30 April 2011




Am heutigen Samstag vor genau 40 Jahren gewannen die Milwaukee Bucks ihren ersten und bis heute einzigen Titel in der National Basketball Association. Die Hirsche besiegten am 30. April 1971 die Baltimore Bullets in Spiel 4 der NBA-Finalserie und sweepten sich damit zur Championship - es war damals erst der 2. Finalsweep überhaupt (bis heute gab's das nur 8 mal insgesamt).

So dominant wie im Finale präsentierte sich Milwaukee die gesamte Saison über und legte eine Spielzeit für die Rekordbücher hin. Kurz vor der Saison stiess via Trade mit den Cincinnatti Royals Hall of Famer Oscar Robertson zum Team hinzu. Dort spielte damals bereits der legendäre Center Lew Alcindor aka. Kareem Abdul-Jabbar, den die Böcke ein Jahr zuvor an erster Stelle gedraftet hatten. Angeführt von den beiden All-Stars (Robertson 19 Pts/6 Reb/8 Ast, Alcindor 32 Pts/16 Reb) und einer ganzen Reihe kapabler Rollenspieler bildete Milwaukee eine tödliche Inside-Outside Kombination, dominierte die Midwest Division nach Belieben und brauste mit einer 66-16 Bilanz in die Postseason - damals noch die beste je erzielte Leistung während der regulären Saison überhaupt. Weitere Meilensteine (seither selbstverständlich übertroffen): die meisten Heimsiege (34), die beste Trefferquote (51% als Team) und die meisten Siege in Folge (20). Auch in den Playoffs war kein Gegner der offensiven Feuerkraft der Hirsche gewachsen, die immer ein paar Nummern zu gross waren. Die Kontrahenten wurden reihenweise aufs Geweih genommen. Zuerst San Francisco (4-1), dann Los Angeles (4-1) und im Finale schließlich Baltimore um All-Star Center Wes Unseld. Milwaukee schaffte mit dem Titelgewinn das, was zuvor und seither kein anderer Club im amerikanischen Profisport mehr vollbracht hat: vom Expansionsteam, also der Franchise-Gründung, zum Liga-Champion innerhalb von nur 3 Jahren. Die Bucks waren ganz oben im Basketball-Olymp !