14 Februar 2013



'Fantasy Docs' bringt Euch in unregelmässigen Abständen die Top-Spieler, Schläfer, Verräter und verborgenen Rohdiamanten, die euch in eurer Liga zum Sieg führen... Garantiert! Nachdem ihr in der ersten Ausgabe die zehn absoluten Megastars im diesjährigen Fantasy-Game (ESPN Standard Edition) belesen konntet, gibt's im zweiten Teil fünfzehn weitere Stars von #11 bis #25 - allesamt elitär genug, um das Erfolgshaus eures Teams auf dem Fundament ihrer jeweiligen Superkräfte zu errichten. 


Paul George (SG/SF)
17.6 PTS, 7.8 REB, 4 AST, 1.8 STL, 0.7 BLK, 2.2 Dreier, 42 FG%, 81.8 FT% in 37.8 MPG
Man wusste ja schon im Oktober, dass Paul George ohne den verletzten Granger grosse Fortschritte in seinem Spiel machen kann, aber seine rasante Entwicklung zum Star übertrifft bisher alle Erwartungen. Nach Anpassungsschwierigkeiten zu Beginn - verständlich bei dem Pensum, das George als erste Offensiv- und Defensivoption plötzlich zu bewältigen hatte - ist der erst 22-Jährige zum absoluten Top-10 Spieler gereift. Sein Rebounding von der Flügelposition wird nur von LBJ und Josh Smith übertroffen, und seine irrsinnige Mischung aus Offense, Dreiern, Scoring und Defensive macht ihn zu einer der verheerendsten Allzweckwaffen im Fantasy-Game. Durant, LeBron, Paul George... das ist die Reihenfolge auf Small Forward. Wer 'Most Improved Player' wird, das brauchen wir nicht mehr extra zu erwähnen, oder? 

Nicolas Batum  (SF/SG)
15.3 PTS, 5.9 REB, 4.9 AST, 1.3 STL, 1.2 BLK, 2.3 Dreier, 42.4 FG%, 85.9 FT% in 38.7 MPG
Ähnlich wie George deutete auch Batum in der vergangenen Saison sein vielseitiges Skillset mehrfach an, liess aber die Konstanz vermissen, die aus guten Spielern Fantasy-Gold macht. Heuer hat sich das französische Taschenmesser aber mit knappen 15-5-5 und noch selteneren 1-1-2 (Steals, Blocks, Dreiern) in einen elitären, winzigen Kreis gespielt und seinen Monstervertrag aus dem Sommer mehr als gerechtfertigt. Egal, ob als Shooting Guard oder Small Forward: Batums All-Around Skills, die ihm bereits zwei Triple Doubles einbrachten und ihn nur knapp an weiteren vorbei schrammen liessen, haben ihn ganz nach oben katapultiert.  

Kyrie Irving (PG)
23.5 PTS, 3.7 REB, 5.5 AST, 1.7 STL, 0.4 BLK, 2 Dreier, 46.6 FG%, 84.8 FT% in 35.3 MPG
Starting Point Guards, die jünger sind als Clevelands Kyrie Irving? Null. Point Guards, egal ob Starter oder Reservist, die mehr Punkte pro Partie erzielen als Clevelands Kyrie Irving? Ebenfalls Null. Das allein sagt schon mehr über den 20-jährigen Cavs-Dynamo aus, als es viele andere Statistiken jemals könnten. Dass Irving neben Top-6 Scoring (23.5 PPG) auch noch 3.7 Rebounds, 5.5 Assists und 2 Dreier pro Spiel raushaut, sollte man ihm dennoch nicht vorenthalten. 'Keeper League' Manager aufgepasst: verkauft ruhigen Gewissens Haus und Hof, um 'Uncle Drew' irgendwie in euer Team zu lotsen... ihr werdet es bis 2020 nicht bereuen.

Serge Ibaka (PF/C)
13.4 PTS, 7.9 REB, 0.6 AST, 0.3 STL, 2.9 BLK, 0.2 Dreier, 55.3 FG%, 77.2 FT% in 32.1 MPG
'Iblocka', einst als eindimensionales One Hit Wonder charakterisiert, ist mittlerweile viel mehr als der dauerblockende, menschliche Pogo-Stick aus Zentralafrika. Er reboundet exzellent (7.9 RPG, Platz 27), punktet solide (13.4 PPG) und weist eine der höchsten True Shooting Percentages für Power Player auf. Heisst im Klartext: superbe Quoten aus dem Feld und von der Freiwurflinie, die in Kombination mit seinen anderen Big Man Stats (Rebounds, Blocks) dafür Sorge tragen, dass Ibaka einer der drei besten Fantasy-Center überhaupt geworden ist. 

Marc Gasol (C)
13.8 PTS, 7.8 REB, 3.6 AST, 1 STL, 1.7 BLK, 0.0 Dreier, 48 FG%, 87.4 FT% in 34.6 MPG
Wie Ibaka ist auch dessen spanischer Nationalmannschaftskollege Marc Gasol zu einem der führenden Bigs im Fantasy-Game geworden, und das im Gegensatz zum Thunder-Spieler sogar ohne eine bestimmte Kategorie zu dominieren. Dafür verteilt der jüngere Gasol für einen Center unglaubliche 3.6 Assists pro Abend aus seiner Lieblings-Spielmacher-Rolle am High Post. Solide Werte unter den Brettern, als Schütze und in der Verteidigung runden das Rundum-Sorglos-Center-Paket ab. Gasol ist heutzutage der wohl kompletteste Center der Welt. Wer ihn vier Mal pro Woche aufstellen darf, wird dem anerkennend zustimmen.  

Tony Parker (PG)
20.8 PTS, 3 REB, 7.6 AST, 0.9 STL, 0.1 BLK, 0.4 Dreier, 53.6 FG%, 83 FT% in 32.9 MPG
Der beste Einser, über den kein Mensch spricht? Tony Parker. 20.8 Punkte bei knapp 54% aus dem Feld wären für einen Big Man schon überragend. Parker legt die als Point Guard auf und erspielt euch so in zwei immens wichtigen Kategorien einen immensen strategischen Vorsprung. Dazu kredenzt er noch 7.6 Assists (NBA-Platz 6) und trifft seine Freiwürfe exzellent. Das alles in umwerfenden 32.9 Minuten pro Partie. Versucht mal, dem ahnungslosen Parker-Besitzer in eurer Liga ein Trade-Angebot zu unterbreiten. Die Chance ist recht hoch, dass er nicht zu schätzen weiss, welche Perle da eigentlich in seinem Schmuckkästchen herum liegt.  

LaMarcus Aldridge (PF/C)
20.9 PTS, 8.8 REB, 2.5 AST, 0.8 STL, 1.3 BLK, 0.0 Dreier, 48.2 FG%, 79 FT% in 38 MPG
LMA gehört zu einem illustren Kreis von Big Men. Das tat er schon vergangene Saison, aber in seiner neuen Rolle als klarer Anführer in Portland geht Aldridge so richtig auf und zeigt seine bisher wohl kompletteste NBA-Saison. Die 1.3 Blocks sind neue Karrierebestleistung, ebenso wie die 8.8 Rebounds pro Spiel. Die Phasen, in denen LMA sich versteckte, gehören ebenso der Vergangenheit an wie die gelegentliche Neigung zu Fouls und Ballverlusten. Gut möglich, dass LaMarcus nach dem All-Star Break noch mehr Verantwortung übernehmen muss, wenn die anderen Trail Blazer Starter nach und nach vor Erschöpfung einknicken. 

David Lee (PF/C)
19 PTS, 10.8 REB, 3.8 AST, 0.8 STL, 0.2 BLK, 0.0 Dreier, 51.4 FG%, 80.4 FT% in 37.2 MPG
Lee dominiert unter den Brettern und erstrahlt unter Mark Jackson endlich wieder in altem Glanz. Obwohl man sicherlich darüber streiten kann, ob der 29-Jährige der wichtigste Warrior ist, sind sein Input und seine Effizienz über jeden Zweifel erhaben. Elitäre Wurfquoten, fast vier Assists von der PF/C Position und ein nahezu automatisches Double-Double (33 insgesamt, NBA-Platz eins) bringen die Oracle Arena und Fantasy-Boxscores Abend für Abend zum Glühen. Sieben 20-10-5 Partien und ein Triple Double gegen die Bobcats machen deutlich, weshalb es auf Groß kaum bessere Optionen als den All-Star aus der Bay gibt.

Joakim Noah 
(PF/C)
11.8 PTS, 11.4 REB, 4.1 AST, 1.3 STL, 2 BLK, 0.0 Dreier, 45.6 FG%, 75.7 FT% in 38.3 MPG
Sein Spiel ist dreckig wie seine Haare nach drei Stunden Dauerhustlen, sein Einfluss auf den Erfolg der Chicago Bulls ohne Derrick Rose dabei aber erhellend: Joakim Noah hat sich langsam, aber sicher, zum ultimativen NBA-Kampfschwein empor gearbeitet und im Fantasy-Game ebenfalls tiefe Pfotenabdrücke hinterlassen. Die Kombination aus Rebounds (5.), Blocks (8.), Assists und Steals (Platz 1 und 3 unter allen qualifizierten Center) findet ihr so kein zweites Mal. Solide Quoten bei 12 PPG machen Noah für jedes Team zu einem Segen - trotz Fußproblemen wird der 27-Jährige auch nach der Pause weiter malochen, was der Dauermotor hergibt. 

Damian Lillard (PG)
18.3 PTS, 3.2 REB, 6.5 AST, 1 STL, 0.3 BLK, 2.2 Dreier, 41.8 FG%, 85.6 FT% in 38.5 MPG
Viele Möchtegern-Experten, auch hierzulande, trauten dem unbekannten Guard vor der Saison noch nicht einmal zu, sich langfristig als NBA-Starter zu etablieren. Es brauchte schon einen geübteren Blick, um die klaren Vorzüge in seinem Spiel zu erkennen, noch bevor Lillard mit einer der elektrisierendsten Rookie-Kampagnen der letzten Zeit auf sich aufmerksam machte. 18.3 Punkte (Platz 8 bei den PGs) und 6.5 Assists (Platz 14 ligaweit) sind bärenstarke Werte, für jeden Einser. Tip für Zocker in Redraft-Ligen: die 'Rookie-Wall' naht, und viel besser kann ein Frischling nicht mehr spielen als der Blazer mit der Nummer 0 bisher. Verkauft gewinnbringend! 

Brook Lopez 
(C)
19 PTS, 7.4 REB, 0.9 AST, 0.5 STL, 2.2 BLK, 0.0 Dreier, 52 FG%, 75.4 FT% in 30.3 MPG
Die Brooklyn Nets sind auf und ab, aber Brook Lopez bleibt ihr konstantester und verlässlichster Akteur - sowohl im Fantasy-Game, als auch offline. Mit 19 Punkten führt er das Team und alle Center der Liga im Scoring an - und legt dabei bombastische Quoten auf. Seine 2.2 Blocks pro Abend reichen für Platz 6. Natürlich würde sich der "Glas halb leer" Manager 2-3 Rebounds zusätzlich pro Abend wünschen, aber die würden den schrecklichen Brook dann schnurstracks in die absolute Fantasy-Elite katapultieren - und für Trade-Angebote an den geneigten Besitzer völlig unzugänglich machen. 

Blake Griffin (PF)
18.5 PTS, 8.7 REB, 3.6 AST, 1.5 STL, 0.6 BLK, 0.1 Dreier, 54.1 FG%, 65.7 FT% in 32.5 MPG
Die Freiwurfquote ist richtig mies, und beim Anblick der Rebound- und Blockwerte wird einem angesichts Blake Griffins Videospiel-Athletik auch nicht gerade warm ums Herz. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, wenn man sich mal anschaut, was der erst 23-jährige Power Forward sonst regelmässig in der Boxscore zaubert: 18.5 Jordans bei 54% aus dem Feld, 3.6 Stocktons, 1.5 Paytons... Tendenz steigend. Griffin sollte nach dem Break seine zuletzt starke Form konservieren können und stellt ein vorzügliches Buy-Low Ziel dar. 

Chris Bosh 
(PF/C)
17.7 PTS, 7.4 REB, 1.5 AST, 0.9 STL, 1.3 BLK, 0.2 Dreier, 55.5 FG%, 81.5 FT% in 33.8 MPG
'Chrisssssss Bashhhhh....' mag in Miami ein wenig untergehen - was bei den Egos seiner berühmten Teamkollegen auch nicht weiter erstaunt. Aber er bleibt auch als drittes Stützrad am LeBrons Einrad das Nonplusultra, was Big Man Effizienz anbelangt. Kein PF/C kombiniert Field Goal und Free Throw Percentage besser als der ex-Dino, der sein fantasyfreundliches Spiel mit soliden 17.7 Punkten, 7.4 Rebounds und 1.3 Blocks abrundet. 

Paul Millsap (PF/SF)
15.1 PTS, 7.4 REB, 2.6 AST, 1.3 STL, 1.1 BLK, 0.2 Dreier, 48.6 FG%, 74.1 FT% in 30.4 MPG
"Von allem Etwas"beschreibt Paul Millsaps Herangehensweise am besten. Wenngleich der 'Tweener' in keiner statistischen Kategorie heraus ragt, sammelt er emsig die Stats für euch ein und platziert - bis auf den Dreier - überall im oberen Bereich auf seiner dualen Forward-Position. Ein besonderes Augenmerk gilt es in den nächsten Tagen auf 'Saps Situation zu werfen: ein Trade liegt im Bereich des Möglichen, und je nach neuer Adresse könnte der 28-Jährige explodieren, wenn er mehr Spielanteile bekommt, als bisher (nur 30.4 MPG)... oder aber zum Sixth Man herab gestuft werden. Seid bereit, zuzuschlagen. 

Jrue Holiday (PG)
19 PTS, 4.2 REB, 8.9 AST, 1.5 STL, 0.4 BLK, 1 Dreier, 45.1 FG%, 77.5 FT% in 38.3 MPG
Nur zwei Point Guards (Irving und Parker) erzielen mehr Punkte effizienter als Philadelphias neuer Franchise-Player Jrue Holiday. Der hat sich an 20/10 pro Abend heran gepirscht, obwohl er bei den Sixers fast alles alleine machen muss - was im Fantasy, wie wir wissen, häufig Fluch und Segen zugleich sein kann. Ich für meinen Teil würde gerne sehen, zu was der prototypische NBA-Einser alles imstande wäre, wenn er die Verantwortung als Scorer, Playmaker und Verteidiger wenigstens ein bisschen abtreten könnte. Holiday wird schon bald zu den Besten seiner Zunft zählen - das ist so sicher wie bekloppte Andrew Bynum Frisuren heutzutage.