05 Januar 2013




Iso-Joe, die Zweite! Erst drei Wochen ist es her, dass Joe Johnson einen ähnlichen Gamewinner gegen Detroit klatschte. Gestern in Washington, das gleiche Spielchen. Isolation für Johnson, der die gesamte Mitte freigemacht bekommt und seinen Gegner Bradley Beal schon längst ausgeguckt hat. Obwohl Washington blitzschnell Martell Webster zum Doppeln schickt, packt JJ seinen go-to Move aus und nimmt den Fadeaway mit Dribbling nach rechts. Bei nur 0.7 verbleibenden Sekunden auf der Uhr schafften es die Wizards nicht mehr, einen guten Wurf zu generieren und unterlagen nach Double-Overtime, 115-113. Brooklyn hat unter P.J. jetzt vier von fünf Partien gewonnen und die Entlassung von Avery Johnson vor zehn Tagen damit längst legitimiert.




Mit ein Grund, warum die Bobcats zu den miesesten Teams der Liga gehören? Kein mangelnder Einsatz, und auch nicht das Fehlen von Siegeswillen. Sondern (unter anderem): schlechte Defense und ein Rookie-Coach, der selbst noch heraus finden muss, wie der Hase in der NBA läuft. Regel Nummer eins: bei ausgeglichenem Stand kurz vor Schluss willst du um jeden Preis den Ball aus den Händen deines besten Gegenspielers nehmen, erst recht, wenn der Hannibal Lecter Kyrie Irving heisst und bis zu dem Zeitpunkt wie von Sinnen aufgetrumpft hat (33 Punkte, 5 Rebounds, 6 Assists, 4 Steals, 3 Blocks, 10-10 von der Linie). Anstatt aber früh die Hilfe zu schicken und Irving dazu zu zwingen, den Spalding aufzugeben, schauen die Katzen 14 Sekunden untätig zu, wie sich der beste junge Einser der Liga gegen Rookie Jeffery Taylor genau dahin manövriert, wo er hinmöchte: ans Freiwurfeck. Kurzer Antritt... Fadeaway... Gamewinner...

Man hat es nicht leicht als NBA-Frischling. Das wissen spätestens seit gestern auch Jeffery Taylor und Bradley Beal.