21 Mai 2013



Die Lotterie: Ort unzähliger Verschwörungstheorien und Nick Gilberts Wirken als Cavs-Kleeblatt (Photo: NBAE)


Cavs-Maskottchen Besitzersohn Nick Gilbert ist für Cleveland endgültig zum wandelnden Hufeisen mutiert, nachdem er dem Klub aus Ohio zum zweiten Nummer eins Pick innerhalb von drei Jahren verhalf. Wie schon 2011 nahm der junge Gilbert am Podium Platz und gab sich im Vorfeld derart selbstbewusst ("Ich habe da so ein Gefühl - wir werden zum vorerst letzten Mal hier sein."), dass die Draft-Bällchen im Prinzip keine andere Wahl hatten, als in die von der NBA an Cleveland zugeteilte Reihenfolge zu hopsen. "What's not to like?" Die Cavs dürfen damit zum vierten Mal seit der Einführung der Lotterie 1985 an erster Stelle ziehen und liebäugeln nach Kyrie Irving 2011, LeBron James 2003 und Brad Daugherty 1986 mit ihrem nächsten großen Star.

Nerlens Noel gilt als Top-Pick eines Jahrgangs, der wieder einmal als schwächster aller Zeiten gilt (Ich kann den Scheiss ehrlich gesagt nicht mehr hören, und ihr solltet den Scheiss auf keinen Fall glauben). Cleveland ist unter den Körben aber bereits gut aufgestellt und will in der kommenden Saison die Playoff-Plätze angreifen. Nicht nur deshalb ist Noel, der nach einem Kreuzbandriss frühestens Anfang 2014 wieder einsatzbereit sein wird, nicht die richtige Wahl für Cleveland. Besser für die Cavs: ein Flügelspieler wie Ben McLemore, Otto Porter oder Anthony Bennett. Man darf gespannt sein, ob Neu-Coach Mike Brown und sein ausgeprägter Defensivfetisch vielleicht sogar Bulldogge Victor Oladipo im Blick hat.

Den größten Sprung machten die Washington Wizards, die vom 8. Rang auf den 3. empor kletterten und mit ziemlicher Sicherheit ein wichtiges Puzzlestück für einen mit ziemlicher Sicherheit erfolgreichen Playoff-Push '14 ergattern werden (lies: einen Frontcourt-Spieler). Charlotte war der große Verlierer des Abends: nur wenige Stunden nachdem Michael Jordan auf einer Pressekonferenz ankündigte, so bald wie möglich (frühestens zur Saison 2014/15) wieder den Namen "Charlotte Hornets" annehmen zu wollen, fielen die "Bobnets" auf den undankbaren vierten Platz zurück. Toronto musste seinen eigenen Draft-Pick (12.) via James Harden Trade an Oklahoma City abdrücken, da der nur Top-3 geschützt war. Die genaue Reihenfolge des am 27. Juni stattfindenden Drafts sieht so aus:


1. Cleveland Cavaliers
Bilanz letzte Saison: 24-58 (.293)



2. Orlando Magic
Bilanz letzte Saison: 20-62 (.244)



3. Washington Wizards
Bilanz letzte Saison: 29-53 (.354)



4. Charlotte Bobnets
Bilanz letzte Saison: 21-61 (.256)



5. Phoenix Suns
Bilanz letzte Saison: 25-57 (.305)



6. New Orleans Pelicans
Bilanz letzte Saison: 27-55 (.329)



7. Sacramento Kings
Bilanz letzte Saison: 28-54 (.341)



8. Detroit Pistons
Bilanz letzte Saison: 29-53 (.354)



9. Minnesota Timberwolves
Bilanz letzte Saison: 31-51 (.378)



10. Portland Trail Blazers
Bilanz letzte Saison: 33-49 (.402)



11. Philadelphia 76ers
Bilanz letzte Saison: 34-48 (.415)



12. Oklahoma City Thunder
Bilanz letzte Saison: 60-22 (.732)



13. Dallas Mavericks
Bilanz letzte Saison: 41-41 (.500)



14. Utah Jazz
Bilanz letzte Saison: 43-39 (.524)