25 März 2013



Dominik Koch 25. Mar, 2013                                           


'Fantasy Docs' bringt Euch in unregelmässigen Abständen die Top-Spieler, Schläfer, Verräter und verborgenen Rohdiamanten, die euch in eurer Liga zum Sieg führen... Garantiert! 


In der realen NBA-Welt ist das Playoff-Picture langsam aber sicher fertiggezeichnet: Inzwischen sind es nicht nur die Spurs, die schonmal einen oder mehrere Starter etwas schonen oder teilweise gar nicht erst spielen lassen. In der Eastern Conference sind die 8 Plätze eigentlich schon so gut wie vergeben und irgendwie zweifelt gerade auch keiner mehr so richtig daran, dass die Lakers es im Westen schaffen, die Frage ist eigentlich nur ob als #8 oder #7-Spot. Während die echte Liga also langsam einen Gang runterschaltet, sieht das Tagesgeschäft für Fantasy-Spieler ziemlich umgekehrt aus, denn mit dem nahenden Ende der Regular Season ist für uns bekanntermaßen das Managergeschäft vorbei. Aber in diesen letzten Wochen lassen sich durch kleine Schliffe am Kader vielleicht noch ein paar Roto-Punkte oder der entscheidende Kategorie-Sieg in euren Head-to-Head-Playoffs heraus schlagen.

Die stärksten Fantasy-Performer:

Unter den besten Fantasy-Assets der vergangenen Woche finden wir naturgemäß einige der üblichen Verdächtigen. Dass LeBron James mit 30 Punkte- und 10 Assist-Durchschnitt über vier Spiele dabei ist, dürfte ebensowenig verwundern wie die Tatsache, dass er dabei Gesellschaft von Chris Paul (11,6 Assists, 3 Steals per Game) oder dem in der gesamten Saison unvermeidlichen Kevin Durant hatte, der noch ein paar Pünktchen mehr als Lebron in den Box Score eingetragen bekommen hat. Interessanter ist da ein Mann wie Moe Harkless von den Orlando Magic: Der Rookie, den selbstverständlich kein einziger Fantasy Manager zum Saisonbeginn gedraftet haben dürfte, bekommt zur Zeit bei den verletzungsgeplagten Magic ordentlich Spielzeit und dankt es denjenigen GMs, die ihn in ihr Team integriert haben, mit zuletzt absoluten Glanzleistungen: 3,3 Steals im Schnitt vergangene Woche, dazu 48% aus dem Feld, 50% von jenseits der Dreierlinie, fast 18 Punkte: Das ist Fantasy-Gold - eines, dass manche von euch besitzen können, denn Harkless ist immer noch in weit mehr als der Hälfte aller Ligen zu haben. Das trifft auf Jeff Teague zwar nicht zu, aber der Point Guard von den Atlanta Hawks gehörte ebenfalls zu den Top Performern in den vergangenen sieben Tagen mit über 8 Assists pro Spiel bei über 50% aus dem Feld - solche Vorteile können in einem knappen H2H-Matchup schonmal den Ausschlag geben.

Ebenfalls in der letzten Woche ganz stark: Al Horford (8 Steals, 50 Rebounds, 81 Punkte in 4 Partien), das Box Score Monster Nick Batum, Dirk Nowitzki, Deron Williams und ein paar andere übliche Verdächtige wie James Harden oder Jrue Holiday, zwei Spieler, deren Draftposition sich in der kommenden Saison noch einmal merklich nach oben verschieben dürfte.

Die Durchhänger:

Chandler Parsons hat sich in dieser Saison in die Herzen vieler Fantasy Owner gespielt, und jetzt, wo für uns die heisse Phase beginnt, kühlt der Florida Gator leider ein wenig ab. Auf die letzte Woche angewandt bedeutete das eine Monta Ellis-mäßige Feldwurfquote von 35% und nur 10 Punkte pro Spiel. Beides kann Hardens Teamkollege besser. Ein anderer Teamkollege der beiden, Jeremy Lin, legte zwar mit einem guten Spiel los, um dann in den folgenden beiden Siegen seines Teams magere 10 Punkte zu Stande zu bringen. Die Fantasy-Verlässlichkeit von Houstons Spielern, die nicht Harden mit Nachnamen heißen, war in den letzten Wochen leider nicht immer gegeben. Jameer Nelson (32% aus dem Feld bei 14 Attempts pro Spiel) und Evan Turner (40% Trefferquote, nur knappe 9 Punkte, fast 2,5 Turnover) ging ebenfalls ein wenig die Puste aus.

Pickups:

Wenn euch wegen Verletzungen oder sonstiger Ausfälle der Schuh drückt, haltet doch mal nach folgenden Herren Ausschau, die immer noch in mehr als 50% aller Ligen verfügbar sind: Moe Harkless (siehe oben), Mike James (wenn euch seine Feldwurfquote egal sein kann), Jerryd Bayless (ein Guard, der Dreier und Punkte liefert, dafür quasi keine Assists), Taj Gibson (ohne den verletzten Joakim Noah ein mehr als solider Big Man) und Kenyon Martin (für den dasselbe zumindest mal solange gilt, so lange Tyson Chandler sidelined ist).