14 April 2013


Die Hornets-Graswurzelkampagne in Charlotte läuft schon lange auf Hochtouren. (Photo: BringBackTheBuzz.com)

Sebastian Dumitru, Florian Schaum  13. Apr, 2013                 

Was im Chaos der aktuellen Relocation-Gespräche zwischen Sacramento, Seattle und der National Basketball Association sicherlich untergeht, sind die emsigen Bemühungen in Charlotte, wo man zwar kein neues Profiteam anstrebt, dafür aber die Rückkehr eines altbekannten: die Hornets und die 'Queen City' sollen wieder vereint und die verhassten 'Bobcats' endlich auf den Müllberg der Geschichte geschmissen werden. Zumindest, wenn es nach den Initiativen von "We Beelieve", "Bring Back the Buzz" und diversen Graswurzelkampagnen in North Carolinas größter Stadt geht. Nicht nur die Fans wünschen sich ihre Hornets zurück. Auch Lokalpolitiker und Teambesitzer Michael Jordan wären einem Rebranding gegenüber nicht abgeneigt.

Die Chancen, schon zur neuen Saison wieder als "Charlotte Hornets" auf Punktejagd zu gehen, wie schon von 1988 bis 2002, stiegen rapide an, als Tom Benson die Hornets in New Orleans aufkaufte und schon kurz nach seiner Akquisition im April 2012 verlauten ließ, eine Namensänderung in Betracht zu ziehen. Gesagt, getan: New Orleans einigte sich intern auf einen neuen Teamnamen, stellte bei der NBA offiziell Antrag und bekam recht schnell grünes Licht, ab der Saison 2013/14 als New Orleans Pelicans antreten zu dürfen.

Gut für Charlotte und sein Basketballteam, das nun realistische Chancen hat, seinen alten Spitznamen wieder zu erlangen, elf Jahre, nachdem der ehemalige Besitzer George Shinn 2002 mit dem Tross nach New Orleans umgesiedelt war und der verhasste Robert Johnson 2004 den Zuschlag für die Bobcats erhielt. Für den heutigen Besitzer Michael Jordan, der das Team 2010 von Johnson kaufte, und die unzähligen Fans würde sich mit der Rückkehr zu den Wurzeln der sprichwörtliche Kreis schliessen.

Vielleicht entkommt man durch das Entfachen des alten Feuers - die Hornets waren in den 90ern neben den Chicago Bulls das beliebteste Team der Liga - auch endlich dem sportlichen Tal, das man seit knapp zehn Jahren durchschreitet (nur eine einzige Playoff-Teilnahme bisher). NBACHEF wollte der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Hornets-Bewegung auf den Grund zu gehen und sprach dafür exklusiv mit zwei Insidern: Tom Sorensen, seines Zeichens Sportexperte des 'Charlotte Observer' und seit über 25 Jahren im Geschäft, sowie John Morgan, Pädagoge und Gründer der Bürgerinitiative "We Beelieve", die sich voll und ganz der Rückkehr der Hornets verschrieben hat. Die Fragen stellte Florian Schaum aka. Mr. Bobcat:

• Vielen unserer deutschen Leser ist „Bring back the Buzz“ nicht wirklich ein Begriff. Es wäre cool wenn ihr euch und euer Projekt einmal kurz vorstellt und wie ihr damals auf die Idee gekommen seid, diese Bewegung ins Leben zu rufen.

Morgan: Ich habe die "We Beelieve: Charlotte...take back your Hornets!" Facebook Seite Anfang 2010 gegründet, nachdem ich ein Bobcats-Spiel etwas angefressen verlassen hatte. Wir waren mitten im Playoff-Kampf, und die Stimmung in der Halle war trotzdem so gleichgültig und mies, unglaublich. Also habe ich mich zu Hause hingesetzt und begonnen, zu schreiben. Ich war mit den Hornets aufgewachsen (1988 war ich 7, wir hatten die ganze Zeit über Saisonkarten), aber die 'Cats blieben mir immer fremd. Das musste sich ändern.

Q: Many of our German readers don’t really know about „Bring back the buzz“. It’d be really cool if you could just introduce yourselves and your project briefly and tell our readers how the idea of starting the initiative came to your mind.

John Morgan: I started the "We Beelieve: Charlotte...take back your Hornets!" Facebook page in early 2010 after attending a B**Cats game and leaving a bit disgruntled. We were in the midst of a playoff push, and the atmosphere in the arena was as tepid and flat as could be. So naturally, I came home and started typing. Having grown up with the Hornets (I was 7 in 1988, and we had season tickets for the duration of their time here), the product the 'Cats were presenting was foreign to me, and I knew that it didn't have to be that way.

 Tom, was hältst du von der Idee, die Hornets nach Charlotte zurück zu holen?

Sorensen: Mir sind Hornets lieber als Bobcats. Aber wichtiger ist für mich, dass sie weiterhin Talent einsammeln und wettbewerbsfähig werden. 'Hornets' ist ein Teil von Charlotte, hat eine historische Konnotation. 'Bobcats' erinnert mich an Bob Johnson, den miesesten Teambesitzer in Charlottes Sportgeschichte. Das Team hat sogar versucht, das 'Bob' aus Bobcats zu entfernen. Sie nennen sich selbst nur noch 'Cats.'

Q: Tom, what do you think of the idea of bringing back the Hornets to Charlotte?

Tom Sorensen: I prefer Hornets to Bobcats. But a more important concern for me is that they continue to add talent and become competitive. Hornets is part of Charlotte, has a historical hold here. Bobcats reminds me of Bob Johnson, the worst pro franchise owner Charlotte has ever had. Team has tried to remove the Bob from Bobcats. They refer to themselves as the Cats.

 Ehemalige Spieler wie Muggsy Bogues und Dell Curry stehen voll und ganz hinter dem Vorhaben, die Hornets nach Charlotte zurück zu holen. Mit Muggsy hast du schon gesprochen. Was hat er gesagt? Gibt es noch andere Prominente, die die Bewegung unterstützen?

Morgan: Muggsy war so liebenswürdig. Er hat sich sogar mit uns hingesetzt und einem Interview zugestimmt, das wir für einen Film verwenden, den wir gerade über die Bewegung drehen. Er meint, wenn die Menschen hier für den Wechsel sind, dann sollten die 'Cats das auch tun. Dell und Steph Curry schlagen in die gleiche Kerbe. Unser Bürgermeister Anthony Foxx und North Carolinas Gouverneur Pat McCrory haben sogar ihre politischen Scharmützel ad acta gelegt und zugestimmt, dass die Hornets das Beste für Charlotte sind. Sogar Chuck D von Public Enemy hat sich zu Wort gemeldet und seine volle Unterstützung signalisiert. Führt man sich neben all dem noch vor Augen, dass wir sogar bei ESPN und in der New York Times erwähnt wurden, stellt man irgendwann fest: bei dieser Sache sind sich irgendwie alle einig.

Q: Former players like Muggsy Bogues and Dell Curry are supportig the idea of bringing back the Hornets to Charlotte. You already talked to Muggsy in the past. What did he say? And can you give us a view which well-known people also support the movement?

Morgan: Muggsy couldn't have been more gracious. He even agreed to sit down for an interview that's being used in a documentary that's being filmed about the Movement. Basically, he stated that if the people wanted it, the 'Cats should try to do it. Dell and Stephen Curry used the same sort of language. Both our Mayor, Anthony Foxx, and our Governor, Pat McCrory, have managed to put partisan bickering aside to agree that the Hornets are best for Charlotte. Even Chuck D from Public Enemy weighed in with support for the idea. Add that to the fact that we've been featured everywhere from ESPN to the New York Times, and you start to realize: this thing is pretty much a consensus.

 In Deutschland assoziieren gerade die jungen Basketballfans mit den Charlotte Bobcats erfolglosen Basketball und leere Hallen. Erzählt doch mal wie ihr als gebürtige Charlotteans die Stimmung in den 90er Jahren rund um die Hornets und das Charlotte Coliseum wahrgenommen habt und wie es sich anfühlte als feststand, dass George Shinn die Hornets nach New Orleans verfrachtete?

Sorensen: Als die Hornets endlich die Stadt verließen, war die Beziehung zwischen dem Team und der Stadt völlig zerstört. Die Leute waren nicht einmal sauer, als die Hornets wegzogen. Sie waren nur noch apathisch. Fans hatten schon Jahre zuvor das Handtuch geworfen.

Morgan: Die Charlotte Hornets repräsentierten die glorreichen 80er und 90er der NBA, wie es besser nicht ging. Wir trugen damals ausgefallene Trikots, wir waren neu und aufstrebend - auch als Stadt. Wir hatten junge Stars und eine Gemeinde, die ihr Team abgöttisch geliebt hat. Ich verfolge viele andere Sportarten, aber meiner Meinung nach kommt nichts an die magische Energie der Anfänge in Charlotte heran. Charlotte war die Hornets, und umgekehrt. Als dann bekannt wurde, dass Shinn mit dem Team umziehen will, war die Beziehung zwischen ihm und der Stadt bereits dermaßen vergiftet, dass viele Fans sich einfach umdrehten und schworen, nie wieder zu NBA-Basketball zurück zu kehren - und viele haben sich auch wirklich dran gehalten. Dieser Aspekt spielt eine große Rolle bei dem, was wir hier tun: wir wollen das gestohlene Vermächtnis wieder zum Leben erwecken, es erhalten, weil es sich eben doch lohnt.

Q: In Germany, especially young basketball fans associate unsuccessful basketball and empty arenas with the charlotte bobcats. Maybe you want to tell them how you experienced the atmosphere in the 90s around the hornets and the charlotte coliseum as native charlotteans. How did you feel when the rumors came true that George Shinn was going to put  the hornets to New Orleans?

Sorensen: By the time the Hornets left, the relationship between the team and the town had crumbled. There wasn't anger when the Hornets left. There was apathy. Fans had given up years before.

Morgan: The Charlotte Hornets, in a lot of ways, were the perfect representation of what the NBA was during it's glory years of the 80s-90s. We wore outrageous (at the time) uniforms, we were a new, up and coming city.  We had young stars, and a community that was thoroughly in love with her team.  I follow a lot of other sports, but in my experience, nothing comes close to replicating the magic and energy of Charlotte in those early years. Charlotte WAS the Hornets, and vice versa. By the time the rumors of Shinn moving the team started to crystalize, there was so much animosity between him and this city, that most people just threw up their hands. A lot of them swore to never return to the NBA, and most of them have held onto that promise. That's a huge part of the motivation behind what we're trying to accomplish here; we want to rekindle and preserve a legacy that was wrongfully confiscated, but that IS worth saving.

• Welcher Teamowner hat eurer Meinung nach der Stadt Charlotte am meisten geschadet? Shinn oder Bob Johnson, dem die Bobcats ihren wunderschönen Spitznamen zu verdanken haben?

Tom Sorensen
Sorensen: Shinn hat Zeit und Geld für wohltätige Zwecke geopfert. Bob Johnson war nur Gast, ein Vorbeiziehender. Er hat von uns Dankbarkeit erwartet, obwohl er hier nie emotional oder finanziell involviert war. Das waren gigantische Marketing-Fehler. Shinn hat natürlich auch riesige Fehler begangen, aber wenigstens war er einer von uns.

Morgan: Ohne Shinn wären wir heute wahrscheinlich keine 'Major League' Stadt. Er hat die Hornets ermöglicht, nur durch seinen eisernen Willen allein. Ohne die Hornets hätte es später auch nicht die Carolina Panthers gegeben. Das muss man ihm also schon eingestehen, wenngleich er natürlich alles nur getan hat, um sein riesiges Ego zu befriedigen. Er entpuppte sich als gigantomanischer, gehässiger Narzisst, der keinen Deut Loyalität denjenigen Leuten gegenüber verspürt, die seine Taschen prall füllen. In dem Punkt schenken er und B** Johnson sich absolut gar nichts.  

Q: Which team owner do you reckon was doing the most harm to the city of Charlotte? Shinn or Bob Johnson, who is responsible for the beautiful nickname of the bobcats?

Sorensen: Shinn devoted time and money to charitable efforts. Bob Johnson was just passing through. He expected gratitude. Made tremendous marketing errors, never invested in the town financially or emotionally. He was a guest. Shinn made tremendous mistakes. But at least he was one of us.

Morgan: Well, the thing is, without George Shinn, we probably aren't the 'major league' city we are today. He kind of made the Hornets happen through sheer force of will. Without the Hornets, we don't have the Panthers, or the Democratic National Convention, etc. So you have to give that to George. Of course, everything he did was in service of his own ego.  He turned out to be a megalomaniacal, tone deaf, spiteful, narcissist who possessed ZERO loyalty toward the people who lined his pockets. This is a trait that he and B** Johnson seem to share.

 Als ihr vor drei Jahren „Bring back the Buzz“ ins Leben gerufen hattet wurdet ihr von den meisten Leuten nur müde belächelt. Mittlerweile hat sich das Blatt komplett gewendet, ihr seid nun auch auf Facebook und Twitter ein echter Hit und eure Unterschriftenliste für die Rückkehr der Hornets fasst mittlerweile knapp 11.000 Signaturen. Habt ihr schon realisieren können, was insbesondere in den letzten 10 Monaten abgegangen ist?

Morgan: Als ich "We Beelieve"gegründet habe, war das eigentlich nur ein Ort, an dem man in Erinnerung schwelgen konnte. Wir sind alle B**Cats-Fans, aber wir wollten unsere Erinnerungen an die Hornets irgendwo teilen. Als die Dinge realistischer wurden, habe ich dann Ernst gemacht. Ich traf Scotty und Evan Kent von 'Bring Back the Buzz', und wir begannen, unsere Ressourcen zu koppeln. Aus einer kleinen Denkmalschutz-Gruppierung wurde eine komplette Bewegung, vor allem hier in Charlotte. Nicht wegen uns, sondern weil sich die Gemeinde und die Fans hier diesen Wechsel so dringend herbei sehnen. 

Q: When you started „Bring back the Buzz“ three years ago, most people would just react with laughter and pity. But then everything changed and nowadays you’re quite big on facebook and twitter and your signature list for the hornets-comeback contains almost 11,000 signatures. Have you already been able to realize what happened, especially during the last ten months?

Morgan: Well, when I started "We Beelieve", it was mainly a place to reminisce about the good old days. We're B**Cats fans, first and foremost, but we just wanted a place to share our memories about the Hornets years. When things started to look more realistic, I sort of switched gears and started becoming more serious about the effort.  That's when I met up with Scotty and Evan Kent from Bring Back the Buzz, and we began to pool all of our resources. We've gone from a little historical preservation society to a full-fledged little movement, especially here in Charlotte, and it's not because of anything we've done, it's just a testament to how badly this community and this fanbase want this change.

 Ihr organisiert lokal Veranstaltungen (um die Leute für das Thema zu gewinnen). Erzähl uns bitte, was ihr schon alles auf die Beine gestellt habt und worum es dabei geht?

Morgan: Unser erstes "Swarm Time Warner" Event hatten wir vergangene Saison. Wir haben uns einen kompletten Bereich in den Rängen geschnappt, haben alle türkis und violett getragen und wie verrückt unser Team angefeuert. Das gleiche haben wir dann später wiederholt, insgesamt konnten wir damals 250 und 100 Fans mobilisieren. Das war aber noch gar nichts gegen das, was wir dieses Jahr auf die Beine gestellt haben. Unser erster "Swarm" bracht mehr als 1000 Hornets-Fans zusammen. Der komplette obere Bereich in der Halle gehörte praktisch uns. Nach dem Spiel haben wir die komplette Fressmeile übernommen und den gesamten Außenbereich mit "Char-lotte Hor-nets!"-Rufen gefüllt. Das war ein magischer Moment. Unseren letzten "Swarm" starten wir jetzt am Samstag (13. April). Hoffentlich legen wir da nochmal einen drauf. Von all dem abgesehen haben wir auch schon kleiner Events in der Gemeinde organisiert und einen Wohltätigkeitstombola, die uns 800 Dollar eingebracht hat. Die haben wir komplett an eine Förderschule hier gespendet. 

Q: You created some events around the city! Please tell us what you have organized and what that is all about!

Morgan: We had our first 'Swarm Time Warner' event last season. We packed an entire section of the arena during a 'Cats game, wore our teal and purple, and cheered like mad for the home team. We held another one last season, as well. Those first 2 events had about 250 and 100 fans, respectively, but they didn't hold a candle to this year's efforts. Our first Swarm of this season brought out over 1,000 Hornets fans. We basically took over the entire upper level of the arena. After the game, we all took over the concourse, and chants of 'Char-lotte Hor-nets!' echoed throughout the night. It was truly a magical evening. We're having one more Swarm this season, Saturday, April 13th. Hopefully we can match and exceed the energy of the first 3. We've also done various smaller events within the community, as well as a Charity Raffle that raised over $800 for a local school that caters to special needs students.

• Auch eure „Bring back the Buzz“ Shirts und Poster verkaufen sich durchaus erfolgreich, mittlerweile laufen bei den Heimspielen der Cats ja schon fast mehr Leute mit den Dingern rum als mit Bobcats Stuff. Ich selbst find die Teile auch richtig geil, schade dass die nicht auch in Europa vertrieben werden. Was entgegnet ihr einigen Kritikern, die euch den Vorwurf machen, euch in letzter Zeit vorrangig nur noch auf den Verkauf des Merchandisings zu konzentrieren?

Morgan: Bisher kam nicht wirklich viel Kritik bei mir an. Im Endeffekt ist nichts umsonst, und die meisten Menschen verstehen das auch. Um die Werbekosten, die Poster, die Veranstaltungen bezahlen zu können, müssen wir ja irgendwie Geld auftreiben. Der Gewinn deckt die Kosten und ermöglicht, noch mehr Produkte zu schaffen, um die Message noch weitreichender transportieren zu können. Mehr ist da nicht. Ich garantiere euch, dass es da draußen bessere Möglichkeiten gibt, schnell reich zu werden. Ach, und übrigens: ich versende in die ganze Welt. Wir haben "True Beelievers" mit "BeeTees" auf jedem Kontinent - bis auf die Antarktis vielleicht. Sagt einfach Bescheid, was ihr braucht!

Q: The “Bring back the Buzz” shirts and posters are also sold quite successful, during home matches there are almost more people wearing them than bobcats stuff. I also like them a lot, it’s a shame that they’re not sold in Europe yet. But what do you tell those critics who accuse you of concentrating primarily on the sale of merchandise articles?

Morgan: I haven't really gotten that much criticism about the "We Beelieve" merchandise sales.  The bottom line: nothing's free, and I think most folk understand that.  In order to pay for the advertising we do, for the posters, for the events...we have to be able to make money.  The profit margin covers expenses, as well as the ability to make more product, which gets the message out to more folk.  End of story.  I can assure you, there are far better 'get rich quick' schemes than this ;) Oh, and for the record, I ship anywhere in the world!  We have True Beelievers wearing BeeTees on every continent except for Antarctica at the moment; just let me know what you need!

WeBeelieve-Gründer John Morgan und der grösste kleine NBA-Spieler aller Zeiten. (Photo: John Morgan)
• Nachdem New Orleans bekannt gegeben hat, ab der nächsten Saison wieder unter den Namen „Pelicans“ aufzulaufen, fiebern Basketballfans  in aller Welt auf das Comeback der Hornets in Charlotte hin. Bei einer landesweiten  ESPN Umfrage sprachen sich über 90% der Stimmen für eine Rückkehr der Hornets aus. Teamowner Jordan dämpfte allerdings in den letzten Interviews die Erwartungen und verwunderte mit Aussagen, die Reaktionen der Fans zu dem Namenswechsel seien gespalten. Habt ihr schon neue Infos?

Sorensen: Die Bobcats haben umfangreiche Umfragen durchgeführt. Sie haben mit Kunden und Nicht-Kunden gesprochen. Wenn die Saisonticket-Besitzer 'Bobcats' bevorzugen würden, dann würde das Team in der Bredouille stecken, denn die Stadt ist eindeutig für 'Hornets'. Charlotte hat in die Bobcats und Bobcats-Fanartikel nicht investiert.

Morgan: Michael hat das alles gesagt, weil er sonst nichts anderes sagen durfte. Aus gesetzlichen und ethischen Gründen konnte er sich nicht einfach hinsetzen und sagen: "Wir werden die Hornets sein", während da immer noch ein anderes Team unter der Flagge spielt. Was er aber definitiv hätte antworten können, wäre "Nein, das machen wir auf keinen Fall" gewesen. Aber das wird er nicht sagen, weil sie den Hornets-Plan in die Tat umsetzen. MJ hätte absolut gar nichts davon, das Thema weiter am Leben zu erhalten, wenn er nicht vorhätte, den Wechsel zu vollziehen. 

Q: Since New Orleans announced that they’re going to run the next season as  “Pelicans”, basketball fans all over the world are eagerly waiting for the comeback of the hornets in Charlotte. More than 90 percent voted for a return of the hornets in a nationwide ESPN poll. But team owner Jordan was recently pushing the expectations down during some interviews and was confusing everybody with statements that the reactions of the fans concerning the change of name were divided. Have you got some new information?

Sorensen: The Bobcats commissioned an extensive poll. They talked to customers and non-customers. If their season-ticket holders prefer Bobcats, they'll be in a quandary because Charlotte clearly prefers Hornets. Charlotte, however, has not invested in Bobcats and Bobcats' gear.

Morgan: Michael said what he said because it was all he could say. Legally, and ethically, for that matter, he can't come out and say "We're going to be the Hornets" while there's still another squad playing under that banner. What he could say, however, is "NO. We're not going to do it." But he won't, because they are. He gains nothing by allowing the question to perpetuate were he not planning on making the change.

• John, du hast doch mit Cats Maskottchen Rufus während eines Heimspiels nen netten Plausch abgehalten ;)  Was hält er eigentlich davon, dass Hugo the Hornet ihn bald aus Charlotte vertreiben könnte?

Morgan: Ich habe Rufus gefragt, ob er für seine neue Hugo-Routine bereits wäre, und er hat abgeklatscht, mit den Schultern gezuckt und mich in den Arm genommen. In Maskottchen-Sprache bedeutet das wohl: auf jeden Fall!

Q: John, you had a nice chat with Rufus, the mascot of the cats, during a home match. How does he like the fact that 'Hugo the Hornet' might expel him from Charlotte?

Morgan: I asked Rufus if he was ready for his new Hugo-routines, and he just high-fived me, shrugged his shoulders, and gave me a hug. I think that's mascot-talk for "mark it down" ;) 

• Was hältst du von Coach Dunlap? Man spekuliert ja bereits, dass das Front Office zur kommenden Saison einen neuen Trainer verpflichten will...

Morgan: Coach Dunlap steckt in einer schwierigen Situation und kann eigentlich gar nicht gewinnen. Es wurde ja schon letztes Jahr ziemlich deutlich, dass Jordan und GM Rich Cho mindestens einen Drei-Jahres-Plan verfolgen, der im Endeffekt das Ansammeln von Draft-Picks und Geld vorsieht. Und wie macht man das heutzutage in der NBA? Man verliert. Ich impliziere nicht, dass sie bestimmte Spiele absichtlich verloren haben, aber nur so kann ein Small-Market-Team realistischerweise voran kommen. Davon abgesehen muss man Dunlaps Spielzeitverteilung (besonders bei Kidd-Gilchrist) schon anprangern. Ebenso seine Defensivstrategie. Es scheint auch nicht allzu viel Respekt im Team zu herrschen. Aber wir wussten ja, dass das alles ein langwieriger Prozess werden würde. Das gilt auch für Mike Dunlap. Ich versuche natürlich, weiterhin unparteiisch zu bleiben, aber falls er ein weiteres Jahr bleiben darf, und wir nicht mindestens 30-35 Siege anstreben, sollten wir uns nach einem neuen Mann umsehen. 

Q: What do you think of Coach Dulap? There are speculations that the front office is going to hire a new coach for next season

Morgan: I think Coach Dunlap has found himself in a no-win situation. It was clear as early as last year that Rich Cho and Jordan had a 3 year (at least) plan, a large part of which included stockpiling draft picks and cash. The way you do that in today's NBA? You tank. I'm not saying they lost any individual game on purpose, but it's just a hard reality of how a smaller-market team can try to eventually get ahead. That being said, it's hard not to question Dunlap's decisions on playing time for certain team members (primarily MKG), as well as his general defensive strategy. There doesn't seem to be a tremendous amount of respect within the locker room, either. Like I said, we all knew this was going to be an arduous process, Mike Dunlap included. I try to remain impartial in these sorts of debates, but I will say: if he is indeed given another year, and we're not pushing 30-35 wins, we might need to start looking elsewhere.

• Einige Leute sind der Meinung, der Name des Teams sei egal, mit diesem Team wird Charlotte auch unter anderem Namen keine Zuschauer anlocken. Wie seht ihr die Zukunft des Teams? Wer sind eure Lieblingsspieler? Wen würdet ihr im Sommer  gerne verpflichten und welcher Rookie sollte gedraftet werden damit es mit dem Team wieder aufwärts geht?

Sorensen: Ich hoffe, sie draften Nerlens Noel. Mit 2,08 Metern gibt der Wildcats-Freshman dem Team den Big Man, das es braucht. Er ist offensiv noch lange nicht ausgereift, aber er spielt Defense auf NBA-Niveau. Die Situation mit seinem Knie ist noch nicht vollständig geklärt, aber wenn es da keine weiteren Komplikationen gibt nach seinem Kreuzbandriss, dann muss er die erste Wahl sein. Free Agents? Kommt drauf an, wer hierher kommen möchte. Der Trend geht ja dahin, dass sich Free Agents dort ansammeln, wo das Talent hockt. Darum landet Chris Paul, der aus North Carolina stammt, in Los Angeles. Es gibt durchaus ein paar Big Men bei den FAs, aber wenn Noel kommt, dann werden die wahrscheinlich nicht kommen.

Morgan: Nein, der Name ist nicht egal. Die Größe und Leidenschaft unserer Bewegung beweisen das. Charlotte ist und bleibt das Hornissennest, und das sind wir schon seit der Amerikanischen Revolution, als uns der britische General Cornwallis "Hornissennest der Rebellion" nannte. Der Batzen an Draft- und FA-Talenten in diesem Jahr ist kein 'Slam Dunk', darum glaube ich, dass wir noch mindestens ein weiteres Rebuilding-Jahr vor uns haben. Ich liebe die Führungsqualitäten von Kemba Walker. Henderson zeigt, dass er wichtig ist, und ich habe mich ein wenig in die Intensität und die Aggressivität von Josh McRoberts verliebt, seit er bei uns ist. Der Draft...? Keine Ahnung! Ein Shooter wäre was Feines, aber ich habe meinen Blick eher auf den grandiosen Draft 2014 gerichtet. Einen echten, erfahrenen Big Man via Free Agency zu holen, wird in den nächsten Jahren dringend notwendig sein, aber wir müssen Geduld haben. Was wir auf keinen Fall wollen, ist jemanden zu holen und teuer zu bezahlen, der hier nicht Teil dieses immer noch sehr langwierigen Prozesses sein will. Ich sage es nur ungern, aber wir sind noch mindesten zwei Jahre davon entfernt, für Free Agents attraktiv zu sein. 

Q: In the opinion of some people, the name of the team is irrelevant, because they think that Charlotte won’t be able to catch some audience with another name as well. What do you think about the team’s future? Which are your favorite players? Which player would you like to sign next summer and which rookie should be drafted to guarantee a brighter future?

Sorensen: Nerlens Noel is the player I hope they draft. A 6-11 Kentucky freshman, he will give them the big man they lack. Noel is not fully formed offensively, but he plays NBA caliber defense. He blew out his knee during the season and NBA doctors have yet to examine him. But unless there are complications he's the choice. As far as free-agents, depends on who is willing to come. NBA trend now is for free-agents to go where the talent is: thus, Chris Paul, an NC native, goes to Los Angeles. There are some free-agent big men out there. But if they get Noel, they are unlikely to sign them.

Morgan: Well, the name isn't irrelevant, and I think the size and passion of our little Movement is evidence of that fact. Charlotte is the 'Hornet's Nest', and we have been ever since British General Cornwallis dubbed us a 'Hornet's Nest of Rebellion' during the American Revolution. It's who we are, and it always will be. This year's draft/free agent prospects aren't nearly the 'slam dunk' the first half of this question was. Honestly, I think we're in for one more 'rebuilding' year. I love the energy/skill set/leadership of Kemba. I think Henderson is showing his value of late, and I've really fallen in love with the physicality and intensity Josh McRoberts has brought to the table. Looking at the draft, man... I just don't know. A pure shooter would be nice, but like I alluded to before, my eyes (like the rest of the basketball world) are focused on what's supposed to be an amazing 2014 draft. Picking up a true, established big man in free agency is a must over the next couple years, but like I said... patience is a virtue. The last thing we want is to overpay someone who doesn't want to be part of what is still a massive process. I hate to say it, but I still think we're 2 seasons away from becoming a legitimate 'destination' for the league's top free agents.

• In der Offseason wird Jordan bekannt geben wie es mit der Franchise weitergeht. Wie hoch schätzt ihr die Möglichkeit einer Rückkehr der Hornets ein?

Sorensen: Ich weiss nicht, was Michael vorhat. Wenn er den Namen für relativ günstige 2,5 Millionen US-Dollar ändert, wird die Stadt begeistert sein und dann werden ein Haufen neuer Fans dazu kommen. Aber wenn das Produkt nicht gefällt, wenn die Bobcats schon wieder das mieseste Team der Liga sind, bleiben die Fans dann auch? Wenn ich wetten müsste, würde ich darauf setzen, dass Michael den Namen ändert.

Morgan: 150 Prozent sicher. Das ist vielleicht auch ein Spiegelbild meines geistigen Zustandes, aber ich habe im gesamten letzten Jahr nicht eine Sekunde daran gezweifelt.

Q: Michael Jordan is going to announce in the offseason what will happen to the franchise. How high do you rate the possibility of a return of the hornets?

Sorensen: I don't know what Michael will do. If he changes the name for a relatively economical $2.5 million, the city will be excited and there will be an influx of new fans. But if they don't like the product, if the Bobcats again are the worst team in the league or in contention to be, will those fans come back? If I were betting, I would bet that Michael will change the name.

Morgan: 150%. This might be a reflection of my mental state, but there has literally been no point in the last year that I've doubted it whatsoever.

• Zum Abschluss noch eine urlaubstechnische Frage: Würdet ihr den Deutschen Charlotte als zukünftiges Urlaubsziel empfehlen? Ich würde gerne mal rüber und ein Spiel live vor Ort erleben, aber Charlottes deutsche Partnerstadt ist ja Krefeld, da will man nicht unbedingt hin…

Morgan: Charlotte ist sehr abwechslungsreich. Wir sind sehr ausgebreitet, also solltet ihr in der Nähe der Bahnverbindung übernachten, wenn ihr kein Auto habt. Unser Stadtzentrum bietet viel Kultur (Kunst, Theater, Live Musik), unzählige Restaurants, Bars und Clubs, und natürlich Sport. Die besten Plätze findet man Uptown und in der Umgebung dort. Charlotte liegt mitten im Bundesstaat, nur zwei Stunden von herrlichen Bergen und drei Stunden von unschlagbaren Stränden entfernt. Alles, was das Outdoor- und Sportlerherz begehrt, liegt direkt vor der Haustür. Würde ich die Queen City also unseren deutschen Freunden empfehlen? UNBEDINGT! Gebt mir einfach Bescheid und ich hole sogar persönlich vom Flughafen ab...

Q: Finally a vacational question: Would you recommend Charlotte to Germans as a holiday destination? I personally would love to come over and experience a match live, but Charlottes partner city, Krefeld, might not be the first address for visitors in Germany…

Morgan: Charlotte is a really diverse city. We're very spread out, so it'd be a good idea to stay somewhere along our light rail line if you're not going to have your own car. Our Center City is full of culture (fine art, theatre, live music), tons of restaurants, bars, and clubs, and naturally, pro sports. As we are a very automobile-centric place, a lot of the best places for visitors can be found in Uptown's surrounding neighborhoods. We're located right in the center of the state... 2 hours from beautiful mountains, 3 hours from unbeatable beaches. We also have countless options for outdoors/sporting enthusiasts right in our back yard. Would I recommend the Queen City to our German pals?  ABSOLUTELY! Just give me a holler and I'll meet y'all at the airport ;)