14 Mai 2011



Wie bereits am Donnerstag gezwitschert, markierte das Ausscheiden der Boston Celtics mitsamt ihrer dauerverletzten Nicht-Antwort auf der Center-Position, Shaquille O'Neal, das wohl umumstössliche Ende einer Basketball-Ära. Nachdem sich zuvor bereits die San Antonio Spurs sowie die Los Angeles Lakers sang- und klanglos aus den Playoffs verabschiedet hatten, ist es amtlich: zum ersten mal seit 1998 wird das NBA-Finale ohne Shaq, Tim Duncan oder Kobe Bryant statt finden. Lasst diese Tatsache mal für einen ganz kleinen Moment marinieren, während ich für die Mathe-Genies nochmal nachrechne: das waren jetzt 12 Endspielserien in Folge, vollgepackt mit 150-Kilo Korbanlagentests, massgenauen Bankshots und One-Man Scoringshows. Inklusive 10 Championship-Ringe und 8 Finals-MVP Awards für die drei Bald-Hall-of-Famer.

Das letzte Mal, dass wir Juni-Basketball ohne Duncan, Shaq oder Kobe zu sehen bekamen, dominierte Michael Jordan's Zunge die Liga noch nach Belieben. Das Schweinsohr war der Pilz des Jahres. Dirk Nowitzki spielte in der zweiten deutschen Bundesliga. Kevin Durant und Derrick Rose waren noch in der Grundschule. Helmut Kohl und Bill Clinton scherzten gemeinsam auf Staatsempfängen, bevor Monica Lewinsky die stets gute Laune des US-Präsidenten komplett ruinierte. 1 Liter Benzin kostete 1 Deutsche Mark. Und für mich waren nach Back-to-Backs noch keine Besuche beim Physiotherapeuten notwendig.

The times, they are a-changin'...