermeidbare Fehler und ließen sich von der plötzlich herrschenden Hektik anstecken. Zwar konnten sie sich nochmals auf 8 Punkte absetzen, doch in der Schlussphase verfielen sie endgültig in Panik und reboundeten schlecht. Höhepunkt war ein überhasteter Einwurf 15 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit. Besonders bitter war dann, dass man den besten Dreierschützen des Gegners bei einer Dreipunkteführung zwei Mal relativ unbedrängt zum Wurf kommen ließ und der zweite Versuch sein Ziel fand. In der Verlängerung zeigte Fisher dann all seine Routine, als er bei einer ähnlichen Ausgangssituation gegen Ende der Verlängerung foulen ließ, um den Dreier zu verhindern und er so das Spiel gewinnen konnte.

63-44 vs. North Dakota State
Garant für den Sieg: Xavier Thames
Wieder einmal waren die Aztecs sehr gut vorbereitet worden von ihrem Coach Steve Fisher. Es war wirklich sehr beeindruckend zu sehen, wie sie schlechte Schützen komplett ignorierten und bis in die Zone absanken, wenn sie den Ball hatten, und gleichzeitig Bjorklund, einen sehr gewieften Innenspieler, bei jedem Ballkontakt doppelten und ihn so aus dem Spiel nahmen. Auch Taylor Braun, der Star des Underdogs aus North Dakota, sah keinen Stich gegen die aggressive Verteidigung, die ihn immer wieder zwang über seine linke Hand zu penetrieren, mit der er sich spürbar weniger wohl fühlt beim Drive. Offensiv erwischte „X“ wieder einen Sahnetag und zerpflückte die gegnerische Pick & Roll Defense nach Belieben. In dieser Form kann Thames sein Team weit führen. Das muss er allerdings auch, denn vom Rest kam weiterhin sehr wenig.

Die Quintessenz:
Steve Fisher ist ein Coach, der auf Spielsituationen flexibel reagieren kann und aus Fehlern lernt. Dazu hat er mit Xavier Thames einen absoluten Leader im Team, der am ersten Wochenende in bestechender Form auftrat. Die aggressive Verteidigung der Aztecs, die viele Fehler und Ballverluste des Gegners produziert, ist ein gutes Mittel, um auch größere Rückstände schnellstmöglich aufzuholen. Jedoch muss Winston Shepard in der Offense mehr liefern. Wenn Thames weiterhin auf sich allein gestellt ist, wird es sehr schwer für San Diego State, die weiteren Runden zu erreichen.

Ausblick vs. Arizona:
Wenn Thames weiterhin so spielt wie bisher, und vielleicht noch der eine oder andere Rollenspieler seine Formkurve nach oben schraubt, können die Aztecs Arizona auf jeden Fall ärgern. Sie sind eines der wenigen Teams der NCAA, dass mit den Wildcats im athletischen Bereich mithalten kann. Wenn man Johnson kontrollieren und Gordon/Hollis-Jefferson zu Fehlern zwingen kann, ist der Sieg möglich. Auch gegen Baylor traue ich ihnen einen Sieg zu, wenn diese beiden Mannschaften das Elite Eight erreichen sollten. Wisconsin wäre aus meiner Sicht ein extrem unangenehmer Gegner für die Aztecs, weil sie einfach unheimlich routiniert sind und sich nicht so leicht unter Druck setzen lassen.

Baylor Bears (#6)

Was bisher geschah:

74-60 vs. Nebraska
Garant für den Sieg: Die Baylor-Zone
Zahl des Spiels: 4-21 Dreierquote Nebraska
Nebraska kam überhaupt nicht mit der Zone der Bears zurecht und nahm reihenweise schlechte Würfe aus der Mitteldistanz. Da die Bears den Rebound kontrollierten und Nebraska rein gar nichts traf, war es auch zu verkraften, dass offensiv nicht alles passte. Was aber immer wieder gut klappte, war das Side Pic & Roll in Baylors Motion Offense. Besonders Rico Gathers erwies sich dabei als Nutznießer, denn er wurde mehrfach einfach allein unter dem Korb stehen gelassen beim und nach dem Abrollen. Durch diese vielen leichten Punkte konnten die Bears auch ihre miese Dreierquote kompensieren.

85-55 vs. Creighton
Garant für den Sieg: Isaiah Austin
Zahl des Spiels: 11-18 Dreierquote
Auch Creighton hatte gegen Baylors Zone extreme Probleme. McDermott kam in vielen Angriffen überhaupt nicht an den Ball oder nur, wenn zwei Verteidiger bei ihm waren. Die Länge und Athletik der Bears machte den Blue Jays ordentlich zu schaffen und sie trafen ihre Dreier nicht mit der gewohnten Sicherheit. Offensiv starteten die Texaner phänomenal in das Spiel und trafen von der Dreierlinie nach Belieben. Deshalb führten sie bereits zur Pause mit 20 Punkten Unterschied. Nach der Halbzeit traf Creighton zwar besser, aber sie mussten Boden gut machen und versuchten es daher mit einer Presse, die Baylor allerdings mit Leichtigkeit knackte und in einfache Punkte ummünzen konnte.

Die Quintessenz:
Baylor hat pünktlich zum März Topform erreicht. Ihre Zone funktioniert mittlerweile fast perfekt und sie erinnern mich damit ein wenig an das Team, das 2012 erst im Elite Eight gegen den späteren Champ Kentucky ausschied (u.a. spielten damals Perry Jones, Quincy Acy und Quincey Miller). Zudem sind Chery und Heslip brandgefährliche Schützen, die den Gegner mit ihren Dreiern demoralisieren können. Allerdings gibt es auch Tage, an denen die beiden Kanadier ihre Würfe nicht treffen. Reicht der offensive Output dann?

Ausblick vs. Wisconsin:
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Bears auch Wisconsin vor Probleme stellen können, allerdings ist Bo Ryan sehr erfahren und wird sich etwas gegen diese Zone ausdenken. Daher kommt es darauf an, dass die Bears in der Offensive konstant effektiv spielen. Besonders Austin und Jefferson müssen unter dem Korb zu leichten Punkten kommen und dürfen nicht in Foulprobleme geraten. Sehr interessant fände ich ein Aufeinandertreffen mit Arizona, da Arizona die nötige Größe und Physis unter dem Korb besitzt, um entgegen zu halten. Sollten die Bears weiterkommen und auf San Diego State treffen, sehe ich sie leicht im Vorteil, da sie mit ihrer Zone Xavier Thames ausschalten können.





Michigan Wolverines (#2)

Was bisher geschah:

57-40 vs. Wofford
Garant für den Sieg: Jordan Morgan
Zahl des Spiels: 1-10 Dreierquote von Karl Cochran
Woffords Leader und Topscorer Karl Cochran hatte einen wirklich schlechten Tag. Seine Würfe fielen nicht so, wie es hätte sein müssen, damit sein Team realistische Siegchancen gehabt hätte. Michigan nutzte dies aus, um durch gutes Teamspiel schnell ein kleines Polster anzulegen. Glenn Robinson und Nik Stauskas erwiesen sich wieder einmal als größte Profiteure des guten Zusammenspiels und lieferten gute Leistungen in der ersten Halbzeit. Michigan bewies in Person von Jordan Morgan, dass das Team trotz des relativ jungen Kaders über eine Menge Erfahrung verfügt und geriet nie in Panik. Morgan schraubte die Intensität auf beiden Seiten des Feldes nach oben, holte viele Rebounds und punktete ausgiebig.

79-65 vs. Texas
Garant für den Sieg: Glenn Robinson III.
Zahl des Spiels: 14-28 Dreier, neuer Wolverines-Schulrekord in einem Tournament-Spiel)
Michigan erwischte einen exzellenten Start in die Partie und traf aus allen Lagen. Im Setplay merkte man mal wieder, dass John Beilein sehr viel Wert auf exakte Ausführung der Angriffe und Systeme legt und sich diese Akribie in solchen Spielen auszahlt. Besonders das Pick & Roll war eine Augenweide. Nach der Halbzeit versuchte Texas mit einer 2-3-Zone, den Rhythmus der Wolverines zu stören, doch Beilein reagierte sehr geschickt, indem er Stauskas als Anspielstation im High Post installierte, der den Mittelmann der hinteren Reihe immer wieder zum Rausrotieren zwang und viele Durchstecker auf den lauernden Jordan Morgan ermöglichte. In der entscheidenden Phase konnte Glenn Robinson wichtige Impulse liefern, mit einem spektakulären Block und 5 schnellen Punkten.

Die Quintessenz:
Aus meiner Sicht ist sehr bemerkenswert, dass Michigan in beiden Spielen, aber besonders im ersten, gezeigt hat, dass sie ein Duell auch über Defense gewinnen können, wenn ihre Offense nicht im gewohnten Fluss verläuft. Außerdem zeigen mehrere Spieler eine Gewinnermentalität und das ganze Team zieht an einem Strang. Auch Morgan und Robinson sind mittlerweile in der Lage, ein Spiel entscheidend zu beeinflussen. Diese Fähigkeit haben sie erst während ihrer Conference Spiele entwickelt. Wie nicht anders zu erwarten, sind die Wolverines immer noch sehr abhängig von ihrem Wurfglück ab einem gewissen Niveau.

Ausblick vs. Tennessee:
Gegen Tennessee müssen alle Spieler auf dem Feld mithelfen beim Rebound. Sie sollten versuchen, möglichst lange ihre 1-3-1 Zone zu spielen, um die Touches für Stokes und Maymon zu reduzieren. Zudem müssen sie weiterhin ihre Dreier treffen. Außerdem wäre es sehr hilfreich, wenn Glenn Robinson weiterhin so starke Leistungen abrufen könnte. Wenn alles passt, also wenn sie so gut wie jeden Dreier treffen, können sie sogar Louisville oder Kentucky schlagen.

Louisville Cardinals (#4)

Was bisher geschah:

71-64 vs. Manhattan
Garant für den Sieg: Luke Hancock
Zahl des Spiels: 35 Freiwurfversuche
Beide Teams wollten den Gegner jeweils mit einer aggressiven Presse unter Druck setzen. Es entwickelte sich ein vogelwildes Spiel mit wahnwitzig hohem Tempo. In der ersten Halbzeit konnte Louisville etwas besser mit den Bedingungen umgehen und ging dementsprechend mit einer knappen Führung in die Pause. Doch Manhattan ließ sich nicht abschütteln und erzielte sogar etwa vier Minuten vor Schluss die Führung. Nach der anschließenden Auszeit machte sich die Championship Erfahrung von Luke Hancock und Russ Smith bezahlt, die in der entscheidenden Phase mehrere Gänge höher schalteten und ihrem Team den Sieg bescherten. Insbesondere Luke Hancock ist dies zu verdanken, da er mit 8 aufeinanderfolgenden Punkten die Cardinals entscheidend in Front brachte.

66-51 vs. Saint Louis
Garant für den Sieg: Russ Smith
Zahl des Spiels: 0-15 (Dreierquote St. Louis)
In der ersten Halbzeit wurde sehr deutlich, dass beide Teams ihre Stärken in der Verteidigung aufzuweisen haben. Beide Seiten konnten einfach nicht punkten. Die Billikens kamen überhaupt nicht mit der aggressiven Presse zurecht, was dazu führte, dass sie teilweise mehr Turnovers als Punkte hatten. Die Cardinals bissen sich an der Halbfeld-Defense ihres Gegners die Zähne aus und nahmen viel zu viele Würfe. Erst als bei den Billikens Rob Loe mit drei Fouls auf der Bank Platz nahm, arrangierte sich Pitinos Team besser im Angriff. Nach der Halbzeit brannten dann beide Mannschaften ein regelrechtes Feuerwerk in der Offense ab. Saint Louis konnte sogar nochmal in Führung gehen, doch nach einer Auszeit schaltete Russ Smith einen Gang höher und initiierte den gewinnbringenden Lauf. Außer Russ Smith waren mal wieder Montrezl Harrell und Luke Hancock für den Sieg verantwortlich.

Die Quintessenz:
Positiv hervorzuheben ist mit Sicherheit die Tatsache, dass Louisville den beiden Kontrahenten das eigene Spiel durch die druckvolle und zerstörerische Verteidigung aufzwingen konnte. Was sich aber definitiv bessern muss, ist und bleibt die Wurfauswahl. Die Cardinals stiften zwar eine Menge Unruhe und kommen zu vielen Ballgewinnen, aber sie schlagen daraus zu wenig Kapital. An dieser Stelle müssen sie dann cooler werden und ihr Entscheidungsverhalten verbessern. Zudem ist Russ Smith noch nicht so richtig im Turnier angekommen. Das sollte sich schleunigst ändern.

Ausblick vs. Kentucky:
Das Kentucky-Derby verspricht neben einer großen Rivalität auch ein Prüfstein für beide Teams zu werden. Für Louisville wird sich zeigen, ob sie eine ähnliche Qualität wie das letztjährige Team aufweisen können. Besonders gespannt darf man auf das Duell Randle gegen Harrell sein. Da wird es ordentlich zur Sache gehen. Pitino muss Smith einfach einschärfen, dass er jetzt ähnlich dominante Vorstellungen wie im Conference Tournament zeigen muss, um seinem Team zu helfen. Die Cards sind von den verbliebenden Teams der heißeste Final Four Anwärter aus meiner Sicht. Aber aufgepasst auf Michigan und die frechen Schützen.



Kentucky Wildcats (#8)

Was bisher geschah:

56-49 vs. Kansas State
Garant für den Sieg: Julius Randle
Zahl des Spiels: 40-28 Rebounds
Die Guards gaben in der Anfangsphase den Ton an und erspielten ihrem Team einen kleinen Vorsprung. Im Anschluss übernahm dann Randle und dominierte die Bretter. Das wurde auch dadurch ermöglicht, dass sein möglicher Gegenspieler D.J. Johnson verletzungsbedingt ausschied und somit Thomas Gipson auf sich allein gestellt war. Zudem fanden die Dreier von Kansas State nicht ihr Ziel. Insgesamt war es zwar kein besonders überzeugender Auftritt, aber letztendlich ausreichend für ein relativ harmloses Kansas State Team. Kurios: Bevor das Spiel überhaupt losging, gab es ein technisches Foul gegen einen Kansas State Spieler, weil er beim Aufwärmen gedunkt hat. Das Spiel startete mit zwei Freiwürfen für Kentucky.

78-76 vs. Wichita State
Garant für den Sieg: Andrew Harrison
Zahl des Spiels: 8-18 Dreierquote
Die Wildcats brauchten ein perfektes Spiel, um Wichita State zu besiegen, und sie lieferten ein perfektes Spiel ab. Andrew und Aaron Harrison spielten so, wie es vor der Saison von ihnen erwartet wurde. Während Aaron seine Dreier traf, zog Andrew extrem häufig zum Korb und verwandelte entweder hochprozentig oder zog Fouls. Julius Randle pflückte sich wieder einmal die Rebounds nach Belieben und überdrehte so gut wie gar nicht, sondern ließ das Spiel auf sich zukommen. James Young verwandelte wichtige Distanzwürfe und riss viele Lücken mit seinen gezielten Drives. Cauley-Stein, Johnson und Poythress lieferten allesamt Toughness in der Defense und verwerteten offensiv das, was sich ihnen an Optionen bot. Aus meiner Sicht war das ein perfektes Spiel für Kentucky mit nur sehr, sehr geringem Steigerungspotential.

Die Quintessenz:
Die wichtigste Erkenntnis dürfte darin liegen, dass die Wildcats zum richtigen Zeitpunkt in Höchstform auflaufen. Besser als gegen Wichita State haben sie die ganze Saison nicht gespielt. Im Speziellen die Harrison Zwillinge scheinen aufgewacht zu sein und bereit, den Kampf anzunehmen. Dadurch muss auch Randle nicht so viel erzwingen, was die Kentucky Offense wesentlich unberechenbarer macht.
Von Poythress und Cauley-Stein könnte allerdings noch mehr kommen. Beide strahlen bisher noch keine Gefahr für den Gegner aus und können nur vereinzelt durch Hustle-Plays auffallen.

Ausblick vs. Louisville:
Das Spiel gegen Wichita State ist nun der Maßstab, an dem sich das junge Team messen lassen muss. Können sie gegen Louisville Revanche nehmen nach der deutlichen Schlappe Ende Dezember? Besonders auf Andrew Harrison wird es ankommen, denn er muss mit dem Druck der Presse und der Matchup-Zone klar kommen. Außerdem darf Randle nicht zu sehr die Dinge erzwingen und muss ähnlich souverän agieren wie gegen Wichita State. Selbst, wenn sie Louisville schlagen sollten, wartet mit (wahrscheinlich) Michigan der nächste, extrem unangenehme Gegner auf die Wildcats.

Tennessee Volunteers (#11)

Was bisher geschah:

78-65 (OT) vs. Iowa
Garant für den Sieg: Jarnell Stokes
Zahl des Spiels: 14:28 Fouls
Tennessee lief eigentlich das ganze Spiel über einem Rückstand hinterher, obwohl auf Iowas Seite Roy Devin Marble und Aaron White keine guten Partien ablieferten. Cuonzo Martins Team geriet aber nicht in Panik und spielte weiter seinen Stiefel herunter, bis es kurz vor Ende der regulären Spielzeit erstmals in Führung ging. Zwar verfehlte Jordan McRae den möglichen Gamewinner, doch in der Verlängerung schraubten die Volunteers ihre Intensität in der Defense noch einmal hoch und erlaubten den Hawkeyes nur einen mickrigen Punkt in der gesamten Overtime. Jarnell Stokes zeigte wieder seine Durchsetzungsfähigkeit und ging mit aller Entschlossenheit zum Korb und war nur per Foul zu stoppen.

86-67 vs. UMass
Garant für den Sieg: Jarnell Stokes
Zahl des Spiels: 31 Freiwürfe
Gegen UMass nutzte Cuonzo Martin eine 1-3-1 Zone, um den gegnerischen Aufbau Chaz Williams einigermaßen in seinen Kreisen zu stören. Offensiv gingen die Volunteers bedingungslos und mit letzter Konsequenz zum Korb. Dabei schlossen sie entweder trotz Kontakts erfolgreich ab oder zogen Fouls und gingen an die Linie. Jarnell Stokes war zu keiner Zeit zu kontrollieren und fand in Jordan McRae einen kongenialen Partner, der ihm durch seine Drives viele Lücken ermöglichte. Auch das Reboundduell wurde wieder einmal gewonnen. Überrascht hat mich zudem Freshman Point Guard Thompson, der gegen die druckvolle Presse der Minutemen die Übersicht behielt und den Ball gut verteilte.

83-63 vs. Mercer
Garant für den Sieg: Josh Richardson
Zahl des Spiels: 41-19 Rebounds (allein Stokes holte 18 davon)
Die Volunteers starteten mit extrem hoher Intensität in die Begegnung und holten sich jeden Looseball. Insbesondere Josh Richardson verteidigte exzellent und erwischte auch offensiv einen guten Tag. Unter den Körben mischten Stokes und Maymon wie immer mächtig ihre Gegenspieler auf und entschieden das Reboundduell im Alleingang. Insgesamt lieferte die gesamte Starting Five eine sehr starke Leistung ab, während sich Mercer zu sehr auf den Dreier verlagerte und Daniel Coursey unter den Körben auf sich allein gestellt war und damit sichtlich überfordert agierte.

Die Quintessenz:
Mit ihrer Toughness sind die Volunteers ein extrem unangenehmer Gegner, der Jeden vor Probleme bei der Reboundarbeit stellt. Stokes präsentiert sich zurzeit in Topform und auch McRae trifft bessere Entscheidungen als im Laufe der Saison. Allerdings dürfen sie sich nicht selbst ein Bein stellen, indem sie zu viele Würfe nehmen. Barton und McRae sind hier noch mehr gefragt, Ruhe zu behalten und Stokes und Maymon unter dem Korb zu finden.

Ausblick vs. Michigan:
Das Duell gegen Michigan wird mit Sicherheit sehr interessant werden, weil zwei Teams mit vollkommen konträren Spielweisen aufeinander treffen. Wenn Tennessee in der Lage ist, auch einen Dreierregen der Wolverines unbeschadet zu überstehen und in Schlagdistanz zu bleiben, traue ich ihnen durchaus eine weitere Überraschung zu. Gegen Louisville oder Kentucky wird sich wahrscheinlich die dünne Rotation bemerkbar machen, sodass ich ihnen trotz ihrer engagierten Vorstellungen das Final Four für unrealistisch erachte.