30 März 2013




In einer überraschenden, aber äusserst erfreulichen Entwicklung wurde Mitte der Woche bekannt, dass der erfolgreichste Trainer aller Zeiten bei Twitter gelandet ist. Phil Jackson schickte sich an, seine erste elektronische Nachricht durch den Äther zu schicken, und mehr als 23000 Follower hatten sich noch vor dem ersten Tweet an seinen Rockzipfel gehängt. Was dann folgte, war Entertainment vom Feinsten.


@PhilJackson11 zwitscherte am 27. März: "11 champ;ipnsikp[ ringhs" und setzte eine emotionale Reaktionskette in Gang. Hatte der stets feinfühlige ex-Coach seinen Einstieg tatsächlich dermaßen verpatzt? Hatte der 67-Jährige so wenig Ahnung von den neuen Medien, dass ihm ein solch eklatanter Faux Pas unterlaufen konnte? Hatte ihm denn keiner gezeigt, wie dieses Twitter-Ding funktioniert? Selbst die Troglodyten von ESPN fielen auf den Gag herein und blamierten sich im Live-Fernsehen und beim "Analysieren" (alle sind sie heutzutage übrigens "Analysten", selbst die Hobby-Dummschwätzer von Nebenan) von Jacksons Tweet.

Wie sich heraus stellt, war Jackson mal wieder allen mindestens zwei Schritte voraus. Der Tweet war Teil einer größeren Kampagne von AOL, das damit eine bestimmte Art von "Aktivierung" rund ums March Madness Turnier bewirbt. Jackson rührt gleichzeitig die Trommel für sein im Mai erscheinendes Buch "Eleven Rings: The Soul of Success." Das obige Video, das nur wenige Stunden nach der kryptischen ersten Nachricht hinterher geschickt wurde, löst die gesamte Verwirrung um Neu-Twitterer Phil Jackson auf: Wie soll man denn mit elf dicken Championship-Klunkern an der Hand auch normal tippen können...?