10 Januar 2013




Es sind Geschichten wie diese, die unseren Sport so grossartig machen: auf den Tag genau ein Jahr nach seiner Herz-OP, die nach einem während eines simplen Belastungstests entdeckten Aneurysmas notwendig wurde, zeigte ein emotionaler Jeff Green beim gestrigen 87-79 Heimsieg gegen die Phoenix Suns eine seiner besten Saisonleistungen. Es waren nicht zwingend seine 14 Punkte und 3 Rebounds, die für Jubelstürme in Beantown sorgten, sondern sein aggressives Naturell, das vor allem beim In your Face Throwdown gegen Elite-Shotblocker Jermaine O'Neal durchblitzte. Auch in der Defensive (1 Steal, 1 Block, 1 Charge) war Green in seinen 26 Einsatzminuten zur Abwechslung mal hellwach und über weite Strecken effektiv. Die Celtics hatten genau darauf gebaut, als sie dem langen und agilen 2,06m Forward im Sommer einen neuen, hoch datierten Vertrag offerierten. Bisher spielt Green eine durch und durch enttäuschende Saison. Noch kein einziges Mal 20 Punkte erzielt, noch kein einziges Mal 10 Rebounds gegriffen, noch kein einziges Mal 4 Assists gespielt, während sein Player Efficiency Wert bei unterirdischen 12.02 stagniert und dem Team sogar schadet. Dabei bringt Green alle Voraussetzungen mit, um zu einem integralen Bestandteil in Boston zu werden. Hoffentlich war dieses gefühlsbetonte Spiel gestern gegen Phoenix der Auftakt zu einer erfolgreicheren zweiten Saisonhälfte.