21 Juni 2011


Ein bisschen unter dem Radar schwebte bis zuletzt Alec Burks, der sich aber nach starken Workouts im Vorfeld des Drafts mittlerweile als erstbester Shooting Guard überhaupt aufdrängt. Mit 1,98m perfekt als Zweier gemeißelt, führte er seine Colorado Universität aus den Niederungen der NCAA wieder zur Achtbarkeit mit durchschnittlich 20.5 Punkten und 6.5 Rebounds pro Partie. Der ehemalige 'Missouri High School Spieler des Jahres' verdiente sich seine Sporen als Aufbauspieler - eine Tatsache, die sich auch heute noch in seinem exzellenten Ballhandling und seiner Schnelligkeit manifestiert. Dann wuchs Burks noch ein paar Zentimeter und zog fortan mit einer 'Score-First' Mentalität in die Schlachten auf dem harten Holz. Durch seinen explosiven Antritt nimmt er die Gegenspieler oft mit und schleift sie so bis zum Ring, wo er wie kaum ein anderer Rookie in der Lage ist, seinen eigenen Wurf zu kreiieren. Er schliesst auch gegen Körperkontakt gut ab, oder zieht im Notfall eine Reihe von Fouls (seine Freiwurfquote liegt im mittleren 80 Prozent Bereich).


10 - Alec Burks

Jahrgang: 1991
College: Colorado Buffaloes (Sophomore)
Größe/Gewicht: 1,98m/89 kg
Position: SG
Stats: 20.5 Pts, 6.5 Reb, 2.9 Ast, 1.1 Stl, 83% FT
Stärken: Athletik, Ballhandling, explosiver Zug zum Korb, ausgeprägter Scoringinstinkt
, schliesst auch gg. Körperkontakt ab, sehr guter Rebounding Guard, Defense
Schwächen: muss einiges an Gewicht zulegen, schlechte Wurftechnik, zu viele Off-Balance Jumpshots, Dreier, kann nichts herausragend
Best Case Vergleich: Brandon Roy (mit Knien)



Während seine Slasher-Qualitäten beeindruckend sind, fehlt es dem Topscorer der Büffel an einem konstanten Wurf von aussen. Seine Form verliert sich, je weiter er nach hinten gedrängt wird, zusammen mit der Trefferquote. Nimmt man ihm den Drive, fehlt es an Ideen. Er hat aber hart an sich gearbeitet, um sich immer neue Bewegungen anzueignen. Allein diese Tatsache beeindruckte Scouts in den letzten Wochen so sehr, dass sie über seinen schwachen Dreierpunktewurf gerne hinwegsehen - zumal man sich den antrainieren kann (siehe Jason Kidd, der als Rookie einer der schlechtesten Schützen aller Zeiten war und heute Karriere-Platz 3 bei den erfolgreichen Dreiern belegt). Burks bringt mit seinen 19 Jahren schon eine Menge mit, was Lotterie-Teams auf Anhieb aus der Patsche helfen kann - allen voran die physischen Voraussetzungen, um auf der Zwei langfristig zu bestehen. Dank der richtigen Prise Verbesserungsspielraum, einem gesunden Basketball-Verstand und einer guten Mischung aus Talent und bisheriger Produktivität gilt Burks als sicherer Top-10 Pick, mindestens aber als begehrtester Shooting Guard im Draft-Feld vor Klay Thompson.



Prognose: Top 10 Pick !